21. Februar 2020 · Kommentare deaktiviert für “Diese Rechte hast Du beim Abschlusszeugnis nach der Ausbildung” · Kategorien: Arbeitsplatz, Ausbildung, Studium und Referendariat, Recht und Unrecht · Tags:

Die IG Metall Jugend hat zusammengefasst, was im Abschlusszeugnis nach der Berufsausbildung – ausgestellt vom Unternehmen – zu stehen bzw. nicht zu stehen hat, welche Korrekturen man einfordern kann und wie das Zeugnis bei Arbeitgeberwechsel aussieht:

Diese Rechte hast Du beim Abschlusszeugnis nach der Ausbildung
Nach bestandener Ausbildungsprüfung steht Dir ein Abschlusszeugnis zu. Was dort drinstehen muss und worauf es ankommt, liest Du hier.
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Im gewerkschaftlichen Debattenmagazin “Gegenblende” erschien am 14.2.2020 ein sehr wichtiger Aufsatz von Dani Rodrik über die soziale Ungleichheit. Er appelliert, sich stärker um die Ängste und die soziale Sicherung der Mittelschicht zu kümmern, um Rechtspopulisten und Rechtsextreme zurückzudrängen. In seinem Aufsatz beschreibt er detailliert, welche Maßnahmen helfen können, um die Folgen des Neoliberalismus zurückzudrängen:

Die soziale Schieflage der Mitte
Soziale Ungleichheit wird vor allem mit Blick auf die Unterschicht diskutiert. Das greift zu kurz. Abstiegsängste und soziale Sorgen haben längst auch die Arbeiter*innen und Angestellten der Mittelschicht. Nur wenn wir deren Wohlergehen sichern, können wir unsere Demokratien gegen die Bedrohung durch soziale Unruhen, Rassismus und Rechtspopulisten verteidigen.  Den ganzen Text lesen

Thomas Gehring: Verbesserungen für Grund-, Mittel- und Förderschulen sind längst überfällig – „Den Lehrkräften hilft das aber so gar nicht“

Mitteilung: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

„FW-Kultusminister Piazolos ‚Entlastungsmaßnahmen‘ sind für unsere Grund-, Mittel- und Förderschulen längst überfällig, aber gering und helfen den Lehrkräften so gar nicht“, erklärt der Sprecher für Lehrkräfte der Landtags-Grünen, Thomas Gehring. „Die Aufstockung der Verwaltungsangestellten und die erhöhte Leitungszeit für Schulleitungen sind von uns Grünen schon lange geforderte Maßnahmen, die aber den akuten Lehrkräftemangel nicht bekämpfen, der letztendlich zulasten der Schülerinnen und Schüler geht.“ Weiterlesen »

Bildungspolitische Sprecherin Dr. Simone Strohmayr: Brauchen langfristige und nachhaltige Maßnahmen für alle und keine Zuckerl für wenige

Mitteilung: BayernSPD-Landtagsfraktion

Die bildungspolitische Sprecherin Dr. Simone Strohmayr hält die am 7. Februar 2020 in einer Pressekonferenz vorgestellten Maßnahmen zur Beseitigung des Lehrermangels an Grund- und Mittelschulen in Bayern für nicht zielführend. Die in Aussicht gestellten Beförderungen seien zwar erfreulich, aber bei weitem nicht ausreichend, die zu Recht empörten Lehrkräfte insgesamt zufriedenzustellen. “Kultusminister Piazolo hat versucht, zu erklären, was er bereits mehrfach gesagt hat. Davon wird seine Botschaft nicht besser. Und ich glaube nicht, dass sich die Lehrerinnen und Lehrer mit einem Zuckerl abspeisen lassen. Sie wollen ernst genommen werden. Wir brauchen daher langfristige und nachhaltige Maßnahmen für alle und keine Zuckerl für wenige”, stellt Strohmayr fest. So sei die Ankündigung neuer Studienplätze nicht effektiv, solange nicht geklärt sei, warum nur die Hälfte derer, die ein Studium beginnen, nachher tatsächlich Lehrer wird. “Wir brauchen grundlegende und langfristige Maßnahmen, dazu gehört auch, die Qualität des Studiums zu verbessern”, fordert Strohmayr. Weiterlesen »

