GEW: „Länder-Beschäftigte erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt in drei Schritten“
Bildungsgewerkschaft GEW zum Abschluss der Tarifverhandlungen mit der TdL
Potsdam – Die im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt. In einem ersten Schritt erhöht sich der Lohn zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens aber 100 Euro monatlich, zum 1. März 2027 gibt es 2 Prozent und zum 1. Januar 2028 noch einmal 1 Prozent mehr. Der Tarifvertrag läuft 27 Monate. Das ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit. „Dieser Kompromiss ist nach sehr schwierigen Verhandlungen zustande gekommen. Mit der Einigung halten die Länder-Beschäftigen Anschluss an die Entwicklung in Bund und Kommunen“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern nach Abschluss der Tarifverhandlungen am Samstag in Potsdam. Zudem haben die Gewerkschaften höhere Zulagen für die Beschäftigten durchgesetzt, die in Schicht und Wechselschicht arbeiten.
Eine Tarifierung der studentischen Beschäftigten lehnte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) weiterhin kategorisch ab. „Es ist sehr enttäuschend, dass sich die Arbeitgeber nicht bewegen wollten. Sie verwehren damit 300.000 studentischen Beschäftigten den Schutz eines Tarifvertrages. Die Erhöhung der Mindest-Stundensätze um Cent-Beträge ist nicht ausreichend, zudem sind diese nicht individuell einklagbar“, betonte Finnern.
14.2.2026
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
www.gew.de
Im GEW-Tariftelegramm v. 14.2.2026 werden auch die Regelungen für studentische Kräfte aufgeführt:
„Die Entgelte der Praktikant*innen, Auszubildenden und ausbildungsintegriert dual Studierenden werden ebenfalls in drei Schritten um 60, 60 und 30 Euro erhöht.
Für die studentischen Beschäftigten wurde eine neue Vereinbarung über Mindeststundenentgelte abgeschlossen, die zum Sommersemester 2026 auf 15,20 Euro erhöht werden und zum Sommersemester 2027 auf 15,90 Euro. In der Tarifrunde 2028 werden die Tarifparteien über weitere Steigerungen ab dem Sommersemester 2028 verhandeln.“
Das gesamte Tariftelegramm kann hier auch als PDF heruntergeladen werden, um es als Aushang auszudrucken.
