Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 43: Von der Anstrengung, auf der Höhe seines Zorns zu leben

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 43

 

Von der Anstrengung, auf der Höhe seines Zorns zu leben

„Kränkungen sollten in den Sand geschrieben werden,
anerkennende Worte als Inschrift auf Marmor.“
(John Berger)

Es geht mir schlecht heute, oder zumindest nicht gut. Nicht wegen der dritten Impfung, die ich letzten Freitag bekommen habe. Die hat mir einen Tag Kopfschmerzen beschert, sonst war da nichts. Nein, ich habe in letzter Zeit mehr und mehr das Gefühl, an einem Mangel an Alternativen zu ersticken. Die Wege zu einer vernünftigen Einrichtung der Gesellschaft erscheinen verrammelt und vernagelt. Ich leide am Scheitern unserer politischen Bemühungen und dem Verlust der öffentlichen Dimension meiner Existenz. Nächstes Jahr muss ich meine Versuche intensivieren, wieder mal Diskussionszusammenhänge herzustellen. Im Alter wächst die Gefahr der Entgesellschaftung und Vereinsamung. … weiter

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Bild von Bruce Emmerling auf Pixabay


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Gegen den Strich und mitten ins Herz

Rezension von Juli Zehs neuestem Roman „Über Menschen“

von Monika Falck

„Über Menschen“, der neue Roman von Juli Zeh, lag auf meinem Geburtstagstisch. Obwohl ich neugierig war, da ich Juli Zehs Bücher sehr schätze, blieb das Buch erst mal liegen. Ob ich schon ahnte, was da auf mich zukommen sollte? Als ich dann aber endlich zu lesen begann, konnte ich nicht mehr aufhören. Und geriet in einen Strudel der unterschiedlichsten Gefühle. Am Ende blieb jedoch vor allem eines: Begeisterung. … weiter