Einsamkeit tritt bei Älteren nicht häufiger auf, ist aber schwerer zu überwinden
Bericht: Deutsches Zentrum für Altersfragen
Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung sind ältere Menschen nicht häufiger einsam als Menschen im mittleren Alter. Warum sie dennoch besondere Aufmerksamkeit im Kampf gegen Einsamkeit benötigen, zeigt eine aktuelle Untersuchung von Dr. Oliver Huxhold und Dr. Georg Henning am Deutschen Zentrum für Altersfragen.
Ältere Menschen, die bereits einsam sind, haben größere Schwierigkeiten, diesen Zustand wieder zu überwinden als jüngere Menschen. Ursachen sind gesundheitliche Einschränkungen, negative Sichtweisen auf das eigene Älterwerden und fehlende sozialen Aktivitäten – gute Ansatzpunkte für Präventionsmaßnahmen.
→ Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist hier nachzulesen
Die Ergebnisse beruhen auf Daten des Deutschen Alterssurveys, einer repräsentativen Quer- und Längsschnittbefragung
von Personen in der zweiten Lebenshälfte. Er wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Originalpublikation:
Huxhold, O., & Henning, G. (2023). The Risks of Experiencing Severe Loneliness Across Middle and Late Adulthood. The Journals of Gerontology: Series B. DOI: https://doi.org/10.1093/geronb/gbad099
24.8.2023
Stefanie Hartmann
Deutsches Zentrum für Altersfragen
www.dza.de

In Verlängerung der Thesen von Michel Houellebecq (siehe Teil 27) könnte man sagen, dass auch das Maskentragen und vor allem das Geschehen unter den Masken eigentlich nichts Neues ist. In den Echokammern und Filterblasen, in denen sich eine gleichgeschaltet-aufgeregte Pseudo-Öffentlichkeit seit Jahren eingeschlossen hat, atmen deren Bewohner permanent ihre eigenen toxischen Exhalate von neuem ein. Die Leute schaffen sich ihre eigenen Parallelwelten, in denen sie unter sich bleiben und kommunikative Inzucht treiben.
Die zweite Woche unterm Ausnahmezustand beginnt. Ich gehe an der Lahn spazieren. Es ist sonnig, aber es geht ein eiskalter Wind. Deswegen sind nicht viele Leute unterwegs. Ein Jogger keucht vorüber. Zwei Spaziergänger weichen vor ihm zurück. Als wäre er der Leibhaftige. Auf einer Wiese steht regungslos ein Reiher. Über ihm kreist der erste Milan der Saison und hat vielleicht ein Auge auf dasselbe Beutetier geworfen. Seine Schreie sind weithin vernehmbar. Wie die radioaktive Wolke, die nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl und Richtung Westeuropa trieb, ist die gegenwärtige Bedrohung durch das Virus unsichtbar. Das gibt der ganzen Szenerie etwas Irreales, Gespenstisches. Immer mehr Leute tragen Atemschutz-Masken. …
Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und die Körber-Stiftung haben in einem gemeinsamen Diskussionspapier untersucht, was Städte tun können, um Einsamkeit ihrer alternden Bevölkerung vorzubeugen. …