Lernen und Aufwachsen im Zeitalter der Digitalisierung

Wissenschaftler der Alanus Hochschule veröffentlichen erste Studie zu Bildungserfahrungen von „Millennials“ an deutschen Waldorfschulen

Bericht: Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Die Corona-Krise führt vor Augen, wie wichtig zwischenmenschliche Kontakte und Gemeinschaft sind – vor allem für Heranwachsende. Im Unterricht auf Distanz erfahren sie derzeit deutlich die Grenzen des digitalen Lernens und erleben, dass eine Bildungseinrichtung mehr ist als nur ein Ort der Wissensvermittlung und Vorbereitung auf den Eintritt in die berufliche Welt. Doch was genau soll Schule außerdem leisten? … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.alanus.edu

Wer gut liest, lernt auch zuhause besser: Lernen im Lockdown – was Kindern hilft und Lehrende tun können

Bericht: Leibniz-Institut für Bildungsverläufe

Was hilft Schülerinnen und Schülern, das Lernen im Lockdown zu meistern? Mit dieser Frage beschäftigt sich die fünfte Auswertung der Corona-Zusatzbefragung im Rahmen des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Befragungen von 1.452 Eltern während des Lockdowns im Frühjahr 2020 und Kompetenztests und Befragungen aus dem Jahr 2018 liefern Daten, anhand derer der Stellenwert von Lesekompetenz, dem Interesse an den Lerninhalten und der Bereitschaft, sich beim Lernen anzustrengen, analysiert wurde. … weiter


Quelle: 
www.lifbi.de
www.idw-online.de
Bild von Marc Thele auf Pixabay 

 

Corona und benachteiligte Schüler*innen

Mitteilung: GEW Bayern

Das Bayerische Staatsministerium und das Kultusministerium vertrauen weiterhin auf das Prinzip Hoffnung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Statt konkrete und Orientierung schaffende Konzepte wie die Konkretisierung des Stufenplans zur Rückkehr in den Präsenzunterricht zu schaffen, beherrscht weiterhin Aktionismus das Geschehen. Leidtragende der Schulschließungen sind vor allem die Kinder finanziell benachteiligter Familien. Die GEW fordert Maßnahmen, benachteiligte Kinder zusätzlich zu unterstützen. Weiterlesen

Die Digitalisierung und ihre Effizienzgewinne aus pädagogischer Perspektive

Datenschutzrechtliche Probleme der Coronakrisen-induzierten „Digitalisierungsoffensive“

Mit einer kritischen Bewertung zur Einführung der Microsoft 365 / Microsoft Teams – Software an der Sekundarstufe I und II der Fritz- Schumacher- Schule (FSS), Hamburg

von Bernd Schoepe

Der Text nimmt repräsentative Studien zum negativen Einfluss, den die Digitalisierung des Unterrichts auf die Verbesserung von Lernleistungen hat, zum Anlass über die Effizienzgewinne nachzudenken, die tatsächlich mit der Digitalisierung verbunden sind.

Es wird dargestellt, wie unter dem verschärften Handlungsdruck, den die Coronakrise für Schulen ausgelöst hat, sich nun zusätzlich eine Dynamik Bahn bricht, die zur Bevorzugung von Big-Data-Digitallösungen beiträgt und weiter – bei fehlendem Einspruch – dazu führen wird, dass die IT-Konzerne sich die dominante Stellung auf dem bundesdeutschen Bildungsmarkt sichern.

Im weiteren Verlauf entfaltet der Text, was unter den tatsächlichen Effizienzversprechen der Digitalindustrie zu verstehen ist, die im Kontext einer algorithmischen und psychometrischen Steuerung verortet werden. Diese werden durch den neoliberalen Schulumbau konsequent in den Dienst genommen. Die Effekte, die sie auf den Lern-und Bildungsbegriff haben, werden ebenso beleuchtet, wie die sich verändernde Rolle des Lehrpersonals, dessen schwindender Einfluss auf pädagogische Prozesse kritisiert wird. Die realen Möglichkeiten der Beteiligung an Entscheidungsprozessen in der Schule sind sehr gering,

weiter mit der Fassung zum Lesen am Bildschirm (pdf)

Hinweis: Zur leichteren Lesbarkeit kann der Text ausgedruckt werden. Dafür wurde eine Print-Fassung mit kleinerer Schrift erstellt. Ohne Umschlaggrafik und Anmerkungen bleiben 53 Textseiten. Der komplette Essay hat 69 Seiten. 

