Wie Verengung zu Verdunkelung führt – und eine Friedensbewegung schwächt
Aufklärerische Versuche über einige Gründe für das Mobilisierungsproblem der Friedensbewegung – und wie es überwunden werden kann.
Ein Essay von Bernd Schoepe
„Krieg ist ein Spiegelbild unseres Versagens, Konflikte friedlich zu lösen, Gemeinsamkeiten zu finden und eine Welt aufzubauen, die auf Gerechtigkeit und Gleichheit beruht.“
Erich Fromm
Einleitung: Ausgangssituation und kurzer Problemaufriss
In den letzten Monaten ist eine Reihe von Analysen publiziert worden, die sich mit der Schwäche und den Zukunftsaussichten der deutschen Friedensbewegung beschäftigen. (1)
Sie belegen die Dringlichkeit, über diese Fragen eine möglichst vorurteilsfreie und unvoreingenommene Debatte zu führen. … weiter
Bild rechts von elukac auf Pixabay
2024 verursachte die NATO 40% mehr militärische Emissionen im Vergleich zu 2021. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die ärztliche Friedensorganisation IPPNW gemeinsam mit weiteren Nichtregierungsorganisationen anlässlich der Bonner Klimazwischenkonferenz und des NATO-Gipfels in Den Haag veröffentlicht.
Seit dem Jugoslawienkrieg ist die Stellung des DGB gegen Krieg vorbei, getreu dem Motto „Frieden“ ja, aber …! Dass der DGB sich zum „Sprachrohr der Regierung“ machte, begründete er lapidar damit, „wenn eine Bundesregierung, der man politisch und personell nahe ist, diesen Angriffskrieg führt, steht Loyalität vor einer auf Frieden verpflichteten Gewerkschaftspolitik“ (www.mmm.verdi.de v. 1.10.99) an. Wie sich die Gewerkschaften heute zum Thema Krieg positionieren, soll hier Gegenstand sein. …
Das Gespräch kann man auf Youtube anhören. Es lohnt sich sehr, die Argumente von Richard David Precht nachzuverfolgen.
Was mag sie wohl antreiben, all diese Bellizisten, Militaristen, Kriegsgeilen in einem Europa, das schon zweimal verheerende Verwüstungen erlebt hat und eigentlich wissen müsste, dass Kriegerei keine humane Option ist im Miteinander der Völker?