Für Montag, den 19. Oktober, ruft die Bildungsgewerkschaft GEW Beschäftigte zum Warnstreik auf. Dazu wird es am Nürnberger Hallplatz zwischen 10.00 und 13.00 Uhr einen Infostand der Bildungsgewerkschaft geben, bei dem die Beschäftigten Ihre Forderungen zum Ausdruck bringen können.

„Wir wissen um die großen Herausforderungen während der Pandemie gerade in den Kitas”, so der GEW-Landesvorsitzende Anton Salzbrunn, der ergänzt: „Es darf jedoch nicht sein, dass die Arbeitgeber diese Situation ausnutzen um ihre Forderung einer möglichst geringen Gehaltsentwicklung durchzusetzen.”

Aufgrund der aktuellen Situation verzichtet die GEW auf eine zentrale Streikkundgebung. Gewerkschaftssekretär Mario Schwandt erläutert: „Streiken mit Abstand und Maske unter Einhaltung begrenzter Teilnehmerzahlen ist eine Herausforderung. Daher verzichten wir aus unsere gewohnten Streikmittel und wollen mit kreativen Protesten die Forderungen unserer Kolleg*innen zum Ausdruck bringen.”

Die GEW veranstaltet einen Infostand am Nürnberger Hallplatz. Dort können zwischen 10 und 13 Uhr die Kolleg*innen vorbeikommen, sich eintragen und ihren Protest durch Wort und Bild mitteilen.

Hintergrund:
Seit Juni versuchen die Gewerkschaften sich mit der Arbeitergeberseite zu einigen. Doch die kommunalen Dienstherren wollten auch nach der zweiten Verhandlungsrunde nicht einmal ein Angebot zur Lohnsteigerung unterbreiten. Damit handeln sie verantwortungslos! Nur Klatschen reicht eben nicht!
Gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordert die GEW eine Gehaltssteigerung von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten, ebenso die lange überfällige Angleichung der Arbeitszeit in Ost- und Westdeutschland.


16.10.2020
GEW Bayern
www.gew-bayern.de

 

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