GEW Bayern warnt vor erneuten Schulschließungen im Herbst und weist auf den weiter verschärften Lehrkräftemangel hin

Aus aktuellem Anlass unterbrechen wir die Sommerpause:


Mitteilung: GEW Bayern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert die Politik auf, die Sommerferien zu nutzen, um erneute Schulschließungen im Herbst zu vermeiden. Jetzt müssen dringend sichere Testkonzepte für alle Schularten implementiert und Luftreinigungsgeräte für alle Klassenzimmer angeschafft werden. Verschärft wird die Situation im neuen Schuljahr durch den eklatanten Lehrer*innenmangel an den Grund-, Mittel- und Förderschulen sowie an den Beruflichen Schulen. Weiterlesen

GEW Bayern fordert PCR-Pool-Testungen an allen Schulen und begrüßt teilweise Umsetzung ihrer Forderung

Bericht: GEW Bayern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern (GEW) begrüßt die teilweise Umsetzung ihrer Forderung nach gepoolten PCR-Tests an den Schulen. Es reiche aber bei weitem nicht aus, wenn die Staatsregierung die Pool-Tests nur auf Grundschulen beschränken wolle. Vielmehr müsse diese sinnvolle und notwendige Art von Tests in allen Schulen ermöglicht werden.

Die mehrheitlich eingesetzten Antigen-Schnelltests sind nur sehr begrenzt aussagekräftig: Wenn Menschen keine Symptome haben, erkennen diese Schnelltests nur etwa die Hälfte der Infizierten. Gerade Kinder zeigen häufig trotz Infektion keine Symptome. Wesentlich sicherer wären gepoolte PCR-Tests. Sie sind deutlich zeiteffizienter und kindgerechter durchzuführen. Dies hat die Staatsregierung jetzt anerkannt, will aber die Pool-Testungen allein auf die Grundschulen beschränken.

Dazu Martina Borgendale, Landesvorsitzende der GEW: „Wir sind auf sichere Testergebnisse angewiesen, um die Gesundheit aller zu schützen und auf lange Sicht offene Schulen zu ermöglichen. Alle Schulen sollten deshalb im Sinne der Sicherheit auf gepoolte PCR-Tests umsteigen. Es sollte alles Menschenmögliche getan werden, um sicheren Schulunterricht zu ermöglichen.” Die GEW Bayern begrüße es, wenn die Staatsregierung wirklich zeitnah die dann notwendigen Labor- und Logistikkapazitäten schaffe.

Die Staatsregierung müsse auch bei ihrem jetzt angekündigten Finanzierungsanteil für mobile Luftfilter für die Klassenzimmer rasch nachbessern. Das Virus werde nicht abwarten, bis sich die Staatsregierung in monatelangen Verhandlungen mit den kommunalen Spitzenverbänden als Schul-Sachaufwandsträger auf die gemeinsame Finanzierung einigt. Wann das neue Schuljahr und die kältere Jahreszeit beginne, sei ja bekannt.


7.6.2021
Martina Borgendale
Vorsitzende
GEW Bayern
www.gew-bayern.de

 

GEW erreicht 3 Sitze im Hauptpersonalrat – mehr Mitbestimmung für die Beschäftigten

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern konnte bei den diesjährigen Wahlen für den Hauptpersonalrat beim Kultusministerium die Zahl ihrer Sitze ausbauen. Mit nun drei Mitgliedern wurde die kritische Stimme in der höchsten Personalvertretung des Freistaats Bayerns gestärkt.

Für die Vertretung der Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen wurde erneut Ruth Brenner in den Hauptpersonalrat gewählt. Die Gruppe der Lehrkräfte an Förderschulen und Schulen für Kranke vertritt zukünftig der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Florian Kohl. Auch in die Gruppe der Lehrkräfte an Gymnasien kann die GEW nun eine Vertreterin senden: Angelika Altenthan, Gymnasiallehrerin aus Kempten und in mehreren Tarifkommissionen aktiv. Weiterlesen

„Politik muss dringend Lehren aus der Coronakrise ziehen!“

Bildungsgewerkschaft GEW zur öffentlichen Anhörung „Lernen und Lehren während der Pandemie“

Frankfurt a.M. – „Wir müssen aus den Monaten der Coronakrise lernen. Gerade im Bildungsbereich sind schwerwiegende Strukturfehler zu Tage getreten“, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, in der öffentlichen Anhörung des Deutschen Bundestags zum Thema „Lernen und Lehren während der Pandemie“ am Donnerstag in Berlin. „Das Lernen und Lehren unter den Bedingungen einer Pandemie war oft eine Zumutung und Belastung. Das darf nie wieder geschehen. Wir müssen Bildung krisenfest machen, dazu gehören deutliche Investitionen in alle Bildungsbereiche“, forderte Finnern. Weiterlesen

Ganztagsschule – „Endlich Nägel mit Köpfen machen“

Bildungsgewerkschaft GEW zum gestoppten Gesetz für einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz für Kinder im Grundschulalter

