Corona-Pandemie hat psychosoziale Probleme benachteiligter Jugendlicher verstärkt

Bericht: Fachhochschule Bielefeld

Die COVID-19-Pandemie scheint abzuebben. Nun gibt eine Studie der FH Bielefeld und der Hochschule für Gesundheit Bochum einen aktuellen Überblick über den internationalen Forschungsstand zu den Auswirkungen der Lockdowns auf die psychosoziale Gesundheit junger Menschen. Im Fokus: bildungsbenachteiligte Jugendliche. Die Studie zeigt: psychosoziale Probleme haben zugenommen, Lösungen sind gefragt. Diese erarbeiten die Forschenden im Projekt co*gesund nun gemeinsam mit Fachkräften und Jugendlichen, denen sie so eine Stimme geben möchten.

Die Lockdowns während der COVID-19-Pandemie wirken nach. „Viele Jugendliche haben noch heute mit den Folgen der sozialen Isolation und den Schulschließungen zu kämpfen“, weiß Prof. Dr. Anna Lena Rademaker vom Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Besonders deutlich zeigt sich dies bei sozial- und bildungsbenachteiligten Jugendlichen. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.fh-bielefeld.de
Bild von Dr StClaire auf Pixabay 

 

 

Über die Verwandlung eines Imagos in einen Schmetterling

11 – Projekt Achtsamkeit


Über die Verwandlung eines Imagos in einen Schmetterling

von Imago

Imago ist schon ein sonderbarer und auch ungewöhnlicher Name, der mir eines Tages einfiel und auch gefiel, als ich mir ein Kennzeichen, einen Künstlernamen für mich und meine Arbeit überlegte. Diesem eigenartigen Namen, der übrigens auch, allerdings ganz selten gebräuchlich meist als Vorname für Frauen gilt, werden verschiedene Bedeutungen zugewiesen, denn er bedeutet einerseits Abbild und auch Abbild Gottes (oh je, das ist „ein Schuh“, den ich mir ganz gewiss nicht anziehen will), in der Biologie steht er aber auch für das letzte Larvenstadium eines Insekts vor seiner Verwandlung in einen Falter oder Schmetterling und gerade diese letzte Bedeutung war es, die mir bis heute so zusagt. … weiter


Bild von Peter Schmidt auf Pixabay 

 

Eine kleine Trilogie über unser Dasein

10Projekt Achtsamkeit


Eine kleine Trilogie über unser Dasein

von Imago

1. Über mein „Ichlein“ & das gesamte Dasein

Inzwischen wird mir immer deutlicher,
dass „ich“ „mein Ich“
eigentlich nur als „kleines Ichlein“ bezeichnen kann,
weil das WIR
nun immer deutlicher für mich hervortritt.

Auch das „Jetzt“
scheint mir nur eine Pforte zu sein, 
durch die unablässig
immer wieder und wieder
das nächste „Jetzt“
und auch viele andere Wunder hervortreten.

Alles fließt und alles hängt mit Allem
auf wunderbare Weise zusammen,
und in gewisser Weise
sind alle Phänomene die wir unterscheiden,
nur „die Einzelteile“
eines unermesslich großen Ganzen,
und „mein Ichlein“
lernt zum Glück inzwischen nun immer besser,
dieses phantastische Zusammenspiel
– trotz der oftmals tragischen Zusammenstöße
die dabei mitunter leider stattfinden – 
achtsam zu achten und somit auch gut zu verstehen.


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Puzzlesteine: Bild von PIRO auf Pixabay 

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 64: Die Normalisierung des Grauens

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 64

 

Die Normalisierung des Grauens

„Ich sehe den breiten Streifen Grün unter der Mauer, den klaren, blauen Himmel darüber und das Sonnenlicht überall. Das Leben ist schön. Mögen es die kommenden Generationen von allem Übel, aller Unterdrückung, aller Gewalt befreien und es in vollem Maße genießen.”
(Leo Trotzki, Testament)

Die Befreiung Chersons erweist sich als Danaer-Geschenk. Die russische Armee hat sich ans gegenüberliegende Flussufer zurückgezogen und dort gewartet, bis die Bewohner in die Stadt zurückgekehrt waren, um sie nun umso heftiger mit Granaten zu beschießen und ihnen das Leben zur Hölle zu machen. Die ganze Sinnlosigkeit und Absurdität des Krieges wird hier noch einmal offenbar. Befreite Menschen, die nun zu erfrieren und zu verhungern drohen oder von Raketen und Granaten zerfetzt werden. Jan Philipp Reemtsma hat für diese Form der Gewalt, wie sie die russische Armee  praktiziert, den Begriff „autotelische Gewalt“ geprägt. Von instrumentellen Gewaltformen, die Gewalt zweckgerichtet zur Erreichung eines Ziels einsetzen, unterscheidet er die autotelische Gewalt, die den Körper schädigen oder zerstören will. Ihr begegnet die moderne, westliche Wahrnehmung mit größter Irritation. Es sind die Exzesse motivationsloser Gewalt, die die Verbindungen zu einer wie auch immer gearteten instrumentellen Vernunft gekappt zu haben scheinen und nicht mehr zum Kreis regulär zu erwartender Ereignisse zählen. Amoktaten gehören hierhin und hinterlassen uns meist ratlos. … weiter

Clipart oben links von OpenClipart-Vectors auf Pixabay
Bild von luxstorm auf Pixabay 


Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GewerkschaftsMagazin

 

 

Es geht wieder weiter, aber wie …!?!

