GEW: Kooperationsverbot abschaffen!

Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt Vorstoß von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger

Berlin – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt die Ankündigung von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) für ein stärkeres Engagement des Bundes bei der Finanzierung der Schulen. Anja Bensinger-Stolze, für Schule zuständiges Vorstandsmitglied der GEW, erklärte dazu: „Der Investitionsstau, den die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Jahr 2021 allein für die Schulen mit 46,5 Milliarden Euro beziffert hat, muss dringend abgebaut werden.“ Zudem sei es im Sinne der gleichberechtigten Teilhabe aller wichtig, dass alle Aufgaben der Schule, wie Inklusion und Ganztag, personell und materiell abgesichert würden. Wenn, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, 4.000 allgemein- und berufsbildende Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler mit einem Investitionsprogramm und einem Chancenbudget unterstützt und weitere 4.000 Schulen in benachteiligten Regionen und Quartieren dauerhaft mit mehr Schulsozialarbeit versorgt werden sollen sowie der Digitalpakt verstetigt werden soll, dann sei das nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung möglich. Dafür brauche es eine stärkere Mitfinanzierung durch den Bund. „Das Verbot von Kooperation im Grundgesetz muss gestrichen werden!“ Weiterlesen

GEW Bayern: FFP2-Masken für Schulen!

Mitteilung: GEW Bayern

Eine Studie des Max-Planck-Instituts ergab: FFP2-Masken können das Infektionsrisiko drastisch reduzieren. In staatlichen Behörden und in Bereichen des öffentlichen Lebens gilt eine FFP2-Maskenflicht, an Schulen nicht. Viele Lehrkräfte schützen sich selbst mit Masken. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern (GEW) fordert von der Staatsregierung die Bereitstellung von FFP2-Masken für alle staatlich Beschäftigten. Weiterlesen

GEW: „Das Ziel ist grundsätzlich richtig, es mangelt an konkreten Maßnahmen und Unterstützung“

Bildungsgewerkschaft GEW zur KMK-Tagung: „Bildungseinrichtungen möglichst lange offen halten“

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält das Ziel der Kultusministerkonferenz (KMK), Kitas, Schulen und Hochschulen so lange wie möglich offen zu halten, „grundsätzlich für richtig“. Die Bildungsgewerkschaft wies jedoch darauf hin, dass die KMK viele Hoffnung verbreite, aber wenig konkrete Maßnahmen und Unterstützung anbiete. „Gerade in der zugespitzten Pandemiesituation mit der neuen Omikron-Variante des Corona-Virus‘ brauchen die Bildungseinrichtungen mehr denn je ganz hilfreiche Unterstützungsangebote. Hier duckt sich die KMK weg, obwohl Schulen überdurchschnittlich häufig von Corona-Ausbrüchen sowie Quarantänemaßnahmen betroffen sind und schließen mussten“, stellte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Freitag mit Blick auf den Corona-Beschluss der KMK fest. „Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Kinder, Jugendlichen und Studierenden, Pädagoginnen, Pädagogen und Lehrenden sowie der Eltern hätten schon längst deutlich nachhaltiger umgesetzt werden müssen. Das unzureichende Krisenmanagement der Kultus- und Wissenschaftsministerien hat die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in allen Bildungsbereichen verschlechtert und zu zusätzlichen Belastungen beigetragen.“ Weiterlesen

GEW: „Es geht um die Kinder – nicht nur um die Technik“

Bildungsgewerkschaft GEW zur KMK-Tagung: Ergänzung der KMK-Digitalisierungsstrategie geht in die richtige Richtung

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt, dass die Ergänzung der Digitalisierungsstrategie der Kultusministerkonferenz (KMK) in die richtige Richtung gehe. Gleichzeitig benannte die Bildungsgewerkschaft aber auch Bau- und Leerstellen des Papiers. „Die neue Schwerpunktsetzung ist völlig richtig. Der Fokus wird nicht mehr nur auf die Anwendungsorientierung gelegt, sondern es geht darum, Kinder und Jugendliche zu befähigen, souverän und mündig an der digitalen Welt teilzuhaben und diese mitzugestalten“, sagte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied Schule, mit Blick auf das Ergänzungspapier „Lehren und Lernen in der digitalen Welt“, das die KMK am Freitag veröffentlicht hat. Weiterlesen

