Rassismus und Antirassismus – eine Gegenrede

„Gewalt in der Sprache“ / „Sprache schafft Wirklichkeit“

Über allem steht die Frage: „Was ist Rassismus“?

von Frank Bernhardt
(überarbeitete Fassung v. 14.2.2022)

Zum 10. Jahrestag des Bekanntwerdens der NSU-Mordserie kritisierte der Bundespräsident den „hemmungslosen(n) Rassismus“ (ARD-Text, 11/21) in dieser Republik, der längst in der „Mitte der Gesellschaft“ angekommen sei. Darin zeige sich eine „Fremdenfeindlichkeit, die niemals geduldet werde“.

„Rassismus wirksam bekämpfen“ will der DGB. Die Bundes-GEW spricht von „Rassismus“, der „allgegenwärtig“ ist, sie will „über Erscheinungsformen, Ursachen sowie Auswirkungen“ aufklären. Der LV Bayern schreibt zu dem Thema: „Nationalistische und rechtspopulistische Bewegungen erstarken, rassistische Hetze und Gewalt … nehmen zu“. Rassistisch motivierte Gewalt geht mit „Ausgrenzung“ einher und hat z. T. brutale „Folgen“, „214 Todesopfer“ sind seit 1990 (amadeu-antonio-stiftung.de 12/21) zu beklagen. Auch im LV HH ist „Rassismus“ und seine Antipode ein Schwerpunkt. Der „Bleiberechtsausschuss“ – jetzt „LAMBDA“ – sagt u. a. „Rassismus und Rechtsentwicklung“ den Kampf an.

Also ist allgemein anerkannt, bedingungslos die „Ursachen“ für „Rassismus“, „Ausgrenzung“, „Nationalismus“, „Hetze und Gewalt“ herauszuarbeiten. … weiter


Bild von Samir Basante Valencia auf Pixabay

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Ein digitaler Koffer voller Demokratie – die neue Plattform für Engagierte

Ein Projekt der Allianz gegen Rechtsextremismus

Am 02.10.2021 öffnete die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg auf ihrer Homepage den „Digitalen Koffer voller Demokratie“ – eine neue Plattform für Mitglieder der Allianz und Demokratieengagierte in der Metropolregion Nürnberg. Die Veröffentlichung fand im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie statt. Weiterlesen

Neue Studie über rechte Gewalt und Prävention erschienen

Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin veröffentlicht Studie über die Entwicklung rechter Gewalt in Berlin

Bericht: Technische Universität Berlin

Unter dem Titel „Rechte Gewalt und Prävention. Berliner Erfahrungen 2015 bis 2017“ hat die Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) der Technischen Universität Berlin eine neue Studie publiziert. Darin haben Dr. Michael Kohlstruck und sein Team die Themen Prävention und Bekämpfung von rechter Gewalt wissenschaftlich untersucht und ausgewertet. Die Studie ist im Auftrag der „Landeskommission Berlin gegen Gewalt“ entstanden und wurden von der Landeskommission teilfinanziert. … weiter


Die Studie (BFG Nr. 72) steht kostenfrei zum Download bereit:
https://www.berlin.de/lb/lkbgg/publikationen/berliner-forum-gewaltpraevention/2020/


Quelle:
www.idw-online.de
www.tu-berlin.de

Reichsflaggen vor dem Reichstagsgebäude sind ein Angriff auf alle Demokrat*innen!

Stellungnahme: Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Mit Erschütterung reagiert die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg auf die Geschehnisse in Berlin vom vergangenen Wochenende. „Gehisste Reichsflaggen vor dem Reichstagsgebäude zu sehen, erinnert uns an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Solche Bilder vor einem Symbol für unsere Demokratie zu sehen, ist ein Angriff auf alle Demokratinnen und Demokraten. Der Versuch in den Reichstag einzudringen und diesen als „Sturm auf Berlin“ zu bezeichnen, ist widerlich“, sagt Stephan Doll, Vorsitzender der Allianz. Weiterlesen

Rechtsextremismus in der Schule

Bericht: Friedrich-Schiller-Universität Jena

Politikwissenschaftler der Universität Jena veröffentlicht gemeinsam mit Rostocker Kollegin praxisnahe Hilfestellung für Pädagoginnen und Pädagogen

Schule übernimmt neben ihrer Rolle als reiner Wissensvermittler auch eine ganz besondere gesellschaftliche Aufgabe: In den Schulgesetzen der Länder ist in der Regel der Auftrag verankert, den Unterricht so zu gestalten, dass Schülerinnen und Schüler im Geiste von Demokratie und Völkerverständigung lernen können. Das befähigt junge Menschen, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und die freiheitlich demokratische Grundordnung mitgestalten zu können. Darin eingeschlossen ist somit auch die Auseinandersetzung mit drohenden und bereits existierenden rechtsextremistischen Tendenzen.

Wie Pädagoginnen und Pädagogen an Schulen dem begegnen können, darüber informiert der Politikwissenschaftler Michael May von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in einem neuen Buch, das er gemeinsam mit seiner Kollegin Gudrun Heinrich von der Universität Rostock veröffentlicht hat. … weiter


zum Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit


Quelle: www.idw-online.de | www.uni-jena.de

 

Der rechte Hass auf Frauen

Am 27.7.2020 wurde auf der Seite von „Deutsche Welle“ ein Hintergrundartikel über „Antifeminismus“ veröffentlicht:

Der rechte Hass auf Frauen
Antifeminismus wird von der Politik bislang wenig wahrgenommen. Dabei kann er wie eine Einstiegsdroge für extrem rechtes Gedankengut wirken – und sogar tödlich enden. Experten warnen vor Verharmlosung. Den ganzen Artikel lesen

Propaganda und Prävention – Jugendliche gegen extremistische Propaganda immun machen

Mitteilung: Center for Advanced Internet Studies (CAIS) GmbH

Das Internet gilt als Nährboden für Radikalisierung und Extremismus. Propaganda aus dem Netz zu löschen, erscheint nicht möglich. Das Buch „Propaganda und Prävention“ bietet Lehrer*innen, Eltern und Personen in der Bildungsarbeit Hilfestellung, um Jugendliche im Umgang mit extremistischen Online-Botschaften zu schulen, um sie so vor den Folgen zu schützen.

Für das Buch arbeiteten u.a. Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen des Bundeskriminalamts, der Bundeszentrale für politische Bildung, ufuq.de und jugendschutz.net zusammen. … weiter


Quelle:
www.idw-online-de
www.cais.nrw

Hanau: Rassistische Gewalt fordert die ganze Gesellschaft heraus

Lehren aus Versagen bei NSU-Morden rasch umsetzen

Zum rassistischen Angriff von Hanau sagt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland: 

„Wir denken an die Familien, Freunde & Bekannten der Opfer des offensichtlich rassistischen Angriffs von Hanau. Und wir stehen in Solidarität mit allen Menschen in Deutschland, deren Alltag zunehmend von der Angst vor Angriffen wegen ihres Glaubens oder ihrer angenommenen Herkunft überschattet wird. Weiterlesen

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