Zusammenstehen gegen Hass: eine kollektive Verantwortung
Bericht: Ludwig-Maximilians-Universität München
Einzelne Stimmen, die sich Hassrede entgegenstellen, reichen nicht aus, um deren wahrgenommenen Schaden abzumildern. Das hat eine neue LMU-Studie herausgefunden.
Vorfälle von Hatespeech sind in verschiedensten Bereichen der Gesellschaft weit verbreitet und bleiben von unbeteiligten Zuhörenden häufig unwidersprochen. LMU-Forschende haben untersucht, welche Bedeutung die Reaktionen von Umstehenden auf verbale Angriffe für die Bildung sozialer Normen haben. Die in der Fachzeitschrift Humanities & Social Sciences Communications veröffentlichte Studie wirft Zweifel an der gängigen Hypothese auf, der zufolge es ausreicht, wenn nur eine einzelne Person sich dem Hass entgegenstellt. … weiter
Quelle:
www.idw-online.de
www.uni-muenchen.de
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Temperaturen, die über oder unter dem Wohlfühlbereich von 12-21 Grad Celsius liegen, sind mit einem deutlichen Anstieg aggressiven Online-Verhaltens verbunden, so das Ergebnis einer neuen Studie. Bei der Analyse von Milliarden von Tweets, die auf der Social-Media-Plattform Twitter in den USA gepostet wurden, stellten Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung fest, dass Hassrede in allen Klimazonen, Einkommensgruppen und Glaubenssystemen zunimmt, wenn es zu heiss oder zu kalt ist.
Erst kürzlich verabschiedete der Bundestag ein Gesetzespaket zur Bekämpfung von Hasskriminalität im Internet. Es sieht unter anderem härtere Strafen für Hetzer und eine verpflichtende Weiterleitung strafbarer Inhalte an die Strafverfolgungsbehörden vor. Doch wie nehmen die Deutschen die Strafen für Hate Speech (Hassrede) aktuell wahr? Und wer war schon einmal von Hasskriminalität betroffen?