Ramba Zamba – bis in den Tod!

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

 von Jürgen Scherer

Crans -Montana – ein Symbol für die gedankenlose Verkommenheit der heutigen Jugend?

Wenn man den diversen Berichten zu den schrecklichen Ereignissen in der Schweiz Glauben schenken soll, sieht es ganz danach aus, dass die in jener Nacht vom Brandherd betroffenen Jugendlichen durchaus als bejahende Antwort für die eingangs gestellte Frage stehen könnten. … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.
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Mann tötet Hund …

Ein mutmaßliches Tötungsgeschehen wird besichtigt

   Ein Essay von Jürgen Scherer

Mord ist immer verwerflich, egal ob er mit Vorsatz oder „ungewollt“ zustande kommt. Und: Er ist bei Tieren nicht weniger grausam als bei Menschen. Schließlich ist sein finales Ergebnis der Tod eines Lebewesens, das ohne tödliche Gewalteinwirkung noch hätte weiterleben können.

Vor gar nicht allzu langer Zeit, sprich im Herbst letzten Jahres, waren mal wieder Berichte in den Medien zu lesen, in denen es um die martialische Abschlachtung von wertvollen Weiderindern ging. Eine grausame Tat im Schutz der Dunkelheit auf offener nächtlicher Szene, um kostenlos an begehrtes Biorindfleisch zu kommen. Eine verurteilenswerte Tat. Den motorisierten Tätern konnte nicht auf die Schliche gekommen werden. Soweit, so schlimm!
Nicht weniger gravierend ist z.B. das Töten eines Hundes. Sei es aus Mordlust, sei es der „Not“ heraus, sei es aus irgendwelchen „niederen Beweggründen“. … weiter


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Same Procedure As Every Year?

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Sie schwadronieren, sie manipulieren, sie propagandisieren, sie militarisieren und sie behaupten, sie würden sich kümmern, z.B. um bessere Bildung für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft, um Behebung der grassierenden Armut in einem der reichsten Länder der Welt, überhaupt um das Wohl der Bevölkerung, die sie gewählt hat.

Misst man ihre Worte an ihren Taten, stellt man fest, dass sie zwar vieles richtig vor Augen haben, aber dann doch Schwerpunkte setzen, die uns lediglich angeblich dienlich sind. Das beste Beispiel dafür ist das fast tägliche Hohelied auf eine bessere Infrastruktur. Wenigstens etwas, könnte man sagen, wenn die angekündigten Infrastrukturmaßnahmen nicht eigentlich einem anderen Ziel dienten (Ausnahmen bestätigen die Regel): nämlich der weiteren „Ertüchtigung“ unseres Landes für zukünftiges undurchsichtiges Kriegsgeschehen auf unserem Rücken. … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

Begriffsvermischungen: Ein Politikstil

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Dass im politisch-medialen Betrieb nichts unversucht gelassen wird, uns auf eine bestimmte Zielrichtung, die nicht unbedingt unserem Interesse dienlich sein muss, einzuschwören, ist nichts Neues. Die letzte “ Veranstaltung“ dieser Art haben wir während der Coronazeit erleben dürfen, als die von den Politikern erwünschte Angststimmung u.a. mit der Parole „mit oder an Corona gestorben“ erzeugt wurde. Wäre zwischen diesen beiden Möglichkeiten differenziert worden, wer weiß, ob der Angstlevel wirklich so stark in die Höhe geschnellt wäre, wie er dann zur „Unterstützung“ der politischen Ziele hilfreich war. … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

DemoReaktionen

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Endlich ist zumindest ein Teil der jungen Generation aufgewacht und hat Mut gefasst, gegen den unseligen „Kriegsertüchtigungskurs“ unserer politischen Elite zu protestieren. Es waren nicht wenige SchülerInnen, die einen Tag vor Nikolaus auf die Straßen gegangen waren, um gegen das Wehrpflichtvorhaben der Koalition und der (immer vorne mit dabei) Partei „Bündnis90/Die Grünen“ zu protestieren. Der Freitag als Protesttag war gut gewählt, konnte doch zumindest symbolisch verdeutlicht werden: Friday for Future!

Man konnte also gespannt sein, wie die tonangebenden Medien in unserem Land reagieren würden. Haben sie doch bisher eher die Regierungssichtweise in ihren Veröffentlichungs – und Kommentarköchern.

Und siehe da, sie bemühten sich, dem Protest einigermaßen gerecht zu werden und berichteten einigermaßen sachlich über die Demos; auch darüber, dass es gewerkschaftliche Unterstützung gibt, von der GEW zum Beispiel.

