„Warum ist da Krieg?“

Hinweise, Vorschläge und Ideen für Eltern, ErzieherInnen und Lehrkräfte, um mit Kindern über den Krieg zu sprechen

von Detlef Träbert

Kinder haben viele Fragen zum aktuellen Krieg Putins gegen die Ukraine: Warum ist da Krieg? Kommt der Krieg auch zu uns? Warum bomben die alle Häuser kaputt? Sind die Leute da wirklich ganz tot? Kindliche Neugier, aber besonders Verunsicherung und Ängste sind aktuell bei unserem Nachwuchs weit verbreitet und machen Eltern Sorgen.

Als ich Kind war, herrschte „Kalter Krieg“ zwischen Ost und West. Fast täglich drehten sich die Nachrichten um Mauerbau, Kubakrise oder Vietnamkrieg. Die Angst um den nach dem II. Weltkrieg noch jungen Frieden und vor der Atombombe beherrschte den Alltag. Bilder vom Krieg sahen wir Kleinen allerdings kaum. Heute jedoch gibt es sie überall: in Zeitungen, Zeitschriften oder auf Bildschirmen von Handys, PCs und TV-Geräten. Daher entdecken Kinderaugen derzeit Tag für Tag Fotos von Zerstörung, menschlichem Leid und manchmal sogar Tod. Der Kontrast zum eigenen Alltag, zu Familienleben, Schule oder KiTa, zu Spielplatztreiben, Musikschule oder Fußballverein ist maximal – er könnte größer nicht sein. Es sind Bilder von einem Geschehen, das unsere Kinder glücklicherweise nicht aus der eigenen Anschauung kennen. Aber gerade darum und weil es solch „unglaubliche“ Bilder sind, verstört es sie und macht ihnen Angst. … weiter


Bild von Click on ????, consider ☕ Thank you! ? auf Pixabay

 

Mobbingprävention per Kinderroman

Eine Rezension von Detlef Träbert

„Jaron auf den Spuren des Glücks“ ist ein Roman von Fabian Grolimund und Stefanie Rietzler für Kinder von acht bis zwölf Jahren. Er macht allerdings nicht nur junge LeserInnen glücklich, sondern auch Erwachsene.

Hauptfigur ist der junge Fuchs Jaron, Sohn des Bürgermeisters im Dorf der Tiere, das bereits aus „Lotte, träumst du schon wieder?“ bekannt ist. Und so kommen auch diesmal wieder Hasenmädchen Lotte und ihre Freundinnen, Bärin Frieda sowie Ente Merle, genauso wie die strenge Lehrerin Frau Luchs samt einigen anderen „Personen“ vor. … weiter

 

Coronakids

Eine Rezension von Detlef Träbert

„Wir können nicht warten“ (S. 14), heißt es in dem hochaktuellen und sogar fesselnden Sachbuch „Coronakids“ von Nicole Strüber, Neurobiologin, Wissenschaftsautorin und Mutter. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt in der 5., der Omikron-Welle, ist dieses Buch wichtig: für Eltern ohnehin, aber auch für ErzieherInnen und LehrerInnen sowie für all jene, die im sozialen Bereich mit Kindern und Familien arbeiten. … weiter

Schulerfolg ist lernbar

Eine Rezension von Dominik Stein

Schulerfolg ist lernbar – dieses Versprechen gibt der renommierte Pädagoge Detlef Träbert bereits im Titel seines 2021 neu erschienenen Sachbuchs. Und wer träumt nicht davon, allen Schülerinnen und Schülern gleichermaßen schulischen Erfolg zu ermöglichen und das völlig unabhängig von der eigenen Rolle als Lehrkraft, Erziehende/r oder Eltern sowie individueller Voraussetzungen? Wie viel Frust, Wut, Ärger, Enttäuschung, Tränen und Momente der Resignation würde es allen am Erziehungswesen Beteiligten ersparen? Wie viele Konflikte ließen sich vermeiden?

Schon allein der vielversprechende Titel des Buches stimmte mich als Junglehrer, angehender Beratungslehrer und werdender Vater sehr neugierig und erwartungsvoll und motivierte mich zu einer intensiven Auseinandersetzung. … weiter

 

Streikende Kinderseelen

Rezension von Detlef Träbert

Dieses Buch war dringend notwendig! Nicht wegen Corona – Kinder- und Jugendpsychiater Michael Elpers hatte es schon vor der Pandemie konzipiert. Im Nachwort begründet er: „Meine Motivation resultiert vielmehr daraus, dass in den letzten Jahren immer mehr Familien unsere Praxis aufgesucht haben – … Hinzu kommt, dass sich der Schweregrad vieler Erkrankungen verstärkt hat“ (S. 269). Als Praktiker mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung will der Autor also unabhängig von der Pandemie seine Einsichten an Eltern sowie Betreuungs- und Erziehungsprofis weitergeben – und das gelingt ihm hervorragend! … weiter

Autoaufkleber und Mitmenschlichkeit

Ein Kommentar von Detlef Träbert

Wie oft wohl haben schon Adresskärtchen von Gebrauchtwagenhändlern am Fenster der Fahrertür meines Autos gesteckt? Ich habe sie nicht gezählt. Ich habe sie auch nicht wirklich beachtet, sondern nur umgehend, aber sachgerecht in der Restmülltonne entsorgt. Da gehört laminierte Pappe nämlich hinein. Ich habe die Leute, die diese Karten an Autofenster stecken, auch schon bei ihrer Tätigkeit beobachtet und mich gefragt, ob sie wohl den gesetzlichen Mindestlohn erhalten. Vermutlich nicht; wahrscheinlich werden sie schwarz bezahlt und gehören zu der Gruppe der tatsächlich Armen in unserer Gesellschaft. Natürlich sind diese Kärtchen ärgerlich. Schließlich zwingen sie Menschen, die sie gar nicht haben wollen, zu einer Entsorgungsaktion. Aber was ist das für eine kleine Mühe im Vergleich zum Verteilen tausender Karten, nur um ein paar Euro zu verdienen? … weiter


Bild von José Manuel de Laá auf Pixabay 

 

Die Selbstmotivation fördern

Eine Rezension von Detlef Träbert

Alle, die in der Schule arbeiten, kennen Schüler*innen, die durch fehlende Anstrengungsbereitschaft auffallen. Und jede Lehrkraft weiß, dass nicht allein die intellektuelle Begabung über den Lernerfolg entscheidet, sondern in besonderem Maße die Leistungsmotivation. Bücher zu diesem Thema gibt es einige; auch ich selbst habe mit „Mehr Freude am Lernen!“ (MEDU Verlag Dreieich) eines verfasst. Darin habe ich die „Federmäppchen-Tipps“ vorgestellt, die sich Schulkinder mit Motivationsproblemen ins Mäppchen legen können, um immer wieder durch den gerade passenden Tipp ermutigt zu werden.

Nun hat der Beltz-Verlag aktuell ein Set mit „50 Karten zur Selbstmotivation“ aufgelegt, kreiert von Hanna Hardeland und Dr. Marianne Berger-Riesmeier. Beide sind Lehrerinnen und Lerncoaches und haben bereits einige Kartensets zu verwandten Themen veröffentlicht. So war ich besonders neugierig auf dieses Produkt – und bin positiv überrascht! … weiter

 

1 2 3