Waldgeräusche erhellen das Gemüt – besonders dann, wenn sie vertraut sind

Bericht: Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Das Hören von einminütigen Tonaufnahmen aus Wäldern wirkt sich positiv auf das kurzfristige Wohlbefinden von Menschen aus, insbesondere wenn die Aufnahmen aus heimischen Wäldern stammen. Dies ist das Ergebnis einer Studie unter der Leitung des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Die in Deutschland lebenden Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer empfanden die Naturgeräusche als beeindruckender und erholsamer, wenn diese aus heimischen Wäldern stammten statt aus den Tropen. Dagegen zeigte die zu hörende Zahl von Tierarten nur geringe Wirkung. Die Studie wurde im Journal of Environmental Psychology veröffentlicht. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.idiv.de
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Vielfalt bewegt: Individuelles Lernen im Sportunterricht stärken

Bericht: Technische Universität Braunschweig

Bewegung, Teamgeist, Fairness: Kaum ein Schulfach prägt Kinder und Jugendliche so unmittelbar wie der Sportunterricht. Schulsport kann alle Schüler*innen gleichermaßen erreichen und trägt damit eine besondere Verantwortung für Bildungs- und Erziehungsprozesse. Doch wie kann individuelles Lernen in einem Sportunterricht aussehen, der die Vielfalt der Schüler*innen berücksichtigt und allen eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht?

Dieser Frage gehen Sport- und Erziehungswissenschaftler*innen der TU Braunschweig, der Universität zu Köln und der Deutschen Sporthochschule Köln gemeinsam nach und arbeiten dabei eng mit Lehrkräften in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zusammen. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.tu-braunschweig.de

 

Gnadenlose Elite

Angstmache als Schmiermittel im Maschinenraum der Macht-Politik

Eine Betrachtung von Jürgen Scherer*

Blutige Handabdrücke

Sie kennen keine Gnade, die Vorbereitenden und Erprobenden autoritärer Strukturen und Verhältnisse in unserem Land. Vor Jahren konnten sie, wohlwollend beurteilt, als Coronagetriebene gesehen werden, heutzutage können sie als KriegsertüchtigerInnen identifiziert werden.

Was ist ihr Vergehen?

Sie gehen rücksichts- und gnadenlos mit den jungen Menschen in unserem Lande um; für teils offen artikulierte, teils verschleierte, teils undurchsichtige oder auf Fakenews beruhenden Absichten. Was tun sie, wie tun sie es und was sind die Folgen? … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.
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„Mehr Ressourcen für eine gute soziale Infrastruktur nötig!“

Bildungsgewerkschaft GEW zum Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung

Mitteilung: GEW

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat mit Blick auf die Ergebnisse des Schulbarometers der Bosch Stiftung zur psychischen Belastung der Schülerinnen und Schüler angemahnt, die soziale Infrastruktur zu stärken. „Die Befunde sind besorgniserregend und zeigen einen riesigen Handlungsbedarf“, sagte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied Schule, am Mittwoch in Frankfurt a.M. „Die mentale Gesundheit der Kinder darf nicht von den finanziellen Ressourcen der Eltern abhängen. Die Versorgung mit (schul)psychologischen und therapeutischen Angeboten sowie die Schulsozialarbeit müssen dringend ausgebaut und verbessert werden. Gerade in der aktuellen gesellschaftlichen Lage mit Krisen, Kriegen und wachsender sozialer Ungleichheit sehen wir uns stattdessen mit Kürzungen bei der sozialen Infrastruktur konfrontiert. Das ist der falsche Weg und völlig inakzeptabel.“ So sei beispielsweise das Programm Mental Health Coaches an Schulen mit dem Bundeshaushalt 2026 gestrichen worden. In manchen Bundesländern – etwa in Hessen – würden Ressourcen an Schulen in Brennpunkten gestrichen. Zudem würden die Honorare für Therapeutinnen und Therapeuten zum 1. April 2026 gesenkt. Das verschlimmere die ohnehin schwierige Situation, einen Therapieplatz zu finden – gerade für gesetzlich Versicherte.

„Das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte an Schulen muss in der schulpolitischen Debatte einen höheren Stellenwert bekommen. In dieser dominieren aktuell Themen wie das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler oder die datengestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die Daten des Schulbarometers sind ein Weckruf, sich intensiver mit dem Aspekt des Wohlbefindens und der psychischen Gesundheit zu befassen“, betonte die GEW-Schulexpertin. „Wir brauchen dringend eine zeitliche Entlastung der Lehrkräfte und eine adäquate Ausstattung der Schulen mit finanziellen und personellen Ressourcen sowie den Ausbau multiprofessioneller Teams, um die Schul- und Unterrichtsqualität zu verbessern. Lehrkräfte brauchen Zeit, um die pädagogische Beziehung zu pflegen und damit für ein größeres Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler zu sorgen. Wir müssen eine gute Schule mit guten Arbeits- und Lernbedingungen ins Zentrum rücken. Schulen müssen Raum für einen sicheren, gesunden und wertschätzenden Umgang der Lernenden bieten. Deshalb schlagen wir vor, das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte zum Indikator für die Schulqualität zu erheben, zum Beispiel im Startchancenprogramm.“

Zudem machte sich Bensinger-Stolze dafür stark, die Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler an der Schule zu verbessern: „Die Vertretungsgremien müssen ernst genommen und Partizipation, zum Beispiel durch Klassenräte, gestärkt werden. Wir begrüßen, dass Kinder und Jugendliche sich mehr Beteiligung an der Unterrichts- und Schulgestaltung wünschen. Partizipation und eine bessere Beteiligung sind wichtige Elemente für mehr Wohlbefinden und gelebte Demokratiebildung. Lehrkräfte sind häufig an curriculare Vorgaben, Prüfungsformate und Notengebungen gebunden, die nicht in der Schule, sondern auf höherer Ebene entschieden werden. Wir freuen uns sehr, dass Kinder und Jugendliche Mitbestimmungsthemen und Partizipation positiv sehen und diese dezidiert einfordern. Das stimmt zuversichtlich für die Zukunft!“

Info: Das erste Mal seit der Pandemie ist laut Deutschem Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung die psychische Belastung der Schülerinnen und Schüler wieder gestiegen. Jedes vierte Kind zeigt psychische Auffälligkeiten. 31 Prozent der Kinder aus Familien mit niedrigem Einkommen sind psychisch belastet.

