Kundgebung am Sendlinger Tor: Lehrkräfte und GEW protestieren gegen Zulassungsstopp bei Integrationskursen
Am Samstag, 25. April, demonstrieren Münchner Lehrkräfte und die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern gegen die bundesweite Zulassungssperre für Integrationskurse. Die Kundgebung beginnt um 15 Uhr am Sendlinger Tor.
Hintergrund: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat im Februar angekündigt, 2026 keine neuen Zulassungen zu Integrationskursen mehr zu erteilen. Betroffen sind Asylsuchende, Geduldete, ukrainische Kriegsflüchtlinge und EU-Bürgerinnen und -Bürger. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) begründet die Entscheidung mit Kostengründen, obwohl der Bundestag erst im September ausreichende Mittel bewilligt hatte. Rund 130.000 Menschen, die freiwillig Deutsch lernen wollen, verlieren damit ihren Kurszugang.
Die Folgen für den Bildungsbereich sind nach Einschätzung der Betroffenen erheblich: Etwa die Hälfte aller Integrationskurse droht wegzufallen. Viele Träger stehen vor Insolvenz oder Stellenabbau. Besonders hart trifft es die rund 20.000 Deutschlehrkräfte, die bundesweit in diesen Kursen arbeiten – die meisten von ihnen auf Honorarbasis – ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld.
„Der Zulassungsstopp muss zurückgenommen, der Zugang zu Integrationskursen dauerhaft gesichert und gute Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte geschaffen werden“, sagt Martina Borgendale, Vorsitzende der GEW Bayern.
Organisiert wird die Kundgebung von der „Münchner Initiative gegen Kürzungen von Integrationskursen“, einem Zusammenschluss von Lehrkräften aus privaten und kommunalen Bildungseinrichtungen. Die GEW unterstützt die Aktion und hat auf der Plattform campact.de eine Online-Petition gestartet, die bereits mehr als 140.000 Menschen unterzeichnet haben.
Daten:
Wann: Samstag, 25. April 2026, 15 Uhr,
Wo: Sendlinger Tor, München
Berlin – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat an Bund und Länder appelliert, Hochschulen und Forschungseinrichtungen von unnötiger Bürokratie zu entlasten, sie aber nicht aus ihrer öffentlichen Verantwortung zu entlassen. „Wir brauchen eine strukturelle Entlastung der Beschäftigten und Studierenden, damit diese mehr Zeit für Forschung, Lehre und Studium haben. Auf der anderen Seite erfüllt die Bürokratie auch in der Wissenschaft unverzichtbare Funktionen: Sie gewährleistet Rechtstaatlichkeit und Transparenz, schützt die Rechte der Beschäftigten und Studierenden und sorgt für Teilhabe und Gleichberechtigung. Wir dürfen daher das Kind nicht mit dem Bade ausschütten: Bürokratieabbau ja – Deregulierung nein!“ sagte Andreas Keller, GEW-Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung, am Mittwoch in einer öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Keller ist einer der fünf Sachverständigen, die die Abgeordneten anhörten.
Was geschieht, wenn Männer das Gefühl haben, nicht ausreichend männlich zu sein? Eine neue sozialpsychologische Studie zeigt: Viele Männer erleben Männlichkeit als unsicheren Status, der immer wieder bestätigt werden muss. Dieser Druck ist kein Randphänomen, sondern beeinflusst messbar und verlässlich Gefühle, Selbstbild, Einstellungen und Verhalten von Männern. Mit spürbaren Folgen: für Männer selbst, ihr Umfeld und die Gesellschaft insgesamt, etwa durch das Wählen autoritärer, rechter Parteien. …