07. Februar 2020 · Kommentare deaktiviert für Kultusminister Michael Piazolo informiert über die Sicherung der Unterrichtsversorgung und Entlastungen für Lehrkräfte · Kategorien: Arbeitsplatz, Bildung und Soziales, Unterricht, Lernen und Erziehung · Tags: , , , , , , , , , , ,

Unterstützung und Entlastung für Lehrkräfte an Grund-, Mittel- und Förderschulen

Mitteilung: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

MÜNCHEN. Kultusminister Michael Piazolo: „Unsere Lehrerinnen und Lehrer leisten täglich hervorragende Arbeit. Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir ihren Einsatz für die Unterrichtsversorgung honorieren und an anderer Stelle für Unterstützung und Entlastung sorgen werden.“

Kultusminister Piazolo informierte heute über die geplanten Maßnahmen zur Unterstützung und Entlastung der Lehrkräfte an den bayerischen Grund-, Mittel- und Förderschulen.

  • In der Haushaltsperiode 2019/20 werden insgesamt 3.000 zusätzliche Beförderungen für Grund- und Mittelschullehrkräfte ermöglicht.
  • Zur Entlastung der Lehrkräfte und Schulleitungen sollen die Mittel für Verwaltungsangestellte aufgestockt und die Leitungszeit für Schulleitungen schrittweise erhöht werden.
  • An den Förderzentren startet zudem ein Modellversuch zur Einführung der Erweiterten Schulleitung.
  • Auch die Mittel für die so genannten „Drittkräfte“, die zum Beispiel Sprach- und Alphabetisierungskurse durchführen, sollen erhöht werden.
  • Ganz besonders wichtig ist dem Minister: „Ich möchte die Lehrkräfte auch bei der täglichen pädagogischen Arbeit entlasten. Ich will die Zahl der Proben in Jahrgangsstufe 4 senken und die Zeugnisformate an den Grundschulen verschlanken. Hierzu werde ich in den kommenden Wochen in einen intensiven Dialog mit der Schulfamilie treten.“

Piazolo wiederholte seinen Appell an die Lehrkräfte, z. B. durch Teilzeitaufstockungen – auch in familienpolitischer Teilzeit – oder durch einen späteren Ruhestandseintritt einen freiwilligen Beitrag zur Sicherung der Unterrichtsversorgung zu leisten.  „Hier haben wir zusätzliche Anreize geschaffen: Lehrkräfte, die ihren Ruhestand hinausschieben, erhalten beispielsweise eine zusätzliche Altersermäßigung von bis zu drei Unterrichtsstunden pro Woche“, erläuterte der Minister.

Piazolo dankte den Lehrkräften an den Grund-, Mittel- und Förderschulen abschließend für ihren Einsatz und ihr Verständnis. „Mir ist es wichtig, dass wir die hohe Qualität an unseren Schulen halten und die Unterrichtsversorgung auch langfristig sicherstellen. Unsere Maßnahmen stellen sicher, dass unsere Kinder – wie es in Bayern Standard ist – qualifizierte Lehrkräfte haben und kein Unterricht ausfällt. Das ist das erklärte Ziel und das erreichen wir mit einem Dreiklang aus freiwilligen Beiträgen unserer Lehrkräfte, dienstrechtlichen Maßnahmen und Unterstützungs- und Entlastungsangeboten für die Lehrerinnen und Lehrer“, so der Minister und betont: „Nur darum geht es: unsere Kinder müssen den bestmöglichen Unterricht von bestmöglich ausgebildeten Lehrkräften erhalten.“

Weitere Informationen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2020/21 und Antworten auf „Häufig gestellte Fragen“ von Lehrkräften („FAQ“) finden sich auf der Homepage des Staatsministeriums unter www.km.bayern.de/unterrichtsversorgung.


