27. Februar 2020 · Kommentare deaktiviert für Geflüchtete fühlen sich willkommen · Kategorien: Bildung und Soziales, Kultur- und Lebenswege · Tags: , , ,

BAMF-Forschung: Deutschkenntnisse nehmen weiter zu – 85 Prozent nutzten bislang Sprachkursangebote

Mitteilung: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Rund drei Viertel der befragten Geflüchteten fühlen sich nach eigenen Angaben in Deutschland willkommen. Das zeigt eine Studie des Forschungszentrums des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ). Untersucht wurde, wie Geflüchtete ihre eigene Lebenssituation und ihre Deutschkenntnisse beurteilen. 44 Prozent schätzen ihre Deutschkenntnisse als gut oder sehr gut ein. 85 Prozent haben an einem Sprachkurs teilgenommen, insbesondere Personen mit mittlerem Bildungsniveau haben aufgeholt. Weiterlesen »

23. Dezember 2019 · Kommentare deaktiviert für Psychosomatische Betreuung Geflüchteter trägt entscheidend zur Integration bei · Kategorien: Körper und Seele · Tags: , , , ,

Mitteilung: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

Derzeit leben rund 1,3 Millionen Geflüchtete in der Bundesrepublik. Wie gut sie in Deutschland integriert sind, hängt von vielen Faktoren ab – angefangen bei der Herkunft und erlebten Traumata über die psychosomatische Versorgung bis hin zu individuellen Eigenschaften und Erfahrungen im Ankunftsland. Mehrere aktuelle Studien verschiedener Psychosomatischer Kliniken befassen sich mit der psychischen Verfassung von Geflüchteten, mit den Chancen und Grenzen der psychosomatischen Versorgung und deren Einfluss auf eine erfolgreiche Integration.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) nimmt die Untersuchungen zum Anlass, zum Thema Geflüchtete in Deutschland Resümee zu ziehen. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.awmf.org

16. Dezember 2019 · Kommentare deaktiviert für Schulisches Umfeld beeinflusst, wie sehr sich Jugendliche mit Migrationshintergrund als Deutsche fühlen · Kategorien: Kultur- und Lebenswege · Tags: , , , , , ,

Mitteilung: Universität zu Köln

Studie ergibt: In Gegenden, in denen nur wenige Jugendliche mit Migrationshintergrund das Gymnasium besuchen, fühlen sich diese eher als Deutsche

Eine Studie der Universität zu Köln zeigt, dass ethnische Ungleichheit beim Zugang zum Gymnasium nicht nur die Bildungs- und Karrierewege von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund beeinträchtigt, sondern auch ihre Identitäten und Freundschaften prägt.

Die Studie von Dr. Hanno Kruse und Professor Dr. Clemens Kroneberg von der Universität zu Köln wurde im American Journal of Sociology veröffentlicht. Sie ging der Frage nach, an welchen Schulen sich Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund als Deutsche fühlen. Darüber hinaus wurde untersucht, inwiefern diese Identifikation wichtig für ihre Freundschaften mit Jugendlichen ohne Migrationshintergrund ist. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.uni-koeln.de

Deutschlandweit lag die Quote der Schulabgänger_innen ohne Hauptschulabschluss im Jahr 2017 bei 6,9 Prozent. Sie war damit einen Prozentpunkt höher als 2015 und lag auf demselben Niveau wie vor zehn Jahren. Bundesweit sind über 52.000 Jugendliche betroffen.

Mitteilung: Deutscher Caritasverband

Der Anfang sich potenzierender Probleme
„Faire Bildungschancen sind die Grundlage fairer Teilhabechancen im Lebenslauf“, betont Eva M. Welskop-Deffaa, Vorstand Sozial- und Fachpolitik des Deutschen Caritasverbandes. „Die weiter hohe Zahl junger Menschen, die ohne Abschluss ihre Schullaufbahn beenden, macht uns große Sorgen. Viele von ihnen begegnen uns in den nächsten Jahren wieder – beispielsweise in der Allgemeinen Sozialberatung, in der Schwangerenberatung, oder aber in der Schuldnerberatung.“ Fehlende Schul- und Berufsabschlüsse seien oft der Anfang sich potenzierender Nachteile. Für den Deutschen Caritasverband gelte, so Welskop-Deffaa: „Der Befähigung durch formelle und informelle Bildungsangebote und der guten schulischen Ausbildung von jungen Menschen kommt gerade in Zeiten der digitalen Transformation eine besonders große Bedeutung zu.“ Weiterlesen »

