Für junge Menschen gehören Leistungsprinzip und Solidarität zusammen

Bericht: Bertelsmann Stiftung

Die 16- bis 25-Jährigen in Deutschland stehen hinter dem Modell der Sozialen Marktwirtschaft: Mit großer Mehrheit sprechen sie sich dafür aus, dass eine gerechte Gesellschaft sowohl Leistung belohnen als auch für gleiche Chancen sorgen muss. Viele junge Menschen möchten außerdem wirtschaftliche Themen besser verstehen und wünschen sich dazu mehr passende Angebote – vor allem in der Schule.

Die jungen Menschen in Deutschland finden eine Wirtschaft gerecht, in der sowohl das Leistungsprinzip gilt als auch Bedürftige Unterstützung erhalten. In einer forsa-Befragung für den erstmals veröffentlichten „Young Economy Tracker“ der Bertelsmann Stiftung sagen 95 Prozent der 16- bis 25-Jährigen, dass sich Arbeit auszahlen soll. 89 Prozent stimmen der Aussage zu, dass alle, die im Beruf viel leisten, auch mehr verdienen sollen als andere. Zugleich halten es 97 Prozent für wichtig, diejenigen zu unterstützen, die sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige kümmern. 92 Prozent finden, dass alle die gleichen Startchancen haben sollten und 90 Prozent sind dafür, dass auch arme Menschen eine angemessene Grundversorgung erhalten. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.bertelsmann-stiftung.de

 

 

„Demokratische, freie Gesellschaft? Ulrike Guérot tanzt(e) aus der Reihe, wurde und wird dafür bestraft“

Unter diesem Titel veröffentlichte Frank Blenz am 7.5.2026 den Text auf den NachDenkSeiten:

Wie geht es Ulrike Guérot? Die Politikprofessorin und Buchautorin aus Berlin gestand vor Kurzem in einem Gespräch mit Frank Blenz für die NachDenkSeiten ehrlich erschöpft, dass hinter ihr eine Schlacht läge. Gezählt ab 2022, füllen allein die Überschriften von Artikeln zu ihrer Person ein Dutzend Seiten. Die Politikwissenschaftlerin erlebte und erlebt bis heute Anfeindungen, versteckte und offene; eine Kündigung übelster Art, Prozesse, Verurteilungen, Diffamierung, Ausgrenzung.
(Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=150091)

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Abgesagte Stationierung von US-Raketen: Kampagne sieht große Chance für Rüstungskontrolle

(Stuttgart/Bonn) Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ begrüßt die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, keine Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren. Nach Einschätzung des Bündnisses bietet sich jetzt die Chance für neue Fortschritte in der Rüstungskontrolle. Die Bundesregierung müsse diese nutzen.

Die Pläne zur Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Deutschland waren vor rund zwei Jahren bekannt geworden und hatten bundesweit Proteste ausgelöst. Mit seiner Ankündigung, einen Teil der US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, hat Trump nun am vergangenen Wochenende auch die Stationierung der Waffen in Deutschland abgesagt.

Bestärkt durch diese Entwicklung ruft die Kampagne für den 30. Mai 2026 gemeinsam mit einem breiten Bündnis zu Protesten unter dem Motto „Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!“ in Wiesbaden und Grafenwöhr auf, um Druck für neue Abrüstungsinitiativen zu machen. Weiterlesen

Aus der Geschichte lernen oder warum es sinnvoll ist, auf „Trojanische Pferde“ nicht hereinzufallen

         Ein Essay zur verfahrenen historischen Lage unserer Zeit

    von Jürgen Scherer*

Barbara Tuchman war eine USamerikanische Historikerin, die vor etwa 40 Jahren ein bahnbrechendes Buch mit dem ins deutsche übersetzten Titel „Die Torheit der Regierenden. Von Troja bis Vietnam“ verfasst hat, in welchem sie beispielhaft darlegt, wie, warum und mit welchen nicht selten desaströsen Folgen es geschehen kann, dass Regierende, an den Interessen ihres Landes und deren Bevölkerung „vorbeiregieren“. Sie war überzeugt davon, dass aus der Geschichte gelernt werden kann.

