Schluss mit Pflegearmut – Für eine solidarische Pflegevollversicherung

Mitteilung: DGB

Zum bekanntgewordenen Zwischenstand der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Pflegereform sagte Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied:

„Pflege darf nicht länger pflegebedürftige Menschen und ihre Familien arm machen. Beschäftigte in der Pflege verdienen Tarifbindung und sind nicht durch Hilfs- und Betreuungskräfte zu ersetzen, wir unterstützen deshalb alle Forderungen von ver.di.

Diese Bundesregierung muss endlich den gordischen Knoten durchschlagen mit einer großen Reform und einer verlässlichen Durchfinanzierung der Pflege. Die Eigenanteile für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen gehören gedeckelt, damit die Betroffenen entlastet werden, und es muss alles für eine vernünftige Personalausstattung getan werden, die Pflegekräfte nicht zu Tausenden in die Überlastung und damit in den Burn-out führt.

Als Gewerkschaften halten wir fest an der Forderung nach einer Pflegevollversicherung, die alle Kosten deckt und in die alle einzahlen. Pflege darf nicht länger Armutsrisiko sein, weder für die zu Pflegenden noch für die Beschäftigten in der Pflege, wenn sie selber alt werden.“


4.12.2025
Katrin Münch-Nebel
Deutscher Gewerkschaftsbund Bundesvorstand
www.dgb.de

 

Finanzierung der Pflegeversicherung: Mehrheit will solidarischen Weg aus der Pflege-Krise

Steigende Kosten in der Pflege: Bündnis für eine solidarische Pflegevollversicherung, zu dem auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gehört, veröffentlicht aktuelle Umfrage. 

Mitteilung: DGB

Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung (65 Prozent) ist für den Ausbau der gesetzlichen Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung für sämtliche pflegerischen Leistungen. Dagegen spricht sich lediglich eine kleine Minderheit (18 Prozent) für eine verpflichtende private Zusatzversicherung aus, die in der Politik derzeit diskutiert wird. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Bündnisses für eine solidarische Pflegevollversicherung ergeben. Weiterlesen

Umfrage zu Pflege-Kosten: Große Mehrheit für Vollversicherung in der Pflege

Mitteilung: DGB

In der aktuellen Debatte um steigende Eigenanteile in der Pflege und der Zukunft der Pflegeversicherung stellt das Bündnis für eine solidarische Pflegeversicherung die Ergebnisse einer Umfrage vor.

Eine große, parteiübergreifende Mehrheit der Bevölkerung ist für den Ausbau der gesetzlichen Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Bündnisses für eine solidarische Pflegeversicherung ergeben. Dabei zeigt sich die deutliche Mehrheit für eine Pflegevollversicherung von 81 Prozent sowohl unter den Anhänger*innen der SPD (79 Prozent), der Grünen (82 Prozent), als auch der CDU (78 Prozent) sowie der FDP (76 Prozent). Das Bündnis für eine solidarische Pflegevollversicherung sieht seine Forderung angesichts der parteiübergreifenden hohen Zustimmungswerte untermauert und fordert die Bundesregierung dazu auf, den Ausbau der Pflegeversicherung jetzt anzugehen. Weiterlesen

„Eine Pflegevollversicherung ist finanzierbar“

… sagt der DGB und begründet:

„Die Pflegeversicherung deckt derzeit nur einen Teil der Kosten bei Pflegebedürftigkeit ab. Die immer weiter steigenden Zuzahlungen stellen für viele pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen ein erhebliches Armutsrisiko dar. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) zeigt, dass eine Pflegevollversicherung dieses Risiko deutlich senken würde. Für die große Mehrheit der Versicherten und der Arbeitgeber wären die zusätzlichen Kosten überschaubar, wenn die Pflegeversicherung künftig als soziale Bürgerversicherung ausgestaltet würde.“

Im Magazin Auswege kann man

  • eine Stellungnahme des DGB zur Pflegevollversicherung lesen,
  • die Eckpunkte zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung des DGB und
  • die Studie der Hans-Böckler-Stiftung zur Pflegevollversicherung downloaden

zur Seite der Pflegevollversicherung im Magazin Auswege