Lediglich die Kampfblätter des Konservativismus blieben mal wieder, mit gebremstem, aber unübersehbarem Schaum auf der Tastatur, ihrer Linie treu.

Die Zeitung „Die Welt“, indem sie die Demos insgesamt als recht kläglich qualifizierte (verglichen mit den Massen bei Klimastreikdemos) und die FAZ, die Zeitung für Deutschland, wie sie sich nennt, indem sie auf der Rhein-Main-Beilage in der Unterschriftenerläuterung zu einem Demobild die Steuerung der Frankfurter Demo durch linke, und damit insinuiert sie – äußerst fragwürdige, Gruppierungen hervorhebt. 
Zwar nennt sie auch Mitglieder der Gewerkschaft Ver.di als Unterstützer, aber die jungen Sozialisten werden besonders betont. 

Man könnte sagen, politisch nichts Neues von der „Zeitung für Deutschland“, aber die Duftmarke, die sie setzt, ist unüberriechbar: Vorsicht, die Sozialisten kapern Euch! Rote Gefahr!

Darüber könnte man vielleicht noch mit einem Kopfschütteln hinweg gehen. Wenn nicht auf der gleichen Seite ein Kommentar zu lesen wäre, aus dem hervorgeht, um was es der FAZ eigentlich geht: Um nichts weniger als die Köpfe und Herzen der Jugendlichen im Sinne des berlinischen Regierungskurses.

Das liest sich dann auf einen kurzen Botschaftsnenner gebracht folgendermaßen:   
Jungs und Mädels, euer Engagement in Ehren, aber lasst euch nicht vereinnahmen. Schaut euch die Welt um euch herum an: Überall wird was für Verteidigung getan und da wollt ihr euch nicht engagieren? Lasst euch nicht einreden, ihr wärt „Kanonenfutter“. Das mag für Putins Soldaten gelten, aber doch nicht für euch. Deutschland hat schließlich eine Parlamentsarmee. Dafür wird kein „Kanonenfutter“ gebraucht, vielmehr junge Menschen, die bereit sind, ihre Freiheit zu verteidigen. Im übrigen kommt euer ehrenwerter Protest zur Unzeit. Seht ihr denn nicht, dass es überall in Europa kriselt – wegen wem wohl? Wir leben schließlich in einer verteidigenswerten parlamentarischen Demokratie. Vertraut den Parlamentariern.

Soweit in gebotener Kürze der Tenor des Kommentars.

Was lernen wir daraus?

Die FAZ schafft es mit Bravour, Nebelkerzen zu werfen, damit die betroffenen Jugendlichen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen!

Da wird ihnen bescheinigt, wie ehrenwert ihr Engagement sei, aber es komme wegen der Situation in Europa zur Unzeit – durchgefallen!
Da wird ihnen quasi erklärt, die Armee in Deutschland Land sei ja eine Parlamentsarmee; somit sei ja gewährleistet, dass damit kein Schindluder getrieben werden könne und wer darin diene, könne unmöglich einmal als „Kanonenfutter“ verheizt werden – durchgefallen!
Alles in allem wäre es wohl doch angebracht, Vertrauen in unser System zu haben und einzusehen, dass der Dienst in der Armee ganz ganz wichtig und richtig sei – durchgefallen.

Mit diesen argumentativen Nebelkerzen wird den jungen DemonstrantInnen die Reife bezüglich ihres Tuns, wenn schon nicht kategorisch abgesprochen, dann zumindest in Frage gestellt.

FAZ Gesamtziel erreicht: Verunsicherung in die Köpfe und Herzen der Jugendlichen gepflanzt mit der durchsichtigen Absicht, dass zukünftig beharrliches Wässern dieses Pflänzchens Erfolg bringen wird.

Da sei allerdings die angesichts der Demos gezeigte Reife der Jugendlichen davor!

Ich muss sagen, dass die Reaktion von Minister Pistorius auf die bundesweiten Demos gegen sein Gesetzesvorhaben weitaus professioneller war. Meinte er doch, dass er die Demos begrüße; schließlich zeigten die jungen Menschen damit, dass sie wüssten, worum es gehe! 


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

 

Blecherne Heimat

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Heimat kann manchmal auch ein Stück Blech sein. Zumindest, wenn man dem ein oder anderen Bürgermeister im Lande Hessen glauben darf.

Wie das, wird der geneigte Leser/die geneigte Leserin (sich) fragen?