9Projekt Achtsamkeit


Es geht wieder weiter, aber wie …!?!

von Imago

Es geht wieder weiter, aber wie .., das werden Sie als meine Leser_innen vielleicht nicht erwartet haben, denn es gibt inzwischen nach ganz kurzer Zeit schon wieder neue Nachrichten von der Front, an der ich wie bereits berichtet, schon seit einiger Zeit immer wieder in neue Kämpfe verwickelt werde, und davon will ich im Folgenden nun auch noch ein weiteres Mal berichten: …weiter


Bild von Peter H auf Pixabay

 

Heiligabend in der Bahnhofsmission

Eine Weihnachtsgeschichte

von Elke Abt

Glietzig, Pommern, Kreis Regenwalde, (heute Polen) – Hamburg – Bremen; 1945

Heiligabend 1945. Ein Mann in einem langen Militärmantel und ein kleiner Junge, neun Jahre alt, stehen ratlos auf dem Hamburger Bahnhof. Sie wollen nach Bremen weiterfahren, haben jedoch am Auskunftsschalter erfahren, daß sie den letzten Zug verpaßt haben. Erst am nächsten Morgen fährt wieder einer.

„Papa, mir ist kalt“, klagt der Junge. „Ja, Joachim, mir auch. Wir gehen gleich in die Bahnhofsgaststätte und trinken etwas Heißes.“ „Ich habe Hunger“, quengelt Joachim. „Für Essen habe ich kein Geld. Außerdem brauchen wir dafür Lebensmittelmarken. Die sind zu Hause bei Mama. Da müssen wir den Gürtel halt enger schnallen“, antwortet der Vater bedrückt. Ratlos schweift sein Blick in die Runde und entdeckt ein Schild: BAHNHOFSMISSION. … weiter

Empfehlung der Redaktion: Die Geschichte eignet sich sehr gut zum Vorlesen in den Tagen vor Weihnachten


Wir danken dem Zeitgut-Verlag für die Abdruckerlaubnis des Textes.
Aus: Unvergessene Weihnachten. Band 12,  29 besinnliche und heitere Zeitzeugen-Erinnerungen. Zeitgut Verlag Berlin
Bild von monicore auf Pixabay

 

Das größte Experiment der Welt

7Projekt Achtsamkeit


Das größte Experiment der Welt

von Imago

Krieg, Zerstörung und unendliches Leid unter den Menschen beherrschen seit Menschengedenken bis heute immer wieder die Welt. Krieg, Zerstörung und unendliches Leid gegenüber der Natur hat längst auch schon Einzug in unseren gesamten Lebensraum gehalten und all dieser Schrecken scheint bislang oft ungehindert immer weiter voranzuschreiten. Immer mehr Menschen fordern daher ein Ende dieser Feindseligkeiten und dennoch scheinen wir noch immer sehr weit vom wirklichen Frieden entfernt zu sein und viele von uns sind daher oft der Verzweiflung nahe. – Gibt es etwa wirklich keine Rettung mehr für uns? – Ich glaube das nicht, ja bin mir sogar sicher, dass wir dieses große Friedensziel in nicht allzu langer Zeit tatsächlich erreichen können. Halten Sie mich jetzt meinetwegen für verrückt, für nun total übergeschnappt, aber ich möchte den Menschen, allen Menschen dieser Welt einmal folgenden Vorschlag machen:

