Auf Onlinelehre reagiert der Körper anders

Bericht: Ruhr-Universität Bochum

Viele Studien haben gezeigt, dass Menschen Onlinelehre anders empfinden als Präsenzlehre. Ob der Körper auch einen Unterschied erlebt, haben Bochumer Forschende untersucht.

Moderater Stress kann das Lernen fördern. Ob er in gleichem Maße bei Onlinelehre wie Präsenzlehre auftritt, haben Forschende der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Sie maßen verschiedene physiologische Parameter bei Studierenden, die entweder digital oder in Präsenz einen Anatomie-Kurs absolvierten. Obwohl die Kurse mental gleichermaßen fordernd waren, zeigte die Online-Gruppe einen signifikant geringeren physiologischen Erregungszustand. Die Ergebnisse beschreibt ein Team um Morris Gellisch und Prof. Dr. Beate Brand-Saberi in der Zeitschrift „Anatomical Sciences Education“, online veröffentlicht am 29. Juli 2022. … weiter


Quelle: www.news.rub.de

 

Wie entsteht Gewaltbereitschaft?

Neue Studie zeigt Einfluss von emotionaler Vernachlässigung im Kindes- und Jugendalter

Bericht: Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Eine neue Studie belegt Zusammenhänge zwischen emotionaler Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen, sogenannten dunklen Persönlichkeitseigenschaften und gesteigerter Gewaltbereitschaft. Dr. Alexander Yendell und Professor Dr. Oliver Decker sehen in den Ergebnissen die Notwendigkeit für einen Ausbau und eine entsprechende Ausrichtung von Präventionsprogrammen. … weiter


Quelle: www.fgz-risc.de
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Neue Herausforderungen für die Bildung: Wie selbstreguliertes Lernen gelingt

Internationale Konferenz an der TU Dresden vom 24. bis 26.8. bringt führende Wissenschaftler:innen zusammen

Bericht: Technische Universität Dresden

Die Art, wie wir lernen, hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Die Pandemie hat ganz neue Unterrichtsformen hervorgebracht und dafür gesorgt, dass Studierende und Schüler:innen ihr Lernen plötzlich selbst organisieren mussten. In nahezu allen Berufen ist Weiterbildung heute wichtiger denn je, denn mit der zunehmenden Technisierung verändern sich auch die Anforderungen immer schneller.

Diese Entwicklung, in der selbstgesteuertes Lernen eine immer größere Rolle spielt, verlangt neue Bildungs- und Unterrichtskonzepte. Für deren Entwicklung ist die Forschung in den Bereichen Motivation, Emotionen und Metakognition von besonderer Bedeutung. Wie beeinflussen diese Faktoren menschliches Verhalten in Lehr-Lern-Kontexten? Wissenschaftliche Erkenntnisse zu dieser Frage sind von zentraler Bedeutung, um gezielt lern- und motivationsförderliche Lernumgebungen und Konzepte gestalten zu können, in denen Menschen selbstreguliert ihr Wissen und ihre Kompetenzen erweitern können. Zu diesem Thema kommen an der TU Dresden vom 24. bis 26. August 2022 führende Wissenschaftler:innen aus der ganzen Welt zusammen. … weiter


Quelle: www.tu-dresden.de

 

Neue Studie zur Mediennutzung im Kontext der Reformpädagogik

Bericht: Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Gute Medienbildung ohne Bildschirm – gelingt das? MünDig-Studie bringt neue Erkenntnisse zum Thema Mündigkeit und Digitalisierung in der Reformpädagogik Foto: Charlotte Fischer/Alanus Hochschule

Wie lernen Kinder und Jugendliche, mit Medien souverän umzugehen? Welches Medium – analog oder digital – ist zu welchem Zweck und in welchem Alter sinnvoll? Und wie ist vor diesem Hintergrund die Medienbildung an Waldorfschulen und Waldorfkindergärten zu beurteilen?

Die aktuelle MünDig-Studie („Mündigkeit und Digitalisierung“), die unter der Leitung von Paula Bleckmann, Professorin der Alanus Hochschule, durchgeführt wurde, geht diesen Fragen nach. Erstmalig wurde bei der Untersuchung zum Thema „Bildung im digitalen Zeitalter“ neben Tablet- und PC-Einsatz auch an Zettelkästen, Daumenkinos und Bibliotheksbesuche gedacht. … weiter

Direktdownload der Studie als pdf-Datei


Quelle: www.alanus.edu

 

Kinder gleichen Konzentrationsschwäche durch Kreativität aus

Studie zeigt, dass Kinder dank breitem Fokus eigene Lösungswege finden

Bericht: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB)

Kinder tun sich mit Konzentrationsaufgaben schwer, sind aber oft gut darin, versteckte „Tricks“ zu entdecken, um sich die Aufgabe zu erleichtern. Dabei helfen ihnen spontane Strategiewechsel. Die Studie rund um Lernverhalten bei Kindern vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin ist im Fachjournal PloS ONE erschienen.

