Mitteilung: GEW Bayern

Aufgrund der zunehmend desaströsen Personalsituation an vielen Schulen Bayerns, schlägt die Bildungsgewerkschaft GEW eine vorübergehende Reduzierung des Unterrichts vor, um der massiven Arbeitsbelastung der Lehrkräfte entgegenzuwirken.

Obwohl bereits zahlreiche Maßnahmen, wie die Aussetzung des Lotsendienstes oder der Externen Evaluation umgesetzt wurden, herrscht in vielen Regierungsbezirken, gerade an Grund-, Mittel- und Förderschulen, nach wie vor akuter Lehrkräftemangel. Pensionierungen, Langzeiterkrankung, Schwangerschaften oder Grippewelle sind die Gründe für diesen Zustand. In einigen Bezirken können hunderte Lehrerstunden nicht besetzt werden. Die Folge: Unterrichtsausfall, Zusammenlegung von Klassen oder Streichung notwendiger Förderangebote. Weiterlesen »

“Langfristige Programme sind notwendig!”

Mitteilung: GEW Bayern

In den Grund-, Mittel-, Förder- und Berufsschulen in Bayern herrscht ein großer Mangel an Lehrer*innen. Trotzdem bekamen über 7000 Lehrkräfte vom Kultusministerium nur befristete Verträge, über alle Schularten. Jetzt will die Staatsregierung immerhin 800 Lehrer*innen an Gymnasien und Realschulen entfristen oder verbeamten. Dazu Ruth Brenner von der Bildungsgewerkschaft GEW: „Das ist deutlich zu wenig. Wir brauchen unbefristete Arbeitsverträge für möglichst alle Kolleg*innen!” Weiterlesen »

Die Bildungsgewerkschaft GEW zieht zum Schulhalbjahr Bilanz: Langfristige Maßnahmen gegen den Lehrer*innen-Mangel sind dringend!

Mitteilung: GEW Bayern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Bildungsgewerkschaft im DGB, fordert Unterrichtsminister Michael Piazolo zum Schulhalbjahr auf, endlich die drängendsten Probleme in Bayerns Schulen wirklich anzugehen.

Landesvorsitzender Anton Salzbrunn sagte heute in München: “Wir vermissen eine Langzeitstrategie der Staatsregierung gegen den massiven Lehrkräftemangel an Grund-, Mittel- Förder- und Berufsschulen.” Ab nächster Woche wird es in Bayern Schulamtsbezirke, z. B. in Oberfranken, geben, in denen dann 500 Lehrerstunden fehlen werden. Langfristig bräuchte es nach Angaben der GEW Bayern dringend eine neue Lehrer*innenbildung, flexibel und für mehrere Schularten geeignet. Für die dringend notwendige Steigerung der Attraktivität der Lehrämter an Grund- und Mittelschulen muss auch Bayern die Gehaltsstufe A 13 für neu beginnende Lehrer*innen an diesen Schularten einführen. Nur eine Erhöhung der Eingangsbesoldung wie von Ministerpräsident Söder angekündigt, reicht nicht aus.

“Von der andauernden Überlastung der Kolleg*innen an den Schulen spricht Herr Piazolo nicht nur nicht – er macht auch nicht genügend dagegen”, so Salzbrunn weiter. “Stattdessen versucht er mit einigen ‘Zuckerln’ für Freie Wähler oder für die Industrie überhastet Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zu erfüllen: Einschulungskorridor und digitale Klassenzimmer.”
Zu letzterem gehört die übereilte Einführung des Pflichtfaches Informatik in den Mittel- und Förderschulen ab dem kommenden Schuljahr. Die Fachberater*innen Informatik müssen in Kürze in mehrtägigen Schulungen die zukünftigen Informatiklehrkräfte mit dem Lehrplan vertraut machen. Diese Fachberater sind meistens auch Systembetreuer an ihrer Schule und Multiplikatoren für die Amtliche Schulverwaltung (ASV). Sie müssen sich gleichzeitig um die neue Hardware kümmern, die gerade an die Schulen geliefert wird und sollen den Probe-Parallelbetrieb des neuen ASV-Programms unterstützen. “Hier werden engagierte Kolleg*innen systematisch in die Überlastung getrieben”, so Johannes Schiller, für die GEW Mitglied im Hauptpersonalrat.