Lasst uns alle, ja uns alle zusammen zuerst einmal nur für einen Tag GANZ BEWUSST UND ACHTSAM wirklich in Frieden leben, jeglichen Streit und Krieg vermeiden und das rücksichtslose Ausbeuten der Natur (und damit auch das Ausbeuten anderer Menschen) stoppen und uns einmal gegenseitig stattdessen in wirklichem Respekt und voller Freundlichkeit begegnen! Erleben wir diesen einen Tag ganz bewusst und schauen wir uns dabei genau das Resultat dieses Tages an und viele, bereits wohl sehr viele von uns werden dabei entdecken, dass sie diesen einen Tag am liebsten gleich fortsetzen oder aber so bald wie möglich wiederholen wollen.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Wohl längst nicht alle werden diesem Frieden jedoch wirklich trauen und so wird es erst wohl auch zu Rückfallen in die alten Zeiten kommen, aber der Wunsch einen solchen Tag so bald wie möglich wieder zu erleben wird sehr stark sein, so stark, dass wir ihn, wenn wir nur genug darauf beharren, dann auch bald schon wieder erleben wollen. Fordern wir immer wieder ganz bewusst und klar entschieden sowohl diesen Frieden wie auch die allgemeine Rücksichtnahme auf all das Leben auf dieser Welt! Machen wir dabei aber nicht den Fehler, diesen Tag als jährlich zu einem ritualisierten, immer an einem festen Datum stets wiederkehrenden Feiertag zu machen, sondern drängen wir vielmehr ganz und gar entschieden darauf, diesen Feiertag in möglichst immer kürzeren Abständen zu wiederholen! Auch unsere härtesten Widersacher werden sich dem auf Dauer nicht verschließen können und ihre Irrtümer schließlich einsehen. Drohen wir all den Despoten und anderweitigen Übeltätern dieser Welt auch nicht länger mit harten Strafen die sie nur in Furcht und Schrecken versetzen und dann zu immer härteren Abwehrmaßnahmen veranlassen, sondern ermöglichen wir ihnen stattdessen, sich uns ohne Furcht, aber endlich mit der richtigen Überzeugung anzuschließen! Vergeben wir dabei unseren ehemaligen Feinden und begrüßen wir stattdessen freudig ihren Entschluss, sich dann endlich für ein achtsam und somit wirklich bewusst geführtes Leben zu entscheiden. Leben wir somit endlich einmal wirklich und dauerhaft in Frieden und Harmonie mit der gesamten Schöpfung!

Denken Sie nun einmal genau über all das nach, was ich oben gesagt habe und fragen Sie sich dabei meinetwegen auch, ob ich wirklich so naiv oder gar so verrückt bin, wie es auf den ersten Blick vielleicht den Anschein hat und vielleicht wollen dann auch Sie für meine hier nun schon beschriebene Idee werben, womöglich schon recht bald mit sehr sehr vielen anderen Menschen zusammen endlich mit dem größten Experiment der Welt zu beginnen!?!

Befriedigend genug?

Alle Arten von Bedürfnisbefriedigung
weisen, wie an diesem Wort schon zu sehen ist,
gerade auch – auf Frieden hin!

Frieden ist also wohl stets das höchste Ziel
und schenkt uns wohl immer auch
die tiefste Befriedigung.

Wer weiß …?

Wer weiß noch um das Wunder der Entstehung von Perlen?
Verletzt, verwundet durch ein Sandkorn
reift in der Auster – Schicht um Schicht
immer auch eine Lebens- und Leidensgeschichte.
Einfältig wie wir oft sind, schätzen wir dies oft erst,
wenn all das dann – zur Perle gereift ist.
Verwundungen bergen nicht selten zukünftige Wunder.
Wer also weiß, was nicht auch Du noch alles
an Liebenswertem, an Schönem und an Wunderbarem
gerade auch in Dir selbst – noch findest?

Bild von Johnnys_pic auf Pixabay


 

Alle Jahre wieder – dieser verflixte Weihnachtsbaumkauf

Eine Weihnachtsgeschichte

von Romano C. Failutti

Rinteln/Weser, Kreis Schaumburg, Niedersachsen; kurz vor Heiligabend 1988

So sicher es jedes Jahr Weihnachten wird, so sicher gibt es zwischen meiner Angetrauten und mir um diese Zeit „Theater“. Die „Aufführung“ findet nicht einmal in unseren vier Wänden statt, sondern sie findet dort nur ihre Fortsetzung und ihr Ende. Sonst aber bevorzugen wir die wieder modern gewordene Form der Straßenbühne, und da ziehen wir beide als Akteure sämtliche Register unseres schauspielerischen Könnens.

Irgendwann vor dem Heiligen Abend erinnert mich meine Marianne: „Langsam müssen wir uns mal um einen Weihnachtsbaum kümmern.“ Und jedesmal habe ich natürlich auch längst daran gedacht, nur nicht davon gesprochen. Aber es gibt ja sowieso kein Entkommen vor diesem schönen Brauch! Sie denkt ja daran und sie spricht sowieso aus, was getan werden muß. Irgendwann, lampenfiebergeschüttelt, machen wir uns gemeinsam auf den Weg. Wir wissen, was auf uns zukommt. … weiter

Empfehlung der Redaktion: Die Geschichte eignet sich sehr gut zum Vorlesen in den Tagen vor Weihnachten


Wir danken dem Zeitgut-Verlag für die Abdruckerlaubnis des Textes.
Aus: Unvergessene Weihnachten. Band 2,  29 Zeitzeugen-Erinnerungen. Zeitgut Verlag Berlin
Bild von monicore auf Pixabay

 

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