An unsere Haut lassen wir nicht alles – und in unser Gehirn?

Soziale Medien als Herausforderung für Kinder und Jugendliche

von Frank Herold

1. Einführung
Der Vergleich zwischen Haut und Gehirn kam mir in den Sinn, weil wir zum Beispiel bei Lust oder Angst eine Gänsehaut bekommen und in Stressphasen schwitzen (siehe Adler 2021). Der Vergleich offenbart aber auch einen wichtigen Unterschied: Im Gegensatz zum Gehirn ist unsere Haut jederzeit sichtbar und direkt zugänglich. Wir sehen, wenn die Haut verschmutzt oder gereizt ist, und können sie dann waschen oder mit lindernden Mitteln behandeln.

Eine ganz andere Herausforderung ist dagegen digitaler Stress, der etwa durch die Nutzung sozialer Medien entsteht. Den können wir nicht einfach aus unserem Gehirn waschen. Zudem wirkt er oft so unterschwellig, dass wir ihn nicht wahrnehmen, obwohl er uns unbewusst erheblich belastet (siehe Frank-Basten-Stiftung 2023). Deshalb sollten wir mit unserem Gehirn noch pfleglicher umgehen als mit unserer Haut und gut darauf achten, was wir hineinlassen.

Damit stellen sich uns Fragen wie: Warum genau sind soziale Medien für Kinder und Jugendliche so herausfordernd? Warum sind manche junge Menschen im Umgang mit digitalem Stress eher weniger widerstandsfähig als andere? Wie können Eltern ihre Kinder auf die Herausforderungen sozialer Medien vorbereiten?  … weiter

Print-Version (zum leichteren Ausdruck, pdf-Datei) – keine Fotos, kleinere Schrift und Abstände, 20 S. reiner Text ohne Quellen, 26 S. mit Quellenangabe.


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Zufriedener und effizienter arbeiten durch weniger Social Media

Bericht: Ruhr-Universität Bochum

Wer sich überarbeitet und gestresst fühlt, engagiert sich weniger im Job und bringt auch weniger Leistung. Viele Unternehmen wissen das und geben daher Geld für Profis aus, die sich um die psychische Gesundheit ihrer Angestellten kümmern sollen. Dabei könnte es viel einfacher und kostengünstiger sein, Zufriedenheit und Effizienz zu steigern: Schon 30 Minuten weniger Social-Media-Nutzung am Tag verbesserte in einer einwöchigen Studie die psychische Gesundheit, die Arbeitszufriedenheit und das Engagement der Teilnehmenden.

Privatdozentin Dr. Julia Brailovskaia und ihr Team vom Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit der Ruhr-Universität Bochum und dem Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit berichten darüber in der Zeitschrift Behaviour & Information Technology vom 8. Dezember 2023. … weiter


Quelle: news.rub.de
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