Provokation: TdL will Lehrkräfte-Entgeltordnung einseitig diktieren

telegramm.gif+++ GEW-Tariftelegramm Länder +++ GEW-Tariftelegramm Länder +++

Als Provokation bezeichnete GEW-Verhandlungsführer Andreas Gehrke den Versuch der TdL, beim Thema Lehrkräfte-Eingruppierung ihren Entwurf einseitig zu diktieren, ohne auf die GEW-Forderungen einzugehen und über unterschiedliche Vorstellungen zu verhandeln.

In der zweiten Verhandlungsrunde für die Tarifbeschäftigten der Länder haben die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossenen Arbeitgeber erneut kein Angebot zur Gehaltssteigerung vorgelegt. Sie fordern weiterhin, dass die Gewerkschaften sich zuvor Eingriffen in die betriebliche Altersversorgung zustimmen. Weiterlesen

Angriff auf betriebliche Altersversorgung im öffentlichen Dienst

telegramm.gif+++ Tariftelegramm TVöD +++ Tariftelegramm TVöD +++ Tariftelegramm TVöD +++

In den laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder fordern die Arbeitgeber Einschnitte bei der Zusatzversorgung. Zwar betrifft die Länder-Tarifrunde nicht die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Aber die Tarifverträge über die Zusatzversorgung, die Betriebsrente im öffentlichen Dienst, gelten bislang für alle Beschäftigten bei Bund, Ländern und Gemeinden gleichermaßen. Seit Herbst 2012 wurden mit allen beteiligten Arbeitgebergruppen Gespräche über die Zukunft der Zusatzversorgung geführt. Mehr dazu unter http://www.gew.de/VBL_Zusatzversorgung.html

Wenn die Länder nun von den Gewerkschaften Zugeständnisse bei der Zusatzversorgung fordern, dann ist zu befürchten, dass Bund und kommunale Arbeitgeber die damit verbundenen Einsparungen auch für sich einfordern werden. Diese Erfahrung mussten die Beschäftigten schon einmal machen, als die Länder 2003 mit einer einseitigen Arbeitszeitverlängerung vorgeprescht waren und die Kommunen auf diesen fahrenden Zug aufgesprungen sind. Der Bund organisiert seine betriebliche Altersversorgung gemeinsam mit den Ländern und einem Teil der Kommunen sogar in der gleichen Zusatzversorgungskasse, der VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder). Die Beschäftigten von Bund und Kommunen sollten deshalb aufmerksam die Berichte über die Länder-Tarifverhandlungen verfolgen.

Frankfurt, den 18. Februar 2015
Andreas Gehrke, Gesa Bruno-Latocha

GEW-Hauptvorstand

GEW: „Sachorientierter Einstieg in Verhandlungen – Chance für Tarifvertrag für Lehrkräfte“

Bildungsgewerkschaft zur ersten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder

Berlin – Als „sachorientierten Einstieg in die Tarifverhandlungen“ wertet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die erste Runde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder. Beide Seiten hätten ihr Interesse gezeigt, die Verhandlungen konstruktiv zu führen. Die GEW bekräftigte ihre Forderung nach einem Einstieg in eine per Tarifvertrag geregelte Bezahlung der etwa 200.000 angestellten Lehrkräfte. „Die Eingruppierung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte in die Entgelttabellen des Tarifvertrages der Länder (TV-L) wird bis heute einseitig von den Arbeitgebern durch Richtlinien festgelegt. Das ist vordemokratisch. Wir wollen diesen Anachronismus endlich beseitigen. Weiterlesen