Klarträume: Bewusstseinsforschung im Schlaf

Bericht: Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)

Träum ich oder bin ich wach – wer hat sich diese Frage nicht schon einmal gestellt? Wenn beides zusammenfließt, spricht man von einem Klartraum. Mit dem Film „Inception“ wurde das Klarträumen einem großen Publikum bekannt, erlebte danach einen Boom im Netz und in den sozialen Medien. Aktuell ist es immer noch sehr populär. Bei Klarträumen oder luziden Träumen weiß man während des Träumens, dass man träumt. Dieser Bewusstseinszustand ermöglicht das Beeinflussen der Traumhandlung. So können etwa Albträume bewältigt werden, Bewegungsabläufe geübt oder einfach Dinge gemacht werden, die Spaß machen. Denkbar ist sogar gezielte Kommunikation nach außen. … weiter


Quelle:
www.dgsm.de
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Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 39: Verlust der Kohärenz

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 39

 

Verlust der Kohärenz

Die Welt des Glücklichen ist eine andere als die des Unglücklichen.“
(Ludwig Wittgenstein)

Am Samstag, dem 9. Oktober, bin ich bei sonnigem Herbstwetter nochmal in die Lahn gestiegen, wenn auch nur für Sekunden. Bei 13 Grad Wassertemperatur war nicht mehr drin als ein paar hastige Schwimmzüge. Aber es war toll, nachher das Kribbeln des kalten Wassers am ganzen Körper zu spüren. Als Zugabe sah ich einen Eisvogel zwei Mal im Tiefflug über die Lahn flattern. Ich setzte mich nach dem kurzen Bad auf die Treppe am Steg und las in Camus‘ Der Mythos des Sisyphos. Über den Begriff des Unkontrollierbaren, der gleich eingangs des Buches eine gewisse Rolle spielt, muss ich bei Gelegenheit intensiver nachdenken. Ich bin ihm schon einmal in einem Text von John Berger begegnet, der Ein Apfelgarten heißt und als offener Brief an den Bürgermeister von Lyon entstanden ist. In der Stadt sollte ein altes Gefängnis, das die Leute Der Hexenkessel nannten, abgerissen werden. John Berger schlug vor, an der Stelle, wo das Gefängnis stand, statt eines Supermarktes einen Apfelgarten anzulegen. „Die Blüten im Frühling, die Früchte im späten Oktober wären ein Andenken an alle Träume, die hier einst geträumt wurden. Hier, dieses Wort, Monsieur, möchte ich betonen, hier.“ … weiter

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Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GEWerkschaftsMagazin

 

Haaranalysen zeigen: Meditationstraining verringert Langzeitstress

Bericht: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Mentales Training verringert die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Haar. Das haben WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig herausgefunden. Die Cortisolmenge im Haar gibt Auskunft darüber, wie stark eine Person durch anhaltenden Stress belastet ist. Frühere positive Trainingseffekte hatten sich in akuten Stresssituationen oder an einzelnen Tagen gezeigt –oder basierten auf Selbstauskünften der StudienteilnehmerInnen. Die aktuelle Studie erbringt damit erstmals einen objektiven Beleg dafür, dass mentales Training körperliche Anzeichen von langen Stressphasen verringert, auch bei gesunden Menschen. … weiter


Quelle:
www.cbs.mpg.de
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Kinder nicht als Tyrannen abstempeln – Stellungnahme zur TV-Dokumentation zur Arbeit des Kinderpsychiaters Winterhoff

Stellungnahme: Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V.

Kinder, die sich auffällig verhalten und ihre Eltern herausfordern, tun dies aus einer inneren Not heraus, nicht um ihre Eltern zu tyrannisieren. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) in einer Stellungnahme anlässlich der im August ausgestrahlten WDR-Dokumentation zu den Behandlungsmethoden des Bonner Kinder- und Jugendpsychiaters Michael Winterhoff hin. Weiterlesen

Lehrer*innengesundheit 4.0

FH-Absolventin erhält Auszeichnung für ihre Masterarbeit

Bericht: Fachhochschule Bielefeld

Dana Jarczyk untersuchte die gesundheitlichen Auswirkungen der Mediennutzung in Schulen auf Lehrerinnen und Lehrer. Ihre Masterarbeit enthält hochaktuelle Thesen in Zeiten von Corona und wurde nun mit dem 1. Award des „Berufsverbands Deutscher Soziologinnen und Soziologen e.V.“ ausgezeichnet.