Download der print-Datei (pdf)


 

Cover rechts oben: ©B.Schoepe 2021
Bild links von Markus Winkler auf
Pixabay

 

Empathie und Perspektivübernahme: Wie soziale Fähigkeiten aufgebaut sind

Bericht: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Empathie und die Perspektive des anderen einnehmen können – zwei Fähigkeiten, durch die wir verstehen, was im Kopf des anderen vor sich geht. Obwohl beide Begriffe ständig im Umlauf sind, ist noch immer unklar, was sie genau beschreiben. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig haben nun gemeinsam mit Kollegen der Oxford-University viele der bisherigen Studien ausgewertet und ein Erklärungsmodell entwickelt, das zeigt: Es ist nicht eine konkrete Kompetenz, die uns dazu befähigt, uns in eine andere Person hineinzuversetzen. Beide Fähigkeiten setzen sich aus vielen Einzelfaktoren zusammen, die sich je nach Situation unterscheiden. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.cbs.mpg.de
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

 

Wenn Kindern die Worte fehlen

Dr. Ulrich Stitzinger zum Internationalen Tag der Sprachentwicklungsstörung

Bericht: Universität Paderborn

Studien zeigen, dass etwa 7 Prozent aller Kinder von einer Sprachentwicklungsstörung (SES) betroffen sind. Das sind etwa zwei Kinder in jeder Kindergartengruppe oder Schulklasse. Um auf dieses Phänomen aufmerksam zu machen, findet am 16. Oktober zum dritten Mal der „Internationale Tag der Sprachentwicklungsstörung“ statt. So fällt es betroffenen Kindern etwa besonders schwer, ihre erlebte Umwelt sprachlich wiederzugeben, Schulaufgaben zu verstehen oder Texte zu schreiben. Warum eine SES aber nicht als einfache Fehlfunktion zu verstehen ist, sondern weitreichende Beeinträchtigungen mitbringt und umfangreiche Unterstützung erfordert, erklärt Dr. Ulrich Stitzinger. … weiter


Quelle: www.idw-online.de | www.uni-paderborn.de

 

“Fehlt nur noch, dass das Kultusministerium jeder Lehrkraft täglich einen Apfel spendiert”

Auf dem Blog von Joscha Falck hat Florian Kohl (Sonderpädagoge und GEW-Personalrat für Förderschulen und Schulen für Kranke bei der Regierung von Mittelfranken), einen Artikel über das Lehrer*innenleben in Corona-Zeiten, über stümperhafte Hygienestandards und fehlende Konzepte seitens des Kultusministeriums in Bayern verfasst. Wir wollen allen Leser*innen diesen treffenden Kommentar nicht vorenthalten – eine “Realsatire”:   

Fehlt nur noch, dass das Kultusministerium jeder Lehrkraft täglich einen Apfel spendiert
 
Ein Gastkommentar zur aktuellen Lage an Schulen. Von Florian Kohl

Gewerkschaften und Lehrer*innenverbände verwenden in diesen Tagen ein starkes Wort: Sie diagnostizieren einen Notstand an bundesdeutschen Schulen. Es fehle hinten und vorne an Personal, Lehrkräfte müssen unter krankmachenden Bedingungen arbeiten und die Chance einer umfassenden Digitalisierung wurde wieder einmal versäumt. Schulen sind am Limit und können den aktuellen Herausforderungen steigender Infektionszahlen nicht adäquat begegnen. Den ganzen Text lesen

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