Tagesseminar: Gesundheitswesen im Umbruch – Kritik der Ökonomisierung und Kämpfe um Alternativen

Wann: Samstag, 11.02.2023, 10:30 – 17:00 Uhr

Wo: Gewerkschaftshaus Nürnberg, Kornmarkt 5-7, 90402 Nürnberg, 7. Stock, Raum 2c

Referentin: Dr. Nadja Rakowitz, Medizinsoziologin, Geschäftsführerin des Vereins Demokratischer Ärzt:innen

Teilnahmebeitrag: 10 Euro (inkl. Mittagsimbiss)

Anmeldung: per

Inhalt: 
Sowohl der ambulante als auch der stationäre Sektor des Gesundheitswesens unterliegen auf unterschiedliche Weise seit Jahrzehnten einem Prozess der Ökonomisierung. Durch die Einführung des Abrechnungssystems DRG („Diagnosis related groups“) und der Konkurrenz auf dem „Krankenhausmarkt“ wurden Krankenhäuser umgebaut zu Fabriken. Die Situation ist für Beschäftigte (und Patient:innen) mittlerweile so unerträglich, dass es viel Widerstand, Proteste und Streiks gibt.

Auch der – schon immer betriebswirtschaftlichen Interessen der Leistungserbringer:innen unmittelbar unterworfene – ambulante Sektor ist seit einigen Jahren Objekt von Interessen von Kapitalinverstor:innen. Einerseits kaufen Krankenhauskonzerne Arztpraxen auf, andererseits kaufen Private Equity Fonds lukrative Facharztpraxen und gründen Ketten für Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Das große Kapital macht sich breit. Aber es gibt auch hier Gegentendenzen: Zum einen gründen sich in verschiedenen Städten aus linken Zusammenhängen kommende Polikliniksprojekte. Zum anderen gibt es in allen Parteien Überlegungen, den ambulanten Sektor sinnvoller zu strukturieren und organisieren.

Wir wollen uns mit verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens beschäftigen, die historisch entstandenen Strukturen und ihre Veränderungen begreifen und den (auch) gewerkschaftlichen Widerstand gegen die Ökonomisierung und die alternativen Vorstellungen von einem guten Gesundheitssystem kennenlernen.

Veranstalter: DGB Bildungswerk Bayern

 

Die Utopie der Menschenrechte

Der Utopische Raum. Vortrag und Gespräch mit Wolfgang Kaleck, European Center for Constitutional und Human Rights (ECCHR)

Wann: Donnerstag, 23.03.2023, 19:00 Uhr
Wo: medico-Haus (ggü. Nr. 11),  Lindleystraße 15, 60314 Frankfurt


Die Veranstaltung wird zusätzlich auf dem Youtube-Kanal von medico international gestreamt.


Wolfgang Kaleck, Gründer und Generalsekretär des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), berichtet über die Praxis der juristischen Menschenrechtsarbeit und entwirft Ideen für eine – so auch der Titel seines Buches – konkrete Utopie der Menschenrechte.

Inhalt: Der Wert von Menschenrechten erweist sich nicht zuletzt an ihrer Durchsetzbarkeit. Zwar sind sie in vielen Dokumenten und Verträgen festgeschrieben, aber wenn sie zum Beispiel von Unternehmen verletzt werden, „fehlt es den Betroffenen fast vollkommen am Zugang zum Recht“, sagt Wolfgang Kaleck. Wie lässt sich das ändern, wie kann das „Recht, Rechte zu haben“, Wirklichkeit werden? Wie ist der Verrechtlichung von Kapitalinteressen, dem „Code of Capital“, eine wirksame Praxis allgemeiner Menschenrechte entgegenzusetzen?

Veranstalter: Die Initiative „Der utopische Raum“ ist eine Kooperation der Stiftung medico international, des Instituts für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau. Sie wird getragen von Sidonia Blättler, Almut Poppinga und Felix Trautmann (Institut für Sozialforschung), Thomas Gebauer und Ramona Lenz (Stiftung medico international), Stephan Hebel (Frankfurter Rundschau) sowie dem Historiker Gottfried Kößler und der Literaturagentin Nina Sillem.

