29. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Welche Ordnungsmaßnahmen gibt es? · Kategorien: Unterricht und Erziehung

gsf – Im Schulalltag tauchen immer wieder Fragen nach Ordnungsmaßnahmen auf. Kann ein/e Schüler/in aus dem Unterricht  ausgeschlossen werden? Darf eine Lehrkraft einen Verweis unterschreiben oder muss das immer der/die Schulleiter/in sein? Wer spricht einen Unterrichtsausschluss aus? Darf ein/e Schüler/in in die Parallelklasse versetzt werden?

Wir können hier nicht die Frage erörtern, ob eine Ordnungsmaßnahme Sinn macht. In vielen Fällen würde sicher ein Gespräch (ohne Vorwürfe und Rachegedanken…) helfen, um die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen, in anderen schwerwiegenden Fällen mag ein Verweis schon aus rechtlichen Gründen nötig sein.

Im BayEUG sind im Art. 86 alle Ordnungsmaßnahmen aufgelistet. Wer das ganze BayEUG lesen will, soll hier klicken

Alle anderen können hier weiterlesen und ermitteln, was das BayEUG zu Ordnungsmaßnahmen sagt und was nicht:

Weiterlesen »

23. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Notenverteilung bei der dienstlichen Beurteilung in Bayern · Kategorien: Daten und Fakten

Der Abgeordnete Adi Sprinkart (Bündnis 90/Die Grünen) stellte am 12.10.2011 eine schriftliche Anfrage an das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus zum Thema:

„Dienstliche Beurteilung der Lehrkräfte an Bayerns Schulen im Jahr 2010“

Die Antwort liegt nun vor. Abgefragt wurden:

Frage 1: Wie war die Verteilung der Gesamturteile auf die 7 Prädikatsstufen bei den periodischen Beurteilungen der Lehrerinnen und Lehrer im Jahr 2010 in den einzelnen Schularten (Grund- und Haupt- bzw. Mittelschulen getrennt aufführen) und aufgeschlüsselt
– nach Regierungsbezirken
– nach Altersgruppen
– nach dem Geschlecht der Lehrkräfte
– nach Teilzeit- und Vollzeitkräften

Frage 2: Wie war das Ergebnis der Beurteilung in Abhängigkeit davon, ob diese durch einen Mann oder eine Frau erfolgte? Bitte mindestens für eine Schulart aufschlüsseln.

Download der Auflistung durch das KM

 

 
19. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Vergleichsmaßstäbe bei der Beurteilung · Kategorien: Arbeitsplatz · Tags: , ,

von Günther Schmidt-Falck*

Bestandteil der neuen Beurteilungsrichtlinien ist der Vergleich des Leistungsniveaus in einer Besoldungsgruppe.  Beförderte Lehrkräfte werden nun an den in ihrer neuen Besoldungsgruppe geltenden Leistungsmaßstäben gemessen. Beispiel: Wurde eine GS-Lehrkraft von A12 nach A12+Zulage befördert und hatte vorher die Stufe UB (Stufe 3), so ist das jetzt sehr leicht möglich, in die Stufe 4 heruntergestuft zu werden, weil sie ja jetzt mit den (angeblich) "Besseren" verglichen wurde. Das gleiche gilt z.B. für die neuen StudienrätInnen an Förderschulen, die von A13 nach A13z befördert wurden.

Logischerweise gibt es keine Rückstufung zur vorherigen Besoldungsstufe durch eine schlechtere Beurteilungsstufe. Es gilt die Besitzstandswahrung.

Die offizielle Formulierung für den "Vergleichsmaßstab" lautet so:

Weiterlesen »

18. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Neue Beurteilungsrichtlinien: Was ändert sich? · Kategorien: Recht und Unrecht · Tags: , , ,

von Barbara Leuschner, Florian Kohl und Dominik Hochleichter*

Am 25. Oktober veröffentlichte das KM im Amtsblatt neue Beurteilungsrichtlinien für Lehrkräfte im Beamtenverhältnis und Lehrkräfte auf unbefristetem Arbeitsvertrag, die Grundlage für die im Sinne des propagierten „Leistungsprinzips“ alle 4 Jahre anstehenden Beurteilungen durch die Vorgesetzten sind. Die wichtigsten Neuerungen sollen hier kurz zusammengefasst werden.

