„Politik darf eigene Fehler nicht auf dem Rücken der Lehrkräfte austragen!“

Link zum Artikel von t-online über dieses Thema am Ende der Seite!


Bildungsgewerkschaft GEW zu den „Empfehlungen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel“ der SWK

Mitteilung: GEW

„Die Kultusministerinnen und -minister haben den Lehrkräftemangel jahrelang kleingerechnet. Die jetzt vorgelegten Maßnahmen sind ein Ausdruck der Hilfslosigkeit“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern heute in Frankfurt am Main mit Blick auf die Empfehlungen zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) in der Kultusministerkonferenz (KMK). Weiterlesen

Das bayerische Kultusministerium stellt Quereinsteiger:innen ein

gsf – An vielen Schulen unterrichten schon seit einigen Schuljahren, so auch in diesem laufenden Jahr, stundenweise Student:innen und pensionierte Lehrkräfte. Darüber hinaus unterrichten auch Lehrkräfte aus anderen Schularten, z.B. sind an Grund- und Mittelschulen oft Gymnasiallehrkräfte eingesetzt. Auch findet man Akademiker:innen aus anderen Fachgebieten und bisher beurlaubte Lehrkräfte in vielen Grund- und Mittelschulen, die für eine Rückkehr in den Schuldienst reaktiviert werden konnten. Ohne all diese Kräfte wäre so manche Schule bereits zusammengebrochen. Jetzt tritt das Kultusministerium die Flucht nach vorne an und wirbt massiv für Quer- und Seiteneinsteiger:innen.

Am 20.1.2023 erschien auf der Seite des Bay. Kultusministeriums die Mitteilung „Schule in Bayern – ein attraktiver Arbeitsplatz mit Zukunft“. Kultusminister Piazolo versucht gerade, den horrenden Lehrkräftemangel in Bayern zu beseitigen bzw. zu mildern. Er will damit „mittelfristig noch mehr Lehrkräfte für die Schulen“ gewinnen – sog. Quereinsteiger:innen. Solche „positiven“ Formulierungen wie „noch mehr Lehrkräfte gewinnen“ gehören übrigens leider zum politischen Geschäft.

Wir wissen nicht, ob der Kultusminister „noch mehr“ Lehrkräfte werben kann, aber es ist seine einzige Chance, in Bayern den Unterrichtsbetrieb schlecht und recht zu gewährleisten. Denn: Was jahrelang von Regierungsseite aus hinausgeschoben bzw. verschlafen wurde, kann nicht in wenigen Monaten behoben werden.

Im Herbst ’23 ist Wahl in Bayern. Es wäre fatal, wenn von Schulen im September – einige Wochen vor der Wahl – Katastrophenmeldungen über den Ausfall des „verpflichtenden Unterrichts“ durch den Blätterwald rauschen würden. Piazolo und sein Chef, MP Söder, stehen also unter großem Druck, „Personal“ für die Schulen einzustellen.

Was sicher kommen soll, ist die Erhöhung der Einstiegsbesoldung in GS und MS nach A13. Zeit wird’s, dass die Lehrkräfte aller Schulen in Bayern wenigstens eine gleiche Einstiegsbesoldung bekommen. Die GEW fordert das seit Jahrzehnten. Wie die finanzielle Zukunft von bereits im aktiven Dienst arbeitenden Lehrkräften aussehen wird, steht allerdings noch  in den Sternen. In GS und MS sind einige Lehrkräfte  in den letzten Jahren bereits nach A12+Zulage und nach A13 befördert worden. Was ist mit denen? Werden die weiter befördert, z.B. nach A13+Zulage?
Und was passiert mit den Schulleiter:innen und Konrektor:innen in GS und MS? Werden die höher gestuft? Wann? Wie? Und dürfen die dann auch „selbstständig“ (ohne „Absegnung“ durch das Schulamt) Beurteilungen erstellen? 