43 Prozent der Schülerinnen und Schüler halten ihre Vertretungsgremien für wirkungslos. Eine deutliche Mehrheit von 64 bis 74 Prozent wünscht sich mehr Mitbestimmung in fast allen schulischen Bereichen, etwa bei Unterrichtsinhalten und den Bewertungskriterien von Noten.

Mental Health Coaches:
https://www.mental-health-coaches.de/#news

Kürzungen in Hessen:
https://www.gew-hessen.de/details/gew-fordert-stopp-der-bildungskuerzungen;
https://www.hessenschau.de/politik/landtag/vor-kommunalwahl-parteien-streiten-ueber-folgen-der-einschnitte-an-schulen-v1,sondersitzung-einsparungen-schulen-hessen-100.html)

Honorar-Kürzungen:
https://www1.wdr.de/nachrichten/therapieplatz-kassenpatient-psychotherapeut-honorar-kuerzung-100.html


18.3.2026
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
Vorstandsmitglied
www.gew.de

siehe auch: Robert-Boch-Stiftung: Deutsches Schulbarometer 2026

 

 

Deutsches Schulbarometer 2026

Psychische Belastung bei Kindern und Jugendlichen steigt erstmals nach Pandemie wieder an

Bericht: Robert Bosch Stiftung

  • Laut der aktuellen repräsentativen Studie der Robert Bosch Stiftung zeigt jedes vierte Kind in Deutschland psychische Auffälligkeiten. Besonders betroffen sind Kinder aus einkommensschwachen Familien.
  • Fehlende Mitbestimmung: Die große Mehrheit der Schüler:innen wünscht sich mehr Einfluss auf den Unterricht und fühlt sich bislang kaum gehört.
  • Alltagsproblem Mobbing: Ein Drittel der Jugendlichen erlebt regelmäßig Schikanen durch Mitschüler:innen.

Stuttgart/Berlin, 18.03.2026 – Die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland nimmt erstmals nach der Corona-Pandemie wieder zu. Das geht aus dem heute veröffentlichten Deutschen Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung hervor. Laut der repräsentativen Studie fühlt sich ein Viertel der Schüler:innen psychisch belastet (2025: 25 Prozent, 2024: 21 Prozent). Für die aktuelle Ausgabe, die in Kooperation mit der Universität Leipzig entstand, wurden Schüler:innen und ihre Eltern befragt. … weiter


Quelle: www.bosch-stiftung.de

siehe auch: GEW: „Mehr Ressourcen für eine gute soziale Infrastruktur nötig!“

 

Was Schülerinnen und Schülern bei Stress wirklich hilft – so kann Schule unterstützen

Bericht: Evangelische Hochschule Nürnberg

Kriterien zum Transfer von Stressbewältigungsmethoden in den Alltag von Schülern und Schülerinnen – Ein bayerisches Gymnasium veranstaltete im Jahr 2023 einen Aktionstag zur Stressresilienz für mehr als 300 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zehn. Der Aktionstag wurde vom Institut für Praxisforschung und Evaluation (IPE) an der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) wissenschaftlich ausgewertet. Die Auswertung zeigt dabei ein klares Bild. Weiterlesen

Junge Patientinnen und Patienten werden zu selten in Behandlungsentscheidungen einbezogen

Bericht: Stiftung Kindergesundheit

Kinder und Jugendliche in Deutschland haben zwar formal das Recht, an medizinischen Entscheidungen mitzuwirken, doch dieses wird bislang nicht ausreichend verwirklicht: Wie der Kindergesundheitsbericht 2025 der Stiftung Kindergesundheit zeigt, werden junge Patientinnen und Patienten im Gesundheitsalltag häufig nicht ausreichend beteiligt. Eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Stiftung belegt, dass Partizipation zwar gewünscht ist, aber in der Praxis teilweise scheitert – etwa an Zeitmangel, unklaren Prozessen oder fehlender Aufklärung. Die Stiftung fordert daher konsequente Maßnahmen, um die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Weiterlesen

Studie: Klimawandel fördert soziale Isolation und belastet psychische Gesundheit

Bericht: Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane

Unter der Leitung von Dr. Samia Akhter-Khan an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) wurde eine Studie in Nature Health veröffentlicht, die zeigt: Der Klimawandel schädigt nicht nur die Umwelt, sondern erhöht auch das Risiko sozialer Isolation und verschlechtert die psychische Gesundheit. Die Studie zeigt, dass extreme Wetterereignisse soziale Netzwerke zerstören, Konflikte verstärken und insbesondere marginalisierte Gruppen treffen. Gleichzeitig zeigen Programme zur Stärkung sozialer Kontakte eine schützende Wirkung: Sie erhöhen die soziale Resilienz und können die Sterblichkeit während Hitzewellen senken, insbesondere für ältere Menschen. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.mhb-fontane.de/de/

 

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