Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 59: Abschied vom Fluss

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 59

 

Abschied vom Fluss

„Dann treibt eine ganze Insel von ausgerissenen Bäumen vorbei, auf der sich ein abgemagerter Hund duckt als sei er unbefugt, ein blinder Passagier. Meine Gedanken folgen ihm, wie er in den Wolkenbrüchen davonzieht.“
(Werner Herzog)

Gestern habe ich noch einmal fast einen kompletten Tag am Fluss verbracht. Man kann den kleinen Fischen, die im flachen Wasser um den Steg herumwuseln, beinahe beim Wachsen zusehen. Gegen Nachmittag flog ein Eisvogel mit schrillem Schrei quer über den Fluss, und man sah sein Gefieder in der Sonne aufblitzen. Das allein hat mir den Tag gut gemacht. Ein kräftiger Wind kräuselte die Wasseroberfläche und rauschte in den Erlen, die das Ufer säumen. Nach der Schule stieß U zu mir, und wir sind dann noch einmal gemeinsam ausgiebig geschwommen.

Ich las ein Gespräch, dass das Magazin der Süddeutschen Zeitung mit Ferdinand von Schirach geführt hat und das mir gut gefallen hat. Darin findet sich folgende Passage: „Das Geheimnis, das Wunderbare und Unerklärliche ist der tiefste Grund für Kunst. Wenn es das nicht mehr gibt, verschwindet auch sie. Dann ist alles durchdekliniert und sieht aus wie die Oberfläche eines iPhone. Das ist nicht mehr meine Welt.“ … weiter


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Bild von Alexander Belyaev auf Pixabay


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Neue Studie zur Mediennutzung im Kontext der Reformpädagogik

Bericht: Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Gute Medienbildung ohne Bildschirm – gelingt das? MünDig-Studie bringt neue Erkenntnisse zum Thema Mündigkeit und Digitalisierung in der Reformpädagogik Foto: Charlotte Fischer/Alanus Hochschule

Wie lernen Kinder und Jugendliche, mit Medien souverän umzugehen? Welches Medium – analog oder digital – ist zu welchem Zweck und in welchem Alter sinnvoll? Und wie ist vor diesem Hintergrund die Medienbildung an Waldorfschulen und Waldorfkindergärten zu beurteilen?

Die aktuelle MünDig-Studie („Mündigkeit und Digitalisierung“), die unter der Leitung von Paula Bleckmann, Professorin der Alanus Hochschule, durchgeführt wurde, geht diesen Fragen nach. Erstmalig wurde bei der Untersuchung zum Thema „Bildung im digitalen Zeitalter“ neben Tablet- und PC-Einsatz auch an Zettelkästen, Daumenkinos und Bibliotheksbesuche gedacht. … weiter

Direktdownload der Studie als pdf-Datei


Quelle: www.alanus.edu

 

Bildung einer Selbsthilfegruppe „Digitalisierung des Unterrichts“

Viele Schulen sind schon seit seit einiger Zeit mit der Digitalisierung des Unterrichts zu Gange. In schulhausinternen Fortbildungen, Planungsgruppen und Konferenzen wird versucht, Digitalisierungskonzepte zu entwickeln und sie an die Möglichkeiten und Anforderungen der eigenen Schule anzupassen. 
Die GEW Ansbach hatte die Idee, eine „Digitalisierungsgruppe“ für die Grundschule und die Sek. I zum Austausch und zur gegenseitigen Hilfe einzurichten. Weiterlesen

Digitale Medien in der Grundschule

Bericht: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Sollten Kinder schon in der Grundschule im Unterricht mit Tablets arbeiten? Würzburger Lehramtsstudierende stehen dem positiv gegenüber – mit einer Einschränkung.

Wenn Kinder eingeschult werden, sind viele von ihnen bereits mit Smartphones und Tablets vertraut. Diese Geräte können auch im Anfangsunterricht ab der ersten Klasse zum Einsatz kommen. Sie sind dann zum Beispiel mit Apps bestückt, die das Lesen- und Schreibenlernen unterstützen. Auf den sinnvollen Einsatz solcher digitalen Medien in der Grundschule werden Lehramtsstudierende an der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg vorbereitet. … weiter


Quelle: www.uni-wuerzburg.de

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 52: Vom übers Knie legen

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 52

 

Vom übers Knie legen

„So ist das. Man macht dies, man macht das, und auf einmal war’s ein Leben.“
(Bernhard Schlink)

