Wenn Krokodile weinen

Imperialismus mit menschlichem Anlitz – Altmeister Schäuble äußert sich erschüttert im Bundestag

 

Ein Kommentar von Klaus Hecker

In der Sondersitzung des Bundestages zur Lage in Afghanistan am 25.08.2021 vollzieht sich zu Beginn etwas Ungewöhnliches: Der Bundestagspräsident sieht sich bemühsigt, ein inhaltliches Statement zur Debatte abzugeben. Schäuble „hat die moralische Verpflichtung Deutschlands betont, die Menschen in Afghanistan nicht im Stich zu lassen. Ihr Schicksal erschüttere das Selbstverständnis des Westens. Den Menschen in Afghanistan Schutz zu gewähren „die Hoffnungen in uns gesetzt und uns vor Ort unterstützt haben“, sei eine Frage der Mitmenschlichkeit“ (Quelle: evangelisch.de)

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Bild von ErikaWittlieb auf Pixabay

 

Warum hungern Menschen in einer reichen Welt?

Rezension des gleichnamigen Buches von Hermann Lueer

von Klaus Hecker

Hermann Lueer erläutert seine Argumente gegen die Marktwirtschaft, die er als die Ursache des weltweiten Hungers dingfest macht, in vier Kapiteln:

  • Kapitel 1: Warum regiert das Geld die Welt?
  • Kapitel 2: Wie wird man Milliardär, während andere verhungern?
  • Kapitel 3: Warum entwickeln sich „Entwicklungsländer“ nicht?
  • Kapitel 4: Der unerschütterliche Glaube an die Marktwirtschaft

Und so geht es los – mit hoher Anschaulichkeit, die trotz theoretischen Tiefgangs durchgehalten wird. Man muss weder Ökonomie noch Politik studiert haben, um dem Autor folgen zu können. … weiter

 

Solidarität mit dem Virus Corona

Eine Satire von Klaus Hecker

Corona unser,
der du bist mitten unter uns,

dein Virus ist uns heilig,
dein Reich ist schon da,
Wir wollen endlich erkranken,
an der Nordsee wie in der Sahara,
 
Du vergibst grundsätzlich niemand etwas,
die Schulden, die sich durch dein Wirken bei uns auftürmen,
dürfen wir selber bezahlen – Danke
Hauptsache du weidest uns auf coronen Auen
 
Das ist die eine Sichtweise, die der sogenannten Corona-Verehrer
 
 
Wir, die Vereinigung todbringender Krankheiten, rufen auf zur Solidarität mit unserem kleinen Bruder namens Corona:

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Die idiotische Fixierung auf Corona

Corona Imperialismus: Big brother ist in Pension gegangen – jeder bewacht sich nun freudig selbst und erlebt das als Freiheit!

Ein Kommentar von Klaus Hecker

Eine Filmszene:
Der wundersame Medizinmann wird von seinen Schutzbefohlenen, also den Indianern seines Stammes befragt: „Kommen noch viele Bleichgesichter“ und der Schamane blickt „nachhaltig“ in den Himmel. Dann antwortet er cool wie immer: „Ja, der Vorrat an Bleichgesichtern ist unendlich.“ (aus „Der mit dem Wolf tanzt“, mit Kevin Costner).

Warum erzähle ich das?
Tja, das baue ich zu einer Analogie zu Pandemien auf. Die Zahl der Pandemien, die über uns herein rollen werden, wird nicht unbeträchtlich sein. Weiterlesen

Moria – praktizierter Flüchtlingsschutz

Corona Imperialismus

Ein Kommentar von Klaus Hecker

Folie: Die Tagesschau 20.00 Uhr vom 09.09.2020

Ausgangsthese: Das, was in Moria Schreckliches vor unseren Augen passiert, ist praktizierter Flüchtlingsschutz und kein Versagen der Regierungen, kein Eingeständnis, dass die Flüchtlingspolitik nun zeigt, was viele schon lange wussten: Die Verantwortlichen seien Penner und und hätten keinen vergast – äh, aber grundsätzlich versagt. Dabei weiß doch schon jedes Kind, auch Krokodile können weinen. Weiterlesen

Grundlagen kommunistischer Produktion und Verteilung

Ein vergessener Klassiker der Gruppe internationaler Kommunisten (GIK)

Eine Rezension von Klaus Hecker

Die 1930 von der Gruppe Internationaler Kommunisten (Holland) als Reaktion auf die negative Entwicklung der russischen Revolution veröffentlichten »Grundprinzipien kommunistischer Produktion und Verteilung« sind ein Klassiker der marxistischen Literatur. Mit dieser Schrift stellten die Autoren erstmalig die ökonomischen Grundlagen für den Aufbau und die Organisation einer Gesellschaft im Sinne der »Vereinigung freier und gleicher Menschen« zur Debatte.

Dabei berücksichtigten sie zugleich alle gesammelten Erfahrungen der bisherigen Versuche der Arbeiterbewegung, um über die Kritik derselben notwendige neue Wege aufzeigen zu können. Eine Kritik die bis zum heutigen Tag nichts von ihrer ursprünglichen Aktualität verloren hat. … weiter

 

Von Putinverstehern zu Verschwörungstheoretikern

Zur Ideologiekritik demokratischer Diskussionsmuster

von Klaus Hecker

Die Lage: Die Zahl der ausgemachten Verschwörungstheoretiker steigt von Tag zu Tag.

Kein Wunder: In der derzeitigen öffentlichen Diskussion wird das große Wort vom Verschwörungstheortiker nun als Synonym gebraucht für all diejenigen, die eine abweichende Meinung einbringen.

Ich rede im Folgenden nicht über Attila Hildmann und Gesinnungsgenossen und deren (Un-)Logik, sondern über das breite Spektrum an derzeit auftretenden Kritikern, denen rasch und durchsichtig von offizieller Seite der Titel „Verschwörungstheoretiker“ verliehen wird, um sie politisch in die rechte Ecke abzuschieben. So bleibt deren Anliegen auf der Strecke, ja es wird nicht einmal dargestellt.

Selbst für das Unterfangen meines Artikels muss ich befürchten, selbst als Verschwörungstheoretiker oder als deren Verteidiger wahrgenommen zu werden. Das wäre allerdings eher eine Bestätigung meiner Ausführungen in diesem Artikel als ein Beweis meines verschwörerischen Treibens. … weiter


Bild von mohamed Hassan auf Pixabay 

Corona philosophisch betrachtet

Bestsellerautor Yuval Noah Harari entdeckt ein unbekanntes Wesen – den Tod

Eine Replik von Klaus Hecker

Der Ausgangspunkt

Im Spiegel Nr.18 vom 25.04.2020 findet sich ein Essay von Harari „Das Virus und der Tod“. Die Unterüberschrift lautet

„Wir werden die Pandemie wahrscheinlich besiegen. Unserer Vergänglichkeit sollten wir uns trotzdem bewusst werden“.

Diese Unterüberschrift ist Programm: Das Bewusstsein unserer Vergänglichkeit sei der Menschheit abhanden gekommen, Corona erinnere nun daran. Diese Chance gelte es zu nutzen, auch und gerade, wenn zwar Gesundheitssysteme angesichts von Corona noch weiter verbessert werden, gleichwohl: „Das Rätsel unserer Existenz könne aber nicht von Ärzten gelöst werden, das sei Sache jedes Einzelnen. Wenn der Tod auch nicht überwunden werden könne, werde – hoffentlich jedenfalls – das längere Leben eine Chance sein, sich mit diesem zu beschäftigen.“ (Harari) … weiter

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