Rund zehn Prozent der Erwerbstätigen arbeiten „suchthaft“

Bericht: Hans-Böckler-Stiftung

Rund ein Zehntel der Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet suchthaft, ergibt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie auf Basis repräsentativer Daten von 8000 Erwerbstätigen.* Von suchthaftem Arbeiten Betroffene arbeiten nicht nur sehr lang, schnell und parallel an unterschiedlichen Aufgaben, sie können auch nur mit schlechtem Gewissen freinehmen und fühlen sich oft unfähig, am Feierabend abzuschalten und zu entspannen. Führungskräfte zeigen überdurchschnittlich oft Symptome suchthaften Arbeitens. In mitbestimmten Betrieben kommt suchthaftes Arbeiten seltener vor als in solchen ohne Mitbestimmung, so die Untersuchung von Forschenden des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Technischen Universität Braunschweig, die über gut zwei Jahre mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung dem Thema nachgegangen sind. Betriebsräte helfen, Grenzen zu ziehen und könnten Beschäftigte so vor Selbstausbeutung schützen. … weiter


Quelle: www.boeckler.de

 

Thema Lehrkräftemangel: Teilzeit ist Teilzeit!

Mitteilung: GEW Bayern

Der Lehrkräftemangel in Grund-, Mittel- und Förderschulen ist gravierend. Dies führte bereits zum Schuljahr 2020/2021 unter dem Stichwort „Piazolo-Paket“ zu einer Reihe von Maßnahmen, die die Arbeitsbedingungen der Lehrer*innen weiter verschlechterten. Besonders betroffen sind Lehrkräfte, die in Teilzeit arbeiten, aber dennoch viele Aufgaben in Vollzeit übernehmen müssen. Das widerspricht einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2015, mahnt der bayerische Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an. Weiterlesen

Arbeitsmarkt: Inklusion in Bayern mangelhaft

Stiedl: „Die Unternehmen müssen ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Menschen ernst nehmen.“

Bericht: DGB Bayern

Anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen sieht der DGB Bayern trotz der derzeit positiven Entwicklung weiterhin hohe konjunkturelle Risiken. Besonders die Gruppe der Menschen mit Behinderung profitiert viel zu wenig von der nach wie vor anhaltenden Arbeitskraftnachfrage. Weiterlesen

EuGH-Gutachten zum Kopftuch am Arbeitsplatz

Normalisierung der Vielfalt

Stellungnahme: Gesellschaft für bedrohte Völker 

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt das heute veröffentlichte Gutachten des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Religionsfreiheit grundsätzlich. Darin bezeichnet der EuGH, die Religiosität als untrennbaren Teil der Persönlichkeit. Diversität am Arbeitsplatz trage zu einer Normalisierung der Vielfalt bei. „Damit betont das Gericht die besondere Rolle der Religion und stellt sich gegen Bestrebungen mancher Unternehmen, unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Neutralität besonders muslimische Frauen schlechter zu stellen“, erklärt Tabea Giesecke, GfbV-Referentin für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten. „Das Gutachten bedeutet eine rechtliche Stärkung der Religionsfreiheit.“ Weiterlesen

Mit Mangel verwalten lässt sich keine gute Bildung gestalten

Landesregierung ignoriert seit Jahren Vorschläge zur Lehrkräftegewinnung

Mitteilung: GEW Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet sinnvolle kurz- und langfristige Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in Bildungseinrichtungen und nennt die Ideen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann „wenig hilfreich und durchdacht“.

Seit 2018 schlummern Vorschläge der GEW zur Lehrergewinnung in den Schubladen des Kultusministeriums. 2017 und 2018 lagen die Lehrerbedarfsprognosen für Grundschulen und für alle Schularten der Sekundarstufe I vor und wurden weitgehend von der Landesregierung ignoriert. Viele Lehrkräfte arbeiten aus guten Gründen Teilzeit. Wenn Ministerpräsident Winfried Kretschmann jahrelang Vorschläge zur Lehrergewinnung unbeachtet lässt und dann in einer Zeit, in der alle Beschäftigten in Bildungseinrichtungen völlig am Limit sind, über Mehrarbeit laut nachdenkt, kennt er nicht den Alltag in den Klassenzimmern. Warum werden die seit langem vorliegenden Vorschläge der GEW nicht aufgegriffen?“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Dienstag (26.04.) in Stuttgart. Weiterlesen

Promotion: „Wenn du Schwarz bist, bleibst du Schwarz“

Bericht: Hochschule Coburg

Beste Qualifikation, falsche Hautfarbe. Von der immer stärker eingeforderten „Diversität“ ist in Deutschland wenig zu spüren. Welchen Problemen speziell Menschen afrikanischer Herkunft bei der Arbeitssuche ausgesetzt sind, hat Raphael Ekamba in seiner Doktorarbeit im Fach Soziale Arbeit untersucht.

„Wenn man einen schwarzen Kaffee bestellt, ist das kein Problem, das ist für mich keine Beleidigung“, beginnt Raphael Ekamba das Gespräch. Er lacht ein ansteckendes Lachen. Das lockert auf. So direkt geht Ekamba auch in seinen Lehrveranstaltungen mit dem Thema Rassismus um.

Er hat an der Hochschule Coburg Soziale Arbeit studiert. Seine kooperative Promotion wurde hier von der Menschenrechtsexpertin Prof. Dr. Claudia Lohrenscheit begleitet. Von Seiten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat Prof. Dr. Rita Braches-Chyrek vom Lehrstuhl für Sozialpädagogik das Thema betreut. Ekamba war zudem Lehrbeauftragter an beiden kooperierenden Hochschulen. … weiter


Quelle: www.hs-coburg.de
Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

 

Lehrer am Limit

In der Reihe Campus und Karriere des Deutschlandfunks vom 05.02.2022 sprach Regina Brinkman mit  Udo Beckmann (VBE) und Mathias Richter (Staatssekretär im Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen) über folgende Themenbereiche:

Immer mehr Lehrkräfte fallen nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig aus.

  • Wie wirkt sich das auf das Schulleben aus und
  • was können Politik, Eltern und Betroffene dagegen tun, damit Schule nicht krank macht?

zum Gespräch: Lehrer am Limit – das Gespräch kann auf der Seite des Deutschlandfunks angehört werden (49:22 Min.).

 

„Was haben die Gewerkschaften je für uns getan?“

Das fragt der Boss eines Unternehmens während einer Unternehmenssitzung, während draußen die Gewerkschaften eine Kundgebung abhalten. 

Das Video stammt vom 29.04.2011 und hat nichts an Aktualität eingebüßt, auch wenn in der Zwischenzeit der Mindestlohn auf 12 Euro hochgeschraubt werden soll.

Der Film ist hochaktuell!

https://www.youtube.com/watch?v=TfjHituJoMI

Hinweis: Beim Aufruf können Daten durch Youtube erhoben werden. Ein Aufruf erfolgt in eigener Verantwortung!

 

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