Anderntags ging ich frühmorgens in den botanischen Garten. Weil es in den letzten Tagen endlich mal geregnet hat, duftete es intensiv nach Blüten, Pflanzen und Erde. Ich setzte mich in der milden Morgensonne auf eine Bank und las in der SZ vom Wochenende. Ein Amselmännchen hüpfte aufgeregt um mich herum. Es trug einen Wurm im Schnabel, der links und rechts herabbaumelte. Die Amsel wirkte orientierungslos, so als hätte sie vergessen, wo sich das Nest befindet, in dem aufgesperrte Schnäbel auf diesen Wurm warteten. Irgendwann verlor ich sie aus den Augen. Aus dem Hang in meinem Rücken duftete der Bärlauch, dessen kugelige, weiße Blüten wie kleine explodierende Feuerwerkskörper leuchteten. Plötzlich wurde auf der nahen Straße eine Baumaschine angeworfen und der sonnige Mai-Morgen ging für mich rabiat zu Ende. … weiter

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Bild von mohamed Hassan auf Pixabay (veränd.)


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„Digitalisierung verstärkt soziale Spaltung – Umsteuern für Digitalpakt 2.0 nötig“

Bildungsgewerkschaft GEW stellt Studie „Die Umsetzung des Digitalpakts Schule 2022“ vor: „Digitalisierungsschub kommt nicht überall an“

Berlin – Der Digitalisierungsschub an den Schulen während der Corona-Pandemie hat die soziale Spaltung an den Schulen teilweise verstärkt. Das ergibt sich aus der Studie „Die Umsetzung des Digitalpakts 2022. Perspektiven der schulischen Praxis mit Blick auf zentrale Steuerungsfragen und Herausforderungen“, die die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Montag während einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt hat. Die Bildungsgewerkschaft verlangt deshalb, dass für den „Digitalpakt 2.0“ unbedingt um- und nachgesteuert werden müsse. Weiterlesen

„Medienkompetenz: Schlüssel zur Demokratie in der digitalisierten Gesellschaft“

Bildungsgewerkschaft GEW zum Safer Internet Day „Fit für die Demokratie – Stark für die Gesellschaft“

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) setzt sich am Safer Internet Day (SID) dafür ein, die Medienkompetenz junger Menschen zu stärken. „Medienkompetenz ist im digitalen Zeitalter nicht nur ein wichtiger Schlüssel zur persönlichen Teilhabe, sondern stärkt auch die Demokratie insgesamt“, betonte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandmitglied Schule, heute mit Blick auf den SID am Dienstag. Digitalisierung auf Anwendungsfragen zu verkürzen, sei kritisch zu hinterfragen: „Einfach ein Mehr an Digitalisierung reicht nicht: Junge Menschen müssen darauf vorbereitet werden, die digitalisierte Welt demokratisch zu gestalten sowie souverän und mündig in unserer Gesellschaft zu leben.“ Dafür seien kritisches Reflexionsvermögen und das Wissen über gesellschaftliche, ökonomische und historische Zusammenhänge notwendig. „Deshalb begrüßen wir, dass die Kultusministerkonferenz Ende 2021 noch einmal betont hat, dass die Medienkompetenz in der Schule eine wichtigere Rolle spielen solle“, sagte Bensinger-Stolze. Weiterlesen

Neues Bildungsmaterial: Digitalisierung im Kapitalismus

Attac veröffentlichte das Bildungsmaterial gemeinsam mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie und der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Das Material trägt den Titel

Wirtschaft demokratisch gestalten lernen: Digitalisierter Kapitalismus
Materialien für die Bildungsarbeit zu globalen Machtverhältnissen, sozial-ökologischen Auswirkungen und Alternativen im Kontext von Digitalisierung

In der Beschreibung heißt es dazu: „Digitalisierung ist eines der zentralen Themen der Zeit. Vielen gilt sie als die technische Lösung der ökologischen und sozialen Krisen des globalen Kapitalismus: Smarte digitale Technik mache wirtschaftliche Prozesse energie- und ressourceneffizienter und spare Transportwege, meinen sie. Und, so ihre Hoffnung, auch in den Ländern des Südens stehe wirtschaftlichem Wachstum und Wohlstand nicht mehr viel im Weg, wenn erst die nächste Milliarde Menschen dort Zugang zum Internet habe.“ Weiterlesen

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