Gebildet, aber leichtgläubig? Wer auf Fehlinformationen hereinfällt und warum
Systematische Metaanalyse zu Online-Fehlinformationen mit Daten von über 11.500 Teilnehmenden in 31 Experimenten
Bericht: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin
Forschende des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung haben untersucht, wer besonders anfällig für Online-Fehlinformationen ist und warum. Ihre Metaanalyse zeigt überraschende Muster, wie demografische und psychologische Faktoren – darunter Alter, Bildung, politische Identität, analytisches Denken und motivierte Reflexion – die Fähigkeit von Menschen beeinflussen, die Richtigkeit von Informationen einzuschätzen. So sind beispielsweise Personen mit einem höheren Bildungsniveau genauso anfällig für Fehlinformationen wie Menschen mit einem niedrigeren Bildungsstand. Die in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichte Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse für die Theoriebildung und die Entwicklung von Interventionen. Niemand ist vor Missinformationen gefeit. … weiter
Quelle: www.mpib-berlin.mpg.de
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat mit Blick auf die Ergebnisse der Studie „Bildung auf einen Blick 2024“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angemahnt, mehr Geld gezielt in eine bessere Qualität der Bildung zu investieren. Insbesondere seien zusätzliche Mittel und Reformen in den ersten Bildungsjahren sowie für den Übergang der jungen Menschen von der Schule in die Ausbildung notwendig. „Junge Menschen ohne einen Sekundar-II-Abschluss haben deutlich schlechtere Chancen, im Beruf Fuß zu fassen, und werden zudem wesentlich schlechter bezahlt als Menschen mit Sekundar-II-Abschluss oder Berufsausbildung“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Dienstag in Frankfurt a.M.