Weiterlesen »

18. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Schweigen im Schulhaus · Kategorien: Meinungen, Sozial- und Bildungspolitik · Tags:

Bayern hält an der Hauptschule fest

eine Rortage in der taz

Die eine Schule ist gut ausgestattet und gut besucht, die andere kriegt trotz guter Ausstattung keine Klassen zustande. Das bayerische Hauptschulkonzept geht nicht auf. von Marlene HalserDen ganzen Artikel lesen

15. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Gesetze und Verordnungen · Kategorien: Recht und Unrecht · Tags: , , ,

Hier gibt es alles, was nach Gesetz und Verordnung aussieht:
zur Downloadseite der Gesetze und Verordnungen

  • Verfassung des Freistaates Bayern
  • Bayerisches Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG)
  • Bayerisches Schulfinanzierungsgesetz (BaySchFG)
  • Gesetz über die Kostenfreiheit des Schulwegs (Schulwegkostenfreiheitsgesetz – SchKfrG)
  • Bayerisches Beamtengesetz (BayBG)
  • Bayerisches Lehrerbildungsgesetz (BayLBG)
  • Jugendschutzgesetz (JuSchG)

Weiterlesen »

15. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Urlaubsverordnungen und Dienstbefreiungen · Kategorien: Recht und Unrecht · Tags: , , , ,

gsf – Alle Urlaubsverordnungen und Dienstbefreiungen finden sich in der Verordnung über den Urlaub der bayerischen Beamten und Richter (Urlaubsverordnung – UrlV)

Weiterlesen »

14. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Erster Armutsbericht der Stadt Ansbach liegt vor · Kategorien: Daten und Fakten · Tags:

von Boris-André Meyer, Stadtrat (Offene Linke Ansbach)

Der auf Antrag der Offenen Linken von der Hochschule Ansbach in Kooperation mit der Stadt erarbeitet erste Armutsbericht liegt vor. Die insgesamt sechs Projektgruppen der Hochschule haben dabei hervorragende Arbeit geleistet, so dass auf der Grundlage von gut 6.500 Personendaten erstmals ein umfassender und repräsentativer Blick auf die soziale Lage in Ansbach möglich ist. Aus dem Projekt Armutsbericht werden zudem sieben Bachelor-Arbeiten hervorgehen.

Zwischenpräsentation des Ersten Armutsberichts der Stadt Ansbach

Der erfolgreiche Antrag der Offenen Linken sorgt somit auch dafür, dass StudentInnen die Situation der sozialen Schieflage in unserer Gesellschaft in ihr Wirtschaftsstudium einfließen lassen können. Die ausgewerteten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Annähernd jedeR fünfte AnsbacherIn ist von Armut bedroht. Im Vergleich zum Bundes-(15,6%) und Bayern-Durchnitt (13,8%) ein sehr hoher Wert. Als Armutsgrenze legten die Projektgruppen dabei den allgemein gültigen Wert der OECD von weniger als 60% des Durchschnittseinkommens zugrunde. Das entspricht 930 Euro für Einpersonen-Haushalte bzw. für eine sechsköpfige Familie gut 1.900 Euro. Erschreckend ist insbesondere die Armutsgeährdung von Alleinerziehenden (55,1%) und kinderreichen Familien (37 bzw. 62%).

Ein Hauptgrund für die Armut in Ansbach erkannte das Projekt-Team der Hochschule und den Professoren Dr.Hedderich und Dr.Kiel in dem ausufernden Niedriglohnsektor in unserer Stadt, der mit 22,3% aller Beschäftigungsverhältnisse den viertschlechtesten Wert im Freistaat einnimmt. Gerade die Rolle Ansbachs als "Bundeshauptstadt der Leiharbeit" mit kanpp 10% Zeitarbeitsverhältnissen an allen Arbeitsplätzen befeuere die Lohnspirale nach unten. Bezeichnend für dieses Lohn-Dumping ist auch die Tatsache, dass 38% der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger einer Arbeit in Vollzeit nachgehen(zum Vergleich: bayernweit lediglich 28%). Das Phänomen "arm trotz Arbeit" ist in Ansbach ein besonders ausgeprägtes Problem. Die Kommune muss aufgrund der Lohndrückerei nämlich monatlich über 300.000 Euro an sog. "Aufstockerleistungen" nach dem SGB II aus dem Stadtsäckel bezahlen.

Für die Offene Linke wird der Armutsbericht eine weitere Grundlage bedeuten, für ein soziales und gerechtes Ansbach einzutreten. Wir dürfen nicht locker lassen in unseren Bemühungen, allen BürgerInnen den Zugang zum gesellschaftlichen Leben, wie Kultur, Sport oder Mobilität zu garantieren. Die Forderung nach Sozialtarifen ist nach Präsentation des Armutsberichts aktueller denn je!

Seite 1 von 212