„Warum ist da Krieg?“

Hinweise, Vorschläge und Ideen für Eltern, ErzieherInnen und Lehrkräfte, um mit Kindern über den Krieg zu sprechen

von Detlef Träbert

Kinder haben viele Fragen zum aktuellen Krieg Putins gegen die Ukraine: Warum ist da Krieg? Kommt der Krieg auch zu uns? Warum bomben die alle Häuser kaputt? Sind die Leute da wirklich ganz tot? Kindliche Neugier, aber besonders Verunsicherung und Ängste sind aktuell bei unserem Nachwuchs weit verbreitet und machen Eltern Sorgen.

Als ich Kind war, herrschte „Kalter Krieg“ zwischen Ost und West. Fast täglich drehten sich die Nachrichten um Mauerbau, Kubakrise oder Vietnamkrieg. Die Angst um den nach dem II. Weltkrieg noch jungen Frieden und vor der Atombombe beherrschte den Alltag. Bilder vom Krieg sahen wir Kleinen allerdings kaum. Heute jedoch gibt es sie überall: in Zeitungen, Zeitschriften oder auf Bildschirmen von Handys, PCs und TV-Geräten. Daher entdecken Kinderaugen derzeit Tag für Tag Fotos von Zerstörung, menschlichem Leid und manchmal sogar Tod. Der Kontrast zum eigenen Alltag, zu Familienleben, Schule oder KiTa, zu Spielplatztreiben, Musikschule oder Fußballverein ist maximal – er könnte größer nicht sein. Es sind Bilder von einem Geschehen, das unsere Kinder glücklicherweise nicht aus der eigenen Anschauung kennen. Aber gerade darum und weil es solch „unglaubliche“ Bilder sind, verstört es sie und macht ihnen Angst. … weiter


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Wie sehr Corona unsere Jugend belastet

 

Ein Kommentar von Detlef Träbert

Immer wieder können wir hören oder lesen, wie sehr Corona uns im Alltag stresst. Dass das auch auf Kinder und Jugendliche zutrifft, ist uns nicht immer bewusst. Doch eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung *), gerade erst veröffentlicht, rückt bedrückende Tatsachen in unser Bewusstsein: 65 % der jungen Leute von 15 Jahren an aufwärts beklagen sich, dass ihre Sorgen und Nöte „eher nicht“ oder sogar „gar nicht“ wahrgenommen werden – 20 Prozent mehr als im Frühjahr 2020. 69 % fühlen sich aktuell von Zukunftsängsten geplagt und 64 % von psychischen Belastungen. Vor allem aber haben sie den Eindruck, dass ihre Situation den PolitikerInnen nicht wichtig sei (58%) und sie ihre Ideen nicht in die Politik einbringen könnten (57,5 %). Weiterlesen