Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 44: „Nulla dies sine linea“

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 44

 

„Nulla dies sine linea“

„Es muss eine unerhörte Zeit gewesen sein, als man sich füreinander interessierte.“
(Wilhelm Genazino)

Heute wurde bekannt, dass der Verleger Klaus Wagenbach am 17. Dezember gestorben ist. Ich bin ihm im Laufe der Jahrzehnte immer mal wieder begegnet. Einmal habe ich mit meinem Freund Lothar Baier, dessen Bücher Klaus Wagenbach verlegte, den Stand des Verlages auf der Buchmesse besucht, und wir haben eine Weile mit ihm geredet und ein Glas Rotwein getrunken. Auch Peter Brückners Bücher sind all die Jahre bei ihm erschienen. Mein in Berlin lebender Freund Claus berichtet, dass er im Radio im Laufe des heutigen Tages eine Meldung über den Tod Wagenbachs gehört habe, die mit dem Hinweis verbunden war: „Seine besondere Liebe galt Franz Kafka, bei dem er promoviert hatte.“ Das müsse, so hofft er, nicht kommentiert werden. … weiter

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Lass uns zu Signal wechseln!

Gerhard Sens hat die Initiative ergriffen und den nachfolgenden Beitrag an die Redaktion geschrieben. Er wirbt für einen Umstieg auf den Messenger „Signal“.
Die Redaktion begrüßt seine Initiative ausdrücklich. Vielleicht könnte das Ziel eine regionale GEW-Gruppe sein?

Hallo,

seit einiger Zeit verwende ich Signal, um Unterhaltungen auf meinem iPhone vertraulich zu halten. Es wäre schön, wenn auch du es installieren würdest. So könnten wir darauf vertrauen, dass nur du und ich unsere Nachrichten lesen oder unsere Telefonate hören können.

Signal ist für iPhones und Android-Geräte verfügbar. Du erhältst es hier: https://signal.org/install/

Signal funktioniert wie deine bereits vorhandene Sofortnachrichten-App. Wir können Bilder und Videos versenden, Anrufe tätigen und Gruppenunterhaltungen beginnen. Das Beste daran ist, dass niemand anderes irgendetwas davon sehen kann – selbst nicht die Leute, die Signal entwickeln!

Du kannst mehr über Open Whisper Systems, die Entwickler von Signal, hier erfahren: https://signal.org

Gruß

Gerhard

Anmerkung der Redaktion: Über Rückmeldungen würden wir uns sehr freuen!

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 43: Von der Anstrengung, auf der Höhe seines Zorns zu leben

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 43

 

Von der Anstrengung, auf der Höhe seines Zorns zu leben

„Kränkungen sollten in den Sand geschrieben werden,
anerkennende Worte als Inschrift auf Marmor.“
(John Berger)

Es geht mir schlecht heute, oder zumindest nicht gut. Nicht wegen der dritten Impfung, die ich letzten Freitag bekommen habe. Die hat mir einen Tag Kopfschmerzen beschert, sonst war da nichts. Nein, ich habe in letzter Zeit mehr und mehr das Gefühl, an einem Mangel an Alternativen zu ersticken. Die Wege zu einer vernünftigen Einrichtung der Gesellschaft erscheinen verrammelt und vernagelt. Ich leide am Scheitern unserer politischen Bemühungen und dem Verlust der öffentlichen Dimension meiner Existenz. Nächstes Jahr muss ich meine Versuche intensivieren, wieder mal Diskussionszusammenhänge herzustellen. Im Alter wächst die Gefahr der Entgesellschaftung und Vereinsamung. … weiter

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SARS-CoV-2-Impfung für 5- bis 11-jährige Kinder: Nicht auf Omikron-Impfstoff warten

Mitteilung: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ)

Widerruf und Richtigstellung: Bedauerlicherweise ist in einigen Medien der Eindruck erweckt worden, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rate Eltern gesunder Kinder dazu, auf einen Omikron-Impfstoff zu warten. Dies entspricht nicht der Wahrheit.
Richtig ist, dass der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte entsprechend der STIKO-Empfehlung zur Impfung von Kindern mit Risikofaktoren eines schweren COVID-19 Verlaufes oder Angehörigen mit hohem Risiko die Impfung rät.
Außerdem kann nach individueller Aufklärung bei entsprechendem Impfwunsch auch gesunden jungen Kindern ohne Risikofaktoren ein Impfangebot gemacht werden.


