Stellungnahme: DIE LINKE. Bayern

Angesichts der Corona-Krise weist Bezirksrat Frederik Hintermayr (DIE LINKE) auf die besondere Situation von suchtkranken Menschen hin. Für sie sei die aktuelle Situation dramatisch.

“Trotz Coronavirus müssen und werden sich suchtkranke Menschen mit illegalisierten Drogen versorgen. Diese Menschen müssen besonders geschützt werden, denn durch die meist langjährige Drogenabhängigkeit sind sie gesundheitlich beeinträchtigt und damit Hochrisikopatient*innen. Hier muss es in enger Zusammenarbeit mit den Drogenhilfen zu einem praktikablen Vorgehen kommen, um die Situation schnell und unbürokratisch zu lösen“, so Hintermayr.

Auch die Situation der zahlreichen Menschen, die substituiert werden, müsse betrachtet werden. Hintermayr:

„Ein großer Teil der Patient*innnen muss dafür jeden Tag die Arztpraxis aufsuchen. Der tägliche Gang zur Arztpraxis stellt ein großes Risiko für eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus dar. Wir brauchen unverzüglich eine Ausweitung der Take-Home Vergabe auf alle Substitutionspatient*innen. So können Substitutionsmedikamente für mehrere Tage ausgegeben und damit die Arztbesuche drastisch reduziert werden. Zusätzlich ist eine wohnortnahe Versorgung über Apotheken und Drogenhilfeeinrichtungen angebracht, und es muss die Versorgung von sich in Quarantäne befindenden Personen gewährleistet sein.“


30.3.2020
DIE LINKE. Bayern
www.die-linke-bayern.de

Mitteilung: GEW Bayern

In den Schulen stehen gerade in den Monaten April bis Juli viele Prüfungen an: von den Lehramtsprüfungen der Referendar*innen über das Abitur und die Mittleren Bildungsabschlüsse bis zu den Übertrittszeugnissen. Die Bildungsgewerkschaft GEW plädiert dafür, dass die verantwortlichen Stellen gerade jetzt in der Corona-Krise besondere Regelungen finden und so handeln, dass niemand benachteiligt wird. Weiterlesen »

Mitteilung: Technische Universität Chemnitz

Prof. Dr. Stephan Mühlig, Inhaber der Professur Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Chemnitz und Leiter der Raucherambulanz Chemnitz sowie der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz (PHA-TUC GmbH), gibt Hinweise, wie man mit Quarantäne oder Ausgangssperre umgehen sollte. … weiter


Quelle: www.tu-chemnitz.de

Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert dringende Korrekturen und mahnt die Staatsregierung und die Kommunen, die frühkindliche Bildung und die soziale Arbeit bei ihren Maßnahmen gegen den Corona-Virus nicht zu vergessen.

Mitteilung: GEW Bayern

„Wir sind erschüttert, mit wie wenig Sinn für die Situation derzeit in zu vielen Betrieben gehandelt wird“, fasst Gerd Schnellinger, Vorstand der Landesfachgruppe sozialpädagogische Berufe, die Lage zusammen. „Gleichzeitig sind wir voller Respekt für unsere Kolleg*innen, von denen die meisten eben nicht von zu Hause arbeiten können, weil sie jeden Tag im Dienst am Menschen unterwegs sind.“ Weiterlesen »

von Brigitte Pick

Einige Momentaufnahmen:

Am Samstag früh auf dem Markt halten die Menschen in den Schlangen gewissenhaft einen Abstand von zwei Metern ein. Beim Bäcker warten die Menschen sogar vor der Tür im vorgeschriebenen Abstand. Es ist früh und noch nicht viel los. Als ich die Wartende lobe für ihr vorbildliches Verhalten ernte ich böse Blicke.