Auffällig sei, so Salzbrunn weiter, “dass andere bereits mehrmals angekündigte Entscheidungen auf die lange Bank geschoben werden: Die Entfristung von angestellten Lehrer*innen steht schon sehr lange aus. Die Entscheidung zum Islam-Unterricht wird verschleppt. Eine vorausschauende Einstellungspolitik für ein wirklich neues G 9 fehlt ebenfalls.”

Der Bildungsgewerkschafter empfiehlt dem neuen Kultusminister andere Akzente als seine Vorgänger zu setzen.


PM v. 14.2 2019
Anton Salzbrunn
Vorsitzender GEW Bayern
www.gew-bayern.de

Bildungsgewerkschaft GEW zur zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die im öffentlichen Dienst bei den Ländern Beschäftigten – Arbeitgeber legen kein Angebot vor

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Potsdam – Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder ist am frühen Donnerstagabend nach zwei Tagen ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kündigte an, mit einer Ausweitung der Warnstreiks auf die Blockadehaltung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu reagieren. „Die Arbeitgeber haben es in der Hand, am Verhandlungstisch zu einer Lösung zu kommen“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Donnerstag in Potsdam. „Aber auf die Weigerung der TdL, den Gewerkschaften ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, kann es nur eine Antwort geben: Wir werden jetzt den Druck erhöhen und unsere Mitglieder in den Schulen, Kitas und Bildungseinrichtungen zu Arbeitsniederlegungen aufrufen.“ Weiterlesen »

Fachsprecher Arif Taşdelen: Der gewaltige Verwaltungsaufwand einer Schule spiegelt sich bisher nicht in den Arbeitsbedingungen der Sekretariatskräfte wider

Mitteilung: BayernSPD Landtagsfraktion

Schulsekretariatskräfte in Bayern brauchen mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen: Diese Forderung stellte die BayernSPD-Landtagsfraktion in der Sitzung des Ausschusses für Fragen des Öffentlichen Dienstes am 22.1.2019. Der Sprecher der Fraktion für Belange des Öffentlichen Dienstes, Arif Taşdelen, betonte: “Die Schulsekretärin – in den meisten Fällen sind es Frauen – ist erste Anlaufstelle für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, nicht-pädagogische Angestellte der Schule, Jugendämter, Lieferanten, Handwerker und viele mehr. Doch der immer größer werdende Anspruch dieser Arbeit spiegelt sich nicht in der Bezahlung wider: Bis auf wenige Schularten wird Schulsekretariatskräften nur E4 gezahlt. Das sind in der ersten Gehaltsstufe nicht einmal 1.500 Euro netto in Vollzeit. Wir fordern E6 für alle Schulsekretariatskräfte mit der Möglichkeit einer Beförderung bis zu E8.”

Hinzu komme, dass es nicht nur bei Lehrerinnen und Lehrern, sondern auch bei Sekretariatskräften gängige Praxis und Unart sei, diese zu Beginn des Schuljahres einzustellen und bis zu den Sommerferien zu befristen, um sich in diesen sechs Wochen die Personalkosten zu sparen. “Dem muss dringend ein Riegel vorgeschoben werden. Generell sind Befristungen familienfeindlich und nicht zukunftsgewandt.”