 

 

Nachdenken über Auschwitz – Wort und Musik zum 78 Jahrestag der Befreiung

Benefizkonzert für den „Raum der Namen“ im Holocaust Mahnmal

Wann: Freitag, 27. Januar 2023, 19:30 Uhr

Wo: Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin

Inhalt:
In Gedenken an die Opfer von Auschwitz, gemeinsam mit der Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin, findet zum 78. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ein Benefizkonzert statt. Das vielfach ausgezeichnete Minguet Quartett spielt drei Stücke von Gustav Mahler, Roberto D. Rusconi und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Nach der Begrüßung durch Pfarrerin Sarah-Magdalena Kingreen stehen im Zentrum des Abends die Lesungen von Lea Rosh und Gerd Wameling aus Lebensgeschichten von Opfern des Holocaust und die deutsche Erstaufführung des 7. Streichquartetts UMBRAE von Roberto D. Rusconi. Weiterlesen

Der Krieg – „Vater“ der Klimawende oder Brandbeschleuniger der Klimakatastrophe?

Online-Vortrag des DGB-Bildungswerks Bayern

Wann: 31.01.2023 – 20:00 – 21:30 Uhr

Wo: Online

Referent: Dr. Tino Heim, Sozialwissenschaftler

Veranstalter:
DGB-Bildungswerk Bayern In Kooperation mit dem Kurt-Eisner-Verein/Rosa Luxemburg Stiftung Bayern.

Inhalt:
An die ‚Zeitenwende‘ im Zuge des Ukrainekrieges knüpften sich anfangs Hoffnungen, der Kampf um nationale Energieautarkie könne der Klimawende auf die Sprünge helfen. Faktisch forcieren die Regierungsparteien aber vor allem den Ausbau neuer fossiler Infrastrukturen. Gleichzeitig verunmöglicht eine neue globale Blockspaltung die internationale klimapolitische Zusammenarbeit. Diese Entwicklungen sind in strukturelle Widersprüche einer grünen Realpolitik einzuordnen, die an Wachstumsimperative und nationale Wirtschaftsinteressen gebundenen ist. Im Kontext globaler geostrategische Verteilungskämpfe trägt diese Politik zur Verschärfung ökologischer Zerstörungen bei und vertieft globale sozioökonomische Ungleichheiten und politische Spaltungen. Das stellt vor grundsätzliche Fragen nach den Bedingungen einer ökologisch und sozial verantwortlichen Politik

Anmeldung:
Erforderlich ist eine Anmeldung per Mail:

politische[Punkt ]bildung[ät]bildungswerk-bayern[Punkt]de

Die Teilnahme ist kostenlos!

 

Sprache kosmopolitisch denken

Vortrag und Gespräch mit May Rostom, Aix-Marseille Université & Europa Universität Viadrina, und Britta Schneider, Europa Universität Viadrina, über transnationale Sprachpraxen

Wann: Donnerstag, 23.02.2023, 19:00 Uhr
Wo: medico-Haus (ggü. Nr. 11),  Lindleystraße 15, 60314 Frankfurt


Die Veranstaltung wird zusätzlich auf dem Youtube-Kanal von medico international gestreamt.


Inhalt: Im Zeitalter von globaler Migration, digitaler transnationaler Sprachpraxis und postkolonialer Kritik erscheinen national-normative Betrachtungen von Sprache zunehmend fragwürdig und reproduzieren koloniale und rassistische Ausschließungsmechanismen. Wie können wir Sprache und Sprechen denken, ohne auf binäre Ideologien von ‚richtig‘ und ‚falsch‘ zurückzugreifen, ohne essentialistische Konzepte von ‚Muttersprachen‘ zu reproduzieren? Was ist legitime Sprache, wenn wir einen emanzipatorischen und kosmopolitischen Anspruch haben?

Veranstalter: Die Initiative „Der utopische Raum“ ist eine Kooperation der Stiftung medico international, des Instituts für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau. Sie wird getragen von Sidonia Blättler, Almut Poppinga und Felix Trautmann (Institut für Sozialforschung), Thomas Gebauer und Ramona Lenz (Stiftung medico international), Stephan Hebel (Frankfurter Rundschau) sowie dem Historiker Gottfried Kößler und der Literaturagentin Nina Sillem.

