Punkt, Punkt, Komma, Strich – wie unser Gehirn Strichzeichnungen erkennt

Bericht: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig ( MPI CBS)

Wie ist es dem Gehirn möglich, gezeichnete Objekte als Haus oder als Tier zu erkennen? In einer aktuellen Studie im Journal of Neuroscience haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Berlin und der Justus-Liebig-Universität Gießen untersucht, wie sich unsere Wahrnehmung von Strichzeichnungen von natürlichen Bildern unterscheidet. Die Forscher zeigen, dass die Wahrnehmung von Objekten besonders robust gegenüber Veränderungen in unserer Umwelt ist. … weiter


Quelle: www.cbs.mpg.de
Bild von ElisaRiva pixabay.com

 

Babys bilden Gedächtnis für grammatische Beziehungen – auch ohne Schlaf

Bericht: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Bereits früh lernen Kinder, Dinge und Ereignisse zu benennen, aber auch, wie Wörter nach den Regeln ihrer Sprache kombiniert werden. WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) Leipzig und der Humboldt-Universität zu Berlin haben nun herausgefunden, dass sogar sechs Monate alte Babys Beziehungen zwischen sprachlichen Elementen im Gedächtnis speichern. … weiter


siehe auch den Text: Warum das kindliche Gehirn mühelos Grammatik lernt 


Quelle: www.cbs.mpg.de
Bild von Jill Wellington auf Pixabay 

 

 

Forscher untersucht Sortierprozesse an Schulen

Bericht: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Auf welche weiterführenden Schulen gehen Schülerinnen und Schüler? Wie werden sie auf verschiedene Klassen verteilt? Welche Auswirkungen haben solche Sortierprozesse hinsichtlich Ungleichheit und Zusammenhalt einer Gesellschaft? Solche Fragen untersucht Dr. Hanno Kruse an der Universität Bonn. Der Soziologe leitet die Emmy Noether-Nachwuchsgruppe “Sortier- und Peerprozesse in der Schule” (SPINS). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsgruppe mit rund 1,5 Millionen Euro. … weiter


Quelle: www.uni-bonn.de

 

Lerntypen – Warum es sie nicht gibt und sie sich trotzdem halten

In der Ausgabe 3/2022 des Magazins „The Inquisitive Mind“ veröffentlichten Dr. Martin Daumiller & Dr. Benedikt Wisniewski den oben genannten Artikel. Im Vorwort heißt es:

„Es ist ein verbreiteter Mythos, dass für optimales Lernen individuelle Lerntypen (z. B. visuell) identifiziert und gezielt unterstützt werden sollten. Die wissenschaftlichen Befunde zeigen klar, dass eine Ausrichtung von Lernumgebungen an „Lerntypen“ keine förderlichen Effekte hat. Wieso hält sich der Mythos dennoch so hartnäckig und was können wir dagegen tun?“ (Quelle: https://de.in-mind.org/article/lerntypen-warum-es-sie-nicht-gibt-und-sie-sich-trotzdem-halten)

zum Artikel: Lerntypen – Warum es sie nicht gibt und sie sich trotzdem halten

 

Warum das kindliche Gehirn mühelos Grammatik lernt

Bericht: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Wer schon einmal eine Fremdsprache gelernt hat, weiß, wie mühsam es ist, sich Vokabeln und Grammatik anzueignen. Im Gegensatz dazu erwerben Kinder ihre Erstsprache scheinbar mühelos. Bereits mit vier Jahren sprechen viele Kinder meist fehlerfrei und greifen auf einen großen Wortschatz zurück. Doch wie kann das Gehirn das leisten? WissenschaftlerInnen des MPI CBS beschreiben nun in einer Studie im Journal „Cerebral Cortex“, dass die Entwicklung der Sprachfähigkeit von Drei- bis Vierjährigen mit der Reifung von Hirnarealen innerhalb desselben Sprachnetzwerkes einhergeht, welches auch bei Erwachsenen für das Verstehen und Produzieren von Sprache verantwortlich ist. … weiter


Quelle: www.cbs.mpg.de

 

Wie man Begabung bei Kindern erkennen und fördern kann

FilmBericht: Universität Trier

Eine neue E-Learning-Reihe der Universitäten Trier und Potsdam hilft Lehrkräften, leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zu identifizieren und zu unterstützen.

In 14 kurzen Erklärvideos wird Lehramtsstudierenden und Lehrkräften auf der Website www.begabungerkennenundfoerdern.de wissenschaftlich fundiertes Grundlagenwissen zum Erkennen begabter und leistungsstarker Schülerinnen und Schüler vermittelt. Außerdem erhalten sie Tipps und Hinweise, wie sie begabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler fördern können. Die kostenfrei und ohne Anmeldung zugängliche E-Learning-Reihe wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Franzis Preckel (Universität Trier) und Prof. Dr. Miriam Vock (Universität Potsdam) im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Leistung macht Schule“ (LemaS) entwickelt. Weiterlesen

Warum lernen wir, kooperatives Verhalten zu belohnen?

Bericht: Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie

Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts in Plön zeigen, dass Reputationseffekte eine Schlüsselrolle dabei spielen, zu erklären welche Verhaltensweisen Menschen belohnen. Mithilfe der Spieltheorie untersuchen sie, warum Individuen lernen, Belohnungen verantwortungsvoll einzusetzen um gezielt soziale Verhaltensweisen zu fördern.

Oft setzen wir positive Anreize wie Belohnungen ein, um kooperatives Verhalten zu fördern. Aber warum belohnen wir vor allem Kooperation? Warum wird asoziales Verhalten nur selten belohnt? Oder allgemeiner gefragt: Warum machen wir uns überhaupt die Mühe, irgendeine Form der Belohnung einzusetzen? Theoretische Arbeiten der Forscher Saptarshi Pal und Dr. Christian Hilbe der Max-Planck-Forschungsgruppe „Dynamik von sozialem Verhalten“ legen nahe, dass Reputationseffekte eine Schlüsselrolle spielen. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.evolbio.mpg.de

 

Wider den Kulturimperialismus

Diagnose und Therapie der bayerischen Bildungspolitik

von Hans Wocken

Das Grundübel der bayerischen Bildungspolitik lässt sich auf einen einzigen Begriff bringen: Kulturimperialismus. Kulturimperialismus will heißen, dass eine herrschende Gruppe ihre eigene Kultur, also bestimmte Lebensformen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen anderen Menschen ohne deren Einwilligung aufzwingt und vorschreibt. Dem „Kreuz-Befehl“ (Prantl 2018) von Ministerpräsident Söder folgend werden in öffentlichen Gebäuden Bayerns die Kreuze aufgehängt, ob es den Andersdenkenden gefällt oder nicht.

In der Bildungspolitik pflegt die machthabende christlich-soziale Bildungsadministration seit Jahrzehnten einen politischen Stil, der ohne alle Umschweife als intoleranter Kulturimperialismus bezeichnet werden kann. Der bayerische Kulturimperialismus setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: An erster Stelle steht die orthodoxe Ideologie des gegliederten Schulwesens, und diese wird zweitens umgesetzt und realisiert durch eine rigide, zentralistisch und hierarchisch organisierte Schulverwaltung…. weiter


frühere Artikel von Hans Wocken im Gewerkschaftsmagazin


Bild von EM80 auf Pixabay

 

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