7.2.2020
Zoran Gojic, stv. Pressesprecher
Günther Schuster, Pressesprecher
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
www.km.bayern.de


siehe dazu den Kommentar der BayernSPD-Landtagsfraktion v. 7.2.2020: Piazolo nimmt Lehrerinnen und Lehrer nicht ernst

siehe dazu den Kommentar von Bündnis 90/Die Grünen im Bay. Landtag v. 7.2.2020: Lehrkräftemangel: „Maßnahmen schließen Lücke nicht“

24. Januar 2020 · Kommentare deaktiviert für Piazolo: Ehemalige Lehrkräfte können die aktiven Lehrkräfte unterstützen und Beitrag zur Unterrichtsversorgung leisten – Anreize werden geschaffen · Kategorien: Arbeitsplatz, Meinungen und Kommentare, Unterricht, Lernen und Erziehung · Tags: , , , , ,

MÜNCHEN. Kultusminister Piazolo zum Vorschlag der Grünen, ehemalige Lehrkräfte für die Grund-, Mittel- und Förderschulen zu gewinnen:

„Ich habe von Anfang an betont: Wir setzen zur Deckung des Lehrerbedarfs an den Grund-, Mittel- und Förderschulen auch auf das freiwillige Engagement unserer hochqualifizierten Lehrkräfte. Deshalb habe ich an Lehrkräfte in familienpolitischer Teilzeit appelliert, ihr Stundenmaß – gegen entsprechende Bezahlung – freiwillig aufzustocken. Deshalb habe ich auch an ältere Lehrkräfte appelliert, ihren Ruhestand freiwillig hinauszuschieben. Selbstverständlich gehen wir auch auf ehemalige Lehrkräfte zu, etwa Pensionisten oder vollausgebildete Lehrkräfte, die einen anderen Berufsweg eingeschlagen haben. Weiterlesen »

18. Januar 2020 · Kommentare deaktiviert für Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern steigt weiter · Kategorien: Arbeitsplatz, Ausbildung, Studium und Referendariat · Tags: , ,

Bericht: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit 

Die zuletzt wieder gestiegene Anzahl an Geburten, der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren und der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen wird den Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern weiter steigen lassen. Dabei sind bereits heute Fachkräfte in diesem Bereich knapp. Das geht aus einer am 14.1.2020 veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

In Deutschland sind rund 700.000 Erzieherinnen und Erzieher sozialversicherungspflichtig beschäftigt. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl um ein Drittel gestiegen. „Der Erzieherberuf hat stark an Bedeutung gewonnen“, erklärt die IAB-Forscherin Anja Warning. Ursache sei vor allem der Ausbau der Kindertagesbetreuung, dem Haupttätigkeitsfeld von Erzieherinnen und Erziehern. Weiterlesen »

Ates Gürpinar, Landessprecher der LINKEN in Bayern, kritisiert die Pläne von Kultusminister Michael Piazolo (FW):

„Wenn die Lehrkräfte eines sicher nicht brauchen, dann schlechtere Arbeitsbedingungen. Piazolos Pläne belasten die ohnehin schon überlasteten Lehrkräfte zusätzlich. Immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass wir auf einen massiven Lehrkräftemangel in Grund-, Mittel- und Förderschulen zusteuern. Doch das Ministerium wollte nichts davon wissen.

Nun ist der Mangel so offensichtlich, dass es niemand mehr leugnen kann. Die verfehlte Politik des bayerischen Kultusministeriums sollen nun die Lehrkräfte ausbaden. Das ist inakzeptabel. Um den Beruf wieder interessanter zu machen, braucht es eine höhere Einstiegsbesoldung sowie eine Höhergruppierung der Fach- und Förderlehrkräfte und der angestellten Lehrkräfte. Was Piazolo nun vorhat, schwächt die jetzigen Lehrkräfte und sendet ein völlig falsches Signal an alle zukünftigen Lehrkräfte.“


13.1.2020
Ates Gürpinar
Landessprecher DIE LINKE. Bayern
www.die-linke-bayern.de