Schulbücher oder digitale Medien?

von Detlef Träbert

Das Saarland ist das kleinste Flächenland der 16 deutschen Bundesländer. Aber sein Kultusministerium ist stolz darauf, Vorreiter in Sachen Digitalisierung zu sein. Im laufenden Schuljahr sollen alle saarländischen Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 3 wie auch deren Lehrkräfte mit Tablets und den nötigen Lernprogrammen ausgestattet werden. Damit will Kultusministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) die Konsequenzen aus den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie ziehen, als zeitweise nicht alle Kinder und Jugendlichen durch ihre Lehrer erreicht werden konnten. „Mit dem neuen System wollen wir Schritt für Schritt die bestehende Schulbuchausleihe ablösen“, zitiert der Kölner Stadt-Anzeiger vom 23.12.2022 die Ministerin. … weiter


Bild von Dorothe auf Pixabay

 

„Wir brauchen neue digitale Kompetenzen“

Mikro Micro

 

Unter diesem Titel antwortet Anastasia Kozyreva am 21.11.2022 im Interview auf der Seite des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, mit welchen Strategien man mehr Kontrolle über die eigene Online-Mediennutzung gewinnen kann.

 

„In Deutschland verbringen Menschen laut Statista rund fünfeinhalb Stunden täglich online. Viele merken zwar, dass ihnen das nicht gut tut, schaffen es aber nicht, den Computer auszuschalten oder das Handy wegzulegen. Forschende aus Berlin, Stanford und Bristol haben eine Strategie erarbeitet, die das erleichtern soll.“ (Quelle: https://www.mpib-berlin.mpg.de/1576246/news_publication_19513792_transferred)

zur Interviewseite mit Anastasia Kozyreva (print-Version)

 

CIO-Barometer: Digitalisierung kommt nur langsam voran

Bericht: Hochschule Koblenz – University of Applied Sciences

CIOs und IT-Entscheider blicken ohne Euphorie auf den Stand der digitalen Transformation in Deutschland. In der Index-Studie CIO Barometer vergeben sie nur 102 von 200 möglichen Punkten für den aktuellen Status quo der Digitalisierung. Die Entwicklung der letzten zwölf Monate sehen sie sogar leicht negativ. Aber es gibt auch einige positive Tendenzen in der von VOICE – Bundesverband der IT-Anwender, der Hochschule Koblenz sowie dem Sourcing- und Benchmark-Spezialisten Metrics durchgeführten Studie, die ab sofort zum Download unter www.hs-koblenz.de/cio-barometer bereitsteht. … weiter


Quelle: www.hs-koblenz.de

 

„Schule: Vom Virus getrieben“

Unter dieser Überschrift hat Jeanette Klauza am 25.7.2022 im gewerkschaftlichen Debattenmagazin Gegenblende einen Artikel über die Digitalisierung in der Schule und deren Mängel geschrieben. Es fehlt in der Schule nicht nur die digitale Ausstattung …
Eine lesenswerte Bestandsaufnahme!

Schule: Vom Virus getrieben
Keinen Bereich der Gesellschaft hat die Pandemie so sehr verändert wie das Bildungssystem – und nirgends sind die Mängel der Digitalisierung so deutlich erkennbar. Immerhin: Jetzt ist die Größe der Aufgabe klar. Den ganzen Text lesen

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 59: Abschied vom Fluss

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 59

 

Abschied vom Fluss

„Dann treibt eine ganze Insel von ausgerissenen Bäumen vorbei, auf der sich ein abgemagerter Hund duckt als sei er unbefugt, ein blinder Passagier. Meine Gedanken folgen ihm, wie er in den Wolkenbrüchen davonzieht.“
(Werner Herzog)

Gestern habe ich noch einmal fast einen kompletten Tag am Fluss verbracht. Man kann den kleinen Fischen, die im flachen Wasser um den Steg herumwuseln, beinahe beim Wachsen zusehen. Gegen Nachmittag flog ein Eisvogel mit schrillem Schrei quer über den Fluss, und man sah sein Gefieder in der Sonne aufblitzen. Das allein hat mir den Tag gut gemacht. Ein kräftiger Wind kräuselte die Wasseroberfläche und rauschte in den Erlen, die das Ufer säumen. Nach der Schule stieß U zu mir, und wir sind dann noch einmal gemeinsam ausgiebig geschwommen.

Ich las ein Gespräch, dass das Magazin der Süddeutschen Zeitung mit Ferdinand von Schirach geführt hat und das mir gut gefallen hat. Darin findet sich folgende Passage: „Das Geheimnis, das Wunderbare und Unerklärliche ist der tiefste Grund für Kunst. Wenn es das nicht mehr gibt, verschwindet auch sie. Dann ist alles durchdekliniert und sieht aus wie die Oberfläche eines iPhone. Das ist nicht mehr meine Welt.“ … weiter


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Bild von Alexander Belyaev auf Pixabay


Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GEWerkschaftsMagazin

 

Neue Studie zur Mediennutzung im Kontext der Reformpädagogik

Bericht: Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Gute Medienbildung ohne Bildschirm – gelingt das? MünDig-Studie bringt neue Erkenntnisse zum Thema Mündigkeit und Digitalisierung in der Reformpädagogik Foto: Charlotte Fischer/Alanus Hochschule

Wie lernen Kinder und Jugendliche, mit Medien souverän umzugehen? Welches Medium – analog oder digital – ist zu welchem Zweck und in welchem Alter sinnvoll? Und wie ist vor diesem Hintergrund die Medienbildung an Waldorfschulen und Waldorfkindergärten zu beurteilen?

Die aktuelle MünDig-Studie („Mündigkeit und Digitalisierung“), die unter der Leitung von Paula Bleckmann, Professorin der Alanus Hochschule, durchgeführt wurde, geht diesen Fragen nach. Erstmalig wurde bei der Untersuchung zum Thema „Bildung im digitalen Zeitalter“ neben Tablet- und PC-Einsatz auch an Zettelkästen, Daumenkinos und Bibliotheksbesuche gedacht. … weiter

Direktdownload der Studie als pdf-Datei


Quelle: www.alanus.edu

 

Bildung einer Selbsthilfegruppe „Digitalisierung des Unterrichts“

Viele Schulen sind schon seit seit einiger Zeit mit der Digitalisierung des Unterrichts zu Gange. In schulhausinternen Fortbildungen, Planungsgruppen und Konferenzen wird versucht, Digitalisierungskonzepte zu entwickeln und sie an die Möglichkeiten und Anforderungen der eigenen Schule anzupassen. 
Die GEW Ansbach hatte die Idee, eine „Digitalisierungsgruppe“ für die Grundschule und die Sek. I zum Austausch und zur gegenseitigen Hilfe einzurichten. Weiterlesen

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