Ex-Kindersoldat appelliert an die Bundesregierung: »Lassen Sie diese Kinder nicht allein!«

Zum Red Hand Day am 12. Februar: Bündnis Kindersoldaten fordert Asyl für Kinder aus Kriegsgebieten und eine dringende Rücknahme der massiven Kürzungen der humanitären Hilfe

Stellungnahme: Deutsche Bündnis Kindersoldaten

Anlässlich des morgigen Red Hand Day, des internationalen Aktionstages gegen den Einsatz von Kindern und Jugendlichen als Soldatinnen und Soldaten, fordert das „Deutsche Bündnis Kindersoldaten“ die Bundesregierung auf, Kindern und ihren Familien aus Kriegsgebieten Asyl zu gewähren und die massiven Kürzungen der humanitären Hilfe rückgängig zu machen. Weiterlesen

UMFRAGEN zu unserer Gesellschaft: Was sie mit uns machen sollen/ wollen/ könn(t)en!

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Es gibt ja den berühmten Ausspruch des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill: „Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe“.

In dieser Aussage steckt viel Wahres. Einmal soll sie zum Ausdruck bringen, wie wichtig es ist, Statistiken und Schaubilder mit Skepsis zur Kenntnis zu nehmen; genau zu lesen, hinzuschauen und nicht nur das Zahlenwerk als gegeben hinzunehmen, sondern auch zu überprüfen. Das gleiche gilt für die dargebotenen Interpretationen. Genauestes Lesen und dabei hinter die Kulissen des Interpretierten schauen. Ohne solches Vorgehen bleibt alles Schall und Rauch! … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.
Bild von Tumisu auf Pixabay

 

 

„Tropfen auf den heißen Stein“

Bildungsgewerkschaft GEW zur Bund-Länder-Vereinbarung zur Modernisierung und Sanierung der Hochschulen

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat das heute veröffentlichte Bund-Länder-Programm zur Modernisierung und Sanierung der Hochschulen begrüßt, aber zugleich dessen zügige Weiterentwicklung angemahnt. „Gut, dass Bund und Länder endlich den Weg dafür frei gemacht haben, dass Mittel aus dem 500 Milliarden Euro starken Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität auch den Hochschulen zugutekommen können. Der Pferdefuß: Wie viel der für Investitionen vorgesehenen vier Milliarden Euro in die Sanierung der Hochschulen und wie viel in den Ausbau der Kindertagesbetreuung fließen, haben die Finanz- und Wissenschaftsministerinnen und -minister offengelassen. Das sollen die einzelnen Länder regeln. Damit verweigern sie den Hochschulen nicht nur die notwendige Planungssicherheit, sondern delegieren die Verteilungsfrage elegant nach unten und spielen zwei Bildungsbereiche gegeneinander aus“, kritisierte Andreas Keller, GEW-Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung, am Montag in Frankfurt a.M.

Zudem stellte der GEW-Hochschulexperte fest, dass die für vier Jahre für 16 Länder für zwei Bildungsbereiche vorgesehenen Mittel im Umfang von insgesamt vier Milliarden Euro „weit unterhalb des Bedarfs“ lägen. „Die Wissenschaftsministerkonferenz hat den Sanierungsstau an den Hochschulen auf 140 Milliarden Euro beziffert – gemessen daran ist das neue Bund-Länder-Sonderprogramm nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. In Hörsälen bröckelt der Putz von der Decke, die IT-Infrastruktur wird den Anforderungen des 21. Jahrhunderts nicht gerecht, Hochschulbauten sind weit vom Ziel der Klimaneutralität entfernt – der Handlungsbedarf ist enorm. Das Bund-Länder-Programm muss daher zügig konkretisiert und massiv ausgebaut werden“, betonte Keller.


9.2.2026
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
Vorstandsmitglied
www.gew.de

 

„KI kann nicht knutschen“

Bildungsgewerkschaft GEW zum Safer Internet Day: Bildung über KI ins Zentrum rücken

Bericht: GEW

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schlägt mit Blick auf den Safer Internet Day mit dem Motto „KI and me. In künstlicher Beziehung“ eine Offensive für mehr kritische Medienbildung über Künstliche Intelligenz (KI) vor. „Zentral ist, das Wohlbefinden, die Selbstwirksamkeit und das Miteinander der Schülerinnen und Schüler in der realen Welt zu stärken“, sagten Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied Schule, und Ralf Becker, GEW-Vorstandsmitglied Berufliche Bildung und Weiterbildung, am Montag in Frankfurt a.M.  Weiterlesen

Finanzierung des BAföG bedroht, weil Bundesregierung sich nicht einigen kann – fzs fordert gesicherte Finanzierung der angekündigten BAföG-Reform

Bericht: Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. 

Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. beobachtet den anhaltenden Streit innerhalb der Bundesregierung über die Finanzierung der angekündigten BAföG-Reform mit großer Sorge. Während sich die Bundesregierung nicht über Zuständigkeiten und Kosten einigen kann, verschlechtert sich die finanzielle Lage von Studierenden mit jedem Tag dramatisch.

Die Finanzierung der Reform ist weiterhin ungeklärt, und damit wird ein sozial gerechter Zugang zu Bildung für Hunderttausende Studierende erneut verzögert. Weiterlesen

Wie Verengung zu Verdunkelung führt – und eine Friedensbewegung schwächt

Aufklärerische Versuche über einige Gründe für das Mobilisierungsproblem der Friedensbewegung – und wie es überwunden werden kann.

Ein Essay von Bernd Schoepe

„Krieg ist ein Spiegelbild unseres Versagens, Konflikte friedlich zu lösen, Gemeinsamkeiten zu finden und eine Welt aufzubauen, die auf Gerechtigkeit und Gleichheit beruht.“
Erich Fromm

Einleitung: Ausgangssituation und kurzer Problemaufriss

In den letzten Monaten ist eine Reihe von Analysen publiziert worden, die sich mit der Schwäche und den Zukunftsaussichten der deutschen Friedensbewegung beschäftigen. (1)

Sie belegen die Dringlichkeit, über diese Fragen eine möglichst vorurteilsfreie und unvoreingenommene Debatte zu führen. … weiter


Bild rechts von elukac auf Pixabay

 

Gerechtigkeit statt Spaltung

Gemeinsame Erklärung der Gewerkschaften zur Debatte um Wirtschaft und Sozialstaat

Die Angriffe der Union und der Arbeitgeber auf den Sozialstaat und die Beschäftigten werden immer unverschämter. Wir fordern einen Stopp dieser Kahlschlag-Debatten. Sie verunsichern die Menschen, würgen den schwachen wirtschaftlichen Aufschwung ab und bringen kein Wachstum. … weiter

 

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