Computerspiele im Unterricht: Auf die Lehrperson kommt es an

Bericht: Universität zu Köln

Lehrkräfte von morgen sehen in Computerspielen didaktisches Potential. Im Lehramtsstudium sollten sie daher einen zentralen Stellenwert einnehmen / Veröffentlichung in „British Journal of Educational Technology“

Neue Studienergebnisse eines Forschungsteams der Uni Köln zeigen, dass zukünftige Lehrkräfte Computerspiele im Unterricht einsetzen möchten. Die Studie identifiziert besonders relevante Aspekte, die bereits im Lehramtsstudium adressiert werden sollten, um diese Absicht zu stärken. Die Studienergebnisse wurden unter dem Titel „Teaching with digital games: How intentions to adopt digital game-based learning are related to personal characteristics of pre-service teachers“ in der Fachzeitschrift British Journal of Educational Technology veröffentlicht. … weiter


Quelle: www.uni-koeln.de
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Digitale Kompetenzen für die Grundschule

Virtueller Kurs der Universität Bamberg für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende auf dem KI-Campus

Mitteilung: Universität Bamberg

Kinder sind neugierig und wollen lernen – gleichzeitig sind sie abhängig von Erwachsenen. Ist eine Lehrkraft nicht technikaffin, kann die Bereitschaft von Kindern zum Erlernen digitaler Kompetenzen schnell ausgebremst werden. Für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende, die sich in das Thema „Daten“ einarbeiten wollen und Anregungen suchen, wie sie das Thema an Kinder im Grundschulalter vermitteln können, hat die Universität Bamberg nun einen Online-Kurs entwickelt. Weiterlesen

„Medienkompetenz: Schlüssel zur Demokratie in der digitalisierten Gesellschaft“

Bildungsgewerkschaft GEW zum Safer Internet Day „Fit für die Demokratie – Stark für die Gesellschaft“

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) setzt sich am Safer Internet Day (SID) dafür ein, die Medienkompetenz junger Menschen zu stärken. „Medienkompetenz ist im digitalen Zeitalter nicht nur ein wichtiger Schlüssel zur persönlichen Teilhabe, sondern stärkt auch die Demokratie insgesamt“, betonte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandmitglied Schule, heute mit Blick auf den SID am Dienstag. Digitalisierung auf Anwendungsfragen zu verkürzen, sei kritisch zu hinterfragen: „Einfach ein Mehr an Digitalisierung reicht nicht: Junge Menschen müssen darauf vorbereitet werden, die digitalisierte Welt demokratisch zu gestalten sowie souverän und mündig in unserer Gesellschaft zu leben.“ Dafür seien kritisches Reflexionsvermögen und das Wissen über gesellschaftliche, ökonomische und historische Zusammenhänge notwendig. „Deshalb begrüßen wir, dass die Kultusministerkonferenz Ende 2021 noch einmal betont hat, dass die Medienkompetenz in der Schule eine wichtigere Rolle spielen solle“, sagte Bensinger-Stolze. Weiterlesen

GEW: „Es geht um die Kinder – nicht nur um die Technik“

Bildungsgewerkschaft GEW zur KMK-Tagung: Ergänzung der KMK-Digitalisierungsstrategie geht in die richtige Richtung

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt, dass die Ergänzung der Digitalisierungsstrategie der Kultusministerkonferenz (KMK) in die richtige Richtung gehe. Gleichzeitig benannte die Bildungsgewerkschaft aber auch Bau- und Leerstellen des Papiers. „Die neue Schwerpunktsetzung ist völlig richtig. Der Fokus wird nicht mehr nur auf die Anwendungsorientierung gelegt, sondern es geht darum, Kinder und Jugendliche zu befähigen, souverän und mündig an der digitalen Welt teilzuhaben und diese mitzugestalten“, sagte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied Schule, mit Blick auf das Ergänzungspapier „Lehren und Lernen in der digitalen Welt“, das die KMK am Freitag veröffentlicht hat. Weiterlesen

Lehren und Lernen in der digitalen Welt: Kultusministerkonferenz verabschiedet ergänzende Empfehlung zur Strategie „Bildung in der digitalen Welt“

Die Publikation fokussiert notwendige digitale Transformationsprozesse schulischer Bildung

Mitteilung: KMK

Fünf Jahre nach Verabschiedung der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ beschließt die 376. Kultusministerkonferenz die ergänzende Empfehlung „Lehren und Lernen in der digitalen Welt“. Die Ergänzung vertieft einzelne Aspekte der Strategie, reflektiert die Erfahrungen aus der Phase der Pandemie und stellt die Bedeutung der Unterrichtsqualität und Schulentwicklung beim Einsatz neuer Technologien heraus. Mit der ergänzenden Empfehlung wird der Fokus auf die notwendigen digitalen Schulentwicklungsprozesse und auf die Qualifizierung der Lehrkräfte in didaktischer und technischer Hinsicht gelegt. Das Ziel ist, die Qualität des Unterrichts zu verbessern. Weiterlesen

