Schüler profitieren von Lehrkräften mit Migrationshintergrund

Bericht: RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund haben einen positiven Einfluss auf die Sprachfähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Lesefertigkeiten der Schulkinder entwickeln sich bei ihnen besser als bei anderen Lehrkräften. Davon profitieren vor allem Schulkinder, die selbst aus einem Haushalt mit Migrationsgeschichte kommen. Besonders groß ist der Effekt bei Lehrkräften mit zwei Muttersprachen – sie steigern auch die Lesefertigkeiten von Schulkindern ohne Migrationshintergrund deutlich.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. … weiter


Quelle: www.idw-online.de | www.rwi-essen.de

 

Deutschklassen à la Söder der falsche Weg!

Mitteilung: GEW Bayern

Bis Anfang Juli konnten sich Gewerkschaften und Verbände zum Konzept für die neuen Deutschklassen äußern. Dennoch haben alle Grund- und Mittelschulen bereits Informationen bzw. Anweisungen zur Einrichtung der Deutschklassen erhalten. Dieses Vorgehen ist irritierend und zeugt nicht von dem Willen einer guten Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften. Im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags steht das Vorhaben nun am morgigen Donnerstag auf der Tagesordnung. Die Bildungsgewerkschaft lehnt die geplanten Änderungen ab. Weiterlesen

Migrant*innen dürfen auch in der Schule nicht Spielball finanzpolitischer Interessen sein

Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern zu den Haushaltsberatungen der Staatsregierung

Mitteilung: GEW Bayern

Im laufenden Schuljahr 2015/16 gab es viel zu wenig Plätze für Sprachanfänger*innen an Grund- und Mittelschulen in Bayern. Der Grund: Die Staatsregierung hat über Jahre hinweg deutlich zu wenig Planstellen für Lehrkräfte geschaffen und damit gut ausgebildete Lehrkräfte nicht eingestellt. Kinder und Jugendliche, die neu nach Deutschland kommen, brauchen die Chance, zwei Jahre verlässlich in einer Klassengemeinschaft unterrichtet und gefördert zu werden. Für viele Schüler*innen ist die Übergangsklasse der erste stabile Anlaufpunkt in einer sonst völlig neuen Umgebung. Dies ist in der Regel der Ort, an dem Sprachprobleme keine große Rolle spielen und an dem die ungewohnten Erfahrungen ausgetauscht werden können. Weiterlesen

Staatsregierung kürzt Sprachförderung an Kindergärten

Familienpolitikerin Strohmayr: Maßnahmen müssten sogar ausgebaut werden

Mitteilung: SPD-Landtagsfraktion Bayern

Die Vorsitzende der Kinderkommission, Dr. Simone Strohmayr, fordert die Staatsregierung auf, die Kürzungen bei der Sprachförderung an Kindergärten in Bayern zurückzunehmen. Im neuen Doppelhaushalt 2011/12 sieht die Staatsregierung keine Mittel mehr für die Sprachförderung an Kindertageseinrichtungen vor. Strohmayr: „Es ist unverständlich, dass gerade bei der frühkindlichen Sprachförderung der Rotstift angesetzt wird. Die bisherigen Maßnahmen müssen nicht nur beibehalten, sondern ausgebaut werden“, erklärt die schwäbische SPD-Abgeordnete.

Im bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan wird die Sprachkompetenz als Grundlage für Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe bezeichnet. Vorgesehen sind Fortbildungen für Pädagogen sowie eine Reihe von Maßnahmen für Kinder Deutsch sprechender Eltern und für Kinder mit anderen Muttersprachen. Strohmayr: „Es ist bodenlos, die Sprachförderung einerseits als Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit zu bezeichnen und zugleich die finanzielle Förderung dafür zu kürzen!“ Längst sei noch nicht jede Kindertagesstätte in den Genuss eines Sprachberaters gekommen, so die Abgeordnete. Sie sieht Bayern immer noch in der Pflicht, auch wenn der Bund Gelder für dieses Arbeitsfeld zur Verfügung stellt, denn das Programm des Bundes erfasst gerade einmal 471 von über 3000 Einrichtungen.

Quelle: PM v. 20.1.2011 – SPD-Landtagsfraktion Bayern http://www.bayernspd-landtag.de/aktuell/details.cfm?ID=13526