SPD-Anfragen zeigen: Mittel für den Digitalpakt werden aufgrund bürokratischer Hürden kaum abgerufen – Ausstattung der Schulen mit schnellem Internet mangelhaft

Mitteilung: BayernSPD-Landtagsfraktion

Die SPD-Landtagsfraktion kritisiert die schleppende Digitalisierung an den bayerischen Schulen. Grund: Die vom Bund bereitgestellten Mittel aus dem Digitalpakt werden von den Kommunen nur sehr spärlich abgerufen. Das geht aus zwei Anfragen der beiden SPD-Abgeordneten Klaus Adelt und Volkmar Halbleib für Ober- und Unterfranken hervor (siehe hier und hier). Demnach haben in beiden Regierungsbezirken nur rund drei Prozent der Kommunen bisher ein Förderantrag gestellt. In Oberfranken wurde nur ein einziger Antrag bewilligt, ausbezahlt wurde noch gar nichts. 25 Prozent aller Klassenzimmer und Fachräume verfügen noch nicht einmal über einen LAN-Anschluss, ein Drittel aller Schulen hat kein WLAN. In Unterfranken sind lediglich 20 Anträge bei insgesamt rund 676 Schulen im Regierungsbezirk bewilligt worden, ausbezahlt wurde aber auch dort noch nichts. Weiterlesen »

von Joscha Falck

Was lange währt, wird endlich gut. Seit dem 31. Juli 2019 wissen bayerische Schulen, was der im Bund lange diskutierte „DigitalPakt Schule“ konkret bedeutet. Die Förderrichtlinie „digitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen“ (dBIR) ist veröffentlicht und alle dazu nötigen Informationen auf der Homepage des Kultusministeriums verfügbar. … weiter


Bild von Tobias Albers-Heinemann auf Pixabay

 

18. April 2019 · Kommentare deaktiviert für Digitale Bildung braucht einen klaren Plan · Kategorien: Bildung und Soziales, Unterricht und Erziehung · Tags: , , , ,

Max Deisenhofer kritisiert bayerisches Digitalisierungskonzept: „Flickenteppich“

Mitteilung: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag

Aus Sicht der Landtags-Grünen lässt das am 12.4. vorgelegte Digitalisierungskonzept des FW-Bildungsministeriums zu wünschen übrig. „Mir fehlen der klare Plan, die konkreten Vorgaben zur digitalen Bildung aus dem Ministerium“, so Maximilian Deisenhofer. „Das Thema ist zu wichtig, um es allein den Medienkonzepten zu überlassen. Der Minister nimmt sich damit selbst aus der Verantwortung und überlässt den einzelnen Schulen die Umsetzung der digitalen Bildung ohne konkrete Vorgaben zu machen. Es braucht im Lehrplan aber verbindliche Inhalte und am besten auch ein dezidiertes Unterrichtsfach, in dem diese Inhalte vermittelt werden.“ Weiterlesen »

07. April 2019 · Kommentare deaktiviert für „Zukunftsblind“: Söder zieht Schulen das Netzkabel · Kategorien: Unterricht und Erziehung · Tags: ,

Eine Stellungnahme der Ansbacher Grünen zur Digitalisierung befindet sich weiter unten!  Ganz am Ende findet sich das Statement der GEW Ansbach!


Maximilian Deisenhofer fordert Fortsetzung des Förderprogramms zur IT-Ausstattung der Schulen

Mitteilung: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag

Den plötzlichen Stopp des bayerischen Förderprogramms zur IT-Ausstattung der bayerischen Schulen kommentiert der Sprecher für digitale Bildung der Landtags-Grünen, Maximilian Deisenhofer:

„Ausgerechnet bei der digitalen Ausstattung unserer Schulen zieht die Söder-Regierung jetzt das Netzkabel. Das ist zukunftsblind und wird bayerischen Ansprüchen nicht gerecht. Erst hat sich die CSU mit aller Kraft gegen finanzielle Unterstützung unserer Schulen durch den Bund gestemmt, jetzt stoppt sie überhastet ihr eigenes Förderprogramm noch bevor der erste Euro aus Berlin nach Bayern gezahlt wurde. Damit wird eine bessere IT-Ausstattung unserer Schulen noch länger auf sich warten lassen. Es rächen sich jetzt die teuren Wahlkampfversprechen. Auch wenn der Söder-Regierung das Geld ausgeht: Diese Entscheidung muss rückgängig gemacht werden!“


PM v. 5.4.2019
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag
www.gruene-fraktion-bayern.de


Ganz anders geartete Gedanken im Vergleich zu der oben abgedruckten Pressemitteilung der Landtags-Grünen formulierte Richard Illig, Stadtrat der Grünen, in einer Pressemitteilung der vier Ansbacher Grünen-Stadträte (U. Fröhlich, R. Illig, Dr. Chr. Schoen, M. Sichelstiel) zum Thema  Digitalisierung. Die LeserInnen mögen sich ihr eigenes Bild machen:

„Bevor man Millionen Euro für Geräte in die Schule pumpt – ohne jeden Sachverstand, ohne jegliche Qualifizierung der Lehrer und ohne jedes Konzept -, müssten erstmal durch eine bessere Personalpolitik (mehr Lehrer, pädagogische Sonderkräfte, Schulpsychologen) die Schulen überhaupt in die Lage versetzt werden, vernünftigen und menschlichen Unterricht abzuhalten.“ (zitiert laut Presseerklärung der vier Ansbacher Stadträte der Grünen, FLZ v. 26.3.2019)


Die GEW Ansbach meint dazu:

Der informationstechnische Bereich in Schulen muss dringend ausgebaut werden.  Eine finanzielle Förderung ist unbedingt notwendig. Gleichzeitig brauchen unsere Schulen aber auch dringend mehr Personal und die bereits vorhandenen Weiterbildungsmöglichkeiten der Lehrkräfte im IT-Bereich müssen zusätzlich verstärkt werden.

Beide Bereiche stehen aber nicht im Gegensatz zueinander. Trotz eines Verzichts auf die Fördergelder der Digitalisierung würde keine einzige Lehrkraft zusätzlich eingestellt werden. Was allerdings dieser Verzicht mit einem “vernünftigen” und “menschlichen” Unterricht zu tun haben soll, bleibt für die GEW Ansbach nicht nachvollziehbar.


siehe dazu auch die Mitteilung der GEW Bayern v. 11.4.2019: Kein Ende der Kreidezeit an vielen Schulen in Bayern absehbar!