Mitteilung: Die Linke. Landesverband Bayern

Ates Gürpinar, Landessprecher der LINKEN in Bayern, kommentiert die Drohgebärde des bayerischen Kultusministers Michael Piazolo (FW) an die Schüler*innen in Bayern: Weiterlesen »

Jugendpolitischer Sprecher Taşdelen: Wir brauchen eine Jugendpolitik, die der Lebensrealität junger Menschen gerecht wird

Mitteilung: BayernSPD-Landtagsfraktion

Die SPD-Landtagsfraktion möchte Jugendlichen eine stärkere Stimme geben und die Rahmenbedingungen für politische und gesellschaftliche Teilhabe verbessern. Konkrete Maßnahmen hierzu hat die Fraktion zum Abschluss ihrer Herbstklausur diskutiert. „Wir brauchen eine Jugendpolitik, die der Lebensrealität junger Menschen gerecht wird”, erklärt der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Arif Taşdelen. Weiterlesen »

Mitteilung: GEW Bayern

In ihrem Ausblick auf das neue Schuljahr betont die Bildungsgewerkschaft: Zentral sind die Unterrichtsqualität für die Kinder und Jugendlichen und der Erhalt der Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer, gerade angesichts des Lehrkräftemangels an den Grund-, Mittel- und Förderschulen und angesichts der Arbeitsbedingungen in den Realschulen. Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Reform der gymnasialen Oberstufe.

 

Die Lage an den Grund-, Mittel- und Förderschulen

Der Mangel an Lehrkräften an den Grund-, Mittel- und Förderschulen hat auch in Bayern dramatische Ausmaße erreicht. In manchen Bereichen können zwei Drittel der freien Stellen nicht mit voll ausgebildeten Lehrkräften besetzt werden!

Das Kultusministerium versucht seit einiger Zeit, die Lücken auch mit Menschen zu füllen, die bisher wenig bis nichts mit Pädagogik zu tun hatten. Die Folgen für den Arbeitsalltag der Lehrkräfte, die bereits an den Schulen sind, sind gravierend: Fachfremde Kolleg*innen müssen aufwändig eingearbeitet werden, zunehmende Ausfälle wegen Erkrankungen führen zum Aufteilen von verwaisten Klassen, notwendige Doppelbesetzungen werden gestrichen. Oftmals ist an einen geregelten Unterricht nicht mehr zu denken. Statt in dieser Situation Erleichterungen zu ermöglichen, startet das Kultusministerium aktuell in den Mittel- und Förderschulen Informatik als zusätzliches Pflichtfach. Insgesamt führt das zu einer stetig steigenden Arbeitsbelastung. Das System droht „an die Wand gefahren“ zu werden. Die Bildungsgewerkschaft stellt fest: Es ist ein Irrweg zu glauben, das Problem aussitzen zu können. Damit würde eine fortschreitende Verschärfung der Arbeitsbedingungen an den Schulen in Kauf genommen. Notwendig sind dringend konkrete Maßnahmen für Entlastungen, um die Gesundheit der Pädagog*innen zu schützen und zu erhalten.

Diese Maßnahmen schlägt die GEW vor:

  • Sofortige ausreichende Erhöhung der Zahl der Studienplätze für alle betroffenen Lehrämter
  • Den Lehrer*innenberuf attraktiver machen: A 13 als Eingangsbesoldung für alle Lehrer*innen, so wie dies inzwischen in zahlreichen anderen Bundesländern geschehen ist. Aufstiegsmöglichkeiten wie an den Gymnasien für alle Lehrämter. Bessere Bezahlung für Fach- und Förderlehrer*innen, heilpädagogische Förderlehrer*innen, heilpädagogische Unterrichtshilfen und für Werklehrer*innen
  • Eine weitreichende Reform der Lehrkräfteausbildung
  • Eine vorübergehende Reduzierung der Stundentafel, um für alle Schüler*innen flächendeckend qualifizierte Bildungsangebote zu sichern und um zu verhindern, dass Unterricht immer mehr zum bloßen Beaufsichtigen von Schüler*innen verkommt.
     

Auch an vielen Beruflichen Schulen herrscht in etlichen Fächern und Fachrichtungen ein Mangel an Lehrkräften.

Minister Piazolo sollte endlich konkrete Zahlen zu Mangel und Bedarfsdeckung nennen. Nur so kann gemeinsam sinnvoll an einer Verbesserung der Situation gearbeitet werden.

 

Die Reform der gymnasialen Oberstufe

Mit den verfrühten Festlegungen für die 11. Jahrgangsstufe wurde unnötig Spielraum zur Gestaltung der Oberstufe blockiert. Das im Juli angedeutete Konzept des Kultusministeriums würde die letzte Chance für eine für die Schüler*innen facettenreiche und zukunftsfähige Oberstufe mit hohem Gewinn für die ganze Gesellschaft verspielen.

Andreas Hofmann, Vorsitzender der Fachgruppe Gymnasium der GEW Bayern, sagte heute in München: „Bayern droht durch ein solches Oberstufenreförmchen das einzige Land mit äußerst geringer Wahlmöglichkeit von Vertiefungsfächern zu bleiben. Die Reformen in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern waren weitreichender und von den Wahlmöglichkeiten, wie sie künftig in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen gelten, können bayerische Schüler*innen nur träumen.“ Eine gründliche Reform sehe anders aus.

