Über Erfahrungen in DDR-Kinderheimen

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Tagung des TESTIMONY-Forschungsverbundes am 1. Juni 2022

Interview: Universität Leipzig

Warum es für die Gegenwart von Bedeutung ist, über DDR-Kinderheime zu forschen, welche Auswirkungen die Anerkennung von Unrecht auf Einzelne hat und wie die Zusammenarbeit mit den Betroffenen weitergeht, darüber berichtet Prof. Dr. Heide Glaesmer im Interview. Sie ist Leiterin des Forschungsverbundes TESTIMONY, welcher in Zusammenarbeit der Universität Leipzig, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der Medical School Berlin und der Alice Salomon Hochschule Berlin durchgeführt wird. Aktuell bereitet sie mit ihren Kolleg:innen die Tagung am 1. Juni vor, an der Menschen mit DDR-Heimerfahrungen, Fachkräfte und die interessierte Öffentlichkeit teilnehmen werden. Das mehrjährige Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. … weiter

Weitere Informationen zur Tagung des Forschungsverbundes TESTIMONY am 1. Juni 2022


Quelle: www.uni-leipzig.de

 

EuGH-Gutachten zum Kopftuch am Arbeitsplatz

Normalisierung der Vielfalt

Stellungnahme: Gesellschaft für bedrohte Völker 

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt das heute veröffentlichte Gutachten des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Religionsfreiheit grundsätzlich. Darin bezeichnet der EuGH, die Religiosität als untrennbaren Teil der Persönlichkeit. Diversität am Arbeitsplatz trage zu einer Normalisierung der Vielfalt bei. „Damit betont das Gericht die besondere Rolle der Religion und stellt sich gegen Bestrebungen mancher Unternehmen, unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Neutralität besonders muslimische Frauen schlechter zu stellen“, erklärt Tabea Giesecke, GfbV-Referentin für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten. „Das Gutachten bedeutet eine rechtliche Stärkung der Religionsfreiheit.“ Weiterlesen

„Wo Kulturschaffende nach zwei Jahren Pandemie stehen“

Bericht: Technische Universität Chemnitz

In der neuen Folge des „TUCscicast“ schaut Moderator Pascal Anselmi gemeinsam mit Diana Heinbucher und Anja Herrmann-Fankhänel von der TU Chemnitz auf die Situation der Kulturschaffenden

Seit mehr als zwei Jahren sind die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen Dauerbegleiter. Eine Berufsgruppe, die besonders hart von den Einschränkungen betroffen ist, ist die Kulturbranche. Denn mit wenigen Ausnahmen waren Kultureinrichtungen mehr oder weniger durchgängig geschlossen. Das hat Folgen – für den Kulturbetrieb, die individuelle Motivation und natürlich das Einkommen von Kulturschaffenden. Wie sich die Auswirkungen genau zeigen und welche Gründe es neben Pandemie-bedingten Einschränkungen gibt haben Diana Heinbucher und Anja Herrmann-Fankhänel von der Professur Innovationsforschung und Technologiemanagement (Leitung: Prof. Dr. Stefan Hüsig) der Technischen Universität Chemnitz untersucht. Die Ergebnisse ihrer qualitativen Untersuchung anhand der Chemnitzer Kulturszene sind unter dem Titel „WERTSTOFF Kultur“ erschienen.

In der aktuellen Folge des Wissenschaftspodcast „TUCscicast“ sprechen die beiden Forscherinnen mit Moderator Pascal Anselmi über ihre Ergebnisse.

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63 Jahre Volksaufstand in Tibet

Angst und Zerstörungswut der chinesischen Regierung

Bericht: Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV)

Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) geht weiter brachial gegen die Menschen in Tibet, ihre Kultur und ihre Sprache vor, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des Jahrestages des tibetischen Volksaufstandes am 10.3. berichtet. Seit Dezember 2021 haben chinesische Behörden in der Tibetischen Autonomen Präfektur Drago in der Sichuan-Provinz drei Buddha-Statuen zerstören lassen. „Auch 63 Jahre nach dem Aufstand des tibetischen Volkes gegen die chinesische Fremdherrschaft hat die KPC Angst vor der tibetischen Kultur und Sprache. Die Vernichtung dieser Heiligtümer ist nur ein Baustein ihrer Zerstörungspolitik“, erklärt Hanno Schedler, GfbV-Referent für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung. Erst Ende Januar zerstörten die Behörden die drei Stockwerke hohe Padmasambhava-Statue. Weiterlesen