PM v. 3.9.2018
BayernSPD Landtagsfraktion
bayernspd-landtag.de

26. September 2018 · Kommentare deaktiviert für Bayern braucht 20.000 qualifizierte Fachkräfte für bayerische Kindertageseinrichtungen zusätzlich · Kategorien: Arbeitsplatz, Sozial- und Bildungspolitik · Tags: ,

Familienpolitische Sprecherin Doris Rauscher und „Bündnis Kita Bayern“ wollen bessere frühkindliche Bildung und attraktivere Arbeitsbedingungen

Mitteilung: Landtagsfraktion SPD Bayern/Doris Rauscher

Angesichts des eklatanten Fachkräftemangels in den bayerischen Kindertageseinrichtungen fordert die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Doris Rauscher gemeinsam mit dem neu gegründeten „Bündnis Kita Bayern“ 20.000 zusätzliche qualifizierte Fachkräfte für bayerische Kindertagesstätten (Krippen, Kindergärten und Horte). Denn wie eine Anfrage (PDF, 1,66 MB) Rauschers an die Staatsregierung ergab, fehlen in den nächsten fünf Jahren 20.000 Fachkräfte um den Bedarf zu decken. Strebt man zudem eine Verbesserung des Anstellungsschlüssels nach wissenschaftlichen Maßstäben an, wäre der Personalbedarf noch einmal höher. Weiterlesen »

03. September 2018 · Kommentare deaktiviert für „Verfassung ist Anspruch!“ – Arbeit darf nicht krank machen! · Kategorien: Arbeitsplatz · Tags: , , ,

Mitteilung: DGB Bayern

Jena: „Es braucht endlich eine umfassende politische Initiative für eine Stärkung und eine bessere Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes!“
Das zweite Motiv der Kampagne „Verfassung ist Anspruch!“ des DGB Bayern bezieht sich auf Artikel 167 der Bayerischen Verfassung. Darin heißt es: „Ausbeutung, die gesundheitliche Schäden nach sich zieht, ist als Körperverletzung strafbar.“ Weiterlesen »

12. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Sommerferien ohne Erholung – Bayerischen LehrerInnen droht Entlassungswelle · Kategorien: Arbeitsplatz

Jena: „Entfristen statt entlassen ist das Gebot der Stunde!“

Mitteilung: DGB Bayern

In Bayern herrscht Lehrermangel. Trotzdem werden jedes Jahr aufs Neue befristet angestellte LehrerInnen und Lehrer mit Beginn der Sommerferien vor die Tür gesetzt, um dann nach den Sommerferien wieder angestellt zu werden. Der Freistaat spart auf diese Weise Geld auf Kosten der Beitragszahler in die Arbeitslosenversicherung. Und er sorgt bei den betroffenen Kolleginnen und Kollegen für große Unsicherheit.

„Das ist skandalös und höchst kurios. Da klagt das Kultusministerium, dass es nicht genügend Personal findet, greift gar auf Pensionäre und Quereinsteiger zurück. Und gleichzeitig entlässt es Jahr für Jahr gut ausgebildete und gut eingearbeitete LehrerInnen statt sie zu behalten. Entfristen nicht entlassen ist das Gebot der Stunde.“ sagt der bayerische DGB-Vorsitzende Matthias Jena in München.

Und weiter: „Der Lehrerberuf in Bayern muss attraktiver werden. Das funktioniert nur, wenn der Freistaat seinen Lehrerinnen und Lehrern gute Perspektiven bietet, mehr Lehrpersonal fest anstellt und die Löhne schulartübergreifend angleicht. In Zeiten zunehmender Unsicherheit sollte doch gerade der Freistaat als öffentliche Hand mit gutem Beispiel vorangehen und sein Personal ordentlich behandeln.“

2017 meldeten sich 860 Lehrerinnen und Lehrer in Bayern zum Beginn der Sommerferien arbeitssuchend. Aktuelle Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor. Laut Agentur für Arbeit hat sich ihre Zahl im Juni 2018 im Vergleich zum Vorjahr aber deutschlandweit erhöht. Der DGB Bayern begrüßt, dass heute das Thema, aufgrund eines Eilantrags der SPD, im bayerischen Landtag diskutiert wird.


PM v. 12.7.2018
DGB Bayern
www.bayern.dgb.de