Die GEW schlägt diese Eckpunkte für eine Reform vor:

  • Zwei frei gewählte fünfstündige Schwerpunktfächer auf erhöhtem Niveau
  • Individuell durch die Schüler*innen gestaltbares Curriculum ab der 11. Klasse
  • Stärkung der politischen Bildung durch verpflichtende Belegung von „Politik und Gesellschaft“ als eigenständiges Fach von der 11. bis zur 13. Klasse
  • Verankerung von selbstständigem wissenschaftspropädeutischem Arbeiten und intensiver Projektarbeit
  • Abiturprüfung in vier Fächern
  • Maximale Kursgrößen von 17 Schüler*innen
     

Die aktuelle Situation an den Realschulen

Die Klassenstärken in den Realschulen, vor allem in den Ballungsräumen, sind stetig angestiegen. Martina Borgendale, Vorsitzende der Fachgruppe Realschulen und stellvertretende Vorsitzende der GEW Bayern, erklärte dazu heute: „Die Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten zehn Jahren dramatisch verschlechtert. Aufgrund des steigenden Anteils an pädagogischer Arbeit ist es unbedingt nötig, dass an jeder Schule ein*e Sozialpädagog*in beschäftigt wird. Zudem muss an jeder Schule eine eigene Stunde für die jeweilige Klassleitung im Rahmen des Stundendeputats bereitgestellt werden.“
Da es hohe Krankenstände und zahlreiche Frühpensionierungen bei den Lehrkräften gebe, verschärfe sich die Arbeitssituation weiter. Die GEW Bayern fordert daher, dass an allen Schulen die physischen und psychischen Gefährdungsbeurteilungen, die gesetzlich längst vorgeschrieben sind, erstellt werden und dass daraus konkrete Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz resultieren.


PM v. 4.9.2019
Elke Hahn
Geschäftsführerin GEW Bayern
www.gew-bayern.de

Mitteilung: Netzwerk Inklusion und GEW Bayern 

Aufgrund der Zuschüsse an Eltern für den Beitrag zum Kindergarten und nächstes Jahr für die Krippe, sparen die Jugendämter Geld. Das Netzwerk Inklusion und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern fordern die Übertragung der frei werdenden Mittel in ein Inklusionsbudget. Weiterlesen »

SPD-Bildungspolitikerin Wild: Deutschsprachigen Islamunterricht an bayerischen Schulen als Regelfach einführen

Mitteilung: BayernSPD-Landtagsfraktion

Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Margit Wild hat die Staatsregierung aufgefordert, den derzeit laufenden Modellversuch Islamunterricht dauerhaft in die Lehrpläne aufzunehmen. Anlass sind aktuelle Zahlen des Kultusministeriums (siehe hier). Demnach gab es bei den muslimischen Schülerinnen und Schülern an den bayerischen Schulen in den letzten zehn Jahren einen Zuwachs um knapp 37 Prozent (von 87.000 auf 119.000). Laut der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der SPD hat sich analog dazu auch die Anzahl der Islamunterrichtsstunden erhöht. Nämlich von 1499 im Schuljahr 2013/14 auf 2141 im Schuljahr 2017/18 – das ist ein Zuwachs von knapp 43 Prozent. Weiterlesen »

Gabriele Triebel fordert Gleichstellung des Ethikunterrichts mit konfessionellem Religionsunterricht und mehr Universitätsausbildung

Mitteilung: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

Die aktuelle dpa-Meldung „Immer weniger Schüler im Religionsunterricht“ kommentiert die religionspolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gabriele Triebel:

„Wenn die Werteerziehung für immer weniger Schülerinnen und Schüler im konfessionellen Religionsunterricht stattfindet, brauchen wir ein gutes und akzeptiertes Alternativangebot. Die CSU/FW-Koalition hat unseren Antrag auf Verbesserungen im Fach Ethik im Juni kalt abblitzen lassen. Weiterlesen »

Kerstin Celina und Claudia Köhler fordern mehr Personal für „Anlaufstelle ehemalige Heimkinder”

Mitteilung: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

In den Jahren 1949 bis 1975 erlitten viele Heimkinder in Bayern unerträgliches Leid. Sie wurden gedemütigt, psychisch und physisch misshandelt und gequält, von Menschen, denen sie schutzlos ausgeliefert waren. „Der bayerische Staat mit seinen Behörden und Institutionen hat das unvorstellbare Leid dieser Kinder damals nicht verhindert“, kritisiert die sozialpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Kerstin Celina. „Es ist das Mindeste, dass diese Betroffenen heute die therapeutische, aber auch finanzielle Unterstützung bekommen, die sie benötigen“. Weiterlesen »

von Friedrich Späth

Der Autor ist Vorsitzender der ver.di Betriebsgruppe Senioren/innen in Ansbach. Die einzelnen Stichpunkte und Argumente sollen informieren und aufklären. Sie können und sollen z.B. auch in Schulen als Diskussionsgrundlage eingesetzt werden:

  • Eine Rente im Alter muss für ein würdiges Leben nach einer langjährigen aktiven Arbeitsphase reichen.
  • Bei einer Lebensleistung von 40 und mehr Versicherungsjahren muss die Rente deutlich oberhalb der Grundversorgung (Sozialhilfe) liegen.
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Foto: Alexas_Fotos auf Pixabay