Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 24: Surrogatpolitik – Die Linke verschleißt sich auf Nebenkriegsschauplätzen

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 24

 

Surrogatpolitik – Die Linke verschleißt sich auf Nebenkriegsschauplätzen

Man sollte es machen wie die Tiere,
die vor dem Eingang ihrer Höhle
die Spuren verwischen.“
(Michel de Montaigne)

Gestern begleitete mich Harald auf meinem Gang zur Lahn. Es sollte vorläufig der letzte schöne Vorfrühlingstag sein und wir genossen die Sonne. Uns geht der Gesprächsstoff nie aus. Wir hockten uns am Lahnufer auf ein Mäuerchen und sprachen über unsere Anmeldung zum Impfen. Wir gehören beide in Gruppe zwei der über 70-Jährigen und hoffen, noch vor Ostern unseren Schuss zu bekommen. Wir sind beide der Meinung, dass Geimpfte keine Privilegien erhalten sollten. Wenn die Alten, auf die die jungen Leute Rücksicht nehmen sollten, zuerst geimpft werden und dann im Sommer in Cafés sitzen und in Urlaub fahren, während die Noch-nicht-Geimpften weiter zu Hause bleiben und Maske tragen müssen, könnte es böses Blut geben. Also: Freiheiten entweder für alle oder für keinen! Erst wenn alle zumindest die Chance auf eine Impfung gehabt haben, können die Beschränkungen aufgehoben werden. … weiter

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 


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“Sozialdemokratie paradox”

gsf – Im gewerkschaftlichen Debattenmagazin “Gegenblende” erschien am 10.12.2019 ein empfehlenswerter Aufsatz von Stephan Hebel über die neue Spitze der SPD und über die “Verhandlungen” mit der CDU/CSU, der die Problematik und auch das Dilemma, in dem die SPD steckt, im einzelnen aufdröselt. Und was wäre passiert, wenn die SPD mehr Mut gezeigt hätte? Sagt Stephan Hebel dazu auch etwas? 

Sozialdemokratie paradox
Die SPD hat eine neue linke Spitze. Das ist nicht nichts. Doch der Leitantrag für die Verhandlungen mit CDU und CSU könnte von Olaf Scholz geschrieben sein. Der Partei fehlt der Mut, ihre guten Ideen in rote Linien für die Fortsetzung der großen Koalition zu verwandeln. Kann das funktionieren? Den ganzen Artikel lesen