Bildungsgewerkschaft GEW zum UNESCO-Weltbildungsbericht „Für alle heißt für alle“

Mitteilung: GEW

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat mit Blick auf den gestern Abend vorgestellten UNESCO-Weltbildungsbericht angemahnt, die Corona-Krise für einen Systemwechsel hin zu mehr Inklusion zu nutzen. „Wir fordern von der Bundes- und den Landesregierungen eine beherzte Umsetzung der Inklusion in allen Bereichen. Die Corona-Pandemie hat die sozialen Spaltungen im Bildungssystem verstärkt und die eklatanten Versäumnisse in der Bildungspolitik besonders deutlich gemacht“, sagte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied Schule, am Mittwoch in Frankfurt a.M. „Jetzt rächt es sich, dass Bildung in Deutschland nur vom Abitur aus betrachtet und Inklusion halbherzig umgesetzt wird.“ Weiterlesen »

Hans Wocken hat eine fünfteilige empirische Studie über die bayerische Inklusionsentwicklung verfasst.
Die gesamte Studie ist in fünf Teile untergliedert. Alle fünf Teile sind prinzipiell jeweils für sich lesbar. Die gesamte Studie besteht aus 45 Seiten. Wir haben die Originaldateien im Microsoft-Word-Format von Hans Wocken ohne eigenes Layout verwendet, damit die eingebetteten Tabellen und Grafiken unverfälscht dargestellt werden. Die Dateien können auch im pdf-Format gelesen werden.

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Schulische Inklusion in Bayern

Empirische Analyse der schulischen Inklusionsentwicklung in Bayern von 2008/09 bis 2019/20. Eine Pentalogie

von Hans Wocken

Teil 1: Inklusives Bildungssystem: Bayern
Inkludierende und separierende Förderung von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Bayern.

Teil 1

Teil 1 als pdf-Datei


Teil 2: Inklusive Ungleichheiten: Regierungsbezirke
Die Inklusionsentwicklung der bayerischen Regierungsbezirke

Teil 2

Teil 2 als pdf-Datei


Teil 3: Inklusive Ungleichheiten: Förderschwerpunkte
Die Inklusionsentwicklung der sonderpädagogischen Förderschwerpunkte

Teil 3

Teil 3 als pdf-Datei


Teil 4: Inklusive Diagnostik: Konstruktion von Förderbedarfen
Entwicklungen der Schülerschaft mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Teil 4

Teil 4 als pdf-Datei


Teil 5: Inklusive Bilanz: Schlussdiskussion
Die Paradoxien der bayerischen Inklusionsreform

Teil 5

Teil 5 als pdf-Datei


Die Literatur der Pentalogie ist am Ende von Teil 5 aufgelistet.


Über den Autor

Hans Wocken (*1943), Prof. Dr., studierte Pädagogik in Vechta und arbeitete dann als Volksschullehrer, danach Studium der Sonderpädagogik in Dortmund und Tätigkeit als Sonderschullehrer. Anschließend war er wissenschaftlicher Assistent in Dortmund und Köln, seit 1980 Professor für Lernbehindertenpädagogik und Integrationspädagogik in Hamburg. 1996 erhielt er dann in Hamburg den Lehrstuhl für Lernbehindertenpädagogik mit dem Zusatz: “unter Einbezug integrativer Erziehung”! Emeritierung 2008.
Danach wurde er in die deutsche UNESCO-Kommission “Inklusion” berufen.

Web:
www.hans-wocken.de

Hans Wocken hat vor der Zusammenlegung mit dem GEW-AN Magazin viele Jahre im Magazin AUSWEGE veröffentlicht. Hier geht es zu seinen Aufsätzen:

Alle bisherigen Aufsätze von Hans Wocken im Magazin AUSWEGE

 

10. August 2020 · Kommentare deaktiviert für „Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung im inklusiven Unterricht“ · Kategorien: Lesestoff · Tags: , , , , ,

Rezension des gleichnamigen Buches von Reinhard Markowetz

von Sandra Schwarze-Weißkopf

Reinhard Markowetz hat mit seinem Buch „Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung im inklusiven Unterricht“ – erschienen im Reinhard-Verlag – Praxistipps für Lehrkräfte zusammengefasst. Es wendet sich an Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten. … weiter

 

28. Juni 2020 · Kommentare deaktiviert für „Corona-Krise zeigt: Nur ein gut ausgestattetes inklusives Schulsystem ist krisensicher und bietet Chancengleichheit“ · Kategorien: Bildung und Soziales · Tags: , , , , , , ,

Bildungsgewerkschaft GEW zur Studie von Hollenbach-Biele und Klemm: „Inklusive Bildung: zwischen Licht und Schatten“

