Mitteilung: GEW LV Bayern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern fordert den sofortigen und endgültigen Ausstieg aus der Produktion und Nutzung von Atomkraft – in Deutschland und anderswo!

Die Bildungsgewerkschaft GEW fühlt sich dem Ziel menschenwürdiger und sicherer Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht nur ihrer Mitglieder, sondern aller Menschen verpflichtet.

Die nuklearen Katastrophen in Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima haben den traurigen Beweis dafür geliefert, dass die Risiken der Atomkraft nicht beherrschbar sind. Die Folgen der nuklearen Katastrophe in Japan sind noch nicht abzusehen. An den Folgen von Tschernobyl leiden nach 25 Jahren noch hunderttausende von Menschen.

Dazu Gele Neubäcker:
„Atomtechnologie ist keine Zukunftstechnologie, sondern eine letztlich nicht beherrschbare und nicht kontrollierbare Risikotechnologie. Daher fordern wir erneut von der Bundesregierung, der Lobby derer, die der unverantwortlichen wirtschaftlichen Nutzung der Atomtechnologie das Wort redet, ein klares NEIN entgegen zu halten. Wir fordern die sofortige und endgültige Stilllegung aller Atomkraftwerke in Deutschland und die sofortige Rücknahme der zugesagten finanziellen Beteiligung an einem Kraftwerksneubau in Brasilien. Dabei müssen alle betroffenen Arbeitsplätze sozialverträglich und möglichst in gleichwertige andere Arbeitsverhältnisse umgewandelt werden. Da eine Stilllegung der deutschen AKWs allein die Probleme nicht löst, unterstützen wir nach Möglichkeit alle Initiativen, die außerhalb Deutschlands die gleichen Ziele verfolgen.“

Die GEW fordert alle im Bildungsbereich Tätigen auf, die Risiken der Atomkraft in ihren Bereichen zu thematisieren und sich an öffentlichen Aktionen mit den
o. g. Zielen zu beteiligen. Sie appelliert – nicht nur an ihre Mitglieder -, ebenfalls dem Bündnis KettenreAktion Bayern – Atomkraftwerke abschalten! beizutreten und an der Protestveranstaltung am kommenden Samstag, 26. März, in München teilzunehmen.

Es ist eine Frage der Menschlichkeit und Vernunft, den Irrweg der Atomenergienutzung sofort und endgültig zu verlassen!

Informationen zum Bündnis:
www.anti-atom-bayern.de

Pressemitteilung Nr. 05 / 2011 v. 21.3.2011
Elke Hahn
Geschäftsführerin
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Landesverband Bayern
Schwanthaler Str. 64
80336 München
Tel: 089 54 40 81 16

 

2 Kommentare

  1. Ginger Toppi

    Es geht den Energiekonzernen immer nur ums Geld. Sie denken nie an unsere Natur, Hauptsache sie bekommen ihr Geld. Jetzt reden die Firmen davon, dass nicht genug Energie produziert würde ohne die Atomkraft, aber das ist erneut nur eine Ausrede um den Ausstieg aus der Atomkraft zu verhindern. Auch die Bundesregierung will den Energiekonzernen entgegenkommen, indem sie den Bossen erlaubt, die Stromkontingente der 7 Atomkraftwerke, die umgehend ausgeschaltet werden sollen, auf aktuellere Meiler zu übertragen. Ich finde die großen Firmen und die Politiker sollten nicht nur auf ihren Profit achten, sondern mehr auf die Umwelt. Ich werde weiterhin gegen die Atomkraft vorgehen.

  2. Silas Ruhlin

    Ich freue mich, dass man sich endlich entschieden hat, die Atomkraftwerke außer Betrieb zu setzen und sie mittels erneuerbarer Energiequellen auszutauschen. Ich bin gespannt wie lange Deutschland für die Energiewende braucht und ob auch in Zukunft wirklich alles aus erneubaren Energien erzeugt wird. Man muss damit aufhören, die Umwelt mit der Emission zu zerstören und man muss auch mal an unsere Nachkommen nachdenken. Die Umweltkatastrophe in Fukushima hat der Regierung endlich gezeigt, dass man das Restrisiko von der Atomkraft nicht verharmlosen darf. Ich hoffe, dass auch die anderen Länder ihre Atommeiler ausschalten werden und wir so nicht mehr in Angst leben müssen.