ARD und ZDF wollen Schule machen

gsf – In der Ausgabe 2/2021 der Wochenzeitung “Freitag” findet sich ein sehr interessanter Artikel zur möglichen Bildungsoffensive des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Wenn die Schulen – wie zur Zeit –  geschlossen sind, könnte die Stunde von ARD und ZDF schlagen. Wie es nach der Pandemie damit weitergeht, muss abgewartet werden.

ARD alpha hat bereits in kleinen Schritten begonnen: Schule daheim – online lernen. Lehrkräfte sollten das Angebot nutzen und sich überlegen, wie die Beiträge didaktisch eingebaut werden können.

“Der Freitag” klärt auf und diskutiert: 

ARD und ZDF müssen endlich Schule machen
Home Schooling Kinder daheim, Eltern gestresst – jetzt schlägt die Stunde des öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrags von Steffen MauDen ganzen Artikel lesen

Resilienz – Was die Seele stark macht

gsf – Am 21.9.2020 sendete Planet Wissen  den Film “Resilienz – Was die Seele stark macht” (60 Min.). Es geht um die “innere Widerstandskraft” in Krisen, Stress und anderen schwierigen Zeiten: die schwere Zeiten überstehen und den Lebensmut nicht verlieren, sich immer wieder aufrappeln und nicht unterkriegen lassen, Strategien und Pläne für die Lebensbewältigung entwickeln u.a.mehr.
Der Film könnte auch im (Online-)Unterricht der Sek II eingesetzt werden – gerade jetzt in der Corona-Krise.

Niemand ist in Drachenblut gebadet. Trotzdem stehen manche Menschen Schicksalsschläge besser durch als andere: Sie sind resilient. Christian Peter Dogs gehört zu diesen Menschen. Er überstand eine traumatische Kindheit und wurde ein erfolgreicher Psychiater und Psychotherapeut. Zusammen mit der Stressforscherin Jana Strahler erklärt er, wie innere Widerstandskraft entsteht und wie man sie bei sich und anderen fördern kann.
Quelle: https://www.planet-wissen.de/video-resilienz–was-die-seele–stark-macht-100.html

Der Film ist abrufbar bis 21.09.2025

 

zur Filmseite

 


Hinweis: Soll der Film heruntergeladen werden, kann “MediathekViewWeb” zum Einsatz kommen.
Bedienungsanleitung anzeigen

 

Neues Konzept für den Physik-Unterricht: Stromkreise besser verstehen

Bericht: Goethe-Universität Frankfurt am Main

Das Thema Elektrizität bereitet vielen Schülerinnen und Schülern im Physikunterricht Schwierigkeiten. Physikdidaktiker der Goethe-Universität und der Universität Tübingen haben ein neues, intuitives Lehrkonzept entwickelt und in einer großen Vergleichsstudie an Schulen getestet.

Das Ergebnis: Nicht nur die Schülerinnen und Schüler verstanden elektrische Schaltkreise besser, auch die Lehrkräfte waren mit ihrem Unterricht zufriedener. … weiter

Direkt zur Didaktikseite “Einfache E-Lehre” (Downloadmöglichkeit für Unterrichtsmaterial)


Quelle:
www.idw-online.de
www.uni-frankfurt.de
Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay 

 

Film: “Welt auf Abstand – Eine Reise durch ein besonderes Jahr”

gsf – Der beeindruckende Dokumentarfilm „Welt auf Abstand – Eine Reise durch ein besonderes Jahr“ (2020, 90 Min.) von Cristina Trebbi und Jobst Knigge erschien am 12.12.2020 auf arte.

Die Zuschauer begleiten Kamerateams auf einer Reise durch verschiedene Lebenswelten in der Corona-Pandemie und sehen eine Welt im Ausnahmezustand: Wie gehen die Menschen mit ihrer Angst, ihrer Isolierung, den fehlenden Kontakten und Berührungen, der Einsamkeit, mit Armut oder einer drohenden Arbeitslosigkeit um? Wie empfinden sie die Schulschließungen? Es entsteht der Eindruck, dass viele Menschen in der Pandemie auch auf einer Reise zu sich selbst sind!

Der Film ist auf Arte und Youtube bis zum 9.3.2021 zu sehen. In Zeiten des Lockdowns könnte er in der Schule hervorragend auch im Distanzunterricht ab der Sekundarstufe I Klasse 8-10, je nach Schulart, eingesetzt werden. Eine Online-Diskussion sollte sich daran anschließen.

Hinweis: Beim Aufruf können Daten durch Youtube erhoben werden (eingebetteter Film).

Originallink, wenn das Filmfenster nicht sichtbar sein sollte:
https://www.youtube.com/watch?v=er2-b-xx7D0


Hinweis: Soll der Film heruntergeladen werden, kann “MediathekViewWeb” zum Einsatz kommen.
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Distanzunterricht an Bayerns Schulen – Kultusministerium stellt Maßnahmenpaket für den weiteren Schuljahresverlauf vor

Die Infektionszahlen in Bayern sind nach wie vor zu hoch. Daher muss bis einschließlich 29. Januar für alle Schularten und alle Jahrgangsstufen Distanzunterricht stattfinden. Für jüngere Kinder, die von ihren Eltern nicht betreut werden können, werden die Schulen eine Notbetreuung anbieten. Um die Bildungschancen aller Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr zu sichern, werden die Faschingsferien (15. Februar – 19. Februar) durch eine Unterrichtswoche ersetzt. Weiterlesen

Voraussetzungen für den Distanzunterricht nicht geschaffen – deshalb jetzt Ferien abschaffen?

