GEW Bayern: Hymnenpflicht an Schulen mit der Brechstange durchgesetzt

Ab dem Schuljahr 2026/27 muss laut einem aktuellen Schreiben des Kultusministeriums bei festlichen Schulveranstaltungen zur Verleihung von Abschlusszeugnissen zwingend die Bayernhymne und mindestens eine weitere Hymne „in würdig-feierlicher Weise“ in den Festakt integriert werden.

„Damit hat sich Markus Söder (CSU) erneut rigoros mit seiner Symbolpolitik gegen Kultusministerin Anna Stolz (FW) durchgesetzt, die das Thema zunächst mit der Schulfamilie diskutieren wollte“, stellt Landesvorsitzende Martina Borgendale nüchtern fest.

Besonders verstörend empfindet die Gewerkschaft in der kultusministeriellen Anordnung zur Einführung und Gestaltung der Hymnenpflicht die ausdrückliche Erwähnung des § 90a StGB (Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole). Weiterlesen

Koalition bricht ihr BAföG-Versprechen – Studierende werden erneut im Stich gelassen!

Pressemitteilung: freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.

Die Bundesregierung verfehlt wahrscheinlich erneut ihre eigenen sozialpolitischen Ziele, diesmal auf dem Rücken der Studierenden. Entgegen den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag bleibt unklar, ob es zum Wintersemester eine BAföG-Novelle geben wird.

Dabei ist die Lage eindeutig: Im Koalitionsvertrag wurde festgehalten, dass die Wohnkostenpauschale beim BAföG bis zum Wintersemester 2026/27 auf 440 Euro erhöht werden soll. Weiterlesen

GEW: „Bürokratieabbau ja – Deregulierung nein!“

Bildungsgewerkschaft GEW zur Bundestagsanhörung zur Entlastung der Wissenschaft

Berlin – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat an Bund und Länder appelliert, Hochschulen und Forschungseinrichtungen von unnötiger Bürokratie zu entlasten, sie aber nicht aus ihrer öffentlichen Verantwortung zu entlassen. „Wir brauchen eine strukturelle Entlastung der Beschäftigten und Studierenden, damit diese mehr Zeit für Forschung, Lehre und Studium haben. Auf der anderen Seite erfüllt die Bürokratie auch in der Wissenschaft unverzichtbare Funktionen: Sie gewährleistet Rechtstaatlichkeit und Transparenz, schützt die Rechte der Beschäftigten und Studierenden und sorgt für Teilhabe und Gleichberechtigung. Wir dürfen daher das Kind nicht mit dem Bade ausschütten: Bürokratieabbau ja – Deregulierung nein!“ sagte Andreas Keller, GEW-Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung, am Mittwoch in einer öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Keller ist einer der fünf Sachverständigen, die die Abgeordneten anhörten. Weiterlesen

An unsere Haut lassen wir nicht alles – und in unser Gehirn?

Soziale Medien als Herausforderung für Kinder und Jugendliche

von Frank Herold

1. Einführung
Der Vergleich zwischen Haut und Gehirn kam mir in den Sinn, weil wir zum Beispiel bei Lust oder Angst eine Gänsehaut bekommen und in Stressphasen schwitzen (siehe Adler 2021). Der Vergleich offenbart aber auch einen wichtigen Unterschied: Im Gegensatz zum Gehirn ist unsere Haut jederzeit sichtbar und direkt zugänglich. Wir sehen, wenn die Haut verschmutzt oder gereizt ist, und können sie dann waschen oder mit lindernden Mitteln behandeln.

Eine ganz andere Herausforderung ist dagegen digitaler Stress, der etwa durch die Nutzung sozialer Medien entsteht. Den können wir nicht einfach aus unserem Gehirn waschen. Zudem wirkt er oft so unterschwellig, dass wir ihn nicht wahrnehmen, obwohl er uns unbewusst erheblich belastet (siehe Frank-Basten-Stiftung 2023). Deshalb sollten wir mit unserem Gehirn noch pfleglicher umgehen als mit unserer Haut und gut darauf achten, was wir hineinlassen.

Damit stellen sich uns Fragen wie: Warum genau sind soziale Medien für Kinder und Jugendliche so herausfordernd? Warum sind manche junge Menschen im Umgang mit digitalem Stress eher weniger widerstandsfähig als andere? Wie können Eltern ihre Kinder auf die Herausforderungen sozialer Medien vorbereiten?  … weiter

Print-Version (zum leichteren Ausdruck, pdf-Datei) – keine Fotos, kleinere Schrift und Abstände, 20 S. reiner Text ohne Quellen, 26 S. mit Quellenangabe.


