Tarifrunde öffentlicher Dienst Länder – GEW: „Fast 12.000 Bildungsbeschäftigte streiken für mehr Gehalt“

Gewerkschaft zum „Streiktag Bildung“

Fast 12.000 Beschäftige aus dem Bildungsbereich im öffentlichen Dienst der Länder haben heute für mehr Geld gestreikt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zum bundesweiten „Streiktag Bildung“ aufgerufen, Kundgebungen fanden an fünf zentralen Standorten statt. Die Beschäftigten verliehen mit den Streiks und zahlreichen Aktionen den Forderungen der Gewerkschaften in der Länder-Tarifrunde nach 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr Gehalt Nachdruck. Die Streiks sind die Reaktion der Beschäftigten auf die Haltung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen Mitte Januar in Potsdam, in der die Arbeitgeber kein verbindliches Angebot vorgelegt hatten. „Die Beschäftigten im Bildungsbereich haben ein deutliches Signal gesetzt, dass die Arbeitgeber mit ihrer bisherigen Blockadeposition nicht durchkommen. Die TdL muss sich in der dritten Runde endlich bewegen und ein Angebot vorlegen, das die Leistungen der Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas, an Schulen und Hochschulen wertschätzt“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Donnerstag. An den Streiks und Aktionen beteiligten sich beispielsweise Lehrkräfte an Schulen, (Schul)Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Erzieherinnen und Erzieher im Landesdienst, Lehrende an Hochschulen und studentische Beschäftigte. Weiterlesen

Trotz Rente kein Ruhestand: Neuer Altersübergangs-Report untersucht Wandel auf dem Arbeitsmarkt

Mitteilung: Universität Duisburg-Essen

Die Anzahl der Erwerbstätigen im Rentenalter nimmt zu: Innerhalb von zehn Jahren stieg die Erwerbstätigenquote der 65- bis 69-Jährigen von 13 auf 20 Prozent – eine der markantesten Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Der aktuelle Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung analysiert diese Entwicklung.

Immer mehr Menschen arbeiten auch nach dem Renteneintritt – viele davon aus finanziellen Gründen. 2023 war jede:r Fünfte (20 Prozent) der 65- bis 69-Jährigen erwerbstätig – 2013 waren es noch 13 Prozent. Das zeigt der aktuelle Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE), der gemeinsam mit der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht wird. UDE-Arbeitsforscher Prof. Dr. Martin Brussig spricht von einem klaren Trend auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Weiterlesen

GEW: „Arbeitgeber legen kein Angebot vor – jetzt streikts!“

Bildungsgewerkschaft GEW zur Tarifrunde öffentlicher Dienst Länder

Potsdam – In der zweiten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder haben die Arbeitgeber kein verbindliches Angebot vorgelegt. Die Antwort der Gewerkschaften: „Um den Druck auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu erhöhen, sich in der dritten Runde endlich zu bewegen, setzen die Gewerkschaften verstärkt auf (Warn)Streiks“, sagte Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Freitag nach Abschluss der Runde. Sie betonte, dass die Arbeitgeber insbesondere nicht bereit seien, Geld in den Bildungsbereich zu investieren. Ebenso hätten sie den Forderungen der Gewerkschaften nach einer sozialen Komponente bei den Gehaltssteigerungen, einem Tarifvertrag für studentische Beschäftigte und der Kündigungsmöglichkeit der Sonderregelungen für den Sozial- und Erziehungsdienst eine Absage erteilt. Weiterlesen

GEW: Doppelhaushalt 2026/27: Zu wenig für Bildung – Lehrkräftemangel wird verschärft

Stellungnahme: GEW Bayern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern kritisiert den vorgestellten Doppelhaushalt der Staatsregierung scharf. Trotz der Beteuerung, Bildung zur Priorität zu machen, bleibt der geplante Stellenausbau weit hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. „1.500 neue Lehrer*innenstellen sind ein Tropfen auf den heißen Stein“, erklärt Martina Borgendale, Vorsitzende der GEW Bayern. „Zum ersten Mal wird nicht nach Bedarf eingestellt, dabei bräuchte es angesichts steigender Schüler*innenzahlen, wachsender Inklusionsaufgaben und des kommenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung mindestens 5.000 neue Vollzeitstellen, um die Unterrichtsversorgung überhaupt stabil zu halten.“ Weiterlesen

GEW: „Arbeitgeber müssen sich bewegen und ein Angebot vorlegen“

Bildungsgewerkschaft GEW zur ersten Verhandlungsrunde für die im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten

Berlin – Nach dem Auftakt zur Tarifrunde für die im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Arbeitgeber aufgefordert, sich zu bewegen und ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte am Mittwoch in Berlin kein Angebot formuliert. Weiterlesen

Einkommensungleichheit seit 2018 weiter angestiegen – Vertrauen in staatliche Institutionen sinkt mit Einkommen

Bericht: Hans-Böckler-Stiftung

Neuer Verteilungsbericht des WSI. Einkommensungleichheit seit 2018 weiter angestiegen – Vertrauen in staatliche Institutionen sinkt mit Einkommen

Seit 2010 ist die Ungleichheit der Einkommen in Deutschland deutlich gestiegen, ab 2018 hat sich der Zuwachs an Ungleichheit noch einmal spürbar beschleunigt und nach den aktuellsten verfügbaren Daten des Sozio-ökonomischen Panels einen neuen Höchststand erreicht.