Trotz Winterpause aus aktuellem Anlass:


Stellungnahme: GEW Bayern

Die Entscheidung der Staatsregierung, nach den Weihnachtsferien für alle Klassenstufen und Schularten im Distanzunterricht zu beginnen, ist angesichts der Corona-Infektionszahlen sicher richtig. Die Faschingsferien im Gegenzug ausfallen zu lassen, kritisiert die GEW Bayern scharf. Distanzunterricht verläuft vielerorts nach wie vor nicht reibungslos, u.a. weil die digitale Lernplattform Mebis immer noch nicht ausreichend funktioniert. Deshalb darf den Lehrkräften in sehr fordernden Zeiten aber nicht noch mehr zugemutet werden. Und auch die Schüler*innen benötigen dringend einen Rhythmus mit regelmäßigen Ferien im Schuljahr.

Seit fast einem Jahr arbeiten die bayerischen Lehrkräfte und Schulleitungen deutlich mehr als vor der Krise. Sie haben sich sowohl didaktisch als auch pädagogisch auf den Distanzunterricht vorbereitet und viele von ihnen haben auch keine privaten Ausgaben gescheut, um sich selbst technisch gut auszustatten, weil die angekündigten Dienstgeräte immer noch fehlen. Nun wird aber durch den Start für alle im Distanzunterricht bei gleichzeitiger Streichung der Faschingsferien suggeriert, Distanzunterricht sei minderwertig und würde eh so schlecht funktionieren, dass man die fehlende Präsenzunterrichtszeit später wieder reinholen muss.

Warum die Staatsregierung diese aus Sicht der GEW unglückliche Entscheidung getroffen hat, kann nur gemutmaßt werden. Anzunehmen ist, dass sie die Effektivität des Distanzunterrichts durch die selbst verursachten Defizite als nicht ausreichend ansieht. Mebis darf laut neuester Anweisung des Kultusministeriums an den Schulen nur zurückhaltend genutzt werden, da es auch nach den Weihnachtsferien immer noch nicht „fit“ für den Schulalltag ist. Den Grundschulen steht in der Regel kein datenschutzkonformes Videokonferenz-Tool zur Verfügung und es ist völlig unklar, wie die Schüler*innen bis Klasse sechs, die die Notbetreuung besuchen, in den Distanzunterricht einbezogen werden sollen. Dass diese Defizite, die man seit Monaten hätte ausgleichen können, nun Lehrkräfte und Schüler*innen ausbaden müssen, kann man nur als zynisch bezeichnen.

Martina Borgendale, Vorsitzende der GEW Bayern, sagte dazu heute in München: „Den Lehrkräften vor Ort stieß es sehr sauer auf, dass sie trotz großer Anstrengungen und Mehrarbeit seit Beginn der Corona-Pandemie für die zwei unterrichtsfreien Tage vor Weihnachten zum Dienst verdonnert wurden. Dass der Arbeitgeber nun so einfach eine Woche Ferien streicht, die die Lehrkräfte ja in der Regel zum Aufarbeiten dessen nutzen, für das im Schulalltag keine Zeit bleibt, ruft völliges Unverständnis und ein Gefühl fehlender Wertschätzung hervor. Viele Lehrkräfte arbeiten seit Monaten am Limit und das bringt das Fass zum Überlaufen!“

Florian Kohl, stellvertretender Vorsitzender der GEW und Lehrer an einer Förderschule, ergänzt: „Auch für die Schüler*innen ist die Aussicht auf Ferien enorm wichtig. Sowohl motivational als auch zur Rhythmisierung des Schuljahres. Den Distanzunterricht empfinden sie in der Regel nicht weniger anstrengend als den Präsenzunterricht. Die elf Wochen Schule bis zu den Osterferien werden sehr hart und zeigen leider wieder einmal, wie weit weg die Entscheider im Kultusministerium vom Schulalltag sind“.


7.1.2021
Martina Borgendale
Florian Kohl
Landesvorstand GEW-Bayern
www.gew-bayern.de

 

 

 

 

GEW mahnt zur Vorsicht – Datenlage äußerst unklar – RKI-Empfehlungen unbedingt einhalten

Trotz Winterpause aus aktuellem Anlass:


Stellungnahme: GEW Bayern

In dieser Woche treffen sich die Ministerpräsident*innen erneut mit Kanzlerin Merkel, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beratschlagen. Bereits jetzt sickert die Information durch, dass der Corona-Lockdown fortgesetzt wird, man sich aber beim Thema Schulen und Kitas uneinig sei. Die GEW Bayern fordert seit Monaten eine Orientierung an den Empfehlungen des RKI, angelehnt an die entsprechenden 7-Tage-Inzidenzwerte.