Um Piazolos Angebot genauer bewerten zu können, zitieren wir aus der Pressemitteilung v. 20.1.2023 aus dem Hause des Kultusministeriums:

Ab sofort wird das Kultusministerium die Möglichkeiten zum Quereinstieg an bestimmten Schularten bzw. in bestimmten Fächern je nach Bedarf ausweiten, um mittelfristig noch mehr Lehrkräfte für die Schulen zu gewinnen. (…)  „Wir gestalten die Wege ins Lehramt deutlich flexibler als bisher. Neben dem klassischen Lehramtsstudium wollen wir allen, die erst nach ihrem Studienabschluss oder nach einer Tätigkeit in einem anderen Beruf Lehrerin oder Lehrer werden möchten, eine attraktive Berufsperspektive bieten“, betont Kultusminister Michael Piazolo.

Die Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sollen neben ihren fachlichen Qualifikationen die nötigen Kenntnisse in Pädagogik, Psychologie und Fachdidaktik erlangen, indem sie am zweijährigen Vorbereitungsdienst teilnehmen, der mit dem zweiten Staatsexamen und dem Erwerb der vollen Lehrbefähigung für die jeweilige Schulart abschließt. „Jede Quereinsteigerin und jeder Quereinsteiger erlernt zunächst das pädagogische Handwerkszeug, bevor sie oder er als Lehrkraft in vollem Umfang eigenverantwortlich vor der Klasse steht. Damit sichern wir gleichzeitig auch die Unterrichtsqualität“, sagt Piazolo.

Möglichkeiten zum Quereinstieg bestehen zum neuen Schuljahr 2023/24 für die Lehrämter an Mittel- und Förderschulen sowie für bestimmte Fächer an Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen. Interessierte können sich auf www.einstieg.bayern über aktuelle Programme informieren.
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An Mittelschulen wird zudem folgendes Programm neu angeboten: Wer über einen Hochschulabschluss verfügt, zwei Jahre lang (davon mindestens ein Jahr an der Mittelschule) etwa als Team- oder Unterstützungskraft bereits Erfahrungen im Unterrichten gesammelt hat, an einem speziellen Qualifizierungsprogramm teilnimmt und die entsprechende Eignung bescheinigt bekommt, kann eine dauerhafte Anstellung im Schuldienst erhalten. In einem zweiten Schritt ist der sogenannte „Praxiseinstieg“ geplant, der über eine Weiterqualifizierung die Lehramtsbefähigung und ggf. auch eine Verbeamtung ermöglicht.
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A 13 als Einstiegsgehalt an Grund- und Mittelschule
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Die finanzielle Attraktivität wird nun noch einmal gesteigert: „Es ist ein Meilenstein und freut mich persönlich sehr, dass wir die Einstiegsbesoldung in A 13 auch für Grund- und Mittelschullehrkräfte durchsetzen konnten – dafür habe ich mich seit vielen Jahren mit großem Nachdruck eingesetzt“, betont der Kultusminister. Wichtig ist ihm, bereits in diesem Jahr mit der Umsetzung zu beginnen und zahlreiche Grund- und Mittelschullehrkräfte in Richtung A 13 zu befördern. „Im Regierungsentwurf zum Haushalt 2023 sind dafür entsprechende Stellenhebungen ab 1. Juni 2023 mit einem Jahresvolumen von rund 17 Millionen Euro vorgesehen“, so Piazolo weiter.
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Schaffung von 1.152 neuen Stellen sowie Entlastung der Lehrkräfte und Schulleitungen durch weiteres Personal
Da im Haushaltsjahr 2023 für Bildung im Vergleich zum Vorjahr 2,7 Prozent mehr an Mitteln zur Verfügung stehen, können auch 1.152 neue Stellen für Lehrkräfte geschaffen werden. (…). Außerdem werden die Lehrkräfte sowie Schulleitungen künftig spürbar bei den Erziehungs-, Betreuungs- und Verwaltungsaufgaben unterstützt und entlastet. Dafür sorgen u. a.:

– Ausbau der Multiprofessionalität an den Schulen – damit insgesamt 550 neu geschaffene Stellen im Bereich Schulsozialpädagogik/Schulpsychologie seit 2018

– Bereitstellung von 5,5 Millionen Euro für sogenannte Differenzierungskräfte an Förderschulen

– Bereitstellung von 21 Millionen Euro für Unterstützungskräfte bzw. pädagogische Schulassistenzen im Schuljahr 2023/24 (vor allem an den Grund- und Mittelschulen)

– Schaffung weiterer 400 Stellen für Verwaltungsangestellte
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Quelle: https://www.km.bayern.de/pressemitteilung/12277/.html v. 20.1.2023

Diese obigen Maßnahmen bieten keine wirkliche Lösung für das Dilemma. Sie werden jetzt nur positiv „verkauft“. Die Maßnahmen wirken zusammengeschustert. Flickwerk! Viele Behauptungen, leider wenig Gewissheiten! Mängelverwaltung eben. Die Maßnahmen hinterlassen bei mir nur ein Kopfschütteln.

Es handelt sich um eine platte Werbung. Der Wahlkampf ist bereits im vollen Gange!

 

Unterrichtsversorgung und Bildungsqualität in Bayern nehmen ab

Eine reine Ankündigungspolitik à la Söder reicht nicht mehr aus.

Mitteilung: GEW Bayern

In seiner neuerlichen Wahlkampfrede zur Bildung setzt Ministerpräsident Söder auf das Abwerben von Lehrkräften aus anderen Bundesländern. Dabei hat der Lehrer*innenmangel in allen Ländern bedrohliche Ausmaße, und das zunehmend seit dem Jahr 2014. Die CSU-Methode der finanziellen Konkurrenz lehnt die GEW als eine reine Problemverschiebung ab. Bei Abwerbe-Erfolgen würden die reicheren Länder die Profiteure sein. Die GEW schlägt einen Staatsvertrag der Länder zur Lehrkräfteausbildung und zur Deckung des Lehrkräftebedarfs vor. Eine Verabredung der Kultusministerkonferenz, dass gegenseitig keine Lehrer*innen abgeworben werden, gibt es bereits – sie reicht aber offenbar nicht aus. Weiterlesen

Deutsches Schulbarometer: Massiver Personalmangel überlagert Probleme und Sorgen der Schulen

Mitteilung: Robert-Bosch-Stiftung

  • Repräsentative Umfrage der Robert Bosch Stiftung zeigt Personalmangel als mit Abstand größte Herausforderung der Schulleitungen an deutschen Schulen, gefolgt von Themen wie Digitalisierung, Bürokratie und eigener Arbeitsbelastung.
  • Ziel deutlich verfehlt: Vor allem in Schulen in sozial benachteiligter Lage sind die Lernrückstände trotz Corona-Aufholprogrammen gravierend.
  • Rund die Hälfte der Schulen kann aktuell keine weiteren neu zugewanderten Schüler:innen mehr aufnehmen.

Deutschlands Schulen leiden unter einem massiven Fachkräftemangel, der alle anderen Sorgen und Probleme überlagert. Zwei Drittel (67 Prozent) der Schulleitungen sehen im fehlenden pädagogischen Personal die größte Herausforderung für ihre Schule. An sozial benachteiligten Standorten sagen dies sogar 80 Prozent. Erst mit großem Abstand nennen sie weitere Themen wie die schleppend vorankommende Digitalisierung, eine schlechte technische Ausstattung (22 Prozent), zu viel Bürokratie (21 Prozent) und die hohe eigene Arbeitsbelastung (20 Prozent). Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen beschäftigen hingegen nur noch jede zehnte Schule (9 Prozent). Das geht aus dem heute veröffentlichten Deutschen Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung GmbH hervor. Für die repräsentative Umfrage, die die Stiftung seit 2019 unter Lehrkräften durchführen lässt, hat forsa erstmals ausschließlich Schulleitungen befragt. Weiterlesen

