Atempausen gegen den Stress
Eine Rezension von Detlef Träbert
Ob in Kitas oder in Grundschulen – der alltägliche Stress hat über die letzten Jahre hinweg stetig zugenommen und ein mittlerweile nicht mehr leicht zu ertragendes Niveau erreicht. Da kommt eine „Achtsame Atempause“ *) gerade recht, ob für Kita-Erzieher*innen oder Lehrer*innen in der Grundschule. Die 30 Übungen für den Einsatz bei chaotischen Wirbelwinden von vier bis zehn Jahren können Kinder im Laufe etwa eines viertel Jahres tatsächlich positiv beeinflussen. Weiterlesen
Wer sich regelmäßig in Achtsamkeitsmeditation übt, tut nicht nur Gutes für seine psychische Gesundheit, sondern verbessert langfristig auch seine Leistungsfähigkeit. Diesen positiven Effekt hat WZB-Forscherin Mira Fischer gemeinsam mit Lea Cassar (Universität Regensburg) und Vanessa Valero (Loughborough University) erstmals für Studierende in einer größeren randomisierten Feldstudie nachgewiesen. Ihre Noten hatten sich ein halbes Jahr nach Abschluss eines Kurses in achtsamkeitsbasierter Stressreduktion deutlich verbessert. …
Mentales Training verringert die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Haar. Das haben WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig herausgefunden. Die Cortisolmenge im Haar gibt Auskunft darüber, wie stark eine Person durch anhaltenden Stress belastet ist. Frühere positive Trainingseffekte hatten sich in akuten Stresssituationen oder an einzelnen Tagen gezeigt –oder basierten auf Selbstauskünften der StudienteilnehmerInnen. Die aktuelle Studie erbringt damit erstmals einen objektiven Beleg dafür, dass mentales Training körperliche Anzeichen von langen Stressphasen verringert, auch bei gesunden Menschen. …