Ausbau des Ganztags kommt voran, Qualität bleibt zentrale Aufgabe

Bericht: Deutsches Jugendinstitut

Der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulalter kommt: Mit welchen Herausforderungen und Chancen er verbunden ist, thematisiert die neue Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse

Ab dem Schuljahr 2026/2027 haben alle neu eingeschulten Kinder in Deutschland Anspruch auf Ganztagsbetreuung – ein wichtiger Schritt für mehr Bildungsgerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die bundesgesetzliche Platzgarantie wird von den Bundesländern und Kommunen umgesetzt – und beim Ausbau der Ganztagsplätze sind deutliche Fortschritte erkennbar. Nur noch 4 Prozent der Eltern in Westdeutschland haben einen Bedarf an Ganztagsbetreuung für ihr Grundschulkind, der vollständig ungedeckt ist, in Ostdeutschland liegt der Wert sogar noch niedriger, zeigt die Kinderbetreuungsstudie (KiBS) des Deutschen Jugendinstituts (DJI), bei der jährlich etwa 33.000 Eltern mit Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit befragt werden. Dennoch betont Forschungsdirektorin Prof. Dr. Susanne Kuger: „Ein Platz allein reicht nicht aus. Fragen der Qualität, der Verlässlichkeit, der Ferienbetreuung und der Erreichbarkeit für sozial benachteiligte Familien bleiben zentral.“ … weiter


Quelle: www.dji.de

 

Psychotherapie in der Krise: Honorarkürzungen gefährden Ausbildung und Versorgung

Bericht: unith e. V. Universitäre Aus- und Weiterbildung für Psychotherapie

unith e.V. kritisiert die geplante Senkung der Honorare für Psychotherapeutinnen um 4,5 % ab dem 1. April 2026. Der Verband warnt, dass die Kürzung die ohnehin angespannte Versorgung psychisch erkrankter Menschen weiter verschärft und den Beruf abwertet. Auch angehende Psychotherapeutinnen sowie Aus- und Weiterbildungsteilnehmende seien durch steigende Lebenshaltungskosten zusätzlich belastet. Laut unith e.V. gefährdet die Maßnahme langfristig sowohl die Qualität der Ausbildung als auch die psychotherapeutische Versorgung. Der Verband fordert daher die sofortige Rücknahme der Honorarkürzungen und eine faire Vergütung.

Frankfurt am Main, 13.03.2026 – Ab dem 1. April 2026 werden die Honorare für Psychotherapeut*innen um 4,5% gesenkt – ein Schritt, der nach Ansicht von unith e.V., dem Verbund für Aus- und Weiterbildung in der Psychotherapie, die Versorgung psychisch kranker Menschen massiv gefährdet. Weiterlesen

16,1 % der Bevölkerung in Deutschland sind armutsgefährdet

Das Statistische Bundesamt berichtete am 3.2.2026:

  • Alleinlebende, Alleinerziehende und Nichterwerbstätige haben besonders häufig ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze
  • 21,2 % der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht21,2 % der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

WIESBADEN – Rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland hatten zuletzt ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze und galten deshalb als armutsgefährdet. Das waren 16,1 % der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Erstergebnissen der Mikrozensus-Unterstichprobe zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 mitteilt. Ein Jahr zuvor hatte die Armutsgefährdungsquote bei 15,5 % gelegen.

Nach Definition der Europäischen Union (EU) gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 % des mittleren Äquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2025 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland netto (nach Steuern und Sozialabgaben) bei 1 446 Euro im Monat (2024: 1 381 Euro) und für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3 036 Euro im Monat (2024: 2 900 Euro). Um das Einkommen vollständig zu erfassen, wird das Jahreseinkommen erfragt. Dadurch beziehen sich die Fragen zum Einkommen auf das Vorjahr der Erhebung, bei EU-SILC 2025 also auf das Jahr 2024. …  (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_039_63.html)

Die ganze Mitteilung vom 3. Februar 2026 lesen

 

Trotz Rente kein Ruhestand: Neuer Altersübergangs-Report untersucht Wandel auf dem Arbeitsmarkt

Mitteilung: Universität Duisburg-Essen

Die Anzahl der Erwerbstätigen im Rentenalter nimmt zu: Innerhalb von zehn Jahren stieg die Erwerbstätigenquote der 65- bis 69-Jährigen von 13 auf 20 Prozent – eine der markantesten Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Der aktuelle Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung analysiert diese Entwicklung.

