Schulunterricht draußen im Wald
Bericht: Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Deutsch, Englisch und Mathe im Wald? Das wird für eine Klasse der Mittelschule Würzburg-Heuchelhof einmal die Woche Wirklichkeit. Diese Form des Unterrichts zu analysieren, hat sich ein Forschungsteam der Uni Würzburg vorgenommen.
Es ist kein Geheimnis: Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland bewegen sich zu wenig, verbringen immer mehr Zeit mit digitalen Medien und weisen mitunter psychische Auffälligkeiten auf. Auch Lehrkräfte spüren den Druck. Stress, Lärm und Bewegungsmangel prägen den Schulalltag. Ein innovativer Ansatz rückt nun immer mehr in den Fokus – der Draußenunterricht verspricht Entlastung und neue Impulse für Lernen und Wohlbefinden.
Für eine sechste Klasse der Mittelschule Würzburg-Heuchelhof wird der Wald nun einmal pro Woche zum Klassenzimmer mit Schulgarten, Atrium und Toilette. Den Bau übernahmen 17 Manager der Siemens AG zusammen mit dem bayerischen Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und studentischen Hilfskräften des Lehrstuhls für Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Die Schülerinnen und Schüler bekamen ihren neuen Unterrichtsort am 16. Oktober 2025 offiziell von Simon Tangerding, SDW-Geschäftsführer für den Landesverband Bayern, übergeben. Weiterlesen
Waren es Ende des letzten Jahres noch 5.000 Stellen, die Ministerpräsident Söder im öffentlichen Dienst bis 2030 abbauen wollte, spricht er nun schon von einer Streichung von 10.000 Stellen bis zum Jahr 2040. Auch für den Lehrkräftemangel an Schulen findet er vermeintlich einfache Lösungen und bringt erneut die Einschränkung der Teilzeitmöglichkeiten ins Spiel. Die GEW Bayern widerspricht.
Die Nutzung sozialer Medien ist für einen Großteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland längst alltäglich. Viele von ihnen zeigen dabei ein riskantes, manche sogar ein suchtartiges Nutzungsverhalten. Zwar kann die Nutzung sozialer Medien durchaus positive Effekte für Heranwachsende haben – bei intensiver Nutzung können jedoch negative Auswirkungen auf das psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden auftreten, wie Depressions- und Angstsymptome, Aufmerksamkeits- oder Schlafprobleme. In einem heute veröffentlichten Diskussionspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina schlagen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deshalb die Anwendung des Vorsorgeprinzips vor. In dem Papier „Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ geben sie Handlungsempfehlungen, um Kinder und Jugendliche vor negativen Folgen sozialer Medien zu schützen, beispielsweise durch altersabhängige Zugangs- und Funktionsbeschränkungen. …