Schule für heute und morgen
Rezension von Detlef Träbert
Haben Sie auch den Eindruck, die Anforderungen an den Lehrerberuf hätten sich in den letzten 10, 20 Jahren weit mehr gewandelt als die Schule? Wissensbestände veralten immer rascher und die „Halbwertszeit des Wissens“ beträgt in manchen technisch-naturwissenschaftlichen Bereichen nur noch zwei Jahre. Was macht das mit Schule? Wird sie damit immer unwichtiger und wertloser? Dr. phil. Stefan Braun, Lehrer für Sek I und II sowie Schulentwicklungsbegleiter und Autor, hat zu diesem Themenkomplex ein schlankes Essay vorgelegt, dessen Lektüre sich absolut lohnt. Sein „Plädoyer für eine Schule der Möglichkeiten“, so der Untertitel, beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Schule in heutiger und künftiger Zeit noch spielen kann – angesichts von immer rasanterem Fortschritt, der Möglichkeiten von KI und der wachsenden Unklarheit darüber, welche Schlüsselqualifikationen heutige Kinder für die Bewältigung der Zukunft brauchen werden. … weiter

Dass es unter Schulkindern Gewalthandlungen gibt, ist ein altbekanntes Phänomen – verkloppt haben sich Kinder schon immer. Aber Mobbing ist subtiler: Es kann verbal in Form von Beschimpfungen und Beleidigungen erfolgen, aber auch körperlich mit Schubsen oder Schlägen. Es kann als Ausgrenzung stattfinden und auch online als Cybermobbing. Darüber klärt ein neues Werk aus der Reihe „Psychologische Kinderbücher“ des hogrefe-Verlags auf. …
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Es gibt Bücher, die sind tausendmal mehr wert als der Betrag, den sie im Buchhandel kosten. Dazu gehört unbedingt auch „Ich liebe dich, so wie du bist“. Dass es dabei nicht um Partnerliebe, sondern um den Umgang mit unseren Kindern geht, verrät der Untertitel. Geschrieben haben es die Züricher Psychologen Fabian Grolimund und Stefanie Rietzler. Sie sind nicht nur Lerntherapeuten mit eigener Praxis, sondern seit vielen Jahren schon erfolgreiche Autoren zahlloser Artikel und Bücher für Kindergartenkinder, SchülerInnen, Jugendliche, Eltern und Coaches. Einige Titel der Beiden habe ich bereits besprechen dürfen, aber dieser hier hat mich begeistert wie noch keiner zuvor. … 
Medien-Insider von heute wissen natürlich, was „High five“ ist: das einander gratulierende Zusammenschlagen der erhobenen rechten Hände zweier Personen. Was hat das mit Kindererziehung zu tun? Das wird jeder Leserin, jedem Leser schnell klar, der in dieses Buch zweier renommierter Kinderärzte schaut.