Im Vergleich zu Erwachsenen können sich Kinder noch nicht so gut konzentrieren, sich weniger merken, und ihre Aufmerksamkeitsspanne ist verhältnismäßig kurz. Dies ist auf den Stand der kognitiven Entwicklung zurückzuführen. Dadurch – so bisher angenommen – haben sie einen Nachteil beim Lösen von Aufgaben. Dass sich der breitere Fokus jedoch auch als Vorteil erweisen kann, zeigt jetzt eine Studie der Max Planck Forschungsgruppe „NeuroCode – Neuronale Grundlagen des Lernens und Entscheidens“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung: … weiter


Quelle: www.mpib-berlin.mpg.de

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 54: Bodentruppen des Weltgeistes

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 54

 

Bodentruppen des Weltgeistes

„Die Ursache der modernen Aggressivität ist die moderne Existenzunsicherheit. Infolge der modernen Aggressivität wird die Existenz immer unsicherer … Usw.“
(Imre Kertész)

Gestern Abend las Natascha Wodin in Marburg. Die Veranstalter hatten sie gebeten, nicht aus ihrem aktuellen Buch Nastjas Tränen zu lesen, sondern aus dem Buch über ihre Mutter, das Sie kam aus Mariupol heißt. Obwohl mir ihr jüngstes Buch ausgesprochen gut gefallen und mich sehr berührt hat, war ich mit dieser Entscheidung sehr einverstanden.

Wodins Eltern sind als junge Menschen aus der Ukraine nach Leipzig deportiert worden, wo sie als Zwangsarbeiter für einen Rüstungsbetrieb der Firma Flick arbeiten mussten. Natascha Wodin wusste so gut wie nichts über ihre Eltern und begibt sich nun als erwachsene Frau auf Spurensuche. Sie war zehn Jahre alt, als sich ihre Mutter in der Regnitz ertränkte. Der Vater zog mit den Don Kosaken durch Europa und versuchte damit, die Familie zumindest ökonomisch über Wasser zu halten.

Der Roman über die Mutter ist zugleich eine literarische Annäherung an das Thema Zwangsarbeit im Faschismus, über das wir immer noch zu wenig wissen. … weiter

Clipart oben links von OpenClipart-Vectors auf Pixabay
Bild von Graphist and Operator Printing machines solvent/eco-solvent auf Pixabay 


Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GEWerkschaftsMagazin

 

Schwimmen und es richtig lernen

Wissenschaftspodcast zu Schwimmfähigkeit von Kindern, Schwimmabzeichen und einem Fertigkeitstest

Bericht: Deutsche Sporthochschule Köln

Pünktlich zum Start der Freibadesaison befasst sich Folge 17 des Spoho-Wissenschaftspodcast mit dem Schwimmen und dem Schwimmenlernen. „Tauchen ist das Wichtigste und das Erste, was gelernt werden muss“, sagt Schwimmexpertin Dr. Ilka Staub, die in der aktuellen Folge von „Eine Runde mit…“ zu Gast ist. Wenn Kinder gerne untertauchen, dann würden sie spüren, dass das Wasser sie trägt und dass sie sich dem Wasser anvertrauen können – der erste Schritt, um sich souverän und sicher im Wasser zu bewegen, so die Wissenschaftlerin. … weiter

direkt zum Podcast #17 „Dr. Ilka Staub – Schwimmen und es richtig lernen (zum Anhören auf den > Play-Button in der Mitte des rechten Bildes klicken)


Quelle: www.dshs-koeln.de

 

Russland und Ukraine – Im Gespräch mit Friedrich Glasl

Die Deutsche Stiftung Mediation veröffentlichte am 24.3.2022 auf Youtube ein Gespräch von Anna Ihl (Deutsche Stiftung Mediation) mit dem sehr renommierten Konfliktforscher Friedrich Glasl. Vielen Lehrkräften, Psycholog:innen und Konflikthelfer:innen ist Glasl und besonders seine Entwicklung der 9 Eskalationsstufen in Konflikten (siehe Link unten) ein Begriff.

Friedrich Glasl äußert sich im Interview zum Hintergrund von Konflikten und formuliert Lösungsansätze zum Krieg Ukraine-Russland. Wer sich die 9 Eskalationsstufen von Friedrich Glasl wieder in Erinnerung rufen möchte und reflektieren will, wie zwischenmenschliche Konflikte und auch Konflikte zwischen Politikern eskalieren, der sollte sich diese Eskalationsstufen zu Gemüte führen.

Hinweis: Die beiden nachfolgenden Links führen zur Plattform Youtube. Beim Aufruf der Filme können von Youtube Daten erhoben werden! Wer dennoch die Links anklickt, tut dies in eigener Veranwortung!

zum Gespräch Russland und Ukraine – Im Gespräch mit Friedrich Glasl (9:59) 

zum Film „Die 9 Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl – Konfliktanalyse“ (4:26)

 

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