Bericht: GEW

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Entscheidung des Bundesrates vom vergangenen Freitag, das Gesetz für einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz für Kinder im Grundschulalter zu stoppen, scharf kritisiert. „Es ist eine Frage der Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit, jetzt den Anspruch auf einen Ganztagsschulplatz für alle Grundschulkinder zu sichern“, erklärte Anja Bensinger-Stolze, Leiterin des Organisationsbereichs Schule. Die Corona-Pandemie habe einmal mehr deutlich gemacht, dass der Bildungserfolg immer noch vom Elternhaus abhängig sei. „Wir erwarten, dass die Politik jetzt handelt und der Vermittlungsausschuss des Bundestages für die Kinder zu einer guten Lösung kommt.“ Bund und Länder stünden in der Pflicht, „endlich Nägel mit Köpfen zu machen!“ Die schrittweise Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsplatz an Grundschulen könne nur gelingen, wenn der Bund Länder und Kommunen verlässlich finanziell unterstütze. Weiterlesen

Jetzt geht es um Bildungsgerechtigkeit! – GEW begrüßt die Forderungen der Leopoldina und sieht sich bestätigt

Die Nationale Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ empfiehlt in ihrer 8. Ad-hoc-Stellungnahme Maßnahmen, wie mit den Auswirkungen der Pandemie im Bildungssystem umgegangen werden soll. Schulen sollen unter geeigneten Schutzmaßnahmen geöffnet bleiben, um Bildungsungerechtigkeit nicht weiter zu verschärfen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern (GEW) sieht sich in den von ihr vertretenen Positionen gestärkt und begrüßt die Unterstützung aus der Wissenschaft.  Weiterlesen

Kein Nachsitzen in den Sommerferien – wir brauchen pädagogische Konzepte

Mitteilung: GEW Bayern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern beurteilt das Förderprogramm „gemeinsam.Brücken.bauen“ der Staatsregierung als unausgereift. Völlig überlastete Schulleitungen müssen auf einem leer gefegten Markt selbstständig Personal finden. Der kultusministerielle Fokus liegt wieder einmal zu sehr auf dem Stopfen der Lücken im Unterrichtsstoff. Außerdem ist die Beförderung der Schüler*innen während der Ferienzeit nicht gesichert. Weiterlesen

„Schluss mit dem Hire-and-Fire-Prinzip in der Wissenschaft!“

Bildungsgewerkschaft GEW zur Reaktion von BMBF-Staatssekretär Lukas auf #IchBinHanna

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Große Koalition gemahnt, noch vor der Bundestagswahl eine weitere Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) auf den Weg zu bringen. „Es ist ein erster Erfolg der unter dem Hashtag #IchBinHanna geführten Twitter-Kampagne, dass ein Staatsekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Wolf-Dieter Lukas, per Videobotschaft Verständnis für die Proteste äußert. Jetzt müssen den Worten aber Taten folgen – Schluss mit dem Hire-and-Fire-Prinzip in der Wissenschaft“, sagte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und Hochschulexperte, am Freitag in Frankfurt a.M.

„89 Prozent aller wissenschaftlichen Angestellten an Universitäten haben einen Zeitvertrag, die Laufzeit der Verträge beträgt im Durchschnitt gerade mal zwei Jahre – ohne die Regelungen des WissZeitVG wäre dies nicht möglich. Zwar wurde das Gesetz vor fünf Jahren nach einer Initiaitive der GEW nachgebessert, aber es hat immer noch zu viele Schlupflöcher, die die Arbeitgeber nutzen. Wir brauchen daher eine klare Regelung, dass für Daueraufgaben in Forschung und Lehre nur Dauerstellen eingerichtet werden dürfen, sowie verbindliche Mindestlaufzeiten für befristete Arbeitsverträge. Darüber hinaus muss ein Rechtsanspruch auf Vertragsverlängerung bei Kinderbetreuung, Behinderung und chronischer Erkrankung sowie pandemiebedingten Beeinträchtigungen ins Gesetz“, betonte Keller.

„Mit Sonntagsreden und Appellen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist es nicht getan. Mit einer Reform des WissZeitVG kann der Bund per Gesetz für faire Beschäftigungsbedingungen und verlässliche Karrierewege in der Wissenschaft sorgen“, mahnte Keller.

Info: Am Donnerstag, 2. Juli 2021, 17:30 Uhr, wird die GEW auf einer Online-Veranstaltung mit dem Titel „#IchbinHanna – Per Hashtag gegen das Wissenschaftszeitvertragsgesetz“ Perspektiven einer Reform des WissZeitVG sowie eine Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutieren. Eine Einladung finden Sie in Kürze unter www.gew.de/wissenschaft
In ihrer Petition „Dauerstellen für Daueraufgaben“ macht sich die GEW unter anderem für eine Reform des WissZeitVG stark: www.gew.de/dauerstellen


18.6.2021
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
Pressesprecher
www.gew.de

 

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