Was aber, wenn die, die es angeht, gar nicht aus der Geschichte lernen wollen, weil sie auf bornierte Art und Weise meinen, sie wüssten schon genug, um richtig handeln zu können oder einem Machtrausch verfallen, der sie blind für die Vergangenheit werden lässt,  oder ihr Handeln dazu dienlich ist, ihre „ererbten“ Probleme per eben diesem Machtgebaren auszuleben?

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*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

GEW: „Bildung ist der Schlüssel zu mehr Chancengleichheit“

Vorsitzende Finnern zum „Tag der Arbeit“

Frankfurt a.M. – „Bildung ist kein Luxus. Bildung ist und bleibt ein Grundrecht für alle Menschen! Bildung ist der Schlüssel für mehr Chancengleichheit und ein gutes Leben. Doch die Türen im Bildungsverlauf bleiben viel zu oft verschlossen oder schließen sich. Dagegen wehren wir uns“, sagte Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), anlässlich des „Tag der Arbeit“, der unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ steht, am Freitag in Frankfurt am Main. „Wer in Krisenzeiten die hinkende Wirtschaft ankurbeln will und auf Profite setzt, muss mutig in Bildung – in die Zukunft – investieren!“ Weiterlesen

Friedensorganisation fordert Absage an Hochrüstung und Umkehr hin zu Diplomatie

IPPNW-Jahrestreffen Jena

Die medizinische Friedensorganisation IPPNW hat auf ihrem Jahrestreffen mit 120 Teilnehmer*innen ein grundsätzliches Umsteuern von der Kriegsvorbereitung hin zu einer Friedensorientierung gefordert.

„Die Missachtung internationaler Rechtsstandards hat sich in den letzten Monaten weiter verschärft. Der russische Angriff auf die Ukraine hält an, ebenso die andauernde Tötung und Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung durch Israel. Die völkerrechtswidrigen Militärangriffe der USA und Israels gegen den Iran und den Libanon sowie die iranischen Gegenangriffe auf die Golfstaaten verschärfen die existentielle globale Krise internationaler Institutionen, allen voran der UN. Die wachsende Anzahl von Kriegen und die Ausbeutung unseres Planeten durch fossile Konzerninteressen und Regierungen aus den Ölstaaten, aus Russland und den USA zerstören unsere Lebensgrundlagen – direkt und indirekt“, heißt es in dem am Wochenende verabschiedeten Leitantrag. Weiterlesen

Koalition bricht ihr BAföG-Versprechen – Studierende werden erneut im Stich gelassen!

Pressemitteilung: freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.

Die Bundesregierung verfehlt wahrscheinlich erneut ihre eigenen sozialpolitischen Ziele, diesmal auf dem Rücken der Studierenden. Entgegen den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag bleibt unklar, ob es zum Wintersemester eine BAföG-Novelle geben wird.

Dabei ist die Lage eindeutig: Im Koalitionsvertrag wurde festgehalten, dass die Wohnkostenpauschale beim BAföG bis zum Wintersemester 2026/27 auf 440 Euro erhöht werden soll. Weiterlesen

Amoktaten von jungen Menschen – Die falsche Alternative

            Der Kommentar zum Zeitgeschehen
     von Jürgen Scherer*

Überlegungen zu einem unerträglichen Phänomen

Es geht ja immer wieder ein großes, meist von Unverständnis geprägtes, Kopfschütteln durch die Welt, wenn mal wieder eine Amoktat ihr schreckliches Haupt erhoben hat, sei es in einer Schule, im öffentlichen Nahverkehr, in einem anderen öffentlichen Bereich.

Zugleich werden fast immer die gleichen Fragen gestellt: Wie konnte das passieren? Hat das denn niemand kommen sehen? Was ist denn das für ein Idiot? Was geht denn in diesem Kopf eigentlich vor? Haben sie dem ins Gehirn geschissen?

Fragen über Fragen, die letztlich die Hilflosigkeit zeigen, mit der wir solchen Taten gegenüber stehen. Denn ihre Beantwortung führt uns oft nicht weiter als bis zum nächsten Fall. … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

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