Die Quote der Menschen, die in Armut leben, liegt ebenfalls bei einem Höchstwert. Einen erheblichen Einfluss hatte, dass die ausgleichende Umverteilungswirkung durch Steuern und Sozialtransfers seit 2010 tendenziell abgenommen hat. Insgesamt haben somit Personen mit niedrigen Einkommen von der relativ positiven Wirtschafts- und Einkommensentwicklung im vergangenen Jahrzehnt oft nur vergleichsweise wenig abbekommen – auch wenn der gesetzliche Mindestlohn durchaus einen positiven Einfluss bei den Erwerbs- und damit auch bei den verfügbaren Einkommen hatte. Zudem sind solche Menschen von den Krisen seit 2020 am stärksten betroffen. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. … weiter


Quelle: boeckler.de

 

Wohnkostenbelastung von Studierenden steigt auf 53 Prozent

fzs fordert sofortige Entlastung und massive Investitionen in
studentisches Wohnen

Bericht: fzs

Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. zeigt sich angesichts der Wohnsituation von Studierenden in Deutschland weiterhin alarmiert. In der Antwort (21/2807) der Bundesregierung auf die kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/2489) wird auf Daten des Statistischen Bundesamtes verwiesen – die Wohnkostenbelastung von
Studierenden liegt demnach bei durchschnittlich 53 Prozent. Studierende geben damit mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Miete aus, laut Zahlen des Moses-Mendelsohn-Instituts (MMI) durchschnittlich 505 EUR. In 70 von 88 untersuchten Städten ist es kaum möglich, zu Beginn des Wintersemesters 2025/2026 ein Zimmer innerhalb der aktuellen BAföG-Wohnkostenpauschale zu finden. Weiterlesen

Online-Unterrichtseinheit „Tarifvertrag“

Die Hans-Böckler-Stiftung bietet eine komplette Unterrichtseinheit zum Thema „Tarifvertrag“ an. Ja nach Schulausstattung kann die gesamte Einheit im Klassenzimmer auf PCs oder Tablets bzw. im Computerraum bearbeitet werden. Eine Bearbeitung auf dem Smartphone ist möglich, aber unübersichtlicher wegen des kleinen Bildschirms. 

Im Vorspann der Einheit heißt es:

Wozu braucht man einen Tarifvertrag?

Für viele Beschäftigte in Deutschland gelten Tarifverträge. Sie regeln Lohn und Arbeitsbedingungen. Viele andere Beschäftigte haben keinen Tarifvertrag. Deshalb demonstrieren zum Beispiel Amazon-Beschäftigte wie hier im Foto (online als Kopfbild zu sehen). Klickt euch durch die Aufgaben und erfahrt, wozu es Tarifverträge gibt und warum sie wichtig für die Arbeitswelt sind.

Die Einheit beginnt mit einer Falldarstellung: Serdal Sardas arbeitet bei Amazon. Er ist dort Betriebsrat. Nach der Fallbeschreibung sind Verständnisfragen zu beantworten.

Unter Punkt 2) folgt dann ein sehr übersichtlich gemachter Erklärfilm inkl. Multiple-Choice-Fragen. Die anzuklickenden Antworten lassen sich per Schalter überprüfen und auch verbessern.
Diese Arbeitsphase kann problemlos von 8. und 9. Klässlern in Einzelarbeit erledigt werden. Für inhaltliche Nachfragen wäre es aber sinnvoll, wenn eine Lehrkraft für Erklärungen bei Bedarf gefragt werden könnte.

Unter Punkt 3) muss ein erklärender Text verfasst werden: Beschreibe in eigenen Worten den Unterschied zwischen einem Flächentarifvertrag und einem Firmentarifvertrag.
Ein Textfeld in ausreichender Größe ist vorhanden.

Im weiteren Verlauf müssen die SchülerInnen sich u.a. durch eine Grafik zu einer Tarifverhandlung klicken und die Reihenfolge der Verhandlungen klicken.

Besonders herzuheben 😀 ist die Augenpause unter Punkt 5). Ein Klick auf das Symbol mit dem blauen Auge in der Seitenmitte und es öffnet sich eine Anleitung mit Augenübungen.  

Unter Punkt 9) müssen Argumente entweder den Befürwortern (pro) oder den Gegnern (contra) von Tarifverträgen zugeordnet werden. Perspektivenwechsel und Bewertungen  durch die SchülerInnen sind also integrierte.

Ganz zum Schluss haben die SchülerInnen die Möglichkeit, ein Feedback abzugeben!

Je nach Genauigkeit der Erarbeitung, Auswertung und Alter der SchülerInnen lässt sich die ganze Einheit in ca. 3 bis 6 Unterrichtsstunden durchführen. Die ganze Einheit kann etwa ab der 8. Klasse Mittelschule eingesetzt werden. 

Eine Handreichung für Lehrkräfte samt Lernzielen kann als pdf-Datei heruntergeladen werden!

Fazit: Sehr übersichtlich gemacht, leicht und verständlich zu bedienen. Der ganze Stoff kann im Klassenverband behandelt werden. Gruppen- und  Einzelarbeiten können eingeschoben werden, schwierigere Fragestellungen können übersprungen werden oder in einer Unterbrechung des Verlaufs im Unterrichtsgespräch geklärt werden. Insgesamt unbedingt empfehlenswert!

Download einer Lernübersicht als pdf-Datei für die Lehrkraft

zum Start der Unterrichtseinheit
(https://unterrichtseinheiten.boeckler.de/tarifvertrag/)

Download der Lehrkräftehandreichung als pdf-Datei


Rezension: G. Schmidt-Falck

 

 

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