“Die neue po­li­ti­sche Nor­ma­li­tät “

Daniel Haufler veröffentlichte am 26.9.2021 im gewerkschaftlichen Debattenmagazin des DGB  “Gegenblende” den empfehlenswerten Artikel “Die neue politische Normalität” – eine Analyse der Bundestagswahl ’21:

Die neue politische Normalität
Die CDU erleidet das erwartete Wahldebakel, und die SPD holt ein gutes Ergebnis, aber nur in etwa so gut wie 2013. Nach einem oft müdem Wahlkampf, gibt es keine großen Volksparteien mehr – und dafür viele Koalitionsmöglichkeiten von drei Partnern. Eine wenigstens halbwegs soziale und ökologische Politik wird nur mit der Ampelkoalition möglich sein. Trotz vieler überholter Vorstellungen der FDP. Den ganzen Artikel lesen

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 37: Frühe Verschickungen

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 37

 

Frühe Verschickungen

„Während der Wissenschaftler immer darauf bedacht ist, die Wirklichkeit, so wie er es braucht, aufzuspalten, um die der technischen Einwirkung des Menschen zu unterwerfen, um die Natur zu überlisten in einer Haltung des Misstrauens und der Kampfbereitschaft, behandelt der Philosoph die Natur als Gefährtin. Die Richtschnur der Wissenschaft ist jene, die Bacon aufgestellt hat: gehorchen, um zu herrschen. Der Philosoph hingegen gehorcht weder, noch herrscht er; ihm ist darum zu tun, einen Gleichklang zu finden.“
(Henri Bergson)

Ich muss bei Olaf Scholz Abbitte leisten. Vor einer Weile hatte ich mich darüber lustig gemacht und mein Unverständnis darüber geäußert, dass er sich hartnäckig als kommenden Kanzler phantasierte, und nun scheint das durchaus im Bereich des Möglichen zu liegen. Weniger allerdings durch eigene Verdienste, als durch Fehler seiner Konkurrenten. Vor allem Frau Baerbock hat viel dafür getan, ihre und der grünen Partei Chancen zu schmälern. Gewisse Medien haben ihre Schwächen und Fehler weidlich ausgeschlachtet und an ihrer Demontage heftig mitgearbeitet. Sie ist relativ unerfahren und ungeübt in die „Todeszone der Politik“, wie Joschka Fischer die Spitzenregion einmal genannt hat, eingedrungen und man hat ihr übel mitgespielt. … weiter

Clipart oben links von OpenClipart-Vectors auf Pixabay
Bild rechts oben von fsHH auf Pixabay (verändert.)


Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GEWerkschaftsMagazin

 

20 Jahre Afghanistankrieg

IPPNW zum Antikriegstag

Die aktuellen Entwicklungen in Afghanistan legen die Fehler der Politik der westlichen Staatengemeinschaft drastisch offen. Die Menschen, die mit den NATO-Truppen und humanitären Organisationen zusammengearbeitet haben, werden im Stich gelassen und einem ungewissen Schicksal ausgesetzt. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verurteilt das erneute Bundeswehrmandat für Afghanistan und fordert die Bundesregierung auf, die Evakuierung der afghanischen Ortskräfte stattdessen auf zivilem Weg in Verhandlungen mit den Taliban zu organisieren. Dringend notwendig seien Aufnahmezusagen für Ortskräfte sowie weitere gefährdete Personen, humanitäre Visa sowie die Gewährleistung eines schnellen unbürokratischen Familiennachzugs zu Schutzberechtigten in Deutschland. „Der Afghanistankrieg zeigt: Internationale Militärinterventionen der Bundeswehr müssen beendet und dadurch bedingte Fluchtursachen verhindern werden“, so die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Weiterlesen

Wenn Krokodile weinen

Imperialismus mit menschlichem Anlitz – Altmeister Schäuble äußert sich erschüttert im Bundestag

 

Ein Kommentar von Klaus Hecker

In der Sondersitzung des Bundestages zur Lage in Afghanistan am 25.08.2021 vollzieht sich zu Beginn etwas Ungewöhnliches: Der Bundestagspräsident sieht sich bemühsigt, ein inhaltliches Statement zur Debatte abzugeben. Schäuble “hat die moralische Verpflichtung Deutschlands betont, die Menschen in Afghanistan nicht im Stich zu lassen. Ihr Schicksal erschüttere das Selbstverständnis des Westens. Den Menschen in Afghanistan Schutz zu gewähren “die Hoffnungen in uns gesetzt und uns vor Ort unterstützt haben”, sei eine Frage der Mitmenschlichkeit” (Quelle: evangelisch.de)

weiter


Bild von ErikaWittlieb auf Pixabay

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 36: Lob der Höflichkeit

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 36

 

