Unterricht beginnt in der Tiefschlafphase der Kinder

Bericht: GEW Baden-Württemberg

Die GEW begrüßt die Vorschläge des Landes für sichere Schulwege. Kritisch sieht die Bildungsgewerkschaft den frühen Unterrichtsbeginn, der auch eine Folge der Sparpolitik der vergangen Jahrzehnte sei.

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Vorschläge für sichere Schulwege. Der frühe Unterrichtsbeginn an den 4.500 Schulen in Baden-Württemberg sei auch eine Folge der Sparpolitik der vergangenen Jahrzehnte.

„Ein flexibler und späterer Unterrichtsbeginn scheitert an vielen Orten in Baden-Württemberg daran, dass die Schulträger nicht bereit sind, einen zweiten Schulbus zu bezahlen. Und Schüler*innen müssen um 7:50 Uhr komplizierte Matheaufgaben lösen, weil Baden-Württemberg zu den bundesweiten Schlusslichtern beim Ganztagsausbau gehört und mehrere Landesregierungen nicht bereit waren, ausreichend in gute Bildung zu investieren. Ich wünsche mir für die nächste Wahlperiode mehr gute Ganztagsschulen, in denen ausgeschlafene Kinder in den Klassenzimmern lernen“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Wissenschaftler*innen haben bereits seit Jahrzehnten die Erfahrungen vieler Lehrer*innen bestätigt, dass zum Unterrichtsbeginn oft nur schwer sinnvolles Lernen möglich ist.


3.2.2026
GEW Baden-Württemberg
www.gew-bw.de

 

Warum wir glauben, was wir anklicken

Bericht: Ruhr-Universität Bochum

Selbst ausgewählte Informationen – zum Beispiel im Internet angeklickte – wirken sich stärker auf unser Empfinden von Wahrheit und Falschheit aus als passiv wahrgenommene Informationen.

Je häufiger uns eine Nachricht begegnet, desto eher sind wir geneigt, sie für wahr zu halten. Diese Erkenntnis ist schon 50 Jahre alt. Bochumer Forschende haben jetzt gezeigt, dass dieser sogenannte Truth-Effekt sich noch verstärkt, wenn wir die entsprechende Information selbst ausgewählt haben: Es genügt schon, eine Headline angeklickt zu haben, um ihrem Inhalt später mehr Glauben zu schenken. Dieser Effekt hat großen Einfluss auf die Glaubwürdigkeit von Informationen – und Fake Informationen – in digitalen Medien. Das Team um Dr. Moritz Ingendahl vom Lehrstuhl Soziale Kognition an der Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum berichtet im Journal of Experimental Psychology: General vom 8. Januar 2026. Weiterlesen

Atempausen gegen den Stress

Eine Rezension von Detlef Träbert

Ob in Kitas oder in Grundschulen – der alltägliche Stress hat über die letzten Jahre hinweg stetig zugenommen und ein mittlerweile nicht mehr leicht zu ertragendes Niveau erreicht. Da kommt eine „Achtsame Atempause“ *) gerade recht, ob für Kita-Erzieher*innen oder Lehrer*innen in der Grundschule. Die 30 Übungen für den Einsatz bei chaotischen Wirbelwinden von vier bis zehn Jahren können Kinder im Laufe etwa eines viertel Jahres tatsächlich positiv beeinflussen. Weiterlesen

GEW: Kein Grund zur Entspannung wegen neuer Studienlage

Die neue Studie der Bertelsmann Stiftung zu den Personalausstattungsquoten in deutschen Kitas belegt eindrücklich einen Entwicklungsbedarf bei der Kita-Qualität in bayerischen Einrichtungen. Die GEW Bayern plädiert für einen Qualitätsausbau.