„Alarmstufe dunkelrot – Schnelle und nachhaltige Hilfen für Schulen im Dauerstress!“

Bildungsgewerkschaft GEW zur aktuellen Ausgabe des Deutschen Schulbarometers der Robert-Bosch-Stiftung

Mitteilung: GEW

Die GEW spricht sich für schnelle und nachhaltige Hilfen zur Bekämpfung des Lehrkräftemangels aus, wie sie in dem kürzlich veröffentlichten „15-Punkte-Plan gegen den Lehrkräftemangel“ der Bildungsgewerkschaft vorgeschlagen werden. „Der eklatante Lehr- und Fachkräftemangel ist die Achillesferse des Schulsystems. Er bremst nicht nur nahezu jedes schulpolitische Reformvorhaben aus, sondern gefährdet mittlerweile die Bildungsanstrengungen in Deutschland insgesamt“, kommentierte GEW-Vorstandsmitglied Anja Bensinger-Stolze die Ergebnisse des heute veröffentlichten Deutschen Schulbarometers. „Die Bundesländer haben es schlichtweg verpasst, den Generationenwechsel in den Schulen zu planen und zu koordinieren“, begründete die GEW-Schulexpertin die Forderung nach einem bundesweiten konzertierten Vorgehen.

„Wenn zwei Drittel der Schulleitungen im fehlenden pädagogischen Personal die größte Herausforderung für ihre Schule sehen, dann heißt das: Warnstufe dunkelrot! Schulleitungen und Kollegien brauchen endlich wieder Rahmenbedingungen, um ihre Arbeit professionell tun zu können“, problematisierte Bensinger-Stolze die Ergebnisse der Befragung von Schulleitungen. Angesichts hoher Teilzeitquoten, Langzeiterkrankungen und Frühpensionierungen müsse auch der Gesundheitsschutz in den Fokus rücken. Es gelte, dem Teufelskreis aus Überlastung durch Lehrkräftemangel und Lehrkräftemangel durch Überlastung zu entkommen. Das werde jedoch nur gelingen, wenn die Politik bereit ist, insgesamt mehr Ressourcen ins System zu stecken“, sagte die GEW-Schulexpertin. Nicht zuletzt gehöre dazu auch, im Sinne der Aufwertung und Gleichbehandlung alle voll ausgebildeten Lehrkräfte nach A 13 (Beamtinnen und Beamte) und E 13 (Angestellte) zu bezahlen.

Darüber hinaus müssen die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Länder umgehend eine Strategie entwickeln, kontinuierlich eine ausreichende Zahl Lehrkräfte auszubilden und einzustellen. „Die GEW schlägt in ihrem 15-Punkte-Programm dazu vor, die Zahl der Plätze für das Lehramtsstudium zu erhöhen und Studienbeschränkungen für das Lehramt abzuschaffen“, so Bensinger-Stolze. Dabei sollten die Länder auch den besonderen Bedarf bestimmter Fächerkombinationen berücksichtigen.

Zudem mahnt die GEW mit Blick auf die heute veröffentlichten Befunde zur massiven sozialen Spaltung unter den Schulen eine rasche und nachhaltige Unterstützung von Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen an. „Die sozialen Probleme, die viele Kinder ohnehin schon haben, werden in besonders belasteten Schulen geradezu verdoppelt. Ob bei der Versorgung mit ausgebildeten Lehrkräften, bei der digitalen Ausstattung, bei den Corona-Aufholprogrammen oder beim Zugang zu schulpsychologischer Unterstützung: Überall haben diese Schulen das Nachsehen. Dass Bildungsteilhabe so stark vom Geldbeutel der Eltern und den Kommunen abhängig ist, ist ein Skandal. Das darf sich ein reiches Land wie Deutschland nicht leisten“, betonte Bensinger-Stolze.

Die GEW bietet zu ihrem „15-Punkte gegen den Lehrkräftemangel“ der Politik Verhandlungen an.