Lob der Höflichkeit

Im Jahre 1937 starb John D. Rockefeller, der König des Erdöls, Gründer der Standard Oil Company. Fast ein Jahrhundert lang hatte er gelebt. Bei seiner Autopsie fand man keinen einzigen Skrupel.“
(Eduardo Galeano)

In seinen Erinnerungen erzählt Art Garfunkel von einem Erlebnis auf einer seiner zahllosen Tourneen. Er sollte in einem Theater auftreten, und man bat ihn, mit dem Beginn auf die Ankunft einer lokalen Berühmtheit zu warten. Irgendwann taten ihm die Zuschauer leid und er begann mit seinem Programm. Irgendwann erschien auch der berühmte Mann, um dessentwillen sie den Beginn hinausgezögert hatten. Der Mann nahte mit seiner Aufmerksamkeit garantierenden Verspätung durch den Mittelgang und nahm auf seinem reservierten Platz in der ersten Reihe Platz.

„Der Mann, für den wir den Konzertbeginn hinausgezögert haben, ist ein moderner Mann. Er sitzt drei Meter vor mir. Und während des zweiten Songs beginnt er zu simsen! Die Regeln von heute bringen mich aus der Fassung: Glauben die Handytelefonierer, sie seien von einem Vorhang umgeben? Soll ich in der Kulisse des simsenden Lebens verschwinden? … weiter

Clipart oben links von OpenClipart-Vectors auf Pixabay
Bildrechts oben von Reimund Bertrams auf Pixabay


Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GEWerkschaftsMagazin

 

“Im Dschungel wird gewählt”

gsf – So heißt das erste Buch der neuen Schriftenreihe für Kinder, die von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) herausgegeben werden. “Im Dschungel wird gewählt” erzählt, wie eine Gruppe Tiere im Dschungel den Löwen als ihren König nicht mehr duldet und eine demokratische Wahl organisiert.

In allen Büchern der Reihe dreht es sich um Grundfragen des demokratischen Zusammenlebens. So handelt  das Buch “Ein mittelschönes Leben” handelt von einem Mann, der nach und nach die Kontrolle über sein bis dahin normales, glückliches Leben verliert und auf der Straße landet. Wie Max im Westen und seine Cousine Maja im Osten den Alltag zur Zeit der deutschen Teilung erleben, steht im Mittelpunkt von “Hübendrüben”. Weiterlesen

Siebzig Meter Angst

von Monika Strajtmann

Teil 1

am Stechlinsee bei Neuglobsow, Brandenburg – Ost-Berlin – West-Berlin; 1960 – 1962

Wir schreiben das Jahr 1960. Die Stadt Berlin ist leider immer noch nicht zusammengewachsen. In ihrem Westteil pulsiert das Leben, und das Wirtschaftswunder ist überall zu spüren. Im Ostteil, im Arbeiter- und Bauernstaat, wird wohl der sogenannte Wohlstand noch länger auf sich warten lassen. Die Menschen müssen nach wie vor nach Obst und Gemüse anstehen. Auch andere Lebensmittel werden immer knapper und teurer; von Luxusgütern, die auch zu einem neuen Lebensgefühl gehören, ganz zu schweigen. Die guten und begehrten Artikel werden getestet, dann für Devisen in den Westen geliefert und verschwinden so wieder ganz schnell vom Markt im Osten.

Dafür holen sich die Ost-Berliner die verschiedenen Dinge des alltäglichen Bedarfs aus dem Westteil der Stadt. Beileibe nicht oft oder gar täglich, denn die Umtauschkurse sind hoch und die Preise demzufolge für die Leute aus dem sowjetischen Sektor entsprechend teuer. Illegal ist das sowieso. Die Kontrollen an den Grenzen werden immer strenger. Die Zeitungen können fast täglich von überführten Grenzgängern berichten. … weiter


Wir danken dem Zeitgut-Verlag für die Abdruckerlaubnis des Textes. 
Aus:
– Mauerzeit, Als fliehen tödlich sein konnte. 1961-1989, Reihe Zeitgut Band 25
– Siebzig Meter Angst, Fluchtgeschichten aus der DDR. 1961-1989, Reihe Zeitgut Auswahl


Bild von Photoholiday auf Pixabay


Tipp der Redaktion:

“Wir Kinder der Mauer”. Der Dokufilm erzählt die Geschichte von Heranwachsenden zwischen 1961 und 1989. In der Mediathek der ARD.
Sehr empfehlenswert. 

Verfügbar bis zum 7.8.2022

zum Film

 

Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Mitteilung: IPPNW

Am 6. und 9. August jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 76. Mal. Die ärztliche Friedensorganisation Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) ruft die Bundesregierung in Gedenken an die Opfer von Atomwaffeneinsätzen sowie Atombombentests dazu auf, sich klar für die Entschädigung der Leidtragenden zu positionieren. Weiterlesen

1 2 3 28