Immer mehr Menschen arbeiten auch nach dem Renteneintritt – viele davon aus finanziellen Gründen. 2023 war jede:r Fünfte (20 Prozent) der 65- bis 69-Jährigen erwerbstätig – 2013 waren es noch 13 Prozent. Das zeigt der aktuelle Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE), der gemeinsam mit der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht wird. UDE-Arbeitsforscher Prof. Dr. Martin Brussig spricht von einem klaren Trend auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Weiterlesen

29 % der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen hatten 2024 eine Einwanderungsgeschichte

Anteil unter den Lehrkräften mit 11 % deutlich geringer

Bericht: Destatis

Gut ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte (26 %). Das zeigt sich auch an den Schulen, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Internationalen Tag der Bildung am 24. Januar mitteilt, hatten 29 % der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen im Jahr 2024 eine Einwanderungsgeschichte. Unter den Lehrkräften traf dies lediglich auf 11 % zu. Bei Schülerinnen und Schülern gab es dabei keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern (jeweils 29 %), bei den Lehrkräften hatte knapp jede achte Lehrerin (12 %) eine Einwanderungsgeschichte, während es bei den Lehrern jeder zehnte (10 %) war. Eine Person hat eine Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Elternteile seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Bei weiteren 12 % der Schülerschaft war nur ein Elternteil nach Deutschland eingewandert, 59 % hatten keine Einwanderungsgeschichte. Unter den Lehrkräften hatten weitere 5 % nur einen eingewanderten Elternteil, 84 % hatten keine Einwanderungsgeschichte.

Anteil der Personen mit Einwanderungsgeschichte an Schulen binnen fünf Jahren gestiegen

Sowohl in der Schülerschaft als auch bei den Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen ist der Anteil der Menschen mit Einwanderungsgeschichte in den vergangenen fünf Jahren gestiegen. 2019 hatten 26 % der Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen eine Einwanderungsgeschichte, das waren 3 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2024 (29 %). Unter den Lehrkräften lag der Anteil der Personen mit Einwanderungsgeschichte 2019 bei 9 % und war somit um 2 Prozentpunkte geringer als im Jahr 2024 (11 %).


20.1.2026
Destatis
www.destatis.de
gek. von GEW Magazin
Weitere Infos zum Thema: 
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2026/PD26_04_p002.html

 

12 % der allgemeinbildenden Schulen sind Privatschulen

Die Zahl der Privatschulen in Deutschland nimmt zu: Im Schuljahr 2024/25 waren rund 3 800 allgemeinbildende Schulen hierzulande in privater Trägerschaft. Das war knapp jede achte allgemeinbildende Schule (12 %), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Zugleich gab es gut 29 000 öffentliche allgemeinbildende Schulen. Die Zahl der Privatschulen ist in den vergangenen zehn Jahren um 7 % gestiegen: Im Schuljahr 2014/2015 hatte es knapp 3 600 Privatschulen gegeben. Im selben Zeitraum ging die Zahl der öffentlichen Schulen um knapp 4 % zurück (2014/15: gut 30 000 Schulen). Weiterlesen

GEW: „Stabile Mitgliederzahl mit kleinem Plus“

Bildungsgewerkschaft hat gut 274.500 Mitglieder

Frankfurt a.M. – Die Mitgliederzahl der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist stabil – mit kleinem Plus: Die Bildungsgewerkschaft verzeichnete 2025 einen Mitgliederzuwachs von 0,36 Prozent. Am 31. Dezember 2025 hatte sie 274.532 Mitglieder. Der Frauenanteil liegt bei deutlich über 70 Prozent. „Zu der positiven Mitgliederentwicklung haben die Tarifrunde im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen sowie die laufende Runde bei den Ländern beigetragen. Wir sehen aber auch gute Effekte unserer Mitgliederkampagne für angehende und junge Lehrkräfte“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Dienstag in Frankfurt a.M.

In einer Zeit, die von vielen, teils weltweiten Krisen geprägt ist, engagierten sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einer starken Gemeinschaft offensiv für ihre Interessen – und suchten nicht nach individuellen Lösungen oder probten den gesellschaftlichen Rückzug. „Die Bildungsbeschäftigten wollen ihr Berufsfeld attraktiver gestalten. Sie engagieren sich in den Tarifrunden für eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen im Bildungsbereich – mit und in einer starken Gewerkschaft“, sagte die GEW-Vorsitzende.


13.1.2026
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
www.gew.de

 

„SIPRI-Bericht: Weltweite Rüstungsumsätze erreichen neuen Rekordstand“

Die internationale Presseagentur „pressenza“ aus Wien veröffentlichte am 2.12.2025 den SIPRI-Bericht für 2024. Im Vorspann heißt es:

„Die globale Rüstungsindustrie hat im Jahr 2024 so viel verdient wie noch nie. Laut neuen Daten des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) stiegen die Umsätze der 100 größten Waffen- und Militärdienstleistungsunternehmen auf 679 Milliarden US-Dollar – ein Zuwachs von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. …“

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