16.12.2021
www.kinderaerzte-im-netz.de

 

„Zweiteilen kann ich mich leider nicht“

Joscha Falck veröffentlichte auf seiner Homepage am 1.12.2021 den Gastbeitrag einer Grundschullehrerin über einen typischen Schultag im Herbst 2021:
Der Wecker der Kollegin klingelt  um 5.30 Uhr. Um 20.45 Uhr endet nach rund 14 Stunden ihr Arbeitstag – angefüllt mit Hektik, Zeitdruck, dem Zurückdrängen persönlicher Bedürfnisse und einem verzweifelten Ringen, trotz alledem, auf die Schüler einzugehen. Eine Leseempfehlung unsererseits!

Zweiteilen kann ich mich leider nicht

Ein typischer Schultag im Herbst 2021 – Gastbeitrag einer Grundschullehrerin
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Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 42: Weniger Fortschritt wagen!

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 42

 

Weniger Fortschritt wagen!

„… ein Strohhalm im Rad der Apokalypse.“
(Mathias Enard)

Ende November. Das Wetter passte zum Totensonntag. Es war trüb und neblig. Ab und zu nieselte es aus einem wolkenverhangenen Himmel. Wir gingen trotzdem spazieren. Ins Krankenhaus zu Us Schwester mochte ich dann aber nicht mehr mitkommen. Das war mir dann doch zu viel am Totensonntag.

Aus Gründen, die nur die Hirnantilope kennt, fiel mir eine Passage aus Camus‘ Mythos des Sisyphos ein. Sie lautet: „Wenn es jedoch schwierig ist, den genauen Zeitpunkt, den winzigen Schritt zu bestimmen, da der Geist auf den Tod gesetzt hat, so ist es leichter, aus der Tat selbst die Folgerichtigkeit zu erschließen, die sie voraussetzt.“ Ich interpretiere Camus so: Nachdem die Katastrophe eingetreten ist, scheint alles einer Logik zu folgen, die auf das Ereignis die ganze Zeit über zusteuerte. …weiter

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Zahl der Minijobs steigt – Kritik vom DGB

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagte Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied, am Dienstag in Berlin:

„Dass die Zahl der Menschen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung weiter steigt, ist erfreulich. Was Sorgen macht: Die Zahl der Minijobs wächst ebenfalls wieder. Allein von August bis September sind 30.000 neue geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse entstanden, im Vergleich zum Vorjahr sogar mehr als 90.000. Minijobs können aber ‚süßes Gift‘ sein. Was für einen Teil der Beschäftigten – überwiegend für Frauen – kurzfristig zunächst reizvoll erscheint, endet für einige als anhaltende Armutsfalle. Die schmerzhaften Konsequenzen des Minijobverlustes in der Krise: Kein Kurzarbeitergeld, kein Arbeitslosengeld und zumeist auch keine Rentenansprüche – für einen Teil der Beschäftigten führt der Minijob damit geradewegs in die Altersarmut.

Es ist eine anhaltende Fehlentwicklung, wenn Arbeitgeber sozialversicherte Arbeitsstellen abbauen und sie durch Minijobs ersetzen, die eben nicht die versprochene Brücke in sozialversicherte Arbeit werden, sondern sie in diesem Fall sogar verdrängen. Den Preis dafür bezahlen die Beschäftigten mit fehlender Absicherung. Die Ampel-Koalition muss genau hinsehen und ihre Chance nutzen, in dem Bereich endlich aufzuräumen, um geringfügige in sozialversicherungspflichtige Arbeit umzuwandeln. Die Dynamisierung der Minijob-Grenze bedeutet ein hohes Risiko, das für viele MinijobberInnen fatale Konstrukt weiter zu verfestigen.“


30.11.2021
DGB
www.dgb.de

Neue Bundesregierung: Bessere Versorgung psychisch kranker Menschen

BPtK zum gesundheitspolitischen Programm der Ampelkoalition

Bericht: Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)

Der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP greift die Probleme in der Versorgung psychisch kranker Menschen auf. „Die neue Bundesregierung will die Versorgung psychisch kranker Menschen verbessern“, stellt Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), fest. „Sie hat erkannt, dass zu einer leitliniengerechten Versorgung Psychotherapie gehört.“ Weiterlesen

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