BAföG-Reform jetzt auf den Weg bringen – Studierende können nicht warten

Gemeinsame Presseerklärung von:

Deutsches Studierendenwerk – DSW
Deutscher Gewerkschaftsbund – DGB
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – GEW
freier zusammenschluss von student*innenschaften – (fzs) e.V.
Ring Christlich-Demokratischer Studenten – RCDS
Juso-Hochschulgruppen
Grüne Hochschulgruppen – Campusgrün
Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband – Die Linke.SDS
Liberale Hochschulgruppen Bundesverband – LHG
ArbeiterKind.de
Bundesverband Katholische Kirche an Hochschulen
Verband der Evangelischen Studierendengemeinden in Deutschland (ESG)

Berlin, 6. März 2026. Mit großer Sorge sehen wir, dass die im Koalitionsvertrag versprochene BAföG-Novelle offenbar im Kabinett feststeckt. Wir fordern die Bundesregierung dringend auf, die Novelle rasch auf den parlamentarischen Weg zu bringen. Dies ist nötig, damit die BAföG-Ämter diese Novelle wie geplant zum Wintersemester 2026/2027 – für das Schüler-BAföG zum Berufsfachschulbeginn 1. August 2026 – umsetzen können und Studierende endlich entlastet werden. Weiterlesen

„Gender Pay Gap und Queer Pay Gap beenden!“

Bildungsgewerkschaft GEW zum Equal Pay Day

Frankfurt a.M. – „Der Gender Pay Gap von aktuell 16 Prozent und der Queer Pay Gap sind Ausdruck struktureller Diskriminierung. Sie sind politisch gemacht. Deshalb müssen sie auch politisch beendet werden“, sagte Tiam Breidenich, Vorstandsmitglied Frauen-, Gleichstellungs-, Geschlechterpolitik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Freitag in Frankfurt a.M. mit Blick auf den Equal Pay Day (EPD). „Tarif- und Besoldungspolitik muss die systematischen Benachteiligungen der Frauen gezielt abbauen. Teilzeit, überwiegende Sorgeverantwortung, geringere Löhne, schlechtere Aufstiegschancen und befristete Beschäftigung sind keine individuellen Entscheidungen, sondern Folgen struktureller Ungleichheit.“ Weiterlesen

Lassen wir uns nicht hinters Licht führen!

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Egal ob zu Wahlzeiten oder „Zwischenwahlzeiten“, seit der von Olaf Scholz (auf Anraten eines wohl falkisch gesinnten Beraters) ausgerufenen „Zeitenwende“ werden wir jeden Tag von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft einerseits in ein Dauerangstverhalten getrieben adererseits permanent hinters Licht geführt. Dieses „Hinters-Licht-Führen“ gestaltet sich von PolitikerInnenseite aus in Zeiten der Allroundkriegsertüchtigung(!) in etwa folgendermaßen:

Zunächst einmal wird jeden Tag eine andere „Sparnotwendigkeits-Sau“ durchs Dorf getrieben. Jede hat einen anderen Namen aber der Grund für ihre Aufpäppelung und auch die Begründung für ihr Vorhandensein ist immer die gleiche: Es fehle an genügend Geld! … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.
Bild von 天 燕 auf Pixabay

 

 

 

GEW: Tarifergebnis unverzüglich auf bayerische Beamt:innen übertragen!

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern fordert nach der jüngsten Einigung in der Länder-Tarifrunde eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Ergebnisses auf die Beamt:innen in Bayern.

„Das Tarifergebnis ist für uns zwar ein schmerzhafter Kompromiss, den wir aber ohne die vielen streikenden Kolleg:innen nie so erreicht hätten. Dennoch gleicht das dreistufige Gehaltsplus von 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten gerade einmal die Inflationsrate aus“, kommentiert die Landesvorsitzende Martina Borgendale die Einigung. „Wir erwarten daher eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf die Beamt:innen. Die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dies erst mit einem halben Jahr Verzögerung – zusätzlich zu den fünf ‚Leermonaten‘ von November 2025 bis März 2026 – tun zu wollen, ist ein Schlag ins Gesicht der verbeamteten Kolleg:innen, die den Laden trotz Personalmangels und beschlossener Stellenkürzungen am Laufen halten“, so Borgendale. Weiterlesen

GEW: „Länder-Beschäftigte erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt in drei Schritten“

Bildungsgewerkschaft GEW zum Abschluss der Tarifverhandlungen mit der TdL

Potsdam – Die im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigten erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt. In einem ersten Schritt erhöht sich der Lohn zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens aber 100 Euro monatlich, zum 1. März 2027 gibt es 2 Prozent und zum 1. Januar 2028 noch einmal 1 Prozent mehr. Der Tarifvertrag läuft 27 Monate. Das ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit. „Dieser Kompromiss ist nach sehr schwierigen Verhandlungen zustande gekommen. Mit der Einigung halten die Länder-Beschäftigen Anschluss an die Entwicklung in Bund und Kommunen“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern nach Abschluss der Tarifverhandlungen am Samstag in Potsdam. Zudem haben die Gewerkschaften höhere Zulagen für die Beschäftigten durchgesetzt, die in Schicht und Wechselschicht arbeiten.

