Frühkindliche Bildung stärken – für positive Lebensbedingungen und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Bericht: Alice Salomon Hochschule Berlin
Memorandum führender Wissenschaftler_innen gibt politische Handlungsempfehlungen zur Verbesserung von Qualität, Zugang und Fachkraftförderung.
Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) ist der erste und unverzichtbare Teil unseres Bildungssystems – breit, inklusiv und kindgerecht. Ihre Qualität entscheidet über Bildungschancen, soziale Teilhabe und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Nur wenn Kindertageseinrichtungen jedes Kind so fördern können, dass es seinen Platz in der Gesellschaft findet, sichern wir Wohlstand, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt – heute und in Zukunft.
Mit dem nun veröffentlichten Memorandum zur Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in Deutschland legen die Professor_innen Dr. Peter Cloos (Universität Hildesheim), Dr. Nina Hogrebe (Technische Universität Dortmund), Dr. Ina Kaul (Universität Kassel) und Dr. Rahel Dreyer (Alice Salomon Hochschule Berlin) wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für Politik und Verwaltung vor.
Das Memorandum wird von mehr als 350 Akteur_innen aus Wissenschaft und Praxis mitgetragen. Weiterlesen
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat mit Blick auf den dramatischen Personalmangel in der frühkindlichen Bildung eine kluge Strategie angemahnt, um mehr Fachkräfte für dieses Berufsfeld zu gewinnen. Gleichzeitig warnte die Gewerkschaft davor, Berufe zu schaffen, deren Qualifikationsniveau unter dem der Erzieherinnen und Erzieher liegt. „Alle Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel müssen darauf ausgerichtet sein, dass die am besten qualifizierten Pädagoginnen und Pädagogen mit den jüngsten Kindern arbeiten“, appellierte Doreen Siebernik, GEW-Vorstandsmitglied Jugendhilfe und Sozialarbeit, heute an die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Jugend- und Familienkonferenz (JFMK), die am Freitag gemeinsam tagen. „Nur mit hohen Qualitätsstandards in der Ausbildung entwickeln sich die Erzieherinnen und Erzieher von morgen zu den umsichtigen Pädagoginnen und Pädagogen, die jedem Kind die besten Bildungs- und Teilhabechancen ermöglichen.“