Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 10

Trump verhindern!

„Ja, die Krise ging vorüber, aber nur, weil du eine abrupte Kehrtwendung gemacht und dein Schicksal mit dem der protestierenden Studenten zusammengeworfen hast, das erste und einzige Mal, dass du jemals Teil einer Gemeinschaftsaktion gewesen bist, und dieser Zusammenschluss brach offenbar den Bann der Hoffnungslosigkeit, unter dem du gestanden hattest, rüttelte dich wach und verhalf dir zu einem neuen, gestärkten Gefühl dafür, wer du warst.“
(Paul Auster)

Paul Auster und Siri Hustved haben die Initiative Schriftsteller gegen Trump ins Leben gerufen. Inzwischen haben sich bereits 1100 Schriftsteller, Drehbuchautoren, Essayisten und Songtexter aus den ganzen USA der Initiative angeschlossen. Auch die Kanadierin Margaret Atwood unterstützt das Anliegen ihrer us-amerkanischen Kolleginnen und Kollegen. Auster sagte: „Auch für mich war Biden nicht die erste Wahl – nicht mal die zweite. Aber mittlerweile glaube ich, dass er zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht doch der beste Kandidat ist, den die Demokraten nominieren konnten.“

Die Auftritte der beiden Kandidaten für das Präsidentenamt in Kenosha haben die Unterschiede deutlich hervortreten lassen und viele für Biden eingenommen. Während Trump sich ostentativ auf die Seite der Polizei stellte, traf sich Biden mit der Familie eines der letzten Opfer von rassistischer Polizeigewalt, Jacob Blake. Er bekundete seine Absicht, die „Ursünde Amerikas“ anzugehen: die Sklaverei und ihre bis heute wirksamen Überreste. … weiter

Clipart oben links von OpenClipart-Vectors auf Pixabay
Bild von ArtWithPam auf Pixabay 


Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GEW-AN Magazin

Auf psymag.de – dem Psychologie Online Magazin – erschien am 5.8.2020 der zweite Teil eines empfehlenswerten Textes von Juliane über Hochbegabung, mentale Hocheffizienz und fehlender Zughehörigkeit:

Sich nicht zugehörig fühlen – Mentale Hocheffizienz (2)

Im ersten Teil dieser Reihe zur mentalen Hocheffizienz haben wir den Fokus auf die hohe Aktivität im Gehirn eines mental Hocheffizienten gelegt. Diese kann emotionale und soziale Konsequenzen mit sich bringen und dazu führen, dass mental Hocheffiziente sich nicht zugehörig fühlen. Den ganzen Text lesen


zum ersten Teil: Das Gefühl, nicht in die Welt zu passen – Mentale Hocheffizienz (1)

 

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen hat mit Oliver Sechting über seine Zwangsstörungen gesprochen und am 14.9.2020 das Gespräch als Video veröffentlicht

gsfOliver Sechting, Filmschaffender und Autor, leidet seit seiner Kindheit an Zwangsstörungen. Er selbst sagt, dass die Gedanken mit elf Jahren nach dem Tod seines Vaters das erste Mal auftraten.
Menschen mit Zwangsstörungen leiden unter immer wiederkehrenden aufdringlichen Gedanken und Vorstellungen, die Unbehagen oder Angst hervorrufen. Viele entwickeln Rituale und Ersatzordnungen, um die Impulse kontrollieren oder gar beseitigen zu können.  

Oliver Sechting schildert einzelne Stationen seiner Krankheit: die Rolle der Psychiatrie, die Bedeutung eines Aufenthaltes im Krankenhaus, das Durchlaufen mehrerer Psychotherapien und die Gestaltung seines Lebens. “Es ist eine Erkrankung, die mit viel Leidensdruck einhergeht, mit starken Einschränkungen in der Gestaltung des Berufs- und Privatlebens”, sagt er.

Das Gespräch dauert 13:47 Minuten. Die Offenheit mit der Oliver Sechting von seiner Erkrankung erzählt, ist beeindruckend. Unbedingt ansehen und anhören.

Hinweis: Beim Aufruf des Films können Daten durch Youtube erhoben werden (eingebetteter Film).
Originallink, wenn das Filmfenster nicht sichtbar sein sollte:
https://www.youtube.com/watch?v=kakzs1F93v4


Veröffentlicht hat das Gespräch der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. “Der BApK e.V. ist eine Selbsthilfeorganisation und Solidargemeinschaft von Familien mit psychisch erkrankten Menschen. Als Familien-Selbsthilfe Psychiatrie setzt sich der Bundesverband gemeinsam mit seinen Mitgliedern in Landesverbänden auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen für die Verbesserung der Situation psychisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen und Freunden ein.” (aus der Selbstbeschreibung des BApK)


Weitere interessante Links:

Thema: Selbstwertgefühl

 

Bericht: Universität zu Köln

Psychologische Studie hat untersucht, welche Faktoren die Motivation beeinflussen, Corona-Apps zu nutzen und Abstandsregeln einzuhalten.