Online-Veranstaltungsreihe: Zerstörung von Familien

Die Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV) bietet mehrere Online-Veranstaltungen zum Thema „Zerstörung von Familien“ an:

In repressiven Regimes ist es leider häufig ein perfides und wirksames Mittel, Familien auseinanderzureißen. Gerade Minderheiten sind betroffen. Ihnen jeden Halt zu rauben, sie einzuschüchtern, zu kontrollieren und zu unterdrücken ist das Ziel der Gewaltherrscher. Aber auch demokratische Regierungen wie in Kanada oder Australien haben jahrzehntelang scheinbar bedenkenlos Kinder indigener Gemeinschaften in Internate gesteckt, um ihnen eine neue Identität aufzuzwingen.

Die systematische Zerstörung von Familien fand und findet auf allen Kontinenten immer wieder statt. Weltweit werden in dieser Sekunde Familien auseinandergerissen: Minderheiten werden Opfer von vielfachen Formen staatlicher Repressionen. (Quelle: https://www.gfbv.de/de/informieren/projekte/zerstoerung-von-familien-betroffene-berichten/)

Die GfbV lässt Betroffene online per Zoom zu Wort kommen: Ab 8. März 2022, (fast) immer dienstags, 19:00 – 20:30

  • 8. März: Zwischen Familie und Flucht. Über die Erfahrungen der yezidischen Familien in der Diaspora
  • 15. März: Zerstörung von uigurischen Familien
  • 29. März: Indigene Kanadas in Zwangsinternaten
  • 12. April: Von Dersim bis Afrin – Zerstörung von kurdischen Familien durch die Türkei
  • 3. Mai: Wenn der Staat Kinder stiehlt: Illegale Adoptionen in Chile
  • 17. Mai: Den Kreis der Traumatisierung durchbrechen! Am Beispiel der bosnischen Frauen und Rohingya

Achtung: Termine können sich ändern. Bitte regelmäßig kontrollieren Termine überprüfen

Anmeldung online kostenlos:
https://zoom.us/webinar/register/WN_ggKlSI0xRTiT3q_uXq00vg

 

Generation Z: Nichts ist wichtiger als die Familie

von Petra Schönhöfer

Die „Generation Greta“ ist politisch aktiv, digital, liberal – aber überraschend konservativ in der persönlichen Lebensplanung. Ein Blick in die Umfragen unter den zehn- bis zwanzigjährigen Deutschen aus den Jahren 2019 bis 2021.

Es ist eines dieser Wochenendseminare irgendwo im Nirgendwo: Die zehnte Klasse des Gymnasiums einer deutschen Kleinstadt sitzt an langen Tischen. Soeben wurden die Schüler*innen gefragt, wie sie sich ihr Leben in zehn Jahren vorstellen. „Ich studiere Informatik“, sagt der sechzehnjährige Fabian. „Ich werde Autorin“, gibt Lisa zu Protokoll. Darüber hinaus sehen sich alle in einer festen Partnerschaft („verlobt oder verheiratet“) und leben mit Haustieren im Eigenheim. Eigene Kinder: sind „geplant“ oder bereits „unterwegs“. Mit Mitte 20, wohlgemerkt. Für jemanden Mitte 40, aus der Generation X also, klingt das überraschend geordnet, ja fast ein wenig bieder. … weiter


Der Text ist zuerst erschienen auf: www.goethe.de, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE
Bild von Andrey_and_Lesya auf Pixabay

 

Einsamkeit junger Erwachsener stieg in den letzten 40 Jahren leicht

Ein Team der Psychologie hat Studien seit 1976 ausgewertet

Bericht: Ruhr-Universität Bochum

Junge Erwachsene fühlen sich heute einsamer als früher – und das nicht erst seit Corona. Darauf deutet eine Auswertung von Studien zur Einsamkeit junger Erwachsener zwischen 1976 und 2019 hin, die ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena durchgeführt hat. „Ein solcher Anstieg ist ein Warnsignal, da Einsamkeit ein zunehmendes Problem im jungen Erwachsenenalter zu sein scheint“, so Dr. Susanne Bücker vom Lehrstuhl Psychologische Methodenlehre an der Fakultät für Psychologie der RUB. Den oft verwendeten Begriff „Einsamkeitsepidemie“ bezeichnet das Forschungsteam dennoch als überdramatisierend, da die Effektgröße des Anstiegs relativ klein ist. Die Studie ist veröffentlicht in der Zeitschrift Psychological Bulletin vom Dezember 2021. … weiter


Quelle: news.rub.de

 

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