Im vergangenen Jahr wurde wie in einem Brennglas sichtbar: Deutschlands Schulen hinken in der Digitalisierung hinterher. Wir hören hier viel von den Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler – doch wie sieht es auf der anderen Seite des Bildschirms aus? In ihrer Masterarbeit untersuchte Dana Jarczyk von der Fachhochschule (FH) Bielefeld die berufsbedingte Mediennutzung von Lehrkräften und das Entstehen von „Technostress“. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.fh-bielefeld.de

 

Bewegung bringt bei Depressionen das Gehirn auf Trab

Aktivität tut dem Gehirn gut. Sie fördert zum Beispiel seine Bereitschaft, sich zu verändern und anzupassen

Bericht: Ruhr-Universität Bochum

Die doppelt hilfreiche Wirkung von Bewegung bei Depressionen belegt eine Studie der Universitätsklinik für Psychiatrie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) am Campus Ostwestfalen-Lippe: Körperliche Aktivität mindert nicht nur die depressiven Symptome. Sie steigert auch die Veränderungsbereitschaft des Gehirns, die Voraussetzung für Anpassungs- und Lernprozesse ist.

„Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig vermeintlich einfache Dinge wie körperliche Aktivität in der Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen wie Depressionen sind“, so Studienleiterin Privatdozentin Dr. Karin Rosenkranz. Die Studie wurde am 9. Juni 2021 in der Zeitschrift Frontiers in Psychiatry veröffentlicht. … weiter


Quelle: www.news.rub.de

 

Ein Jahr zum Vergessen? Schule neu denken!

Internationale Meta-Studie findet vielschichtige Bildungsdefizite, am stärksten betroffen sind Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Milieus.

Bericht: Universität Augsburg

Groß war die Freude von (bayerischen) Schulkindern (und ihren Eltern) als sie im Juni endlich wieder komplett in die Schulen durften. Kein Wechselunterricht mehr, kein Homeschooling. Doch ist jetzt wirklich alles wieder gut für die Schülerinnen und Schüler?

Klaus Zierer hat seit Beginn der Schulschließungen intensiv an der Frage geforscht, wie sich Schulschließungen und Distanzunterricht auf Kinder und Jugendliche auswirken. Er ist Professor für Schulpädagogik an der Universität Augsburg und hat im Rahmen einer Meta-Studie internationale Daten zu den Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgewertet. Sein Befund ist eindeutig: Kinder und Jugendliche weisen in allen Bereichen ihrer Persönlichkeitsentfaltung Defizite vor. Am stärksten betroffen sind Lernende aus bildungsfernen Milieus. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.uni-augsburg.de/de

Gewahrsein ohne Ich-Gefühl

Bisher umfangreichste Studie zum Erleben des sogenannten reinen Bewusstseins bei der Meditation veröffentlicht

Bericht: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Bei der Meditation kann der Zustand des sogenannten reinen Bewusstseins erlebt werden, in dem das Bewusstsein als solches wahrgenommen wird. Dieser Zustand kann unterschiedlich erlebt werden, aber es gibt offenbar Empfindungen, die spezifisch für ihn sind, und auch Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken, die als solche unspezifisch sind und lediglich begleitend auftreten können. Das sind nur einige der Ergebnisse der bisher umfangreichsten Befragung von Meditierenden zum Erleben des reinen Bewusstseins, die bisher vorgenommen wurde und deren Ergebnisse nun in der wissenschaftlichen Zeitschrift PLOS ONE erschienen sind.

Für die Studie hatten Prof. Dr. Thomas Metzinger vom Philosophischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und Dr. Alex Gamma von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich einen Online-Fragebogen mit mehr als hundert Fragen entworfen und ihn von tausenden Meditierenden weltweit beantworten lassen. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.uni-mainz.de

 

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