GEW Bayern fordert den Rücktritt des AfD-Landtagsabgeordneten Markus Bayerbach

Mitteilung: GEW Bayern

Am 01.12.2021 veröffentlichte der Bayerische Rundfunkt rechtsradikale und verfassungsfeindliche Interna aus einer geschlossenen AfD-Chatgruppe. Im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags wurde daraufhin heute der Antrag auf Abberufung des Vorsitzenden Markus Bayerbach (AfD) angenommen, dem 450 Nachrichten im Chat nachgewiesen wurden. In zwei Wochen wird nun über seine Abberufung abgestimmt. Der Landesverband Bayern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert seinen Rücktritt und weitere Konsequenzen. Weiterlesen

GEW Bayern: Situation in den Schulen ist besorgniserregend

Mit großer Sorge beobachtet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern (GEW) die derzeitige Situation an Schulen. Der Gesundheitsschutz gegenüber Kindern und Beschäftigten muss angesichts der vierten Pandemiewelle an erster Stelle stehen.

Im Juni dieses Jahres hatte Ministerpräsident Söder angekündigt, dass es in jedem Klassenzimmer in Bayern bis zum Herbst einen Luftfilter geben werde. „Wir wollen im Herbst nicht wieder bei null anfangen“, twitterte er. Jetzt ist Spätherbst, in der Breite fehlen nach wie vor Luftfilter in den Klassenzimmern und so wütet auch dort die Pandemie erneut. Weiterlesen

„Verantwortungsvoller Abschluss in schwieriger Corona-Zeit“

Bildungsgewerkschaft GEW zum Ergebnis der Tarifrunde öffentlicher Dienst Länder

Potsdam – Als „verantwortungsvollen Abschluss in schwieriger Corona-Zeit“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) das Ergebnis der Tarifverhandlungen bezeichnet. „Mit Blick auf die aktuelle Pandemie-Situation ist der Abschluss zu vertreten. Viele Beschäftigte haben genau so wie wir mehr erwartet. Die Arbeitgeber waren aber leider nicht dazu bereit, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in der Corona-Krise gerecht zu werden“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Montag nach dem Ende der Verhandlungen in Potsdam. „Zusätzlich zu den Gehaltserhöhungen haben die Gewerkschaften die Hauptforderung der Arbeitgeber abgewehrt, durch Zerstückelung von Arbeitsabläufen eine schlechtere Eingruppierung vieler Beschäftigter durchzusetzen und damit Geld zu sparen. Das ist ein Erfolg, weil damit der Einsturz einer der Säulen der Tarifarchitektur verhindert worden ist.“    

Kernpunkte des Tarifabschlusses

  • Corona-Sonderzahlung in Höhe von 1.300 Euro bis März 2022, steuer- und sozialabgabenfrei*
  • 2,8 Prozent mehr Gehalt ab dem 1. Dezember 2022
  • Gesprächszusage über Beschäftigungsbedingungen für studentische Hilfskräfte
  • Höhere Zulagen für während der Corona-Pandemie besonders belastete Beschäftigtengruppen im Gesundheitsbereich 
  • Vertragslaufzeit: 24 Monate

Die Arbeitgeber wollten unbedingt durchsetzen, dass sie Beschäftigte anders als bisher, sprich niedriger in das Tabellensystem des Gehaltstarifvertrages eingruppieren können. Dafür hatten sie dem Thema „Arbeitsvorgang“ höchste Priorität gegeben. Dahinter verbergen sich Mechanismen, nach denen Beschäftigte in das Tabellensystem des Gehaltstarifvertrages einsortiert werden. Durch die Zerstückelung von Arbeitsabläufen sollte eine schlechtere Eingruppierung von Beschäftigten möglich gemacht werden.

Der Tarifabschluss 2021 gilt für rund 1,2 Millionen Angestellte im öffentlichen Dienst der Länder. Die Gewerkschaften verlangen, dass das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Bezüge der rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie die rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen wird.

Ver.di hat gegenüber der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) die Verhandlungsführerschaft für die DGB-Gewerkschaften GEW, GdP und IG BAU sowie die dbb tarifunion.

*Ergänzung durch die Redaktion: Auszubildende und PraktikantInnen erhalten eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von 650 Euro und um 50 EUR steigende Monatsentgelte ab dem 1. Dezember 2022.


29.11.2021
Ulf Rödde
Pressesprecher
GEW-Hauptvorstand
www.gew.de

 

1 2 3 14