An unsere Haut lassen wir nicht alles – und in unser Gehirn?

Soziale Medien als Herausforderung für Kinder und Jugendliche

von Frank Herold

1. Einführung
Der Vergleich zwischen Haut und Gehirn kam mir in den Sinn, weil wir zum Beispiel bei Lust oder Angst eine Gänsehaut bekommen und in Stressphasen schwitzen (siehe Adler 2021). Der Vergleich offenbart aber auch einen wichtigen Unterschied: Im Gegensatz zum Gehirn ist unsere Haut jederzeit sichtbar und direkt zugänglich. Wir sehen, wenn die Haut verschmutzt oder gereizt ist, und können sie dann waschen oder mit lindernden Mitteln behandeln.

Eine ganz andere Herausforderung ist dagegen digitaler Stress, der etwa durch die Nutzung sozialer Medien entsteht. Den können wir nicht einfach aus unserem Gehirn waschen. Zudem wirkt er oft so unterschwellig, dass wir ihn nicht wahrnehmen, obwohl er uns unbewusst erheblich belastet (siehe Frank-Basten-Stiftung 2023). Deshalb sollten wir mit unserem Gehirn noch pfleglicher umgehen als mit unserer Haut und gut darauf achten, was wir hineinlassen.

Damit stellen sich uns Fragen wie: Warum genau sind soziale Medien für Kinder und Jugendliche so herausfordernd? Warum sind manche junge Menschen im Umgang mit digitalem Stress eher weniger widerstandsfähig als andere? Wie können Eltern ihre Kinder auf die Herausforderungen sozialer Medien vorbereiten?  … weiter

Print-Version (zum leichteren Ausdruck, pdf-Datei) – keine Fotos, kleinere Schrift und Abstände, 20 S. reiner Text ohne Quellen, 26 S. mit Quellenangabe.


Bild von Liane Kwoll auf Pixabay

 

Ausbau des Ganztags kommt voran, Qualität bleibt zentrale Aufgabe

Bericht: Deutsches Jugendinstitut

Der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulalter kommt: Mit welchen Herausforderungen und Chancen er verbunden ist, thematisiert die neue Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse

Ab dem Schuljahr 2026/2027 haben alle neu eingeschulten Kinder in Deutschland Anspruch auf Ganztagsbetreuung – ein wichtiger Schritt für mehr Bildungsgerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die bundesgesetzliche Platzgarantie wird von den Bundesländern und Kommunen umgesetzt – und beim Ausbau der Ganztagsplätze sind deutliche Fortschritte erkennbar. Nur noch 4 Prozent der Eltern in Westdeutschland haben einen Bedarf an Ganztagsbetreuung für ihr Grundschulkind, der vollständig ungedeckt ist, in Ostdeutschland liegt der Wert sogar noch niedriger, zeigt die Kinderbetreuungsstudie (KiBS) des Deutschen Jugendinstituts (DJI), bei der jährlich etwa 33.000 Eltern mit Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit befragt werden. Dennoch betont Forschungsdirektorin Prof. Dr. Susanne Kuger: „Ein Platz allein reicht nicht aus. Fragen der Qualität, der Verlässlichkeit, der Ferienbetreuung und der Erreichbarkeit für sozial benachteiligte Familien bleiben zentral.“ … weiter


Quelle: www.dji.de

 

Ländergemeinsame Fachtagung setzt starke Impulse für die Qualifizierung von Schulleitungen

Bericht: Kultusministerkonferenz

Unter der Federführung des Landes Schleswig-Holstein kamen am 16.3.2026 in Berlin Vertreterinnen und Vertreter aus Bildungsministerien, Landesinstituten, Wissenschaft und Schulpraxis zu einer länderübergreifenden Fachtagung zur Qualifizierung von Schulleitungen zusammen.

Ziel der Veranstaltung war es, die Vernetzung der Akteure zu stärken und Kooperationen zur Umsetzung des 2024 beschlossenen Orientierungsrahmens für die Qualifizierung von Schulleitungen zu entwickeln bzw. zu festigen.

Die Tagung zeigte die große Bereitschaft der Länder, bei der Entwicklung von Qualifizierungsprogrammen noch enger zusammenzuarbeiten. Die Anforderungen an Schulleitungen sind in den vergangenen Jahren gewachsen. Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft, veränderte Erwartungen aus Familien, steigende psychische Belastungen in Schulen sowie die Herausforderungen durch Digitalisierung und Transformationsprozesse verlangen nach professionellen Führungskompetenzen. Weiterlesen

Psychologie-Studie: Was Hänschen lernt, kann auch Hans lernen

Bericht: Universität Heidelberg

Ältere Erwachsene profitieren genauso wie jüngere von einer Persönlichkeitsintervention mit einem Training ihrer Fähigkeiten im sozialen und emotionalen Bereich. Was Hänschen lernt, kann auch Hans lernen: Jüngere wie ältere Erwachsene sind gleichermaßen in der Lage, sich neue sozio-emotionale Verhaltensweisen anzueignen. Aus einer Persönlichkeitsintervention, mit der ein anderer Umgang mit Stress und herausfordernden sozialen Situationen trainiert wird, ziehen auch Menschen im höheren Alter ihren Nutzen.

