Warum Pausen helfen – aber nicht, wie wir dachten
Bericht: Leibniz-Institut für Neurobiologie
Forschende am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) in Magdeburg haben einen Lern-Mythos widerlegt. Kurze Pausen machen Bewegungen kurzfristig besser – aber sie führen nicht zu zusätzlichem Lernen.
Lange Zeit galt: Wenn wir beim Üben neuer Bewegungsabläufe eine Pause einlegen, wiederholt das Gehirn diese Bewegungen automatisch und festigt sie so. Eine neue Studie von Anwesha Das, Max-Philipp Stenner und Elena Azañón zeigt nun: Das stimmt so nicht. Pausen helfen uns, weil wir uns erholen und die nächste Bewegung planen können. Aber das eigentliche Lernen passiert in der aktiven Übung. Weiterlesen


Eine Studie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe zeigt, dass kurze Bewegungspausen im Fachunterricht die Konzentrationsleistung von Grundschulkindern verbessern. Evaluiert wurden rund 130 Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 4.
„Bewegungspausen sind ein konkretes Angebot, wie Kinder ihre zunehmende körperliche Unruhe regulieren können“, sagt Dr. Anke Hanssen-Doose. Mehr als 60 erprobte Umsetzungsvorschläge stellt das kürzlich erschienene Praxishandbuch „Kurze Bewegungspausen in der Grundschule“ vor. …