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat mit Blick auf die veröffentliche Inklusions-Studie von Nicole Hollenbach-Biele und Klaus Klemm die Politik gemahnt, „ihre Anstrengungen für ein inklusives Bildungs- und Gesellschaftssystem zu verstärken“. „Die Kultusministerinnen und -minister müssen gemeinsam Standards und Konzepte für die inklusive Bildung entwickeln und die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland ratifiziert hat, endlich ernst nehmen. Das heißt konkret: die materiellen, personellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für eine gelingende Inklusion zu schaffen und flächendeckend inklusive Fortbildung und Schulentwicklung anzubieten“, sagte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied Schule, am Donnerstag in Frankfurt a.M. „Demokratie heißt Partizipation und gleiche Rechte für alle Menschen. Demokratie und Inklusion gehören zusammen. Der Blick auf die Bildungspolitik allein vom Abitur aus, geschmückt mit einzelnen ‚Förderbonbons‘, ist im Kern nicht demokratisch.“ Weiterlesen »

von Ruth Heß

Die Heterogenität von SchülerInnen in Grund-, Mittel-, Realschulen, aber auch an Gymnasien nimmt zu. Die Kinder und Jugendlichen kommen mit unterschiedlichen Lern- und Wissensvoraussetzungen in die Schule. Auch die Zahl der Kinder mit besonderem Förderbedarf (im Sinne der  Inklusion) in den Regelklassen der Grund- und Mittelschule steigt. Ankommende Flüchtlinge werden aus der Not heraus in Regelklassen gesteckt. Besonders in Grund- und Mittelschulen werden deswegen z.B. überproportional viele Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse beschult. In den anderen weiterführenden Schulen klafft oft die Leistungsbreite so stark auseinander, dass immer stärker im Unterricht differenziert werden muss bzw. müsste.

Die daraus resultierende Heterogenität unter den SchülerInnen führt immer wieder zu herausfordernden Situationen, die die KollegInnen neben ihren regulären Aufgaben besonders fordern und an die Grenzen der Belastbarkeit bringen.

Ruth Heß hat mehrere Jahre Erfahrungen mit der Daltonplanarbeit gesammelt und konnte im Unterricht damit heterogen – inklusiv und leistungsdifferenzierend – arbeiten. Sie zeigt anhand praktischer Beispiele auf, wie der Daltonplan eingesetzt werden kann.

Den ganzen Aufsatz lesen


Bild von DarkWorkX auf Pixabay

Bildungsgewerkschaft GEW zur Lehrkräfteprognose der KMK

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M. – Der Bedarf an Lehrkräften ist deutlich höher als die jetzt von der Kultusministerkonferenz (KMK) vorgelegten Zahlen. Darauf hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hingewiesen. „Wenn die politischen Vorhaben wie Inklusion und Ganztag umgesetzt werden sollen, müssen deutlich mehr Lehrkräfte ausgebildet und eingestellt werden als von der KMK prognostiziert. Die am Dienstag veröffentlichten PISA-Ergebnisse haben zudem gezeigt, dass fast 20 Jahre nach dem PISA-Schock das Kardinalproblem des deutschen Bildungssystems, die enge Kopplung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft, immer noch nicht gelöst ist. Im Gegenteil: Der Lehrkräftemangel verschärft das Problem“, betonte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag in Frankfurt a.M. „Um hier voran zu kommen, ist eine länderübergreifende Anstrengung notwendig. Dass die Länder dem im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vereinbarten ‚Nationalen Bildungsrat‘ eine Absage erteilt haben, ist ein falsches Signal und deutet auf ein völlig inakzeptables ‚Weiter so‘ hin.“ Weiterlesen »

03. Dezember 2019 · Kommentare deaktiviert für GEW: „Schulen in schwierigen Lagen brauchen zusätzliche Unterstützung“ · Kategorien: Bildung und Soziales, Meinungen und Kommentare · Tags: , , , , , ,

Bildungsgewerkschaft zu den PISA-Ergebnissen: „Schulterschluss zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Sozialpartnern notwendig“ – „Lehrkräftemangel verschärft Ungleichheit“

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M. – Einen Schulterschluss zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Sozialpartnern hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf die PISA-Ergebnisse angemahnt. „Die große Abhängigkeit des Bildungserfolges von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler bleibt die Achillesferse des deutschen Schulsystems. Auch fast 20 Jahre nach dem PISA-Schock schafft es Schule nicht entscheidend, Nachteile abzubauen, die Kinder aus dem Elternhaus mitbringen. Im Gegenteil: Der Lehrkräftemangel verschärft das Problem. Die Schere geht weiter auf“, sagte Ilka Hoffmann, GEW-Vorstandsmitglied Schule, zu den heute veröffentlichten PISA-Daten. „Nur mit einer länderübergreifenden Anstrengung ist die Herausforderung, endlich für mehr Chancengleichheit zu sorgen, zu stemmen. Dabei sollte auch die Schulstrukturdebatte nicht länger tabuisiert werden.“ Weiterlesen »

17. Juli 2019 · Kommentare deaktiviert für „Alle jungen Menschen brauchen eine Ausbildung!“ · Kategorien: Bildung und Soziales, Meinungen und Kommentare · Tags: , , , ,

GEW und die Bundesarbeitsgemeinschaften Evangelische und Katholische Jugendsozialarbeit: „Berufliche Bildung inklusiv weiterentwickeln“

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Bundesarbeitsgemeinschaften Evangelische und Katholische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA und BAG KJS) mahnen den Bundestag, den Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein Berufsbildungsmodernisierungsgesetz (BBiMoG) gründlich zu überarbeiten. Zwar sehen die drei Organisationen in der Mindestausbildungsvergütung sowie in den erweiterten Möglichkeiten zu einer Teilzeitausbildung erste Schritte, die Situation junger sozial benachteiligter oder individuell beeinträchtigter Menschen auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern. Für eine inklusive Berufsbildung sind aber umfassendere Veränderungen notwendig, machen GEW, BAG EJSA und BAG KJS deutlich. Weiterlesen »