Es gibt eben Heimatliebeförderungsgedanken, auf die man erst mal kommen muss. Und das geht so: Da gibt es in der Nähe von Offenbach einen Ort, der schon vor Jahrzehnten durch eine Band bundesweit bekannt geworden war, durch die „Rodgau Monotones“ mit ihrem damaligen Hit „Erbarme, zu spät, die Hesse komme!“ 

Ein Song, der sich als durchaus zeitlos herausgestellt hat: Denn wenn der hessische MP Rhein kommt, ist immer etwas Besonderes im Busch, auch bundesweit. Erinnert sei allein an seine durchsichtige Schützenhilfe anlässlich der Merz’schen Stadtbildäußerung, als er mir nichts dir nichts auf diverse Terroranschläge in deutschen Städten verwies und so die von Merz geäußerten „Besorgnisse“ geschmacklos ins Bodenlose katapultierte.

Wie dem auch sei, die Hesse waren mal wieder erbarmungslos da und damit wären wir wieder bei den „Monotones“ und deren Heimatstadt Rodgau.
Für diesen Ort hat nämlich der derzeitige Bürgermeister von Offenbach, selbst wohnhaft in Rodgau, vor gar nicht allzu langer Zeit gefordert, ein eigenes Autokennzeichen aufzulegen, um den BürgerInnen den Wiedererkennungswert ihres Heimatortes tagtäglich vor Augen führen zu können, und zwar mit den Großbuchstaben „ROD“ (bitte nicht verwechseln mit TOD).

Gefragt, warum er das so wichtig finde, meinte er sinngemäß, in diesen trüben Zeiten könne so ein Kennzeichen wenigstens ein Stückchen Trost und Heimatliebe signalisieren.

So zeigt sich, dass das Berliner Heimatministerium durchaus mehr Wirkungen in die bundesrepublikanische Fläche hat, als selbst ein kerniger Heimatverbundener wie Alexander Dobrindt sich wohl träumen ließ.

Sicherlich wird eine eventuelle Bundesratsinitiative zur Verheimatlichung der KFZ-Kennzeichen mit Dobrindts Unterstützung rechnen können.

Denn eines ist doch wohl nicht von der Hand zu weisen: Wer zukünftig zeigt, dass er seine Heimat liebt, selbst in der Erinnerungsform eines rechteckigen Stückes Blech am SUV (oftmals auch „Hausfrauenpanzer“ genannt), wird sie auch sicher gerne verteidigen, z.B. in der örtlichen Heimatschutztruppe.

So schließt sich dann der Kreis der Beförderung von „Kriegstüchtigkeit“ in unserer Republik. Heil(e)Heimat (!), eben oder sollte es besser heißen: „Heiligs-Blechle“ … 


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

 

Kriegstüchtig versus Verteidigungsbereit?

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Wie immer, wenn eine Propagandamaschinerie in Gang gesetzt wird, werden Begrifflichkeiten in die Welt gesetzt, die der Überwältigung des zukünftigen Kanonenfutters dienen sollen. Zugleich verweisen solche Begriffe auf ihre eigene Basis und damit auf die Absichten ihrer (Be)NutzerInnen.

Beginnen wir mit dem Begriff „kriegstüchtig“.
Ohne jegliche Wortbedeutungsherleitung weiß jede/r Mensch sofort, worum es geht: Wenn jemand „kiegstüchtig“ ist oder werden soll, dann muss er/sie in den Krieg ziehen können oder wollen oder sollen; muss bereit sein dazu, anderen Menschen (!) Gewalt anzutun, meist tödliche mit allen möglichen Mitteln und Tötungswerkzeugen (vom einfachen „Seitengewehr“ bis zur fernsteuerbaren Drohne); muss bereit sein in andere Länder einzudringen und die dort Lebenden zu beherrschen. … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

War mal eine Drohne…

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Wenn hinter
Drohnen Drohnen
dro(e)hnen
dro(e)hnen
Drohnen Drohnen
hinterher!

An diese Abwandlung des bekannten „Fliegenspruchs“ fühlte ich mich dieser Tage erinnert, als selbst „immerseriöse“ Zeitungen wie die ZEIT in der Angelegenheit Drohnenhysterie der letzten Zeit auf den Boden der Tatsachen zurückruderte. Weg von der Hysteriemasche der Medien hin zu sachlicher Betrachtung der Drohnereien in unserem Land.

Die sieht dann so aus: Laut einer Vergleichsstatistik auf Seite 3 der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ vom 6. Nov. 25 ergibt sich folgendes Bild hinsichtlich der Behinderung an deutschen Flughäfen durch Drohnen:

2023 – 151 Drohnen
2024 – 161 Drohnen
2025 – 172 Drohnen bis inkl. September.
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*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

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