Bild von Liane Kwoll auf Pixabay

 

TU Chemnitz startet Bachelorstudiengang mit 99 Kombinationsmöglichkeiten

Mitteilung: TU Chemnitz

Für maßgeschneiderte Profile in Zeiten des Wandels: Ab dem Wintersemester 2026/27 können Studierende ein Hauptfach frei mit einem Nebenfach kombinieren – Neuer Kombinationsstudiengang soll insbesondere den Bildungs- und Wissenschaftsstandort Chemnitz und die Region Südwestsachsen stärken

Die Philosophische Fakultät startet den Kombinationsstudiengang (Abschluss: Bachelor) gemeinsam mit den Fakultäten für Human- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Informatik. Der neue Kombinationsstudiengang funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Studierende wählen ein Hauptfach und ergänzen es um ein Nebenfach. Insgesamt stehen die sieben Hauptfächer Critical Media Design, English Studies, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Informatik, Media Use & Effects und Politikwissenschaft zur Auswahl. Hinzu kommen 16 Nebenfächer, beispielsweise Anglophone Area Studies, Digital Humanities und Kultursemiotik oder Statistik. Bis auf wenige fachlich begründete Einschränkungen lassen sich die Haupt- und Nebenfächer miteinander kombinieren. So entstehen aus 99 möglichen Fächerkombinationen individuelle Profile, die fachübergreifende Lösungen fördern. Weiterlesen

TU Chemnitz startet berufsbegleitenden Masterstudiengang „Schulsozialarbeit“

Mitteilung: Technische Universität Chemnitz

Schulsozialarbeit professionell weiterdenken: Neue universitäre Weiterbildung für Fachkräfte im Bildungs- und Sozialwesen vermittelt das dafür notwendige Wissen

Die Schulsozialarbeit hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Bestandteil des Bildungssystems entwickelt. Damit verbunden ist ein steigender Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die schulische, sozialpädagogische und institutionelle Perspektiven professionell verbinden können. Vor diesem Hintergrund startet die Technische Universität Chemnitz zum Wintersemester 2026/27 den neuen akkreditierten berufsbegleitenden Masterstudiengang „Schulsozialarbeit (M.A.)“. Das Studienangebot richtet sich an Fachkräfte der Sozialen Arbeit, Pädagogik und verwandter Disziplinen, die sich wissenschaftlich fundiert und praxisnah für Tätigkeiten an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Schule weiterqualifizieren möchten. Weiterlesen

Wie viele Studien braucht es noch?

Bericht: Bundesschülerkonferenz

Die heute veröffentlichte Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026 – Zukunft unter Druck“ zeigt erneut, was Schüler*innen seit Jahren erleben und wir seit  Monaten predigen: Die mentale Gesundheit junger Menschen ist massiv belastet und eine echte politische Antwort bleibt weiterhin aus. Weiterlesen

Wohnkosten für Studierende erreichen neuen Höchststand – die bundesweite Studierendenvertretung fordert schnelles politisches Handeln

Bericht: freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V.

Am 23. März 2026 veröffentlichte das Moses-Mendelssohn-Institut aktuelle Zahlen zu den Wohnkosten von Studierenden und Auszubildenden. Demnach lag die durchschnittliche Miete für ein WG-Zimmer zum Sommersemester bei 512 Euro, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (493 Euro). Der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) beobachtet diese Entwicklung seit Längerem mit großer Sorge und fordert von der Bundesregierung schnelles und durchdachtes Handeln.

„512 Euro im Durchschnitt und an vielen Hochschulstandorten liegt die Miete deutlich darüber. Wer soll sich das noch leisten können?“, fragt Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstandsmitglied. „Studierende geben inzwischen mehr als die Hälfte ihres Einkommens allein für Miete aus. Ihre Wohnkostenbelastung ist damit mehr als doppelt so hoch wie die
der Durchschnittsbevölkerung. Wir hören immer wieder, wie schwer es ist, überhaupt ein Zimmer zu finden und wenn man eine hat, die laufenden Kosten zu stemmen. Das wirkt sich unmittelbar auf das Studium aus: Ohne bezahlbaren Wohnraum lässt sich kaum studieren. Wer gezwungen ist, 20 Stunden nebenbei zu arbeiten, kann das Lernpensum oft nicht bewältigen.“ Weiterlesen

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