Evaluation – Viel Brühe, wenig Fleisch

gsf – Nachdem zur Zeit in Bayern (und sicher auch in anderen Bundesländern) Evaluationsteams unterwegs sind, möchten wir an einen Artikel  von Hans Grillenberger* erinnern. Er hat den Text im April 2008 verfasst. Er war zu der Zeit Lehrer an einer mittelfränkischen Mittelschule und hatte den Artikel nach diversen „nachdenklich machenden“ Erlebnissen mit dem Evaluationsteam verfasst. Dieses  evaluierte kurze Zeit vorher seine Schule. Wer glaubt, dass dieser 15 Jahre alte Text im Wesentlichen an Aktualität eingebüßt hat, irrt.

So wurde 2008 sein Text im Magazin Auswege vorgestellt:

Geheimwaffe Evaluation? Austricksen der Öffentlichkeit im Sinne: Seht her, wir machen das Bildungssystem gesund? Ist Evaluation das Werk von Kontrollfetischisten und Apparatschiks in der Bildungsbürokratie? Oder lässt sich mit ihrer Hilfe tatsächlich Schule verbessern? Hans Grillenberger hat die Evaluation mal gegen den Strich gebürstet und sie dem Boden ein erhebliches Stück näher gebracht.

Wir bieten seinen Text im GEW-Magazin unverändert in punkto Inhalt und Layout an und wünschen größtes Lesevergnügen und maximale Nachdenklichkeit.weiter


*Hans Grillenberger war einer der beiden Gründerväter des Magazins Auswege, dem Vorläufer des GEW-Magazins. Er verstarb völlig unerwartet im Dezember 2018. Sein Tod war für uns ein unersetzlicher Verlust. 

 

Haftung bei Unfällen und anderen Entschädigungsfällen in der Schule

von Hans Grillenberger*

Im Rahmen einer Fortbildung für Schulleiter hat Martin Stumpf, zuständig bei der Regierung von Mittelfranken und Fachmann für Haftungsangelegenheiten, wertvolle Hinweise bei Problemfällen gegeben. Im folgenden einige nützliche Informationen aus seinem Vortrag für alle Lehrkräfte.
In konkreten Fällen Hilfen und Informationen zum Thema Haftung in der Schule natürlich am besten gleich beim Fachmann einholen: ed.rf1709252638m.ger1709252638@fpmu1709252638ts.ni1709252638tramg1709252638er1709252638
(Spamschutz: Bitte die Buchstaben „reg“ am Ang der Adresse entfernen. Danke!)

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Ein genialer Schachzug

Wie Bürgermeister, Eltern und Lehrkräfte von der CSU missbraucht werden – Stellungnahme der GEW Ansbach zur Mittelschule

von Hans Grillenberger und Günther Schmidt-Falck

Der Hauptschule gehen die Schüler aus. Das ist keine neue Erkenntnis. Von Berlin bis Bayern weiß man um diese Entwicklung. Die Eltern stimmen mit den Füßen ab. Viele wählen den Weg des höheren Schulabschluss und wollen ihren Kindern ein Zusammentreffen mit Mitgliedern der sog. bildungsfernen Schichten nicht zumuten.

Während in den meisten Bundesländern eine Zusammenlegung von Hauptschule und Realschule ohne ideologische Scheuklappen angegangen wird, reagieren bayerische Schulpolitiker reflexhaft und trotzig mit einem „Hauptschule jetzt erst recht“. … weiter

Lieber länger gemeinsam lernen

Stellungnahme zum Ansbacher Dialogforum am 1.12.2009

Bericht: GEW KV Ansbach/Hans Grillenberger

Die Regierung von Mittelfranken, das Staatliche Schulamt, der Landkreis und die Stadt Ansbach hatten am 1. Dezember 2009 zum Dialog-Forum „Mittelschule“ eingeladen. Zu der Veranstaltung waren Verteter der Kommunen, der Schulen, der Eltern und vieler öffentlicher Einrichtungen und Verbände gekommen. Man spürte zwar die gute Absicht der Veranstalter, die Hauptschule zu verbessern und das Problem der sinkenden Schülerzahlen in den Griff zu bekommen. Die neu zu bildenden Schulverbünde und Mittelschulen sind die bayerische Antwort darauf und auf die Tatsache, dass Eltern ihre Kinder lieber in Realschule und Gymnasium anmelden, da die Entwicklung der Hauptschulen seit langem unkalkulierbar geworden ist.

Trotzdem wurde schnell deutlich, dass es für die Hauptschule letztendlich keine verlässliche Perspektive gibt. Im Grunde genommen entpuppte sich der Nachmittag als Etikettenschwindel: … weiter