Info: Laut des aktuellen Schulbarometers der Robert-Bosch-Stiftung leiden Deutschlands Schulen unter einem massiven Fachkräftemangel, der alle anderen Probleme überlagert. 67 Prozent der befragten Schulleitungen sehen im fehlenden pädagogischen Personal die größte Herausforderung für ihre Schule. An sozial benachteiligten Standorten sagten dies sogar 80 Prozent.

Die 15 Punkte gegen den Lehrkräftemangel finden Sie auf der GEW-Website.


18.1.2023
Ulf Rödde
Pressespreecher
GEW-Hauptvorstand
www,gew.de


siehe dazu auch die Mitteilung der Robert-Bosch Stiftung:
Deutsches Schulbarometer: Massiver Personalmangel überlagert Probleme und Sorgen der Schulen

Quereinsteiger in Schulen oft weniger zufrieden

Bericht: Eberhard Karls Universität Tübingen

Ob Lehrkräfte mit ihrem Job zufrieden sind, hängt mit ihrer Ausbildung zusammen – Tübinger Forscher wertet PISA-Daten aus 13 Ländern weltweit aus

Nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern weltweit herrscht Lehrkräftemangel. Deshalb werden oft Quer- und Seiteneinsteiger an Schulen eingesetzt, die ursprünglich eine andere Ausbildung absolviert haben als ein klassisches Lehramtsstudium. Doch diese sind in ihrem neuen Job oft weniger zufrieden als ihre Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits vor oder im Studium für den Lehrberuf entschieden haben. „Das kann deshalb zum Problem werden, da die Arbeitszufriedenheit nicht nur mit dem persönlichen Wohlbefinden, sondern auch negativ mit der Qualität des Unterrichtes zusammenhängen kann“, sagt Tim Fütterer vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen, der an der Studie beteiligt war. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Teaching and Teacher Education veröffentlicht. … weiter


Quelle: www.uni-tuebingen.de

 

Offener Brief: Bayerns Eltern erwarten die „ganze Wahrheit“

Offener Brief Bayerischer Elternverband

Sehr geehrter Herr Kultusminister Professor Piazolo,

der Bayerische Elternverband geht davon aus, dass Sie als Professor mit der korrekten Kommunikation von Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen vertraut sind. Deswegen erlauben wir uns hier, unser Unverständnis über den Inhalt Ihrer Pressemitteilung vom 17. Oktober 2022 bzgl. der IQB-Studie auszudrücken. Weiterlesen

Lehrermangel im Freistaat: DGB Bayern fordert bessere Arbeitsbedingungen

Stiedl: „Situation wird dem Anspruch der bayerischen Bildungspolitik in keiner Weise gerecht.“

Bericht: DGB Bayern

Angesichts des sich zuspitzenden Lehrkräftemangels im Freistaat äußert sich Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern, wie folgt: „Der Mangel an Lehrkräften kommt nicht aus heiterem Himmel. Seit Jahren fehlt es gerade im Bereich der Grund- und Mittelschulen an ausreichendem Personal. Dieser Situation nun womöglich mit der Streichung von Unterrichtsangeboten zu begegnen, ist ein Armutszeugnis und wird dem Anspruch der bayerischen Bildungspolitik in keiner Weise gerecht.“

„Ein Unding“ seien laut Stiedl zudem Bestrebungen des Kultusministeriums, zusätzliche Belastungen auf das bestehende Lehrpersonal, etwa auf Teilzeit-Lehrkräfte, abzuladen. Vielmehr seien laut Stiedl endlich bessere Arbeitsbedingungen notwendig, um die Attraktivität des Lehrerberufes zu erhöhen: „Um künftig mehr Lehrkräfte zu gewinnen, braucht es jetzt schleunigst A13 als einheitliche Einstiegsbesoldung für alle Schularten sowie entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten“, so Stiedl abschließend.


26.8.2022
DGB Bayern
www.bayern.dgb.de

 

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