 

 

Petition: Familiäre Kinderbetreuung fördern, Kitas entlasten!

Die Kita-Personalengpässe sind alarmierend 
Wir zitieren den Text auf der Seite des ÖDP-Kreisverbandes Ansbach zur Petition „Kitas entlasten, familiäre Kinderbetreuung fördern“:

Die Aussage der Ministerin, dass „das System Kinderbetreuung die Belastungsgrenze überschritten“ habe, finden die ÖDP-Vorstände „alarmierend“.

Das Ziel der Initiative ist, die familiäre Erziehungsarbeit für Kinder unter drei Jahren finanziell besser zu honorieren. Im Anschluss an das Elterngeld des Bundes soll der Freistaat zwei Jahre lang ein monatliches Landesfamiliengeld zahlen, das den staatlichen und kommunalen Kosten eines Krippenplatzes pro Kind und Monat entspricht. Das soll den Eltern den finanziellen Druck nehmen und die freie Entscheidung ermöglichen, ob sie ihre unter dreijährigen Kinder familiär betreuen oder in eine öffentliche Kita geben.

„Diese Wahlfreiheit würde auch die Kitas entlasten und dazu beitragen, dass der Betreuungsschlüssel eingehalten und verbessert werden kann. Das wäre für die Kinder sehr wichtig. Das Vorhaben der Sozialministerin, den Kita-Betrieb durch geringer Qualifizierte notdürftig aufrecht zu erhalten, führt jedoch in die völlig falsche Richtung“, erklärt Kreisvorsitzender Martin Berberich. 

ÖDP-Kreisvorsitzende Maria Hetzel ist überzeugt, dass die Lebensspanne von 0 bis 3 Jahren das seelische Fundament für das ganze Leben legt, das überwiegend über die Bindung zu den Eltern aufgebaut wird. „Deshalb wäre echte Wahlfreiheit durch Förderung der familiären Betreuung so wertvoll“. (Quelle: https://www.oedp-ansbach.de/startseite)

Petition, gestartet von:  Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Landesverband Bayern
Gestartet: 28.12.2022
Gerichtet an: Bayerischer Landtag
Dauer: noch 21 Tage ab 11.1.23 

 

zur Petition

 

ZeitenWechsel on Tour in Ansbach: Gutes Leben, gute Arbeit in Stadt und Land

Informations- und Diskussionsveranstaltung

Wann: 01.02.2023, 18:00
Wo: 91522 Ansbach, Kath. Gemeindezentrum St. Ludwig, Karolinenstr. 30

Ablauf:
18:00 Uhr Begrüßung und Einführung: Benjamin Kießling, Vorsitzender DGB KV Ansbach

18:10 Uhr Grußworte: Thomas Deffner, OB Stadt Ansbach (angefragt)
Dr. Jürgen Ludwig, Landrat Landkreis Ansbach

18:20 Uhr Impuls: Bernhard Stiedl, Vorsitzender DGB Bayern

18:45 Uhr Gespräch mit Expert:innen und anschließender Diskussion

Inhalt: 
Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern, das ist seit 2013 in der Verfassung Bayerns verankertes Staatsziel – oder ist es doch nur eine Beruhigungspille?

Bezahlbares Wohnen, sozialversicherte und tarifgebundene Arbeitsplätze, menschenwürdige und fortschrittliche Standards bei Erziehung, Bildung, Pflege und Gesundheit sowie eine an den Klimazielen ausgerichtete Verkehrsinfrastruktur sind wesentliche Voraussetzungen für ein gutes Leben. Was bedeutet dies in Zeiten umfassender krisenhafter Veränderungen?

Was braucht es für eine gelingende sozialökologische Transformation in den Städten und Landkreisen in Westmittelfranken? Welche Akteure können welchen Beitrag leisten? Welche Rolle und Verantwortung haben dabei Politik, staatliche und kommunale Institutionen, Zivilgesellschaft, Arbeitgeber*innen, Sozialverbände und Gewerkschaften?

Diesen Fragenstellungen sozialer Sicherheit im Wandel der Zeit gehen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften bei einem ZeitenWechsel on Tour nach.

Veranstalter: DGB Ansbach und DGB Mittelfranken

 

 

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