Bundestagswahl 2021: Die Schul- und Bildungsdigitalisierung und ihre leeren politischen Signifikanten

Wovon in puncto Digitalisierung die Parteien schweigen, darüber muss der, wer eine echte Wahl haben will, reden!

von Bernd Schoepe

„Alle Veränderungen sind nur Änderungen des Themas.“
César Aira, argentinischer Schriftsteller, Compleaños, 2001

Es gehört zu den Eigenarten des nun schon seit über einem Jahr andauernden, bereits an sich höchst eigenartigen Interregnums des Corona-Narrativs, dass es dieses Thema – wie kein anderes je zuvor – vermocht hat, die öffentliche Debatte und mediale Wahrnehmung fast restlos in Beschlag zu nehmen.

In einer vorher noch nicht dagewesenen Weise wurde das Feld öffentlicher Aufmerksamkeit auf SARS-CoV-2 und die pandemischen Folgen fokussiert, ja diesbezüglich dergestalt okkupiert, dass seitdem in seinem Windschatten kein anderes Themenpflänzlein mehr gedeihen kann. So als gäbe es kein gesellschaftliches Morgen mehr, sondern nur noch den Kampf aller (?!) gegen den Tod in Form eines unsichtbaren und offenbar besonders heimtückischen Virus, wurden alle anderen globalen Probleme unter der nicht abreißenden Lawine der Inzidenzzahlen von auf SARS-CoV-2 positiv Getesteter, in der medialen Arena begraben. … weiter


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Fachtag „Bildung in der digitalen Welt“ am 24. April

Die GEW Bayern lädt zum Online-Fachtag  am 24.4.2021 ein!

  • Vorträge, Workshops, Diskussion 
  • 13.30 – 17.30 Uhr

Die Digitalisierung verändert alle Bereiche unserer Gesellschaft. Neben positiven Effekten gibt es viele Probleme und fragwürdige Entwicklungen. So hat die Corona-Pandemie gezeigt, dass Dank digitaler Technik, soweit sie denn vorhanden und funktionsfähig war, im Homeoffice Arbeiten und Unterrichten auch über die Distanz möglich waren. Gleichzeitig traten aber auch alte und neue Spannungsfelder wie soziale Ungleichheit oder Arbeitsüberlastung verstärkt zu Tage.

Aus GEWerkschaftlicher Sicht gilt es, die Digitalisierung kritisch zu begleiten und aktiv zu beeinflussen. Von allen Institutionen, von der KiTa bis zur Erwachsenenbildung, wird erwartet, dass sie die Menschen fit machen für die digitale Welt. Doch welche Bildung ist damit gemeint und welche ist aus GEWerkschaftlicher Sicht notwendig? Wie können wir auf die Gestaltung von Lern- und Arbeitsbedingungen im Bildungsbereich Einfluss nehmen?

Die GEW Bayern bietet am 24. April 2021 von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr einen Online-Fachtag zum Thema „Bildung in der digitalen Welt“ an und begrüßt all diejenigen, die einen kritischen Blick auf die Digitalisierung werfen möchten. Neben dem Hauptvortrag von Fred Schell „Welche Bildung erfordert die digitale Transformation?“ laden über zehn Workshops von je 60 Minuten zum Mitdiskutieren ein. Weiterlesen

Zehn Thesen zur Digitalisierung der Schulen

von Bernd Schoepe

1. Es gibt keine validen wissenschaftlichen Aussagen darüber, dass digitalisierte Lehr-und Lernmethoden in der Schule zu einer Verbesserung der Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler führen. Selbst der OECD-Koordinator für die PISA-Bildung, Prof. Dr. Andreas Schleicher, befand 2019, ausgerechnet im Zusammenhang mit der Einführung des „Digitalpaktes“ von Bund und Ländern: „Technologie in unseren Schulen schadet mehr, als sie nützt.“

Eine neuere OECD-Studie kommt stattdessen zu dem Ergebnis (1), dass – wie schon die umfangreichen Hattie-Studien gezeigt haben – die Lehrerpersönlichkeit die wichtigste Einflussgröße zur erfolgreichen, Bildung ermöglichenden Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler darstellt.
1) Frankfurter Allgemeine Zeitung, Sozial Schwache nutzen Computer eher zum Spielen, 15.09.2015.
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Das ist die erste These. Hier geht es weiter mit den Thesen 2 bis 10

 

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