Das zeigt eine Studie der psychologischen Alternsforschung, die Forscherinnen aus Deutschland und der Schweiz unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Wrzus (Universität Heidelberg) und Prof. Dr. Corina Aguilar-Raab (Universität Mannheim) durchgeführt haben. Erfasst wurden dazu die Effekte eines Interventionsprogramms bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterschiedlichen Alters. Danach profitieren Ältere ebenso wie Jüngere von einem Training ihrer Fähigkeiten im sozialen und emotionalen Bereich. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.uni-heidelberg.de

 

Wie viele Studien braucht es noch?

Bericht: Bundesschülerkonferenz

Die heute veröffentlichte Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026 – Zukunft unter Druck“ zeigt erneut, was Schüler*innen seit Jahren erleben und wir seit  Monaten predigen: Die mentale Gesundheit junger Menschen ist massiv belastet und eine echte politische Antwort bleibt weiterhin aus. Weiterlesen

„Mehr Resilienz statt Misstrauen: Demokratiearbeit stärken – Schulen und Zivilgesellschaft brauchen Rückendeckung“

Bildungsgewerkschaft GEW warnt vor Folgen der Umstrukturierung von „Demokratie leben!“

Bericht: GEW

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt vor den Folgen der geplanten inhaltlichen Umstrukturierung und Mittelkürzungen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“. „Der Abbau bewährter fachlicher Kooperationsstrukturen trifft zentrale Einrichtungen und Vereine, die Demokratie vor Ort lebendig machen – von der Beratung für Engagierte und Betroffene, von Hassgewalt bis zur Unterstützung in Schulen, der Jugendarbeit und in ländlichen Regionen. Der Förderstopp für rund 200 Projekte gefährdet die Demokratiebildung und schwächt genau die Strukturen, auf die wir jetzt dringend angewiesen sind“, sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Freitag in Frankfurt a.M. Weiterlesen

„Gute Arbeits- und Lernbedingungen als Schlüssel für hohe Unterrichtsqualität“

Bildungsgewerkschaft GEW zum SWK-Gutachten zur datengestützten Schul- und Unterrichtsentwicklung

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht sich mit Blick auf das vorgestellte Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz (KMK) zur datengestützten Schul- und Unterrichtsentwicklung für einen qualitativen Paradigmenwechsel stark. „Die Unterrichtsqualität soll in den Kontext des Wohlbefindens der Lehrenden und Lernenden an Schulen gestellt werden. Trotz eines Viertel Jahrhunderts mit stetig mehr Datenerhebungen sowie Leistungs- und Vergleichstests werden die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler in den Grundkompetenzen schlechter“, sagte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied Schule, am Donnerstag in Frankfurt a.M. „Individualisierte Fördermaßnahmen werden bereits heute als Instrument eingesetzt. Wenn Lehrkräfte selbst darüber entscheiden können, ob zum Beispiel Tests zur Leseförderung für ihr Unterrichtssetting sinnvoll sind, spricht nichts dagegen, diese einzusetzen.“ Allerdings sei die Datafizierung kein Allheilmittel. Bessere und insbesondere mehr Daten bedeuteten nicht automatisch bessere Bildung. Datenschutz, digitale Grundrechte, der Schutz und die Förderung der Lehrkräfteprofession sprächen dagegen, die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung und von verschiedenen Landesregierungen angekündigten Vorhaben wie eine Bildungs-ID und ein Bildungsverlaufsregister umzusetzen. Die Einführung einer ID für Schülerinnen und Schüler sowie eine Bildungs-ID lehnte Bensinger-Stolze strikt ab. Weiterlesen

Wohnkosten für Studierende erreichen neuen Höchststand – die bundesweite Studierendenvertretung fordert schnelles politisches Handeln

Bericht: freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V.

Am 23. März 2026 veröffentlichte das Moses-Mendelssohn-Institut aktuelle Zahlen zu den Wohnkosten von Studierenden und Auszubildenden. Demnach lag die durchschnittliche Miete für ein WG-Zimmer zum Sommersemester bei 512 Euro, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (493 Euro). Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) beobachtet diese Entwicklung seit Längerem mit großer Sorge und fordert von der Bundesregierung schnelles und durchdachtes Handeln.

„512 Euro im Durchschnitt und an vielen Hochschulstandorten liegt die Miete deutlich darüber. Wer soll sich das noch leisten können?“, fragt Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstandsmitglied. „Studierende geben inzwischen mehr als die Hälfte ihres Einkommens allein für Miete aus. Ihre Wohnkostenbelastung ist damit mehr als doppelt so hoch wie die
der Durchschnittsbevölkerung. Wir hören immer wieder, wie schwer es ist, überhaupt ein Zimmer zu finden und wenn man eine hat, die laufenden Kosten zu stemmen. Das wirkt sich unmittelbar auf das Studium aus: Ohne bezahlbaren Wohnraum lässt sich kaum studieren. Wer gezwungen ist, 20 Stunden nebenbei zu arbeiten, kann das Lernpensum oft nicht bewältigen.“ Weiterlesen

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