Eine Tarifierung der studentischen Beschäftigten lehnte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) weiterhin kategorisch ab. „Es ist sehr enttäuschend, dass sich die Arbeitgeber nicht bewegen wollten. Sie verwehren damit 300.000 studentischen Beschäftigten den Schutz eines Tarifvertrages. Die Erhöhung der Mindest-Stundensätze um Cent-Beträge ist nicht ausreichend, zudem sind diese nicht individuell einklagbar“, betonte Finnern.


14.2.2026
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
www.gew.de


Im GEW-Tariftelegramm v. 14.2.2026 werden auch die Regelungen für studentische Kräfte aufgeführt:

„Die Entgelte der Praktikant*innen, Auszubildenden und ausbildungsintegriert dual Studierenden werden ebenfalls in drei Schritten um 60, 60 und 30 Euro erhöht.

Für die studentischen Beschäftigten wurde eine neue Vereinbarung über Mindeststundenentgelte abgeschlossen, die zum Sommersemester 2026 auf 15,20 Euro erhöht werden und zum Sommersemester 2027 auf 15,90 Euro. In der Tarifrunde 2028 werden die Tarifparteien über weitere Steigerungen ab dem Sommersemester 2028 verhandeln.“

Das gesamte Tariftelegramm kann hier auch als PDF heruntergeladen werden, um es als Aushang auszudrucken.

 

Fragen und Antworten zur Ausbildungsvergütung

Die IG Metall hat eine FAQ zum Thema Ausbildungsvergütung zusammengestellt. Im Vorspann heißt es dazu:

„Wie viel Geld steht Azubis zu? Je nach Branche, Region und Tarifbindung kann die Ausbildungsvergütung unterschiedlich ausfallen. Fest steht: Mit Tarifvertrag bist du besser dran. Unser FAQ rund um das Geld.“ Quelle: https://www.igmetall.de/jugend/auszubildende/fragen-und-antworten/ausbildungsverguetung)

Hier geht es geradlinig zur FAQ

 

Tarifrunde öffentlicher Dienst Länder – GEW: „Fast 12.000 Bildungsbeschäftigte streiken für mehr Gehalt“

Gewerkschaft zum „Streiktag Bildung“

Fast 12.000 Beschäftige aus dem Bildungsbereich im öffentlichen Dienst der Länder haben heute für mehr Geld gestreikt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zum bundesweiten „Streiktag Bildung“ aufgerufen, Kundgebungen fanden an fünf zentralen Standorten statt. Die Beschäftigten verliehen mit den Streiks und zahlreichen Aktionen den Forderungen der Gewerkschaften in der Länder-Tarifrunde nach 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr Gehalt Nachdruck. Die Streiks sind die Reaktion der Beschäftigten auf die Haltung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der zweiten Runde der Tarifverhandlungen Mitte Januar in Potsdam, in der die Arbeitgeber kein verbindliches Angebot vorgelegt hatten. „Die Beschäftigten im Bildungsbereich haben ein deutliches Signal gesetzt, dass die Arbeitgeber mit ihrer bisherigen Blockadeposition nicht durchkommen. Die TdL muss sich in der dritten Runde endlich bewegen und ein Angebot vorlegen, das die Leistungen der Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas, an Schulen und Hochschulen wertschätzt“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Donnerstag. An den Streiks und Aktionen beteiligten sich beispielsweise Lehrkräfte an Schulen, (Schul)Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Erzieherinnen und Erzieher im Landesdienst, Lehrende an Hochschulen und studentische Beschäftigte. Weiterlesen

Trotz Rente kein Ruhestand: Neuer Altersübergangs-Report untersucht Wandel auf dem Arbeitsmarkt

Mitteilung: Universität Duisburg-Essen

Die Anzahl der Erwerbstätigen im Rentenalter nimmt zu: Innerhalb von zehn Jahren stieg die Erwerbstätigenquote der 65- bis 69-Jährigen von 13 auf 20 Prozent – eine der markantesten Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Der aktuelle Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung analysiert diese Entwicklung.

Immer mehr Menschen arbeiten auch nach dem Renteneintritt – viele davon aus finanziellen Gründen. 2023 war jede:r Fünfte (20 Prozent) der 65- bis 69-Jährigen erwerbstätig – 2013 waren es noch 13 Prozent. Das zeigt der aktuelle Altersübergangs-Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE), der gemeinsam mit der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht wird. UDE-Arbeitsforscher Prof. Dr. Martin Brussig spricht von einem klaren Trend auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Weiterlesen

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