Verbeamtungsdebatte ist brandgefährlich

Statement: Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende

Zur aktuellen Debatte um Verbeamtungen und Stelleneinsparungen im öffentlichen Dient ein Statement von Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des DGB:

„Die Forderung nach weniger Verbeamtungen ist vor allem eine Scheindebatte, die an der Realität vorbeigeht. Jeder weiß, dass die Länder händeringend Lehrkräfte suchen und der Beamtenstatus nicht nur für die Beschäftigten attraktiv ist, sondern auch für die Dienstherren. Mit einem solchen Vorschlag wird kein einziges der drängenden Probleme gelöst – für überfüllte Klassenräume, den Fachkräftemangel und für überlastete Verwaltungen bringt das rein gar nichts. Stattdessen werden Beschäftigte zum Sündenbock gemacht, während altbekannte Beamtenklischees wieder hochkochen. Das ist nicht nur billig, sondern auch brandgefährlich. Weiterlesen

Die GEW zum „Sonderprogramm“ der Staatsregierung zur Entfristung von Lehrer*innen

„Langfristige Programme sind notwendig!“

Mitteilung: GEW Bayern

In den Grund-, Mittel-, Förder- und Berufsschulen in Bayern herrscht ein großer Mangel an Lehrer*innen. Trotzdem bekamen über 7000 Lehrkräfte vom Kultusministerium nur befristete Verträge, über alle Schularten. Jetzt will die Staatsregierung immerhin 800 Lehrer*innen an Gymnasien und Realschulen entfristen oder verbeamten. Dazu Ruth Brenner von der Bildungsgewerkschaft GEW: „Das ist deutlich zu wenig. Wir brauchen unbefristete Arbeitsverträge für möglichst alle Kolleg*innen!“ Weiterlesen