Ich bin über 70, keine Risiko-Gruppe, da keinerlei Vorerkrankung, aber das steht nicht auf der Stirn geschrieben. Solidarität sei das Gebot der Stunde, so die Kanzlerin, aber eigentlich ist der Mitmensch jetzt dein Feind, da potentieller Virusträger. Bleib zu Hause, Alte, liest man in den Gedanken. Neulich hörte ich den Spruch: Was willst du hier, du gehörst auf den Friedhof. … weiter


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19. März 2020 · Kommentare deaktiviert für Von Armut betroffene Familien in Zeiten der Krise besonders unterstützen · Kategorien: Bildung und Soziales · Tags: , , ,

Stellungnahme: Deutsches Kinderhilfswerk

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert angesichts der Corona-Krise staatliche Unterstützungsmaßnahmen für von Armut betroffene Familien mit Kindern. Die Bundesregierung sollte eine unbürokratische Aufstockung des Regelsatzes prüfen, um finanzielle Nachteile durch die Krise unkompliziert auszugleichen. Zugleich könnten beispielsweise die Bewilligungsmodalitäten beim Bildungs- und Teilhabepaket für Lernförderung und soziale Teilhabe gelockert werden. Weiterlesen »

19. März 2020 · Kommentare deaktiviert für „Finanzierung der Kitas, Jugendhilfe und Sozialen Arbeit sichern!“ · Kategorien: Bildung und Soziales, Tarif-Rente-Besoldung · Tags: , , ,

Bildungsgewerkschaft GEW: Menschen nicht allein lassen, die immer für andere da sind

Mitteilung: GEW

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt dringend an, bundesweit die Finanzierung der Kitas, Jugendhilfe- und Sozialeinrichtungen zu sichern – auch wenn diese in der Corona-Krise geschlossen worden seien und keine Leistungen erbringen könnten. „Die Gelder sind in den öffentlichen Haushalten eingestellt. Die Träger der Einrichtungen und Maßnahmen brauchen jetzt die verbindliche Zusage, dass diese Mittel auch fließen, damit sie ihr Personal weiterhin bezahlen können. So wird Kurzarbeit und Entlassungen vorgebeugt. Das garantiert zudem, dass die Einrichtungen ihre Arbeit nach der Krise reibungslos wieder aufnehmen können“, sagte Björn Köhler, GEW-Vorstandsmitglied für Jugendhilfe und Sozialarbeit, am Donnerstag in Frankfurt a.M. Er wies darauf hin, dass beispielsweise Kurzarbeit für einen enormen Verwaltungsaufwand sorge und finanzielle Einbußen für die Beschäftigten bedeute. Kurzarbeitergeld träfe Teilzeitkräfte, von denen es in der Jugendhilfe überdurchschnittlich viele gibt, besonders hart. Weiterlesen »

16. März 2020 · Kommentare deaktiviert für Reaktionen auf Corona: Panik oder Vernunft? · Kategorien: Bildung und Soziales · Tags: , , ,

Mitteilung: SRH Hochschule Heidelberg

Prof. Dr. Nadia Sosnowsky-Waschek, Professorin für Gesundheits- und Klinische Psychologie an der SRH Hochschule Heidelberg, beschreibt das Phänomen der Risikowahrnehmung und den möglichen Umgang damit.

Hamsterkäufe, Schulschließungen, Angst, überhaupt noch einen Schritt in die Öffentlichkeit zu gehen: Bei vielen Menschen ist die Panik ausgebrochen, dass sie sich mit dem Coronavirus anstecken könnten. Was nun hinzukommt, ist die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen und die Frage des Umgangs mit konkreten Alltagsherausforderungen.

Eine Panikstörung im klinischen Sinne ist dies deshalb noch lange nicht, erklärt Prof. Dr. Nadia Sosnowsky-Waschek von der SRH Hochschule Heidelberg. Im Interview beschreibt die Psychologin, wie man das aufkeimende Bedrohungsgefühl erklären und was man dagegen tun kann. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.hochschule-heidelberg.de