Das Dilemma der Minderheiten in Medienberichten

Bericht: Ruhr-Universität Bochum

Ein kognitives Prinzip führt dazu, dass die Zugehörigkeit zu einer Minderheit in den Medien häufig erwähnt wird. Da Nachrichten meist negativ sind, verzerrt das den Blick auf die Menschen.

In Medienberichten wird häufig die Zugehörigkeit von Personen zu Minderheitengruppen, etwa bezüglich des Herkunftslandes, ausdrücklich erwähnt. Mehrheitszugehörigkeiten dagegen meist nicht. Kommen darin Vorurteile gegenüber Minderheiten zum Ausdruck? Eher nicht, belegt eine Studie mit über 900 Teilnehmenden. Verantwortlich ist ein grundlegendes kognitives Prinzip der Differenzierung: Menschen neigen dazu, seltene oder auffällige Merkmale eher zu bemerken und zu kommunizieren als häufige und redundante Merkmale. Künstliche Intelligenz übrigens auch – sogar noch stärker. Darüber berichtet ein Team aus der Sozialpsychologie der Ruhr-Universität Bochum um Dr. Anna Schulte in der Fachzeitschrift „Social Psychological and Personality Science“ vom 1. Dezember 2025. … weiter


Quelle:
news.rub.de

 

Online-Veranstaltungsreihe: Zerstörung von Familien

Die Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV) bietet mehrere Online-Veranstaltungen zum Thema „Zerstörung von Familien“ an:

In repressiven Regimes ist es leider häufig ein perfides und wirksames Mittel, Familien auseinanderzureißen. Gerade Minderheiten sind betroffen. Ihnen jeden Halt zu rauben, sie einzuschüchtern, zu kontrollieren und zu unterdrücken ist das Ziel der Gewaltherrscher. Aber auch demokratische Regierungen wie in Kanada oder Australien haben jahrzehntelang scheinbar bedenkenlos Kinder indigener Gemeinschaften in Internate gesteckt, um ihnen eine neue Identität aufzuzwingen.

Die systematische Zerstörung von Familien fand und findet auf allen Kontinenten immer wieder statt. Weltweit werden in dieser Sekunde Familien auseinandergerissen: Minderheiten werden Opfer von vielfachen Formen staatlicher Repressionen. (Quelle: https://www.gfbv.de/de/informieren/projekte/zerstoerung-von-familien-betroffene-berichten/)

Die GfbV lässt Betroffene online per Zoom zu Wort kommen: Ab 8. März 2022, (fast) immer dienstags, 19:00 – 20:30

  • 8. März: Zwischen Familie und Flucht. Über die Erfahrungen der yezidischen Familien in der Diaspora
  • 15. März: Zerstörung von uigurischen Familien
  • 29. März: Indigene Kanadas in Zwangsinternaten
  • 12. April: Von Dersim bis Afrin – Zerstörung von kurdischen Familien durch die Türkei
  • 3. Mai: Wenn der Staat Kinder stiehlt: Illegale Adoptionen in Chile
  • 17. Mai: Den Kreis der Traumatisierung durchbrechen! Am Beispiel der bosnischen Frauen und Rohingya

Achtung: Termine können sich ändern. Bitte regelmäßig kontrollieren Termine überprüfen

Anmeldung online kostenlos:
https://zoom.us/webinar/register/WN_ggKlSI0xRTiT3q_uXq00vg