Die Werte sind aktuell überall in Bayern deutlich zu hoch und die Datenlage nach den Feiertagen allgemein zu unklar, um wieder im Präsenzunterricht starten und den notwendigen Schutz für Lehrkräfte und Schüler*innen gewährleisten zu können. Zudem ist ungewiss, welchen Einfluss die in England entdeckte und in einigen europäischen Ländern bereits nachgewiesene Mutation B117 auf das weitere Infektionsgeschehen hat. Ein Blick nach England verdeutlicht, was Deutschland bevorstehen könnte. Unzweifelhaft ist wohl, dass die Mutation dort momentan für eine wesentlich schnellere Verbreitung des Virus sorgt und die Inzidenzwerte in den letzten Tagen rasant gestiegen sind. Die mächtige Lehrergewerkschaft NEU forderte in England deshalb die Schließung aller staatlichen Schulen für weitere zwei Wochen und empfahl ihren Mitgliedern, von zuhause aus zu arbeiten.

Florian Kohl, stellvertretender Vorsitzender, warnt: „Niemand will geschlossene Schulen. Ich erinnere aber an das gescheiterte Vorhaben der Landesregierung, einen weiteren Lockdown unbedingt zu verhindern. Inwieweit das mit offenen Schulen und Kitas zu tun hatte, weiß man nicht. Man weiß aber mittlerweile, dass es in Bildungseinrichtungen sehr wohl zu erheblichem Infektionsgeschehen kommt. Die Mär von den sicheren Schulen ist durch das Infektionsgeschehen der letzten Monate widerlegt worden. Und die Meldungen aus England sind besorgniserregend.“

Der Bildungsgewerkschafter fordert ebenfalls Transparenz und spielt auf die Ungereimtheiten in Hamburg an. Eine Studie zum Ausbruch an einer Schule wurde erst auf Nachfrage herausgegeben. „Es kann nicht sein, dass Studienergebnisse zurückgehalten und Zitate verfälscht werden, um die eigene Agenda zu stärken. So verspielt man Vertrauen auf allen Ebenen. Es wäre doch interessant, die Protokolle der Kultusministerkonferenz einsehen zu können.“

Auch Martina Borgendale, neue Vorsitzende der GEW Bayern, macht klar: „Es ist hinsichtlich alternativer Konzepte von Seiten des Kultusministeriums in den letzten Monaten einfach viel zu wenig passiert und das Drama rund um Mebis ist beispiellos.

Lüftungsanlagen, Dienstgeräte, Ausstattung mit FFP2-Masken – weitgehend Fehlanzeige. Und zum Aufatmen gibt es trotz Impfbeginn keinen Grund. Inzidenzen senken, um damit das Infektionsgeschehen wieder in den Griff zu bekommen, rettet Leben und verhindert langwierige Krankheitsverläufe. Das kann im Sinne des Infektionsschutzes aber nur bedeuten, sich an die RKI-Empfehlungen zu halten. Auch an Schulen mit klaren Grenzwerten. Schulöffnungen auf gut Glück wären in der jetzigen Situation fahrlässig.“

Schulen hätten sich mit großem Aufwand und viel Engagement der Lehrer*innen gut auf ein Distanz- und Wechselmodell vorbereitet. Diese müssten bei der aktuellen ernsten Lage dann auch zum Einsatz kommen. „Alles andere wäre sowohl aus Sicht des Gesundheitsschutzes nicht vertretbar als auch eine totale Missachtung der außerordentlichen Leistungen von Schulleitungen und Kollegien“ ergänzt Borgendale.


4.1.2021
Martina Borgendale
Florian Kohl
GEW Bayewrn
www.gew-bayern.de

 

GEW: „Schulen am 11. Januar noch nicht wieder öffnen“

Trotz Winterpause aus aktuellem Anlass:


Bildungsgewerkschaft zur Videoschalte der KMK

Mitteillung: GEW

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht sich dafür stark, den Schul-Lockdown noch nicht am 11. Januar zu beenden. „Es wäre verantwortungsvoller gewesen, wenn sich die Kultusministerkonferenz (KMK) darauf verständigt hätte, den Schul-Lockdown um mindestens eine Woche verlängern. Im Moment kann nicht eingeschätzt werden, wie sich Weihnachten und Silvester mit Blick auf das Infektionsgeschehen auswirken“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Montag mit Blick auf die Videoschalte der Kultusministerinnen und -minister. „Es wäre besser gewesen, wenn die Kultusministerien in den Ländern die Weihnachtsferien genutzt hätten, um ihre Hausaufgaben zu machen: nämlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass guter Wechsel- und Distanzunterricht gemacht werden kann, um Abstände zwischen den Menschen einzuhalten. Nur so kann die Gesundheit von Lehrenden, Lernenden und deren Eltern effektiv geschützt werden. Das gilt auch für die Grundschulen, um die Corona keinen Bogen macht. Es bleibt dabei: Das Recht auf Bildung und der Gesundheitsschutz müssen unter einen Hut gebracht werden.“ Weiterlesen

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