Bildungsgewerkschaft GEW Bayern: Warnstreiks verdeutlichen Forderungen in der Tarif- und Besoldungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder in München, Regensburg und Erlangen

Mitteilung: GEW Bayern

München – Bei bayernweiten Streik-Aktionen der Bildungsgewerkschaft GEW zeigten zahlreiche Beschäftigte aus Hochschulen und Schulen des Freistaats ihren deutlichen Unmut über die Tarif-, Besoldungs- und Beschäftigungspolitik der Länderfinanzminister in der aktuellen TV-L-Tarifauseinandersetzung. In München, Regensburg und Erlangen folgten Hochschulbeschäftigte, studentische Hilfskräfte und Lehrer*innen dem Warnstreik-Aufruf der GEW Bayern und demonstrierten gemeinsam mit ihren Kolleg*innen von IG BAU, GdP und ver.di. Auch in anderen Bundesländern hat die GEW für diese Woche zu Streiks aufgerufen.

Die DGB-Gewerkschaften fordern insgesamt eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro. Darüber hinaus fordern sie Verbesserungen bei der Eingruppierung im Sozial- und Erziehungsdienst, die Weiterentwicklung der Entgeltordnung für Lehrkräfte und mantelrechtliche Regelungen des Tarifvertrages. Von der sehr hohen Zahl befristeter Verträge im Länderbereich sind vor allem die Beschäftigten an den Hochschulen betroffen. Aber auch an den Schulen verursacht dieses Vorgehen des Freistaats unnötige soziale und finanzielle Unsicherheiten. Die Eindämmung des „Befristungsunwesens“ ist Teil der Forderungen der Gewerkschaften.

Die Länder-Arbeitgeber hatten auch in der zweiten Runde kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 28.02. und 01.03. in Potsdam statt. Nun liegt der Ball bei den Arbeitgebern, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Sie haben es in der Hand, ob es weitere Streiks geben wird. Denn eines wurde auf allen Kundgebungen klar: Die Streikenden sind bereit für weitere Streiks!


PM v. 26.2.2019
Anton Salzbrunn
Landesvorsitzender GEW Bayern
www.gew-bayern.de

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