Der Text der Petition:

Am 08.03.2019 wurde eine Mutter mit ihren drei Kindern nachts um vier Uhr von der Polizei abgeholt und in den Iran abgeschoben. Der Ehemann und Vater blieb alleine in Nürnberg zurück und ist verzweifelt. Die Familie ist seit November 2015 in Deutschland, hat sich bestens integriert, die Schule besucht, Kontakte und Freundschaften in Nürnberg geknüpft und Deutsch gelernt. Alle drei Kinder standen kurz vor dem Schulabschluss und wurden durch die Abschiebung aus ihrem Lebensumfeld gerissen.

Forderungen

  • Unbürokratische, schnelle Rückholung der Familie Mohammadi
  • Sofortige Unterstützung für Yalda, Arasch und Armin bei der Erlangung eines deutschen Schulabschlusses im Iran
  • Keine Abschiebungen aus Schule, Ausbildung oder Arbeit
  • Integration statt Abschiebung
  • Keine Familientrennung durch Abschiebung
  • Serviceorientierte Beratung durch Ausländerbehörden im Hinblick auf aufenthaltssichernde Perspektiven
Adressat der Petition:
Die Petition richtet sich an die Stadt Nürnberg, Auswärtiges Amt, Härtefallkommission
 
Die Petition wurde am 13.06.2019 gestartet.
 

Um gegen die Abschiebung zu protestieren, kann die Online-Petition hier unterschrieben werden.

Die Familie Mohammadi kann mit einer Spende unterstützt werden: 
www.betterplace.org/de/projects/71135-bringyaldaback-unterstutzung-fur-die-abgeschobene-familie-mohammadi

 

Die Einstellung gegenüber Klimaflüchtlingen in Deutschland ist positiv

Mitteilung: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Klimaflüchtlinge werden in Deutschland weitaus mehr akzeptiert als Geflüchtete, die aus wirtschaftlichen Gründen ihr Land verlassen haben. Das zeigt eine Studie von Marc Helbling und Daniel Meierrieks vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Weiterlesen »

Mitteilung: GEW Bayern

Die Schule hat auch in Bayern wieder begonnen – aber nicht alle Kinder dürfen hin. Geflüchteten Kindern und Jugendlichen in diversen Flüchtlingsunterkünften des Freistaats wird der Zugang zu regulären Schulen außerhalb der Lager verwehrt. Sie bekommen höchstens eine Art „Rumpf-Unterricht“ in den „Lagerschulen“.

Schule„Bis zu zwei Jahre Isolation in den Unterkünften, das verstößt klar gegen die UN-Kinderrechtskonvention“, sagte der GEW-Landesvorsitzende Anton Salzbrunn in München. Die ebenfalls gesetzlich vorgeschriebene Inklusion stelle man sich anders vor. Salzbrunn weiter: „Wir appellieren an die Staatsregierung, alle Wege zu prüfen, um geflüchteten Schulpflichtigen den Besuch regulärer Schulen außerhalb der Unterkünfte zu ermöglichen. Die Staatsregierung und alle Behörden fordern wir dazu auf, sich zum Grundsatz Bildung und Schule von Anfang an zu bekennen.“ Weiterlesen »

Mitteilung: GEW Bayern

Bis Anfang Juli konnten sich Gewerkschaften und Verbände zum Konzept für die neuen Deutschklassen äußern. Dennoch haben alle Grund- und Mittelschulen bereits Informationen bzw. Anweisungen zur Einrichtung der Deutschklassen erhalten. Dieses Vorgehen ist irritierend und zeugt nicht von dem Willen einer guten Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften. Im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags steht das Vorhaben nun am morgigen Donnerstag auf der Tagesordnung. Die Bildungsgewerkschaft lehnt die geplanten Änderungen ab. Weiterlesen »