Bayern verfügt nach den Erkenntnissen der Studie über eine eher hohe Personalausstattungsquote in den Kitas (ohne Horte) im Vergleich zu anderen Bundesländern, allerdings nur im Durchschnitt. Zugleich zeigt die Studie sehr große regionale Unterschiede der Personalausstattung sowie deutliche Unterschiede zwischen wirtschaftlich stärkeren und finanzschwächeren Regionen. Weiterlesen

Wie unser Gehirn den Überblick behält

Neues Modell erklärt Informationsverarbeitung, um in kritischen Situationen handlungsfähig zu bleiben

Bericht: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Ein Forschungsteam der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Brown University (USA) hat eine neue Theorie darüber vorgelegt, wie unser Gehirn in einer Welt mit ständig wechselnden Anforderungen die Kontrolle über Entscheidungen und unser Verhalten behält. Dieser neue Ansatz für die Funktionsweise der sogenannten kognitiven Kontrolle unseres Gehirns soll erklären, wie Menschen im Durcheinander des Alltags den Überblick behalten, etwa wenn wir uns abrupt an eine neue Situation anpassen müssen, beim Autofahren plötzlich auf ein unerwartetes Hindernis reagieren oder im Beruf in Sekundenbruchteilen eine wichtige Entscheidung treffen. … weiter


Quelle: 
www.idw-online.de
www.ovgu.de

 

Abgrenzung von Eltern im Erwachsenenalter

Im Psychologie-Magazin erschien in der Kategorie Familie & Erziehung am 25.12.2025 von Juliane der Aufsatz über die Abgrenzung von Eltern im Erwachsenenalter. Diese  Abgrenzung  soll uns helfen,  

„die eigene Identität zu festigen und Beziehungen auf Augenhöhe zu gestalten. Und doch ist das Einüben gesunder Grenzen für viele Menschen besonders schwierig, wenn es um die eigenen Eltern geht. Grenzen zu setzen gelingt vor allem dann schwer, wenn Eltern mit Unverständnis reagieren.“
(Quelle: https://www.psymag.de/20083/abgrenzung-eltern-erwachsenenalter-faellt-schwer/)

Der Text nennt u.a. fünf wichtige Ursachen für die Probleme mit der Abgrenzung und hilft uns beim Erwerb einer gesunden Selbstverantwortlichkeit. 

Ein empfehlenswerter Artikel für ein weit verbreitetes „Alltagsproblem“.

Den ganzen Artikel lesen

 

Neue Expertise gibt Handlungsempfehlungen für die Erfassung und Förderung der sprachlichen Entwicklung in der frühen Kindheit

Bericht: Der Paritätische

Die sprachliche Entwicklung von Kindern zu verbessern, ist der aktuellen Bundesregierung ein Anliegen. So steht es im Koalitionsvertrag und Bundesministerin Karin Prien hatte bereits mehrfach angekündigt, entsprechende Maßnahmen und geeignete Verfahren mit den Ländern abzustimmen. In einer heute vom Paritätischen Gesamtverband veröffentlichten Expertise legt ein interdisziplinären Wissenschaftsteam aus Pädagogik, Logopädie und Sprachwissenschaft nun konkrete Empfehlungen vor. Zentraler Ausgangspunkt: Die sprachliche Entwicklung muss im pädagogischen Alltag „kontextsensitiv und kontinuierlich” beobachtet werden, um daraus passgenaue Fördermaßnahmen ableiten zu können. Weiterlesen

Warum haben wir eigentlich ein Bewusstsein?

Bericht: Ruhr-Universität Bochum

Welchen evolutionären Vorteil haben wir durch unser Bewusstsein? Und was können wir darüber aus der Beobachtung von Vögeln lernen? Dazu haben Forschende der Ruhr-Universität zwei Beiträge veröffentlicht:

Obwohl die wissenschaftliche Erforschung des Bewusstseins in den vergangenen zwei Jahrzehnten einen Boom erlebt hat, bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet: Was ist die Funktion des Bewusstseins? Warum hat es sich überhaupt entwickelt?
Die Antworten auf diese Fragen sind entscheidend für das Verständnis, warum einige Spezies (wie unsere) bewusst wurden, während andere (wie Eichen) dies nicht wurden. Der Blick auf das Gehirn der Vögel belegt darüber hinaus, dass die Evolution auch bei unterschiedlicher Architektur ähnliche funktionale Lösungen hervorbringen kann. Über ihre Erkenntnisse dazu berichten die Arbeitsgruppen der Ruhr-Universität Bochum von Prof. Dr. Albert Newen und Prof. Dr. Onur Güntürkün in einer aktuellen Sonderausgabe der Zeitschrift „Philosophical Transactions of the Royal Society B“ vom 13. November 2025. … weiter


Quelle: https://news.rub.de
Bild von Chen auf Pixabay

 

 

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