Die Motivation zum Abstandhalten ist umso größer, je höher die Schwere einer eigenen Infektion eingeschätzt wird. Das ist ein Ergebnis einer Studie des Psychologen Professor Dr. Dr. Kai Kaspar von der Universität zu Köln. Professor Kaspar hatte untersucht, welche Faktoren Bürgerinnen und Bürger in Deutschland motivieren, Abstand zu halten oder verschiedene Corona-Apps zu nutzen. … weiter


Quelle: www.idw-online.de | www.uni-koeln.de
Bild von planet_fox auf Pixabay 

 

Ein Bochumer Team bietet erstmals ein Großgruppentraining online an

Mitteilung: Ruhr-Universität Bochum

Mit Fremden sprechen, auf Partys gehen, einen Vortrag halten, im Mittelpunkt stehen – für viele sozial Ängstliche sind solche Situationen ein unüberwindbares Hindernis. Dagegen hat ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ein eintägiges Online-Behandlungsprogramm entwickelt.

Um seine Wirksamkeit zu prüfen, suchen die Forscherinnen und Forscher des Lehrstuhls für klinische Psychologie und Psychotherapie unter der Leitung von Dr. André Wannemüller ab sofort 100 Betroffene, die am 14. November 2020 an dem kostenlosen Angebot teilnehmen möchten. Informationen gibt es im Internet und per Mail. Weiterlesen »

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 9

Vom Agonisieren und Verunfallen

„Es ist schade, dass man dann sterben muss,
wenn man eben angefangen hat einzusehen,
wie man eigentlich hätte leben sollen.“
(Theophrastos von Eresos)

Herbstzeitlose

Die neue Woche beginnt mit beinahe schon herbstlicher Kühle. Zum ersten Mal seit Langem habe ich keine Lust, vor dem Frühstück zur Lahn zu radeln und zu schwimmen. Noch ist hoffentlich nicht aller Sommertage Ende. Mit Schrecken sehe ich die Tage kürzer und die Nächte länger werden.

Denn die Nacht ist das Territorium der Angst. Aus welchen Tiefen meiner Seele steigt bloß diese elende Angst auf, die mich seit einiger Zeit und nun immer öfter befällt? Es gab Jahre, da kannte ich das nicht. Vielleicht verhält sich das Alter spiegelbildlich zur Kindheit, denn meine Kindheit war angefüllt mit Angst. Kehrt die nun im Alter wieder? Ist es dieselbe Angst oder ist sie heute anders zusammengesetzt? … weiter

Clipart oben links von OpenClipart-Vectors auf Pixabay
Bild rechts von rikkerst auf Pixabay 


Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GEW-AN Magazin

 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern fordert auch beim Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen und medizinischem Mund-Nase-Schutz ausreichende Erholungspausen

Mitteilung: GEW Bayern

„Zunehmend klagen Mitarbeiter*innen in Kitas und anderen sozialpädagogischen Einrichtungen wie Wohneinrichtungen, Förderstätten und Werkstätten für behinderte Menschen über Probleme beim längeren Tragen von Masken. Es kommt häufig zu Atembeschwerden, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen“ berichtet Gerd Schnellinger, Vorsitzender der Landesfachgruppe der GEW Bayern und selbst Mitarbeiter in einer großen Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Weiterlesen »

Ein Autorenteam der Ruhr-Universität Bochum weist Medikamentenmissbrauch in der Heimerziehung der Nachkriegszeit nach und bewertet diesen ethisch

Bericht: Ruhr-Universität Bochum

Der Historiker Dr. Uwe Kaminsky und die Ethikerin Prof. Dr. Katharina Klöcker von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) beleuchten in ihrem Buch „Medikamente und Heimerziehung am Beispiel des Franz Sales Hauses“ lange Zeit verschwiegene Formen des Missbrauchs von Medikamenten, insbesondere Psychopharmaka.

Rechtlich gesehen spielten sich damalige Medikamententests in Heimen in einem Graubereich ab, da Testungen an Minderjährigen nicht generell verboten waren und Einwilligungen von Erziehungsberechtigten auch nur mündlich erteilt werden konnten. … weiter


Quelle: www.news.rub.de