Neuer Podcast erklärt gesellschaftliche Konflikte
Bericht: Universität Bielefeld

Dr. Anna Christina Nowak moderiert die erste Episode des neuen Podcasts „Zankapfel“. Sie geht darin der Frage nach, warum wir über Konflikte sprechen sollten – © Universität Bielefeld.
Die Konfliktakademie ConflictA der Universität Bielefeld hat den Podcast „Zankapfel – Konflikte kurz erklärt“ gestartet. In kurzen Episoden unter zehn Minuten gehen ConflictA-Wissenschaftler*innen auf gesellschaftliche Konfliktthemen aus verschiedenen Perspektiven ein.
„Wir möchten Konflikte einfach erklären und vergessene Aspekte aufzeigen“, sagt Dr. Anna Christina Nowak, eine der Initiator*innen des Podcasts. „Durch die Kürze des Formats passt der Podcast gut in den Alltag – sei es auf dem Weg zur Arbeit oder beim Geschirrabwasch.“ Nowak ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der ConflictA und führt durch die erste Episode.
Unterschiedliche Konfliktwahrnehmungen
Die erste Folge thematisiert die Vielfalt von Konfliktwahrnehmungen in der Bevölkerung. Die Episode geht unter anderem auf Erkenntnisse aus dem Konfliktmonitor ein, einer Längsschnittbefragung der ConflictA aus den Jahren 2024 und 2025. Die Befragten äußerten sich zur Wichtigkeit einer Reihe von Themen: Migration, Infrastruktur, Meinungsfreiheit, soziale Ungleichheit, Gesundheitsversorgung oder auch dem Umgang mit Rechtsextremismus und der Klimakrise. Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Konflikte unterscheidet sich zwischen Gruppen, etwa nach Parteipräferenz, Alter oder Geschlecht.
Ein weiterer Schwerpunkt der Episode: Wie steht es um die politische Beteiligung junger Menschen? Die Zahlen sind ernüchternd – und zeigen Problemlagen demokratischer Teilhabe auf. Weiterlesen
Waren es Ende des letzten Jahres noch 5.000 Stellen, die Ministerpräsident Söder im öffentlichen Dienst bis 2030 abbauen wollte, spricht er nun schon von einer Streichung von 10.000 Stellen bis zum Jahr 2040. Auch für den Lehrkräftemangel an Schulen findet er vermeintlich einfache Lösungen und bringt erneut die Einschränkung der Teilzeitmöglichkeiten ins Spiel. Die GEW Bayern widerspricht.
Die Nutzung sozialer Medien ist für einen Großteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland längst alltäglich. Viele von ihnen zeigen dabei ein riskantes, manche sogar ein suchtartiges Nutzungsverhalten. Zwar kann die Nutzung sozialer Medien durchaus positive Effekte für Heranwachsende haben – bei intensiver Nutzung können jedoch negative Auswirkungen auf das psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden auftreten, wie Depressions- und Angstsymptome, Aufmerksamkeits- oder Schlafprobleme. In einem heute veröffentlichten Diskussionspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina schlagen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deshalb die Anwendung des Vorsorgeprinzips vor. In dem Papier „Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ geben sie Handlungsempfehlungen, um Kinder und Jugendliche vor negativen Folgen sozialer Medien zu schützen, beispielsweise durch altersabhängige Zugangs- und Funktionsbeschränkungen. …