Mitteilung: GEW Bayern

Die Staatsregierung hat angekündigt, an rund 4.000 Direktor*innen und an 14.000 weitere Lehrkräfte an den rund 6.000 Schulen in Bayern anlässlich von Corona bedingten Mehrarbeiten „Leistungsprämien” zu verteilen – ungefähr drei Lehrkräfte an jeder Schule kommen so in den Genuss von steuerfreien 500 Euro aus dem „Sonderfonds Corona.

Die Bildungsgewerkschaft gönnt selbstverständlich jeder und jedem Empfänger*in eine derartige Zusatzzahlung. Die GEW ist aber auch der Auffassung, dass alle Lehrkräfte und Mitarbeiter*innen an den Schulen seit Beginn der Corona-Krise deutlich mehr Belastungen zu tragen hatten und weiter haben. Daher ist eine Anerkennung für alle Beschäftigten an den Schulen angebracht. Dies auf nur einen kleinen Teil zu beschränken, verursacht nur Missstimmung in den Kollegien. Zudem erfordert es die Mitwirkung der Personalräte.

Zusätzliche Prämien hin oder her: Die GEW erwartet, dass endlich auch in Bayern die dringend und bitter notwendige Anerkennung für die Kolleg*innen an den Grund- und Mittelschulen kommt – das heißt A 13/E 13 als Eingangsbesoldung oder -gehalt für alle Schularten!

Die Staatsregierung, so heute Landesvorsitzender Anton Salzbrunn in München, könne sich gerne auch einmal „von den entsprechenden Tarifabschlüssen inspirieren lassen”. So könne man durchaus den niedrigeren Einkommensgruppen höhere Prämien zukommen lassen. Eine solche Art von Wertschätzung sollte z. B. gerade auch den Fach- und Förderlehrer*innen zu Gute kommen.

Vor allem aber brauchen Lehrkräfte und Schulleitungen mehr Arbeitszeit für die Kinder – Zeit für individuelle Förderung, gerade jetzt. Das heißt: Wir brauchen deutlich mehr Pädagog*innen und Fachpersonal zu einer deutlichen Entlastung an den Schulen in Bayern!


28.10.2020
Anton Salzbrunn
Vorsitzender GEW Bayern
www.gew-bayern.de

 

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