Mitteilung: DIE LINKE Landesverband Bayern

Der Parteivorstand der CSU hat am Montag ein Positionspapier zur Stärkung der Bundeswehr beschlossen. In diesem findet sich unter anderem die Forderung nach einem acht- bis 12-wöchigen, verpflichtenden “Deutschland-Praktikum”, das bei “staatlichen, sozialen, ökologischen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen oder der Bundeswehr” absolviert werden soll. 

Eva Kappl, jugendpolitische Sprecherin im Landesvorstand der Linken Bayern, sagt zu diesem Vorstoß: „Es ist weder angebracht noch nötig, junge Menschen zu sozialem Engagement zu zwingen, ihr Interesse daran ist längst da. Würden soziale Berufe endlich angemessen vergütet und gäbe es dort vernünftige Arbeitsbedingungen, dann hätten wir hier auch kein Nachwuchsproblem. Weiterlesen »

24. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für GEW Bayern und ver.di Bayern zum Einfluss der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: ,

Zivilklausel verankern – Kooperationsvereinbarung kündigen!

Mitteilung: GEW Landesverband Bayern

Kritisch beobachten die Gewerkschaften GEW Bayern und ver.di Bayern die zunehmende Einflussnahme der Bundeswehr an Schulen und die Kriegsforschung an Hochschulen. Gegen Letztere richtet sich eine immer größer werdende bundesweite Zivilklausel-Bewegung. Ziel dieser Bewegung ist es, in den Grundordnungen von Hochschulen und/ oder in Landeshochschulgesetzen einen Passus zu verankern, dass die Forschung allein friedlichen Zwecken dient. Linda Schneider, stellvertretende Landesbezirksleiterin ver.di Bayern dazu: “Bereits an 12 Hochschulen in Deutschland gibt es eine solche Klausel. Doch in Bayern, wo die größte nationale Forschungsdichte für die Rüstungsindustrie besteht, fehlt sie bisher”.

Weiterlesen »

06. März 2012 · Kommentare deaktiviert für Schulfrei für die Bundeswehr! · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: ,

gsf – Am 5.3.2012 fand in Nürnberg die Veranstaltung "Schulfrei für die Bundeswehr" statt (Veranstalter waren die DFG-VK Nbg, Friedensmuseum Nbg, GEW KV Nbg, NEFF, Nürnberger Friedensforum).

Nürnberger Schülerinnen haben 2011 schon gegen die “Rekrutierung im Klassenzimmer” protestiert, genauso wie engagierte Lehrkräfte. Die Bundeswehr will aber trotzdem auch im Jahr 2012 wieder in zahlreichen Schulen zu Besuch kommen.

Die Werbung fürs Militär widerspricht den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention, denn die darin verbrieften Rechte gelten für alle unter 18-Jährigen.

Weil das Anliegen "Schulfrei für die Bundeswehr" auch über diese Veranstaltung hinaus Gültigkeit besitzt, verbleibt die frühere Stellungnahme zur Veranstaltung, verfasst von Susanne Roth, Vorsitzende der GEW Nürnberg, auf der Seite.

Weiter unten auf der Seite finden sich auch  Materiallinks zum Thema.

Susanne Roth, Vorsitzende der GEW Nürnberg, zum Thema Bundeswehr und Schule:

Eine der bundesweiten Kampagnen der GEW hat das Ziel, die Präsenz der Bundeswehr an den Schulen zu kritisieren und deren Schulbesuchen aufklärende Veranstaltungen sowie kritische Öffentlichkeit entgegenzusetzen.

Aktueller Anlaß für unsere Veranstaltung sind lokale Schulbesuchstermine der Bundeswehr: allein 9 der 11 Termine liegen in diesem Monat.

Als deutliches Signal für die Einstellung der Menschen an den Schulen werten wir allerdings die kurzfristige Absage der beiden ersten Termine: sowohl der Schulbesuch am 19.01.12 an der Bertolt-Brecht-Schule als auch der am 15.02.12 in der Peter-Vischer-Schule wurden auf das Wirken von Einzelpersonen hin wieder abgesagt.

Mit der Veranstaltung "Schulfrei für die Bundeswehr" möchten wir eine ausführliche öffentliche Debatte anregen sowie in Kooperation an der Vereitelung zukünftiger Schulbesuche der Bundeswehr in Nürnberg zusanmenwirken. Neben den Impulsreferaten von VertreterInnen des IMI Tübingen, Terre des Hommes, des Stadtrats, der StadtschülerInnen (/siehe /http://www.gew-nuernberg.de/Veranstaltungen.htm) wird auch unsere GEW-Kollegin Gertraud Steub ihre Perspektive als Schulleiterin darstellen.

Die GEW lehnt die Werbeversuche der Bundeswehr an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ab und verurteilt sie. Stattdessen rufen wir zu Aktionen gegen Werbeversuche der Bundeswehr auf. Die Schule ist kein Ort zur Rekrutierung von BerufssoldatInnen.

Deshalb lauten unsere Forderungen:

* Weder PädagogInnen noch SchülerInnen dürfen zur Teilnahme oder Durchführung einer Veranstaltung mit Bundeswehrangehörigen gezwungen werden.

* Junge Menschen, die ihre berufliche Zukunft oder ihre Ausbildung bei der Bundeswehr realisieren wollen, benötigen umfassende Informationen, worauf sich ZeitsoldatInnen einlassen. Dazu gehören auch Berichte über traumatisierte HeimkehrerInnen aus Afghanistan und über diejenigen, die dort im Kriegseinsatz getötet wurden.

* Schulfrei für die Bundeswehr — in Nürnberg und anderswo!

Material zum Thema (Direktdownload der pdf-Dateien):

GEW Bayern – DDS-Ausgabe September 2011 – Thema: Achtung! Militarisierung

GEW Bayern – DDS-Ausgabe September 2009 – Thema: Friedenspädagogik

GEW Bund: Broschüre – Einsatzgebiet Klassenzimmer – die Bundeswehr in der Schule

15. August 2010 · Kommentare deaktiviert für Jahresbericht 2009 der Jugendoffiziere der Bundeswehr · Kategorien: Unterricht und Erziehung, Was sonst noch wichtig ist ... · Tags: ,

gsf – Der Jahresbericht der Bundeswehr für die Jugendarbeit 2009 liegt vor. Interessant zu beobachten ist der Rückgang der Veranstaltungen um 10,1 % gegenüber 2008. 8,4 % weniger Teilnehmer besuchten die Veranstaltungen. Am Ende des Berichts findet sich eine höchst aufschlussreiche Einsatzstatistik. Man muss ja wissen, was die Jungs mit unsere Steuerpiepen so alles anstellen.

Am Interessantesten waren die Bewertungen der politischen Kenntnisse und Interessen der Heranwachsenden durch die Jugendoffiziere und das Erspüren des Jugendoffiziers-Weltbildes. Weiterlesen »